{"id":44569,"date":"2026-08-02T12:53:16","date_gmt":"2026-08-02T12:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44569\/"},"modified":"2026-08-02T12:53:16","modified_gmt":"2026-08-02T12:53:16","slug":"krise-in-ceuta-spanische-regierung-hatte-offenbar-warnungen-von-geheimdiensten-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44569\/","title":{"rendered":"Krise in Ceuta: Spanische Regierung hatte offenbar Warnungen von Geheimdiensten erhalten"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspADdy tspADdz\">Die spanische Regierung hatte Warnungen von Geheimdiensten \u00fcber eine m\u00f6gliche Welle an Migranten nach Ceuta und Melilla erhalten. Das berichten \u00fcbereinstimmend die Nachrichtenagentur <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/08\/02\/ceuta-geheimdienst-warnte-spaniens-regierung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Euronews<\/a> und das spanische Nachrichtenportal <a href=\"https:\/\/theobjective.com\/espana\/2026-08-01\/informes-inteligencia-gobierno-oleada-ceuta-dia-trono-marroqui\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">\u201eThe Objective\u201c<\/a> unter Berufung auf Quellen in besagten Geheimdiensten. Die Regierung habe diese \u201esystematisch ignoriert\u201c.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Demnach warnten die Geheimdienste, dass der marokkanische K\u00f6nig Mohammed VI. anl\u00e4sslich des Thronfests eine \u201eGeste der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit\u201c anweisen k\u00f6nnte. Hinzu kam, dass in den Tagen vor dem Donnerstag, als bis zu 60.000 Menschen von Marokko nach Ceuta schwammen, bereits massenhaft Reisebusse aus verschiedenen Orten Marokkos in die Grenzstadt Fnideq gekommen seien.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">In den zehn Tagen vor dem Donnerstag hatten au\u00dferdem bereits mindestens 1000 Menschen Ceuta \u00fcber das Meer erreicht. Der Geheimdienst interpretierte diese Str\u00f6me als Testlauf seitens Marokkos und warnte die Regierung erneut, berichtet Euronews.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Ein namentlich nicht genannter hoher Regierungsbeamter hatte der Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c am Samstag <a href=\"https:\/\/elpais.com\/espana\/2026-08-01\/el-gobierno-admite-que-no-vio-venir-la-crisis-de-ceuta-si-hubieramos-tenido-informacion-no-habrian-entrado-50000-en-24-horas.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">gesagt<\/a>, die Regierung habe die Krise in Ceuta nicht kommen sehen.<\/p>\n<p> Spanien installiert Barriere <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Die spanischen Beh\u00f6rden installierten am Samstag eine 500 Meter lange schwimmende Barriere zwischen der K\u00fcste Marokkos und dem Ceuta-Strand Tarajal. Zusammen mit Bojen der spanischen Marine soll sie die Kontrolle und \u00dcberwachung der K\u00fcste verbessern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1785675190_980_morocco-spain-migration.jpeg\"   alt=\"Floating barriers are seen on the maritime border between Spain's North African enclave of Ceuta and Morocco on August 1, 2026. As thousands of Moroccans who forced their way into the Spanish enclave of Ceuta this week were returning home, many did so with their dreams broken and newly convinced that reaching Spain was not worth the risks. (Photo by Henry Nicholls \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15906016\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspATfo\"\/> Schwimmende Barriere in Ceuta <\/p>\n<p class=\"tspABds\"> \u00a9 AFP\/Henry Nicholls <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">In Ceuta selbst kehrt derweil wieder zunehmend Normalit\u00e4t ein. Nach Angaben der spanischen Regierung sind fast alle der 50.000 bis 60.000 Menschen, die es innerhalb kurzer Zeit von Marokko in die abgeschottete Exklave geschafft haben, inzwischen zur\u00fcckgekehrt. Die R\u00fcckkehr erfolgte demnach freiwillig, nachdem sich f\u00fcr die Migranten kaum Aussichten auf eine Weiterreise ergeben hatten. Nicht zuletzt mangelte es in der Stadt, die nicht einmal 85.000 Einwohner hat, an Unterk\u00fcnften und Versorgung.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Die Beh\u00f6rden suchen im Meer vor Ceuta weiter nach Leichen von Migranten. Die Zahl der Toten stieg am Sonntag auf 72. Den Informationen der spanischen Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c zufolge bereiten die Beh\u00f6rden der Stadt eine Einrichtung vor, um bis zu 200 Leichen aufbahren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> Wadephul spricht von \u201eStresstest\u201c <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission zur Einr\u00e4umung absoluter Priorit\u00e4t f\u00fcr den Schutz der Au\u00dfengrenzen auf. \u201eDie Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben\u201c, sagte Wadephul \u201eBild am Sonntag\u201c.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">\u201eDie Situation hat gerade auch die Anf\u00e4lligkeit Europas gezeigt. Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Au\u00dfengrenzen absolute Priorit\u00e4t einr\u00e4umt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gef\u00e4hrden\u201c, sagt er.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Die Krise zeige auch laut Wadephul weiter, wie wichtig es sei, \u201egemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gef\u00e4hrden und die tragischerweise auch Dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben\u201c, schreibt die Zeitung vorab. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/es-hiess-spanien-habe-die-tur-geoffnet-social-media-postings-losten-offenbar-ceuta-ansturm-mit-aus-15905704.html?icid=in-text-link_15898668\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Medienberichten zufolge<\/a> war in sozialen Netzwerken die Nachricht verbreitet worden, die spanische Grenze sei \u201eoffen\u201c.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Wadephul hob demnach hervor, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. \u201eUm illegale Migration zu kontrollieren, brauchen wir Partner au\u00dferhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise gr\u00f6\u00dfte Sorgen ausgel\u00f6st hat, schnell zu l\u00f6sen. Das begr\u00fc\u00dfe ich sehr\u201c, sagte er.<\/p>\n<p> EU-Politiker machen Druck auf Spanien <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Am Samstag erh\u00f6hten mehrere europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs mit einem offenen Brief den Druck auf Spanien. In dem Schreiben, das auch Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnet hat, \u00e4u\u00dfern sie ihre gro\u00dfe Besorgnis \u00fcber die Lage und werfen Madrid indirekt vor, mit j\u00fcngsten Entscheidungen unerw\u00fcnschte Signale ausgesendet zu haben.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">So prangert der Brief eine migrationspolitische Entscheidung der spanischen Regierung an. Vor einigen Monaten hatte Spanien als Ma\u00dfnahme gegen den Arbeitskr\u00e4ftemangel <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/um-sozialstaat-und-rente-zu-sichern-spanien-will-status-von-500000-einwanderern-legalisieren-15186694.html?icid=in-text-link_15898668\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Legalisierung von rund 500.000 irregul\u00e4ren Migranten eingeleitet.<\/a><\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Die Unterzeichner mahnen in dem Brief an, man m\u00fcsse sich mit politischen Ma\u00dfnahmen auseinandersetzen, die Anreize f\u00fcr Migration geben k\u00f6nnten\u00a0\u2013 und nennen an dieser Stelle ausdr\u00fccklich die \u201eLegalisierung einer sehr gro\u00dfen Zahl irregul\u00e4rer Migranten\u201c. Profitieren sollen von dieser Ma\u00dfnahme allerdings Asylsuchende, die ihren Antrag vor Ende 2025 gestellt haben, keine Neuank\u00f6mmlinge.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass unkontrollierte Massen\u00fcbertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck entstehen lassen, dass eine illegale Einreise in die Europ\u00e4ische Union m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"tspAPfc\">Offener Brief mehrerer europ\u00e4ischer Staats- und Regierungschefs<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Zudem stellt der Brief eine Verbindung zwischen dem Ansturm und einem Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs her. Diese sei \u201ebenutzt worden, um diesen Angriff auszul\u00f6sen und unser Migrations- und Asylsystem zu missbrauchen\u201c. Das Gericht hatte entschieden, dass die sofortige Zur\u00fcckweisung von Migranten nur dann zul\u00e4ssig ist, wenn diese beim irregul\u00e4ren Grenz\u00fcbertritt einen Zaun oder eine andere Sperre \u00fcberwunden haben. F\u00fcr Menschen, die \u00fcber einen unbefestigten Abschnitt wie das Meer nach Spanien gelangen, sei eine Einzelfallpr\u00fcfung n\u00f6tig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mass-crossings-of-migrants-on-foot-and-by-sea-from-morocco-into-spanish-territory-in-ceuta.jpeg\"   alt=\"Migrants run on the beach, as they attemp to make their way past a Spanish soldier, following mass crossings of migrants on foot and by sea from Morocco into Spanish territory, in Ceuta, Spain, August 1, 2026. REUTERS\/Fabian Bimmer\" aria-labelledby=\"caption-15905603\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspATfo\"\/> Migranten rennen am Samstag an einem spanischen Soldaten vorbei. <\/p>\n<p class=\"tspABds\"> \u00a9 REUTERS\/Fabian Bimmer <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Der Brief richtet sich an EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa, EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und den irischen Regierungschef Miche\u00e1l Martin, dessen Land den EU-Ratsvorsitz innehat. Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni und D\u00e4nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen initiierten das Schreiben, das 22 europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs unterschrieben haben. Neben Spanien und Irland hatten auch Frankreich, Luxemburg und Portugal nicht unterzeichnet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/topshot-morocco-spain-migration.jpeg\"   alt=\"TOPSHOT - People gather along the fence at the site of clashes near Fnideq, on the Morocco-Spain border, on July 31, 2026. Thousands of migrants crossed overnight from Morocco into Spain's north Africa's Ceuta enclave, a police source said on July 31, adding that it was impossible to estimate how many people in total. A total of 18 people died while attempting to reach the Spanish enclave, the source said. (Photo by Abdel Majid BZIOUAT \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15905691\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspATfo\"\/> Bilder vom Freitag zeigen chaotische Szenen an der Grenze zwischen Marokko und Ceuta. <\/p>\n<p class=\"tspABds\"> \u00a9 AFP\/ABDEL MAJID BZIOUAT <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">\u201eWir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass unkontrollierte Massen\u00fcbertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck entstehen lassen, dass eine illegale Einreise in die Europ\u00e4ische Union m\u00f6glich ist\u201c, hei\u00dft es in dem Brief.<\/p>\n<p> Migrationskrise sorgt f\u00fcr Streit auf EU-Ebene <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Die Unterzeichner bitten den derzeitigen EU-Ratsvorsitz, umgehend eine au\u00dferordentliche Videokonferenz der Innenminister einzuberufen. Diese ist nun f\u00fcr Dienstag angesetzt. Auch Spaniens Premier Pedro S\u00e1nchez forderte angesichts der europ\u00e4ischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Migrationskrise in Ceuta eine digitale Sondersitzung der Innenminister aller 27 EU-Staaten.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">S\u00e1nchez hat sich seinerseits in einem Brief an Irlands Regierungschef Miche\u00e1l Martin \u00fcber das Verhalten einiger Mitgliedstaaten in der Ceuta-Krise beschwert. \u201eEine solche Haltung \u2013 motiviert durch Vorurteile, Falschinformationen, Unwissenheit oder politische Interessen \u2013 verst\u00f6\u00dft nicht nur gegen europ\u00e4isches Recht, humanit\u00e4res Recht und die Grunds\u00e4tze der Solidarit\u00e4t, die uns verbinden, sondern l\u00e4uft auch den langfristigen Interessen Europas zuwider.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">\u201eIm gegenw\u00e4rtigen internationalen Kontext kann sich die Europ\u00e4ische Union eine solche egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion nicht leisten\u201c, schrieb S\u00e1nchez.<\/p>\n<p> Massive Kritik von Rechtspopulisten <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Rechtspopulistische und konservative Politiker in Europa und in den USA <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/hunderte-posts-zur-ceuta-krise-ukraine-bezichtigt-russland-einer-propaganda-kampagne-15902850.html?icid=in-text-link_15898668\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kritisierten Spanien scharf f\u00fcr seine vermeintlich laxe Migrationspolitik<\/a>. Besonders hart hatte Italiens rechtsgerichtete Ministerpr\u00e4sidentin reagiert. Meloni bezeichnete die Bilder aus Ceuta als \u201eschockierend\u201c und brachte ein Aussetzen der Schengen-Zusammenarbeit mit Spanien ins Gespr\u00e4ch. Italien f\u00fchrte schlie\u00dflich f\u00fcr zun\u00e4chst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">F\u00fchrende Politiker aus D\u00e4nemark, Schweden, Finnland, Tschechien und \u00d6sterreich schlossen sich Italiens Forderung an, das Schengen-Abkommen mit Spanien auszusetzen.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Madrid bezeichnete Drohungen anderer L\u00e4nder mit einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum als \u201edemagogisch\u201c. Spaniens Au\u00dfenminister Jos\u00e9 Manuel Albares betonte zudem, niemand k\u00f6nne unkontrolliert von Ceuta auf das spanische Festland und damit in den \u00fcbrigen Schengen-Raum gelangen. Denn f\u00fcr Ceuta gilt die Freiz\u00fcgigkeit des sonstigen Schengen-Raums nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/migrants-cross-into-the-spanish-enclave-of-ceuta.jpeg\"   alt=\"Spanish Prime Minister Pedro Sanchez visits the border area, amid mass crossings of migrants on foot and by sea from Morocco into Spanish territory, in Ceuta, Spain, July 31, 2026. REUTERS\/Jon Nazca\" aria-labelledby=\"caption-15905090\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspATfo\"\/> Der spanische Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez besucht am 31. Juli 2026 Ceuta. <\/p>\n<p class=\"tspABds\"> \u00a9 Reuters\/Jon Nazca <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">S\u00e1nchez hatte die Ereignisse bei einem Besuch in Ceuta als \u201eAngriff\u201c auf die territoriale Integrit\u00e4t Spaniens bezeichnet. Er machte von der \u201eSchleusermafia\u201c verbreitete Ger\u00fcchte \u00fcber eine angeblich ge\u00f6ffnete Grenze f\u00fcr den Ansturm verantwortlich.<\/p>\n<p> Was in Ceuta geschah <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Bis Freitagmorgen hatten innerhalb von 24 Stunden Zehntausende Migranten die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta \u00fcberquert. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, entsandte die Regierung 60 Soldaten sowie 200 Spezialkr\u00e4fte der Polizei nach Ceuta, teilte das Ministerium am sp\u00e4ten Donnerstagabend mit. Die Regierung in Madrid setzt in der Exklave erstmals seit 2021 wieder Milit\u00e4r zur Unterst\u00fctzung der Grenzsicherung ein.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Auch an der Grenze zwischen Marokko und Melilla kam es laut dem staatlichen Fernsehsender RTVE am Freitagabend zu Auseinandersetzungen mit Beamten. Mehrere Menschen h\u00e4tten Steine auf die Sicherheitskr\u00e4fte geschleudert, w\u00e4hrend diese Tr\u00e4nengas eingesetzt h\u00e4tten. Zun\u00e4chst war unklar, ob einige der Migranten nach Melilla gelangt waren.<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Ceuta bildet zusammen mit Melilla die einzige Landgrenze der Europ\u00e4ischen Union zum afrikanischen Kontinent. In beiden St\u00e4dten kommt es immer wieder zu Versuchen von Migranten, auf diesem Weg in die EU einzureisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1785624209_558_morocco-spain-migration.jpeg\"   alt=\"Migrants wait to board coaches as the Moroccan authorities transfer some back to their hometowns after they left Spain's North African enclave of Ceuta following an attempt to cross at the Morocco-Spain border, at Fnideq in northern Morocco on August 1, 2026. More than 48,000 migrants have returned to Morocco from Spain's Ceuta after tens of thousands crossed the frontier into its north African enclave in recent days, Spain's interior ministry said on July 31. Hundreds of people converged on Morocco's northern town of Fnideq on July 30 evening, following rumours that the border with Spain's Ceuta had opened, according to an AFP journalist. (Photo by Abdel Majid BZIOUAT \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15905095\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspATfo\"\/> Migranten warten darauf, in Reisebusse einzusteigen, die von Marokko bereitgestellt wurden, um sie in ihre Heimatst\u00e4dte zur\u00fcckzubringen, nachdem sie die spanische Enklave Ceuta in Nordafrika verlassen haben. <\/p>\n<p class=\"tspABds\"> \u00a9 AFP\/ABDEL MAJID BZIOUAT <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Die Ereignisse wecken Erinnerungen an den Mai 2021, als innerhalb weniger Tage rund 10.000 Jugendliche aus Marokko und L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara die Exklave erreichten. Damals befanden sich Spanien und Marokko in einer diplomatischen Krise: Nachdem Madrid Brahim Ghali, den Anf\u00fchrer der Polisario, der Front der Sahrauis, die f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit der von Marokko beanspruchten Westsahara k\u00e4mpft, zur medizinischen Behandlung aufgenommen hatte, setzte Marokko die Grenzkontrollen aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1785624209_124_morocco-spain-migration.jpeg\"   alt=\"Moroccan security forces confront migrants attempting to cross into Spain's North African enclave of Ceuta during clashes near the town of Fnideq, on the Morocco-Spain border, on July 31, 2026. The European Union on July 31 scrambled to contain one of the largest migrant crises faced by the block in recent years, after tens of thousands of people poured into into Spain's North African Ceuta enclave in just days. (Photo by Abdel Majid BZIOUAT \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15905100\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspATfo\"\/> Marokkanische Sicherheitskr\u00e4fte gehen am 31. Juli 2026 bei Zusammenst\u00f6\u00dfen in der N\u00e4he der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze gegen Migranten vor, die versuchen, in die spanische Enklave Ceuta in Nordafrika einzudringen. <\/p>\n<p class=\"tspABds\"> \u00a9 AFP\/ABDEL MAJID BZIOUAT <\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Der aktuelle Massenansturm stellt eine Ausnahme dar. So schreibt die italienische Zeitung \u201eLa Repubblica\u201c, im gesamten Jahr 2025 sei es lediglich sechs illegalen Migranten gelungen, Ceuta zu erreichen, und vom Beginn dieses Jahres bis zum vergangenen 15. Juli keinem einzigen.<\/p>\n<p>Lesermeinungen zum Artikel<\/p>\n<p class=\"tspADdy\">\u201eEs ist ja nicht das erste Mal, dass Marokko Migranten als Druckmittel gegen die EU und besonders Spanien benutzt.<br \/>Spanien ist in der Mauretanienfrage eher auf Konfrontation zu Marokko und Marokko muss halt immer mal wieder daran erinnert werden, dass es auch Macht hat, wenn man nicht lieb genug ist. Marokko ist keine Demokratie, sondern ein K\u00f6nigreich, gelenkt von einer Machtelite, die alle wichtigen Firmen unter sich aufgeteilt hat.\u201c<\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten darauf antworten? Hier gelangen Sie <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/krise-in-ceuta-spanische-regierung-hatte-offenbar-warnungen-von-geheimdiensten-erhalten-15898668.html?commentId=2bd213df-0e3e-40e3-80c7-a3fcc1829a81\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">direkt zur Diskussion mit Tagesspiegel-Nutzer KlausKaminski<\/a><\/p>\n<p class=\"tspADdy\">Als einen Grund, warum sich pl\u00f6tzlich Zehntausende auf den Weg machten, nannte die spanische Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c <a href=\"https:\/\/elpais.com\/espana\/2026-07-30\/es-un-fracaso-para-el-pais-ver-a-una-chica-haciendo-la-senal-de-la-victoria-tras-haber-pasado-a-ceuta.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">bereits am Mittwoch<\/a>, dass sich in Marokko die Nachricht einer einfachen Einreise nach Spanien verbreitet hatte. Hinzu kam die offensichtliche Unt\u00e4tigkeit der Sicherheitsbeh\u00f6rden in Marokko. So beschrieb Juan Carlos Sanz, Marokko-Korrespondent der Zeitung, ein gro\u00dfes Aufgebot an Grenzpolizisten, Panzerw\u00e4gen und Gendarmen in Kampfausr\u00fcstung an der Grenze. \u201eSie hielten standhaft ihre Position, w\u00e4hrend Tausende Menschen schweigend am Strand entlangzogen und in der Flut schwammen.\u201c<\/p>\n<p>Lesen Sie auch<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/bundnis-zwischen-moskauer-dreckskerlen-und-dem-wahnsinnigen-regime-in-nordkorea-selenskyj-beklagt-einsatz-nordkoreanischer-rakete-15901630.html?icid=topic-list_15898668___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" 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target=\"_blank\">sagte dem Tagesspiegel<\/a>: \u201eOhne jeden Zweifel h\u00e4tte all dies nicht ohne die Unt\u00e4tigkeit der Beh\u00f6rden geschehen k\u00f6nnen.\u201c (Reuters, AFP, dpa, Tsp)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die spanische Regierung hatte Warnungen von Geheimdiensten \u00fcber eine m\u00f6gliche Welle an Migranten nach Ceuta und Melilla 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