{"id":44781,"date":"2026-08-03T22:27:14","date_gmt":"2026-08-03T22:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44781\/"},"modified":"2026-08-03T22:27:14","modified_gmt":"2026-08-03T22:27:14","slug":"spanische-nordafrika-exklave-madrid-bestreitet-warnung-des-geheimdienstes-vor-ceuta-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44781\/","title":{"rendered":"Spanische Nordafrika-Exklave: Madrid bestreitet Warnung des Geheimdienstes vor Ceuta-Krise"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta hat die Regierung in Madrid Vorw\u00fcrfe zur\u00fcckgewiesen, sie habe Warnungen des Geheimdienstes CNI vor einer Massenankunft ignoriert. Man habe keine Geheimdienstberichte erhalten, die vor einer Migrationskrise dieses Ausma\u00dfes gewarnt h\u00e4tten, hie\u00df es. Gleichzeitig dauern in Ceuta die Unterbringung und R\u00fcckf\u00fchrung verbliebener Migranten sowie die Suche nach weiteren Todesopfern an. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid wurden bislang 72\u00a0Leichen geborgen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Sprecher der oppositionellen konservativen Volkspartei (PP), Miguel Tellado, sagte, es sei kaum vorstellbar, dass der CNI von der bevorstehenden \u201eMenschenwelle\u201c nichts gewusst habe. Auch der Radiosender Cadena Ser berichtete von \u201emehrfachen Warnungen\u201c. Regierungssprecherin Elma Saiz entgegnete: \u201eMit einem derart beispiellosen Ereignis hatte niemand gerechnet.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor allem am Donnerstag waren Zehntausende von Marokko aus irregul\u00e4r nach Ceuta gelangt &#8211; die meisten schwimmend, andere kletterten \u00fcber den sechs Meter hohen Grenzzaun. Die genaue Zahl ist weiter unklar. Regionalpr\u00e4sident Juan Jes\u00fas Vivas sprach nun von 80.000 Ank\u00fcnften, nachdem er zuvor von 60.000 ausgegangen war. Madrid h\u00e4lt an der Sch\u00e4tzung von 50.000 fest. Marokko teilte mit, rund 40.000 Migranten h\u00e4tten Ceuta erreichen wollen.\n  <\/p>\n<p>            Tausende Migranten halten sich noch in Ceuta auf<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Unterschiedliche Angaben gibt es auch zur Zahl der vor allem vor der K\u00fcste der Exklave an der Stra\u00dfe von Gibraltar ums Leben gekommenen Migranten. W\u00e4hrend Madrid weiterhin von 72 Todesopfern spricht, erkl\u00e4ren Vertreter der konservativen Regionalregierung, es gebe mindestens 88 Leichen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nach \u00fcbereinstimmenden Beh\u00f6rdenangaben ist der gr\u00f6\u00dfte Teil der Migranten bereits nach Marokko zur\u00fcckgekehrt. Nach Sch\u00e4tzung der Regionalregierung halten sich jedoch noch 3.000 bis 5.000 Menschen in Ceuta auf. Die Lage habe sich zwar beruhigt, von Normalit\u00e4t k\u00f6nne aber keine Rede sein, sagte Vivas. Die Zentralregierung beziffert derweil die Zahl der verbliebenen Migranten auf rund 2.500 und teilt mit, die R\u00fcckf\u00fchrungsaktionen seien noch nicht zu Ende.\n  <\/p>\n<p>            Aufnahmezentren \u00fcberlastet<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Besonders angespannt bleibt die Situation bei unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen. Ceuta betreut seit dem Ansturm nach eigenen Angaben mindestens 862 Kinder und Jugendliche, obwohl regul\u00e4r nur 29 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen. Deshalb werden zus\u00e4tzliche Unterk\u00fcnfte in umfunktionierten Geb\u00e4uden eingerichtet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch das Aufnahmezentrum CETI f\u00fcr Erwachsene ist nach Angaben der Regionalregierung in Ceuta nicht erst seit dem Ansturm v\u00f6llig \u00fcberlastet. Es bietet Platz f\u00fcr rund 600 Menschen. Vor dem Gel\u00e4nde halten sich den Angaben zufolge etwa 1.000 weitere Migranten in provisorischen Lagern auf.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/migranten-in-spanien-ceuta.jpg\" alt=\"Unter den Zehntausenden Ank\u00f6mmlingen waren auch sehr junge Migranten.\" title=\"Unter den Zehntausenden Ank\u00f6mmlingen waren auch sehr junge Migranten.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Unter den Zehntausenden Ank\u00f6mmlingen waren auch sehr junge Migranten.<br \/>\n    Foto: Bernat Armangue\/AP\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Unter den Zehntausenden Ank\u00f6mmlingen waren auch sehr junge Migranten.<br \/>\n    Foto: Bernat Armangue\/AP\/dpa<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1785796034_786_migranten-in-spanien-ceuta.jpg\" alt=\"Die R\u00fcckf\u00fchrungsaktionen gehen weiter.\" title=\"Die R\u00fcckf\u00fchrungsaktionen gehen weiter.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Die R\u00fcckf\u00fchrungsaktionen gehen weiter.<br \/>\n    Foto: Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Die R\u00fcckf\u00fchrungsaktionen gehen weiter.<br \/>\n    Foto: Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta hat die Regierung in Madrid Vorw\u00fcrfe zur\u00fcckgewiesen, sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44782,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[10],"tags":[17278,1615,17276,17274,488,10883,95,17275,17277,96,1544],"class_list":["post-44781","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-marokko","tag-cadena-ser","tag-ceuta","tag-dementi","tag-geheimdienst","tag-krise","tag-madrid","tag-marokko","tag-migrantenansturm","tag-miguel-tellado","tag-morocco","tag-spanien"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117033936064065891","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44781","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44781"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44781\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44781"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44781"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44781"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}