{"id":45217,"date":"2026-08-06T09:11:15","date_gmt":"2026-08-06T09:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45217\/"},"modified":"2026-08-06T09:11:15","modified_gmt":"2026-08-06T09:11:15","slug":"ebola-lage-im-kongo-immer-dramatischer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45217\/","title":{"rendered":"Ebola-Lage im Kongo immer dramatischer"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Rund zweieinhalb Monate nach Beginn des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Lage nach Einsch\u00e4tzung der Hilfsorganisation \u00c4rzte ohne Grenzen &#8222;kritischer denn je&#8220;. Das Virus verbreite sich in alarmierendem und beispiellosem Tempo, berichtet die Organisation.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, ist unterdessen zum zweiten Mal seit Beginn des Ausbruchs in den Kongo gereist. Er besuchte dort die Provinz Ituri, in der fast 90 Prozent aller F\u00e4lle gemeldet wurden. Au\u00dferdem waren Gespr\u00e4che des WHO-Chefs mit Pr\u00e4sident Felix Tshisekedi in der Hauptstadt Kinshasa geplant.<\/p>\n<p><img alt=\"WHO-Chef Tedros (M.) bei einer Konferenz in der Hauptstadt Kinshasa&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;World Health Organization\/AP Photo\/picture alliance&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/https:\/\/media.zenfs.com\/de\/deutsche_welle_de_557\/be93714b3cfa4727ef8a188312bce5a1.jpeg\"\/><\/p>\n<p>WHO-Chef Tedros (M.) bei einer Konferenz in der Hauptstadt KinshasaWorld Health Organization\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">W\u00e4hrens seines Aufenthalts im Land rief Tedros dazu auf, die Bem\u00fchungen im Kampf gegen Ebola &#8222;massiv&#8220; zu intensivieren. So br\u00e4uchten medizinische Helfer Schutz, Ausbildung und Unterst\u00fctzung, schrieb er auf der Plattform X.<\/p>\n<p>USA ungewohnt hilfsbereit<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die USA stellten unterdessen zus\u00e4tzliche Gelder in H\u00f6he von mehr als 242 Millionen Dollar (umgerechnet rund 210 Millionen Euro) bereit. Mit diesen neuen Mitteln bel\u00e4uft sich die direkte finanzielle US-Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ebola-Bek\u00e4mpfung im Land auf mehr als 500 Millionen Dollar, wie das Au\u00dfenministerium in Washington mitteilte.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die Vereinigten Staaten riefen andere L\u00e4nder dazu auf, ihre Hilfsgelder ebenfalls zu erh\u00f6hen. Zugleich w\u00fcrdigten die USA Uganda f\u00fcr seine Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Ausbruchs. W\u00e4hrend der Pandemie-Verlauf in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin Anlass zur Sorge gebe, habe Uganda rasch und entschlossen gehandelt, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Eigentlich steht die US-Regierung seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 eher f\u00fcr den R\u00fcckzug aus internationalen Programmen und gestrichene Hilfsmittel. Sie stellte vieles auf den Pr\u00fcfstand und zog sich auch aus der WHO zur\u00fcck. Bei der jetzt geplanten Zusatzhilfe bezieht sich die Regierung in Washington auf entsprechende Zusagen auf dem G7-Gipfel im Juni in Frankreich am Genfersee.<\/p>\n<p>Bisher gr\u00f6\u00dfter Ebola-Ausbruch<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Insgesamt sind im Kongo inzwischen fast 4000 Infektionen im Labor best\u00e4tigt worden. Mehr als 1800 der Infizierten starben. Es handelt sich um den gr\u00f6\u00dften Ebola-Ausbruch, der jemals in der DR Kongo registriert wurde.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Ein gro\u00dfes Problem ist, dass die Beh\u00f6rden immer noch zu wenige Angeh\u00f6rige von Infizierten kennen, um sie vor einer Ansteckung zu sch\u00fctzen. In einem Behandlungszentrum in Bunia waren nach Angaben von \u00c4rzte ohne Grenzen 90 Prozent der Patienten zuvor nicht als Kontaktpersonen erfasst.<\/p>\n<p><img alt=\"Zivilschutzteam in der Provinz Ituri&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Gradel Muyisa Mumbere\/REUTERS&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/https:\/\/media.zenfs.com\/de\/deutsche_welle_de_557\/b1bffdaff730e97f5967b5b2d8dd23b4.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Zivilschutzteam in der Provinz IturiGradel Muyisa Mumbere\/REUTERS<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Hinzu kommt Misstrauen gegen\u00fcber Beh\u00f6rden und <a data-ylk=\"slk:K\u00e4mpfe;elm:context_link;itc:0;sec:content-canvas;\" data-yga=\"{&quot;yLinkElement&quot;:&quot;link&quot;,&quot;yLinkElementType&quot;:&quot;article_link&quot;}\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wie-der-kongo-konflikt-dem-ebola-virus-in-die-karten-spielt\/a-77954801\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">K\u00e4mpfe<\/a> in Rebellengebieten, die hunderttausende Menschen in die Flucht schlagen. Die beginnende Regenzeit k\u00f6nnte die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Virus zus\u00e4tzlich erschweren.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">gri\/se (dpa, afp, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund zweieinhalb Monate nach Beginn des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Lage nach Einsch\u00e4tzung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45218,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[246],"tags":[576,3050,191,8391,7241,386,385,9406],"class_list":["post-45217","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-republik-kongo","tag-aerzte-ohne-grenzen","tag-demokratischen-republik-kongo","tag-dr-kongo","tag-ebola-ausbruch","tag-felix-tshisekedi","tag-republic-of-the-congo","tag-republik-kongo","tag-tedros-adhanom-ghebreyesus"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117047793078613984","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45217"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45217\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}