{"id":45230,"date":"2026-08-06T10:22:18","date_gmt":"2026-08-06T10:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45230\/"},"modified":"2026-08-06T10:22:18","modified_gmt":"2026-08-06T10:22:18","slug":"fifa-duldet-keinerlei-angriffe-auf-ihre-integritaet-infantino-schaltet-in-den-angriffsmodus-und-droht-verbaenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45230\/","title":{"rendered":"\u201eFifa duldet keinerlei Angriffe auf ihre Integrit\u00e4t\u201c: Infantino schaltet in den Angriffsmodus\u00a0\u2013 und droht Verb\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBKln tspBKlo\">Inmitten seiner schwersten Krise als FIFA-Pr\u00e4sident schickte Gianni Infantino aus dem kleinen Al Medina Stadium von Rabat ein klares Signal in die aufgeregte Fu\u00dfball-Welt. Infantino verbreitete via Instagram ein Foto mit seinem in der vergangenen Woche noch abtr\u00fcnnig wirkenden Generalsekret\u00e4r Mattias Grafstr\u00f6m.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Beide grinsen und recken demonstrativ einen Daumen nach oben. Es sollte beim Besuch des Afrika Cups der Frauen unterstreichen, was der Weltverband nach einer Krisensitzung in der marokkanischen Hauptstadt mitgeteilt hatte: Die FIFA-F\u00fchrung steht geschlossen hinter Infantino. Und der Verbandsboss aus der Schweiz denkt gar nicht daran, von sich aus seinen R\u00fccktritt zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p> FIFA will \u201ekeinerlei Angriffe mehr dulden\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Stattdessen schaltete Infantino nur viereinhalb Tage nach dem krachenden Scheitern des Investorendeals, mit dem er die Fu\u00dfball-Szene zuvor schockiert und emp\u00f6rt hatte, wieder in den Angriffsmodus. In einem Schreiben, das an die FIFA-Vizepr\u00e4sidenten und Councilmitglieder der FIFA adressiert ist und von Sky News in voller L\u00e4nge ver\u00f6ffentlicht wurde, gestehen die beiden Unterzeichner Infantino und Grafstr\u00f6m zwar Fehler ein. Doch nicht nur das.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Woche<\/p>\n<p class=\"tspB1ms\"> Ein schneller \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Artikel, jeden Sonntag per Mail direkt aus der Tagesspiegel-Chefredaktion. <\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Sie drohen auch mit Konsequenzen. \u201eNach der R\u00fccknahme des Projekts wird die FIFA keinerlei Angriffe auf ihre Integrit\u00e4t, ihre gute Unternehmensf\u00fchrung und die Einhaltung ordnungsgem\u00e4\u00dfer Verfahren mehr dulden und alle erforderlichen Ma\u00dfnahmen ergreifen, um ihren Namen und ihren Ruf zu sch\u00fctzen und zu wahren\u201c, hei\u00dft es w\u00f6rtlich.<\/p>\n<p> R\u00fcckendeckung von Grafstr\u00f6m <\/p>\n<p class=\"tspBKln\"><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/fifa-krise-europaische-ligen-verlangen-reformen-im-weltverband-15916907.html?icid=in-text-link_15918305\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In den vergangenen Tagen hatte es eine beispiellose Welle der Kritik und viele R\u00fccktrittsforderungen an Infantino wegen des geplanten Investorendeals gegeben<\/a>. Die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union UEFA hatte geschlossen mit allen 55 Mitgliedern gedroht, die WM und alle weiteren FIFA-Wettbewerbe zu boykottieren, wenn der geplante Deal nicht zur\u00fcckgenommen werde.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Dies geschah schlie\u00dflich in der Nacht zu Samstag, nachdem nach einer Absage aus Nord- und Mittelamerika und Asien klar war, dass das Projekt keinerlei Mehrheit haben w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">In Marokko versammelte Infantino nun das Top-Management der FIFA um sich und bekam in Rabat das, was er sich erhofft hatte: die volle interne R\u00fcckendeckung, die in der vergangenen Woche zu br\u00f6ckeln drohte. Der Schwede Grafstr\u00f6m hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an FIFA-Mitarbeiter noch eine \u201etraurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen\u201c sowie \u201eAufruhr\u201c beklagt.<\/p>\n<p> Was macht die UEFA? <\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Nun unterzeichnete Grafstr\u00f6m einen Brief, der eine Entschuldigung zu einem Vorgang enthielt, der dem Generalsekret\u00e4r offenbar gar nicht bekannt war. \u201eZur Vermeidung jeglicher Missverst\u00e4ndnisse bekr\u00e4ftigen der FIFA-Generalsekret\u00e4r und das anwesende Management Board ihre uneingeschr\u00e4nkte Unterst\u00fctzung f\u00fcr FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino als den einzigen offiziellen Repr\u00e4sentanten, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverb\u00e4nden gew\u00e4hlt wurde\u201c, hie\u00df es von der FIFA.<\/p>\n<p>Das sollte sein Aus sein. Ich habe definitiv kein Vertrauen mehr in Herrn Infantino.<\/p>\n<p class=\"tspCNpp\">Mark Carney, Kanadas Premier<\/p>\n<p class=\"tspBKln\"><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/eine-hoffnungstragerin-fur-den-weltfussball-wer-ist-lise-klaveness-die-grosste-gegenspielerin-von-gianni-infantino-15916440.html?icid=in-text-link_15918305\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Spiel der machtpolitischen Winkelz\u00fcge ist nun wieder die UEFA am Zug<\/a>. Der europ\u00e4ische Dachverband hatte Infantinos Pl\u00e4ne zun\u00e4chst scharf verurteilt, dann mit WM-Boykott gedroht und selbst nach den geplatzten Pl\u00e4nen den Druck hochgehalten. \u201eDie derzeitige FIFA-F\u00fchrung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA verloren, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fu\u00dfballfamilie\u201c, hatte die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union geschrieben.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Auch aus der Politik bleibt die Kritik an Infantino wortstark. Nach dem britischen Premierminister Andy Burnham sprach sich auch Kanadas Premier Mark Carney f\u00fcr ein Ende der \u00c4ra Infantino aus. \u201eDas sollte sein Aus sein. Ich habe definitiv kein Vertrauen mehr in Herrn Infantino\u201c, sagte Carney und kritisierte konkret, dass Infantino seinen engsten Vertrauten wichtige \u00dcberlegungen hinsichtlich des Investorendeals vorenthalten habe.<\/p>\n<p> Infantino teilt Unterst\u00fctzung von Verb\u00e4nden <\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Die FIFA r\u00e4umte ein, kommunikativ Fehler gemacht zu haben. Es herrsche Einigkeit dar\u00fcber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem FIFA-Council und den FIFA-Mitgliedsverb\u00e4nden \u201edas Gef\u00fchl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders h\u00e4tte gehandhabt werden sollen\u201c, teilte der Weltverband mit.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Doch dieses Eingest\u00e4ndnis ist aus Sicht der FIFA und vor allem aus Sicht von Infantino l\u00e4ngst kein Grund, zur Seite zu treten. Im Gegenteil: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/sturm-der-entrustung-gegen-den-fifa-prasidenten-so-konnte-der-fussball-infantino-jetzt-loswerden-15907137.html?icid=in-text-link_15918305\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Infantino will sich im M\u00e4rz 2027 in Marokko f\u00fcr eine weitere Amtszeit bis 2031 w\u00e4hlen lassen<\/a> und informiert aktuell \u00fcber jeden Verband, der ihn unterst\u00fctzt. In der Nacht nach dem Krisengipfel postete Infantino die Unterst\u00fctzungsschreiben aus der Mongolei sowie von den Philippinen.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Insgesamt acht asiatische Verb\u00e4nde unterst\u00fctzen Infantino demnach bislang. Dazu z\u00e4hlt auch der ehemalige WM-Gastgeber Katar. Noch nicht positioniert hat sich dagegen Saudi-Arabien, das 2034 erstmals Ausrichter der WM sein soll und im Nahen Osten als sportpolitisch immer wichtigerer Akteur wahrgenommen wird.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Auf der anderen Seite haben erste europ\u00e4ische Verb\u00e4nde wie Wales oder Serbien angek\u00fcndigt, Infantino nicht mehr offiziell unterst\u00fctzen zu wollen. Im Gegensatz zur kollektiv ausgesprochenen Boykott-Drohung wirkt die UEFA in dieser Frage aber noch nicht so geschlossen. Auch gibt es offiziell noch keinen Herausforderer f\u00fcr Infantino.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem auf Tagesspiegel.de<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/der-prasident-schatzt-ihn-sehr-infantino-sucht-offenbar-hilfe-bei-trump-und-rubio--und-blitzt-vorerst-ab-15910699.html?icid=topic-list_15918305___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" 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Oder eine au\u00dferordentliche Sitzung des FIFA-Kongresses, f\u00fcr die 43 von 211 Stimmen n\u00f6tig w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"tspBKln\">Der Konflikt um die Zukunft Infantinos k\u00f6nnte nicht nur sportpolitisch, sondern auch juristisch zum Thema werden. Die UEFA hat den FIFA-Boss laut \u201eFinancial Times\u201c und \u201eTelegraph\u201c dazu aufgefordert, s\u00e4mtliches Material im Zusammenhang mit dem Vorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Schreiben gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner, der eine Schl\u00fcsselrolle bei dem Projekt h\u00e4tte einnehmen sollen. (dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inmitten seiner schwersten Krise als FIFA-Pr\u00e4sident schickte Gianni Infantino aus dem kleinen Al Medina Stadium von Rabat ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45231,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[10],"tags":[29,2911,580,95,96,1360],"class_list":["post-45230","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-marokko","tag-afrika","tag-fifa","tag-instagram","tag-marokko","tag-morocco","tag-schweiz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117048072135984027","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45230"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45230\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}