{"id":45306,"date":"2026-08-06T17:02:10","date_gmt":"2026-08-06T17:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45306\/"},"modified":"2026-08-06T17:02:10","modified_gmt":"2026-08-06T17:02:10","slug":"weltsozialforum-2026-restriktionen-aufgehoben-zivilgesellschaft-zeigt-sich-widerstaendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45306\/","title":{"rendered":"Weltsozialforum 2026: Restriktionen aufgehoben, Zivilgesellschaft zeigt sich widerst\u00e4ndig"},"content":{"rendered":"<p>Nach zun\u00e4chst auferlegten Restriktionen durch Beh\u00f6rden in Benin findet das Weltsozialforum 2026 in Cotonou statt<\/p>\n<p>Nach zun\u00e4chst auferlegten Restriktionen durch Beh\u00f6rden in Benin findet das Weltsozialforum 2026 in Cotonou statt. Damit geht ein zentrales Ereignis der globalen Zivilgesellschaft mit tausenden Vertreter*innen sozialer Bewegungen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen weiter. Gerade in einer Zeit, in der zivilgesellschaftliche R\u00e4ume weltweit unter Druck geraten und angegriffen werden, zeigt sich die Zivilgesellschaft in Cotonou widerstandsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Anf\u00e4ngliche Restriktionen aufgehoben<\/p>\n<p>Etwa eine Woche vor dem geplanten Beginn zogen beninische Beh\u00f6rden ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Forum nach zweij\u00e4hriger Vorbereitung \u00fcberraschend zur\u00fcck. Die genauen Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Entscheidung sind von der Regierung bis heute nicht \u00f6ffentlich kommuniziert worden und bleiben f\u00fcr die Organisator*innen und Teilnehmenden unklar. Zentrale Veranstaltungsr\u00e4ume waren bis gestern geschlossen.<\/p>\n<p>Das Organisationskomitee, der Internationalen Rat und Teilnehmer*innen des Weltsozialforums haben sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr eine Weiterf\u00fchrung des Forums eingesetzt. Zudem fanden Treffen zwischen dem Innenminister der Republik Benin und dem Technischen Sekretariat der Organisation statt. Daraufhin hat die beninische Regierung die Durchf\u00fchrung des Weltsozialforums 2026 offiziell genehmigt. Ab heute werden Veranstaltungen auf dem offiziellen Gel\u00e4nde des Forums an der Universit\u00e4t Abomey-Calavi in Cotonou stattfinden.<\/p>\n<p>Zivilgesellschaft beweist Durchhalteverm\u00f6gen\u00a0<\/p>\n<p>Die Ereignisse der vergangenen Tage erschwerten die Durchf\u00fchrung des Weltsozialforums, konnten es jedoch nicht verhindern. Trotz der Schlie\u00dfung zentraler Veranstaltungsr\u00e4ume wurden in den vergangenen Tagen eigenst\u00e4ndig dezentrale Veranstaltungen und Vernetzungstreffen organisiert. Es fanden beispielsweise Treffen zu Bewegungsfreiheit, Schuldenstreichung, Agrar\u00f6kologie und \u00f6konomischer Gerechtigkeit statt.<\/p>\n<p>Verurteilung von Ausweisungen<\/p>\n<p>Gleichzeitig fanden in den vergangenen Tagen gegen\u00fcber anreisenden Teilnehmenden des Forums diverse Ausweisungen an der Grenze statt. Zun\u00e4chst war davon die politische Karawane der westafrikanischen Landrechtsbewegung \u201cVereinigung der K\u00e4mpfe f\u00fcr Land, Wasser und b\u00e4uerliches Saatgut\u201dbetroffen. Mehrere Busse mit etwa 400 Teilnehmenden der Karawane wurden aus Benin nach Togo abgeschoben. Nach diversen Bem\u00fchungen der Zivilgesellschaft darf die politische Karawane heute doch einreisen.<\/p>\n<p>Aktivist*innen vor Ort verurteilten zudem, dass Delegierte aus Haiti, Uganda, Finnland und Schweden, die mit dem Flugzeug zum Forum angereist waren, die Einreise nach Benin am Flughafen verwehrt wurde. Die betroffenen Personen wurden direkt mit den n\u00e4chsten R\u00fcckfl\u00fcgen ausgewiesen und erhielten erst in ihren Heimatl\u00e4ndern ihre P\u00e4sse zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Internationale Solidarit\u00e4t f\u00fcr Artikulations- und Bewegungsfreiheit\u00a0<\/p>\n<p>Auch nach den anf\u00e4nglichen Restriktionen bleibt das Weltsozialforum ein Raum globaler Vernetzung und des Zusammenschlusses vielf\u00e4ltiger Auseinandersetzungen, K\u00e4mpfe und Strategien f\u00fcr globale soziale, \u00f6kologische und \u00f6konomische Gerechtigkeit. Die Schwierigkeiten zeigen einmal mehr, wie sehr zivilgesellschaftliche R\u00e4ume verteidigt werden m\u00fcssen. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Ereignisse in Cotonou auch, dass eine andere Welt nicht nur m\u00f6glich ist, sondern durch gemeinsames und solidarisches Handeln bereits entsteht. Voller Respekt vor der Resilienz und ausdauernden Mobilisierung aller vor Ort startet die deutsche Delegation in Solidarit\u00e4t und mit viel Energie in dieses Forum.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"partnersite\"><a href=\"https:\/\/www.medico.de\/presse\/2026\/weltsozialforum-zivilgesellschaft-zeigt-sich-widerstaendig\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Der Originalartikel kann hier besucht werden<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach zun\u00e4chst auferlegten Restriktionen durch Beh\u00f6rden in Benin findet das Weltsozialforum 2026 in Cotonou statt Nach zun\u00e4chst auferlegten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45307,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[240],"tags":[360,17298,1260],"class_list":["post-45306","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-benin","tag-benin","tag-weltsozialforum","tag-zivilgesellschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117049645080751356","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45306"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45306\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}