{"id":4570,"date":"2026-04-20T08:05:51","date_gmt":"2026-04-20T08:05:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4570\/"},"modified":"2026-04-20T08:05:51","modified_gmt":"2026-04-20T08:05:51","slug":"is-lager-im-visier-welche-strategie-fahren-die-usa-in-nigeria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4570\/","title":{"rendered":"IS-Lager im Visier: Welche Strategie fahren die USA in Nigeria?"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/nigeria-522.jpg\" alt=\"Die Zeitung The Nation berichtet \u00fcber die Angriffe auf den IS\" title=\"Die Zeitung The Nation berichtet \u00fcber die Angriffe auf den IS | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 26.12.2025 \u2022 20:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Mit Angriffen auf mutma\u00dfliche IS-Lager im Nordwesten Nigerias wollen die USA ein Zeichen setzen. US-Pr\u00e4sident Trump spricht vom Schutz verfolgter Christen &#8211; doch ein Milit\u00e4rexperte sieht die Aktion skeptisch.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-ts-732.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Carsten K\u00fchntopp\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/kuehntopp-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut US-amerikanischen Medien feuerte ein US-Marineschiff mehr als ein Dutzend Marschflugk\u00f6rper vom Typ Tomahawk ab. Wie ein Pentagon-Vertreter sagte, habe man zwei Lager der Terrororganisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS) im Nordwesten von Nigeria im Visier gehabt. Zum Schaden machten weder die USA noch Nigeria detaillierte Angaben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Taktisch macht das viel aus, strategisch vielleicht weniger&#8220;, sch\u00e4tzt Cedric Leighton, US-Luftwaffenoffizier im Ruhestand, im Sender CNN den Angriff ein. &#8222;Da brauchen wir erst noch die Bewertung durch das Milit\u00e4r.&#8220; US-Regierungen &#8211; vor allem die derzeitige &#8211; setzten gerne Tomahawks ein, weil sie taktisch sehr n\u00fctzlich sind, sagt Leighton. &#8222;Aber wenn sie nicht Teil einer gr\u00f6\u00dfer angelegten Milit\u00e4roperation sind, d\u00fcrfte ihr strategischer Nutzen nur begrenzt sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump erkl\u00e4rte, man habe den &#8222;terroristischen Abschaum&#8220; des IS im Visier gehabt. Die Terroristen h\u00e4tten vor allem Christen get\u00f6tet, in einem Ausma\u00df, das man seit Jahrhunderten nicht gesehen habe.<\/p>\n<p>    &#8222;Betrachten es als einmalige Angelegenheit&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus Sicht von Ex-Offizier Leighton ist der Sinn der Zielauswahl fraglich. &#8222;Wir greifen da ein Ziel im Nordwesten von Nigeria an&#8220;, f\u00fchrt er aus. &#8222;Die meisten Angriffe auf Muslime und Christen gleicherma\u00dfen passieren aber im Nordosten, meistens ver\u00fcbt von Boko Haram, einer gro\u00dfen Terrororganisation.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und das sei ein Teil des Problems, sagt Leighton. &#8222;Wir begreifen das nicht als eine Sache, die die gesamte Region betrifft, sondern wir betrachten (unsere Attacke) als eine einmalige Angelegenheit. Aber dabei ist nichts hier eine einmalige Angelegenheit.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ende Oktober hatte Trump erstmals gewarnt, die Christen in Nigeria st\u00fcnden vor einer &#8222;existenziellen Bedrohung&#8220;. Sp\u00e4ter sagte der Pr\u00e4sident, man k\u00f6nne &#8222;mit gezogenen Waffen&#8220; einmarschieren. Und er wies das Pentagon an, Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Christen vorzubereiten. Seit Ende November fliegen die USA Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge \u00fcber Nigeria. Kriegsminister Pete Hegseth k\u00fcndigte gestern Abend weitere Angriffe an.<\/p>\n<p>    Nigeria dankt den USA &#8211; und widerspricht leise<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unter gro\u00dfem Druck durch die USA stehend, stellte Nigeria den Milit\u00e4reinsatz als eine gemeinsame Aktion der beiden L\u00e4nder dar. Laut dem Au\u00dfenministerium handelte es sich um &#8222;Pr\u00e4zisionsschl\u00e4ge&#8220; gegen &#8222;terroristische Ziele&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ausdr\u00fccklich ordnete die nigerianische Regierung den Angriff nicht als Milit\u00e4reinsatz zum Schutz von Christen ein. &#8222;Das ist kein Problem von Nigeria, und es ist kein Problem zwischen Christen und Muslimen&#8220;, erkl\u00e4rte Au\u00dfenminister Yusuf Tuggar bei CNN. &#8222;Sondern es ist ein regionales Problem. Wir aber lassen all das beiseite. Wir erkennen an, dass wir die Unterst\u00fctzung anderer L\u00e4nder brauchen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Regierung von Nigeria hat die Darstellung, dass Christen in dem Land verfolgt w\u00fcrden, stets zur\u00fcckgewiesen. Vielmehr w\u00fcrden Konflikte um Ressourcen bewusst verzerrt dargestellt, um sie in das Narrativ religi\u00f6ser Verfolgung einzuf\u00fcgen. Gleichzeitig versprach Nigeria unter dem Eindruck von Trumps Drohungen, beim Kampf gegen militante Gruppen mit den USA zusammenzuarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.12.2025 \u2022 20:24 Uhr Mit Angriffen auf mutma\u00dfliche IS-Lager im Nordwesten Nigerias wollen die USA ein Zeichen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4571,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[2936,77],"class_list":{"0":"post-4570","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nigeria","8":"tag-is","9":"tag-nigeria"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116436007905263586","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4570\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}