{"id":458,"date":"2026-04-18T06:02:31","date_gmt":"2026-04-18T06:02:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/458\/"},"modified":"2026-04-18T06:02:31","modified_gmt":"2026-04-18T06:02:31","slug":"von-julbach-nach-ruanda-florian-gabriels-weg-aus-der-komfortzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/458\/","title":{"rendered":"Von Julbach nach Ruanda: Florian Gabriels Weg aus der Komfortzone"},"content":{"rendered":"<p> JULBACH\/ Z\u00dcRICH.\u00a0Er war fr\u00fcher ein klassischer \u201eHeimschei\u00dfer\u201c, wie er selbst sagt. Doch davon ist heute nichts mehr zu sp\u00fcren. Der geb\u00fcrtige Julbacher Florian Gabriel lebt mittlerweile in Z\u00fcrich, betreut als Physiotherapeut die Fu\u00dfball-Nationalmannschaft von Liechtenstein und kehrte k\u00fcrzlich von einer abenteuerlichen Reise aus Ruanda zur\u00fcck. <\/p>\n<p>In Ruanda begleitete er das Team bei der FIFA-Series, unter anderem im Finalspiel gegen Aruba. Der Aufenthalt hinterlie\u00df bleibenden Eindruck: \u201eDas Land ist extrem gr\u00fcn, es gibt ein striktes Plastikt\u00fcten-Verbot und die Menschen sind unglaublich freundlich\u201c, erz\u00e4hlt Gabriel.<\/p>\n<p>Besonders ein Erlebnis im l\u00e4ndlichen Bereich blieb ihm im Ged\u00e4chtnis: \u201eIch war in einem AirBnB etwas au\u00dferhalb untergebracht. Als ich spazieren ging, folgten mir pl\u00f6tzlich immer mehr Kinder \u2013 am Ende waren es sicher zehn, wie beim Rattenf\u00e4nger von Hameln. Ich war wohl der erste Wei\u00dfe, den sie je gesehen haben.\u201c Neben dem Sport nutzte er die Zeit f\u00fcr eine Safari und Gorilla-Trekking. \u201eMan kommt an Orte, die man sonst nie sehen w\u00fcrde. Diese Erlebnisse kann einem keiner mehr nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Profi-Einstellung trotz Amateur-Status<\/p>\n<p>Dass die Liechtensteiner Kicker keine Vollprofis sind, merke man bei der Arbeit kaum. Die Spieler nehmen f\u00fcr solche Turniere teils ihren Urlaub. \u201eDie Jungs sind drei bis f\u00fcnf Mal pro Woche Belastung gewohnt, alles wird per Datenerhebung getrackt. Das sind keine Kreisliga-Dorfkicker\u201c, stellt Gabriel klar. Ein Unterschied zum Profizirkus gebe es aber doch: \u201eDas Ego ist weniger ausgepr\u00e4gt. Wenn es in der Physio eng wird, l\u00e4sst man dem Teamkollegen auch mal den Vortritt. Sie sind extrem flexibel.\u201c<\/p>\n<p>Masterarbeit \u00fcber ein \u201eTabu-Thema\u201c<\/p>\n<p>Trotz der vielen Reisen steht Florian Gabriel kurz vor dem Abschluss seines Masterstudiums. Das Thema seiner Arbeit ist in Fachkreisen durchaus brisant: Es geht um das vordere Kreuzband (ACL) und den Einsatz von sogenannten OKC-\u00dcbungen (Open Kinetic Chain). \u201eIch untersuche, ob diese \u00dcbungen bei deutschsprachigen Kollegen immer noch ein Tabu-Thema sind oder ob sie in der Praxis \u2013 im Vergleich zu internationalen Standards \u2013 bereits eingesetzt werden\u201c, erkl\u00e4rt er. Im Oktober steht die finale Pr\u00fcfung an.<\/p>\n<p>Vom \u201eComfort-Zone-Typ\u201c zum Abenteurer<\/p>\n<p>Fr\u00fcher zog es den Julbacher nie weit weg von zuhause, heute beschreibt er sich fast schon als \u201eYolo-Typ\u201c. Die Event-Arbeit im Sport hat ihn gepr\u00e4gt. Und wer wei\u00df, wo die Reise noch hinf\u00fchrt: \u201eVielleicht ergibt sich durch die Kontakte in Ruanda bald mal der Africa Cup\u201c, schmunzelt er. Langweilig wird es Gabriel jedenfalls nicht. Neben der Praxis und dem Sport peilt er eine Mentaltrainer-Ausbildung an der Vitalakademie an, um Athleten besser betreuen zu k\u00f6nnen. Und auch Ausfl\u00fcge in den Musik- und Tanzbereich schlie\u00dft der umtriebige Physiotherapeut f\u00fcr die Zukunft nicht aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"JULBACH\/ Z\u00dcRICH.\u00a0Er war fr\u00fcher ein klassischer \u201eHeimschei\u00dfer\u201c, wie er selbst sagt. 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