{"id":45831,"date":"2026-08-10T13:01:10","date_gmt":"2026-08-10T13:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45831\/"},"modified":"2026-08-10T13:01:10","modified_gmt":"2026-08-10T13:01:10","slug":"aequatorialguineer-berichtet-von-zwangsrekrutierung-durch-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45831\/","title":{"rendered":"\u00c4quatorialguineer berichtet von Zwangsrekrutierung durch Russland"},"content":{"rendered":"<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Ein 22-J\u00e4hriger aus \u00c4quatorialguinea wollte im Ausland Arbeit als Leibw\u00e4chter finden \u2013 stattdessen landete er im Kugelhagel in der Ostukraine. Seine Schilderungen offenbaren ein perfides System.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Dass er an der Front war, merkte Daniel Angel Masie Nchama, &#8222;als eine Rakete uns traf&#8220;. Der 22-J\u00e4hrige aus \u00c4quatorialguinea wurde Ende 2025 zur Unterst\u00fctzung der russischen Streitkr\u00e4fte zwangsrekrutiert und k\u00e4mpfte als einer von hunderten Afrikanern fast zwei Monate lang in der Ukraine. Zur\u00fcck im bescheidenen Haus seiner Eltern in Malabo berichtet der ehemalige Informatik-Student der Nachrichtenagentur AFP von der eisigen K\u00e4lte, dem Hunger, der Angst und schlie\u00dflich der Flucht aus Russland.<\/p>\n<p>Unterschrift unter Waffengewalt<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auf der Suche nach einem Leben im Ausland habe er sich nichtsahnend von einem Kameruner namens &#8222;Fabrice&#8220; \u00fcberzeugen lassen, nach Russland zu gehen, berichtet Nchama. Im Dezember 2025 reiste er in dem Glauben los, in Russland eine milit\u00e4rische Ausbildung zu erhalten, um eine Arbeit als Leibw\u00e4chter anzutreten.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Bei seiner Ankunft wurden ihm und anderen potenziellen Rekruten aus Afrika Dokumente auf Russisch zum Unterschreiben vorgelegt, schildert der junge \u00c4quatorialguineer. Als er versuchte, die Papiere mit Hilfe seines Handys zu \u00fcbersetzen, legte ein russischer Soldat demonstrativ seine Waffe auf den Tisch. &#8222;Es war eine Drohung. Wir mussten unterzeichnen&#8220;, sagt der 22-J\u00e4hrige. Anschlie\u00dfend wurden den Afrikanern ihre P\u00e4sse abgenommen und nie wieder zur\u00fcckgegeben. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Nach zwei Wochen &#8222;rudiment\u00e4rer Ausbildung&#8220; statt der urspr\u00fcnglich versprochenen acht Monate wurde die Gruppe in die Ukraine verlegt. Mit ihm seien Kolumbianer und &#8222;viele Afrikaner&#8220; gewesen, darunter ein weiterer \u00c4quatorialguineer, sowie M\u00e4nner aus Kamerun, Nigeria und Libyen, sagt Nchama.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/russland-krieg-ukraine\/selenskyj-erwarten-50000-nordkoreanische-soldaten-russland-42595522\" data-brain-zone=\".42596804.content.teaser_1.1\" data-component-path=\"content.teaser_1.1\" data-component-name=\"link.editorial\" class=\"teaser teaser--horizontal\" data-block-name=\"content.teaser_1\" data-item-position=\"1\" data-item-source=\"cms\" data-article-id=\"cmd:42595522\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/selenskyj.jpg\" alt=\"\" width=\"76\" height=\"76\" class=\"teaser__image\"\/><\/p>\n<p>\nAppell an S\u00fcdkorea\n<\/p>\n<p>Selenskyj: Erwarten bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten in Russland<\/p>\n<p><\/a><br \/>\n1800 Afrikaner f\u00fcr Russland rekrutiert<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die ukrainischen Beh\u00f6rden sch\u00e4tzen, dass bislang etwa 1800 Afrikaner f\u00fcr die russischen Truppen verpflichtet wurden. Mitte Februar ver\u00f6ffentlichte das Investigativ-Kollektiv All Eyes on Wagner die Namen von 1417 Afrikanern, die Moskau zwischen Januar 2023 und September 2025 f\u00fcr den Kampf in der Ukraine rekrutiert hatte. Von diesen Rekruten seien mehr als 300 get\u00f6tet worden. Die meisten von ihnen stammen demnach aus \u00c4gypten, Kamerun und Ghana.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Als eine Rakete ihr Fahrzeug getroffen und zwei seiner Kameraden get\u00f6tet habe, sei im klar geworden, dass er an der Front war, berichtet Nchama mit belegter Stimme. Zun\u00e4chst war er einem Bataillon mit 424 Soldaten in Donezk im Osten der Ukraine zugeteilt. Innerhalb von zwei Wochen seien alle anderen get\u00f6tet worden &#8211; nach seinen Worten ist Nchama der einzige \u00dcberlebende der Einheit.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Anschlie\u00dfend wurde er einem anderen Bataillon in Wolnowacha in der Region Donezk zugeteilt. Einen Monat und neun Tage lang f\u00fchrte er die Einheit an. &#8222;Unser Auftrag war, sechs ukrainische D\u00f6rfer einzunehmen&#8220;, schildert Nchama. &#8222;Von 566 Rekruten waren am Ende nur drei von uns \u00fcbrig.&#8220;<\/p>\n<p>K\u00e4lte, Hunger und st\u00e4ndige Todesangst<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die Lebensbedingungen waren nach Nchamas Schilderungen hart und gepr\u00e4gt von K\u00e4lte und Hunger. Neun Tage lang habe seine Einheit \u00fcberhaupt nichts zu Essen bekommen. &#8222;Wir haben ein Reh erlegt und es roh gegessen, so hungrig waren wir&#8220;, schildert er. Zudem h\u00e4tten er und seine Kameraden st\u00e4ndig unter Druck gestanden: &#8222;Wenn sie dir sagten: &#8218;Mach das&#8216; und du hast es nicht getan, konnten sie jemanden schicken, um dich zu t\u00f6ten.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Im M\u00e4rz alarmierte Nchama schlie\u00dflich seine Eltern, und diese schalteten die Medien in seiner Heimat ein. Nchamas Geschichte sorgte in \u00c4quatorialguinea landesweit f\u00fcr Aufsehen, die Regierung k\u00fcndigte umgehend &#8222;diplomatische Schritte&#8220; an, um seine Freilassung zu erreichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/russland-krieg-ukraine\/russland-meldet-schaeden-ukrainischen-angriffen-41980520\" data-brain-zone=\".42596804.content.teaser_2.1\" data-component-path=\"content.teaser_2.1\" data-component-name=\"link.editorial\" class=\"teaser teaser--horizontal\" data-block-name=\"content.teaser_2\" data-item-position=\"1\" data-item-source=\"cms\" data-article-id=\"cmd:41980520\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ukraine-krieg-russland.jpg\" alt=\"\" width=\"76\" height=\"76\" class=\"teaser__image\"\/><\/p>\n<p>\nKrieg in der Ukraine\n<\/p>\n<p>Russland meldet Sch\u00e4den nach ukrainischen Angriffen<\/p>\n<p><\/a><br \/>\nFlucht mit einer Notl\u00fcge<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Nach weiteren elf Tagen an der Front mit unabl\u00e4ssigen Angriffen ukrainischer Drohnen durfte Nchama schlie\u00dflich von der Ukraine nach Russland reisen. Dort boten ihm seine Vorgesetzten die russische Staatsb\u00fcrgerschaft und eine Stellung als regul\u00e4rer Soldat an: &#8222;Sie versprachen mir ein Haus, ein Auto&#8220;, sagt der 22-J\u00e4hrige und zeigt drei Orden, die ihm verliehen wurden. Er griff zu einer Notl\u00fcge, um zu entkommen: &#8222;Ich sagte, ich w\u00fcrde das Wochenende bei einem Freund verbringen. Ich habe mir sogar einen Namen ausgedacht&#8220;. <\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Stattdessen holte ihn \u00c4quatorialguineas Botschafter ab und nahm ihn mit zu sich nach Hause. Nach wenigen Tagen konnte Nchama Russland mit einem Passierschein verlassen und nach \u00c4quatorialguinea zur\u00fcckkehren. <\/p>\n<p>Empfohlenes Video<\/p>\n<p>Oreschnik: Was \u00fcber Moskaus Rakete bekannt ist<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/42316490,pd=1,f=responsive169-w950.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p>\u00a9 Video-Redaktion<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Nchamas Vater hat angesichts der Leidenszeit seines Sohnes eine Botschaft an andere junge Afrikaner und deren Familien, nicht auf zwielichte Werber hereinzufallen: &#8222;Diese Versprechen bedeuten den sicheren Tod&#8220;, warnt er. (afp\/bearbeitet von ycl)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein 22-J\u00e4hriger aus \u00c4quatorialguinea wollte im Ausland Arbeit als Leibw\u00e4chter finden \u2013 stattdessen landete er im Kugelhagel in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45832,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[247],"tags":[165,427,17622,17621,381,765],"class_list":["post-45831","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aequatorialguinea","tag-aequatorialguinea","tag-equatorial-guinea","tag-kugelhagel","tag-ostukraine","tag-russland","tag-ukraine"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117071346847285727","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45831\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45832"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}