{"id":45989,"date":"2026-08-11T12:05:36","date_gmt":"2026-08-11T12:05:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45989\/"},"modified":"2026-08-11T12:05:36","modified_gmt":"2026-08-11T12:05:36","slug":"ebola-im-kongo-schon-mehr-als-2-000-ebola-tote-im-kongo-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/45989\/","title":{"rendered":"Ebola im Kongo: Schon mehr als 2.000 Ebola-Tote im Kongo &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p>Kinshasa\/Bunia (dpa) &#8211; Die Zahl der Ebola-Toten im Kongo ist auf mehr als 2.000 gestiegen. Nach Angaben der kongolesischen Regierung sind knapp drei Monate nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs 2.011 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. 4.381 Menschen erkrankten in diesem Zeitraum an Ebola, 704 werden derzeit in Isolierstationen behandelt. Die Sterblichkeitsrate betr\u00e4gt den Angaben zufolge derzeit 45,9 Prozent.<\/p>\n<p>Jean Kaseya, der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC, hatte erst vor wenigen Tagen betont, die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen in den ersten zw\u00f6lf Wochen des Ausbruchs sei achtmal beziehungsweise mehr als sechsmal so hoch wie im gleichen Zeitraum in dem bisher schwersten Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016.\u00a0<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend im bisher schwersten Ebola-Ausbruch im Kongo von 2018 bis 2020 insgesamt 3.400 Menschen erkrankten, sei die Zahl der Patienten im aktuellen Ausbruch in nur zw\u00f6lf Wochen auf rund 4.000 gestiegen.\u00a0<\/p>\n<p>Bisher kein Impfstoff<\/p>\n<p>Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen und l\u00f6st ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.\u00a0<\/p>\n<p>Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzud\u00e4mmen, auch weil es f\u00fcr den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli l\u00e4uft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgekl\u00e4rt werden, ob der Erreger wom\u00f6glich mutiert ist.<\/p>\n<p>Kontaktverfolgung ist schwierig<\/p>\n<p>Besondere Sorge bereitet den Experten, dass derzeit rund 86 Prozent der neuen Ebola-F\u00e4lle nicht auf die nachverfolgten Kontakte von best\u00e4tigten F\u00e4llen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. &#8222;Wir glauben, dass es mehr und mehr F\u00e4lle gibt, die nicht gemeldet werden&#8220;, sagte Kaseya. Um den Ausbruch erfolgreich einzud\u00e4mmen, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aber n\u00f6tig, etwa 95 Prozent der Kontakte von Ebola-Patienten nachzuverfolgen.<\/p>\n<p>Ausbruch in einer Region voller Gewalt und Unsicherheit<\/p>\n<p>Hinzu kommt: Das Zentrum des Ausbruchs befindet sich in der nordostkongolesischen Provinz Ituri, die von Unsicherheit und einer gro\u00dfen Zahl von Binnenfl\u00fcchtlingen gepr\u00e4gt ist, die unter \u00e4u\u00dferst beengten Verh\u00e4ltnissen leben. Zahlreiche andere F\u00e4lle gibt es in den Provinzen Nord- und S\u00fcd-Kivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein gro\u00dfes Problem ist.\u00a0<\/p>\n<p>Die Provinzen Nord- und S\u00fcd-Kivu werden von Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung und mit ihr verb\u00fcndete Milizen k\u00e4mpfen. In Ituri greift die mit der Terrormiliz IS verb\u00fcndete Rebellengruppe ADF D\u00f6rfer an.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:260811-930-513061\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinshasa\/Bunia (dpa) &#8211; Die Zahl der Ebola-Toten im Kongo ist auf mehr als 2.000 gestiegen. 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