{"id":46559,"date":"2026-08-14T16:24:01","date_gmt":"2026-08-14T16:24:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/46559\/"},"modified":"2026-08-14T16:24:01","modified_gmt":"2026-08-14T16:24:01","slug":"angst-vor-neuem-massaker-im-sudan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/46559\/","title":{"rendered":"Angst vor neuem Massaker im Sudan"},"content":{"rendered":"<p>\nEskalation droht\n<\/p>\n<p>Aktualisiert am 25.06.2026, 16:41 Uhr\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.web.de\/image\/222\/42429222,pd=2.jpg\" data-brain-zone=\".42429046.content.lead.1\" data-component-path=\"content.lead.1\" data-component-name=\"article-image\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/42429222,pd=2,f=responsive169-w950.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p><\/a> <\/p>\n<p>\nIm Sudan geht die Angst vor einem neuen Massaker wie 2025 in Al-Faschir um.<br \/>\n\u00a9\u00a0AFP\/EBRAHIM HAMID\n<\/p>\n<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Im kriegsgeplagten Land Sudan k\u00f6nnte es zu einer neuen Offensive kommen. Ziel ist die Stadt Al-Obeid. Beobachter f\u00fcrchten erneut ein Massaker.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Im Sudan-Krieg droht mit einem bevorstehenden Gro\u00dfangriff auf die strategisch wichtige Stadt Al-Obeid eine neue Eskalation. Rund eine halbe Million Menschen sind in der Stadt eingeschlossen und leiden seit Wochen unter zeitweise t\u00e4glichen Drohnenangriffen der Miliz Rapid Support Forces (RSF), sagte ein Sprecher des Norwegian Refugee Council (NRC) der Deutschen Presse-Agentur. Der UN-Sicherheitsrat, die USA sowie europ\u00e4ische Staaten, darunter Deutschland, \u00e4u\u00dferten sich alarmiert \u00fcber die Lage.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">In einer Erkl\u00e4rung der europ\u00e4ischen L\u00e4nder hei\u00dft es unter anderen, dass die Angriffe auf die Stadt unverz\u00fcglich einzustellen seien. Es l\u00e4gen mittlerweile &#8222;glaubw\u00fcrdige Anzeichen f\u00fcr eine unmittelbar bevorstehende Offensive&#8220; vor, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung weiter. &#8222;Dies ist ein kritischer Moment und die internationale Gemeinschaft muss handeln.&#8220;<\/p>\n<p>Der Sudan kommt nicht zur Ruhe<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Letztes Jahr wurde die Welt mit Entsetzen Zeuge der Gr\u00e4ueltaten in Al-Faschir \u2013 Verbrechen, die dahin gehend bewertet werden, dass sie &#8218;Merkmale eines V\u00f6lkermords&#8216; aufweisen. Wir d\u00fcrfen nicht zulassen, dass sich Derartiges wiederholt&#8220;, teilten die Au\u00dfenminister Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, der Niederlande, Norwegens und Gro\u00dfbritanniens bereits am Dienstag mit.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Vertreter der Vereinten Nationen und der USA telefonierten mit dem RSF-Milizenf\u00fchrer Mohamed Hamdan &#8222;Hemedti&#8220; Daglo und forderten ihn auf, von einem Angriff auf die Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan abzusehen. Milizquellen teilten ihrerseits mit, Daglo habe den USA die Sicherheit von Zivilisten und humanit\u00e4re Hilfe zugesichert. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Daglos RSF k\u00e4mpft seit April 2023 gegen die Truppen des sudanesischen de facto-Staatschefs Abdel-Fattah al-Burhan. Die UN bezeichnen den Krieg als die derzeit gr\u00f6\u00dfte humanit\u00e4re Krise der Welt.<\/p>\n<p>Angst vor Gr\u00e4ueltaten<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Noch sei das Verlassen der von der Armee kontrollierten Stadt m\u00f6glich, die unter Drohnenangriffen durch die RSF-Miliz und zunehmend knapper Versorgung leidet, sagte Elias Ata, NRC-Sprecher f\u00fcr das \u00f6stliche Afrika. Nahezu t\u00e4gliche Angriffe haben in den vergangenen Wochen unter anderem die Strom-, Treibstoff- und Wasserversorgung von Al-Obeid nahezu zerst\u00f6rt. &#8222;Unsere Sorge ist, dass es zu neuen massenhaften Gr\u00e4ueltaten wie in Al-Faschir kommt&#8220;, sagte Ata zu den Bef\u00fcrchtungen einer Einnahme der Stadt. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die RSF hatte im vergangenen Oktober nach eineinhalbj\u00e4hriger Belagerung Al-Faschir eingenommen, die Hauptstadt von Nord-Darfur. Nach UN-Angaben wurden mindestens 6.000 Menschen Opfer von Massakern. Experten des Yale Humanitarian Lab, die Satellitenaufnahmen auswerten, sch\u00e4tzen die Zahl der Toten in Al-Faschir sogar auf 60.000. \u00dcberlebende Einwohner der Stadt erlebten nach der Eroberung und auf der Flucht massenhaft sexuelle Gewalt.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p>Al-Obeid gilt als strategisch wichtiges Ziel<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Wird Al-Obeid eingenommen, gibt das dem Krieg eine v\u00f6llig andere Richtung&#8220;, sagte Mohamed Kamal, Sudan-Landesdirektor von Plan International, der Deutschen Presse-Agentur. Nord-Kordofan, in dem sich die Verkehrsachsen des Landes kreuzen, sei einer der strategisch wichtigsten Bundesstaaten des <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42429046.content.textlink_1\" data-component-path=\"content.textlink_1\" href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/thema\/sudan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sudan<\/a>. &#8222;Al-Obeid ist das Tor nach Khartum.&#8220; Die Kinderrechtsorganisation musste wegen der Lage bereits ihre Mitarbeiter aus Al-Obeid evakuieren. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die RSF hat die Stadt im Zentrum des Landes seit Beginn des Kriegs mehrfach belagert, war aber zur\u00fcckgedr\u00e4ngt worden. W\u00e4hrend die Armee die Hauptstadt Khartum nord\u00f6stlich von Al-Obeid zur\u00fcckerobern konnte, brachte die RSF fast den gesamten Westen des Landes unter ihre Kontrolle. (dpa\/afp\/bearbeitet von the)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eskalation droht Aktualisiert am 25.06.2026, 16:41 Uhr Im Sudan geht die Angst vor einem neuen Massaker wie 2025&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":46560,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[235],"tags":[717,2512,656,267,485],"class_list":["post-46559","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sudan","tag-deutsche-presse-agentur","tag-massaker","tag-offensive","tag-sudan","tag-un"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117094794321966784","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46559\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/46560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}