{"id":46813,"date":"2026-08-16T11:33:09","date_gmt":"2026-08-16T11:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/46813\/"},"modified":"2026-08-16T11:33:09","modified_gmt":"2026-08-16T11:33:09","slug":"africapitalism-nigerias-oel-tycoon-bietet-der-welt-milliardenwette-auf-afrika-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/46813\/","title":{"rendered":"&#8222;Africapitalism&#8220;: Nigerias \u00d6l-Tycoon bietet der Welt Milliardenwette auf Afrika an"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Africapitalism&#8220;Nigerias \u00d6l-Tycoon bietet der Welt Milliardenwette auf Afrika an16.08.2026, 12:36 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Diana Dittmer<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(08:00 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Nigerian-multinational-industrial-conglomerate-Dangote-Group-s-CEO-Aliko-Dangote-attends-the-seventh.webp\" alt=\"Nigerian-multinational-industrial-conglomerate-Dangote-Group-s-CEO-Aliko-Dangote-attends-the-seventh-Choose-France-Summit-aiming-to-attract-foreign-investors-to-the-country-at-the-Chateau-de-Versailles-outside-Paris-Monday-May-13-2024-President-Emmanuel-Macron-s-pro-business-event-Choose-France-aims-to-attract-foreign-investment-and-stimulate-economic-growth\"\/>Aliko Dangote begann seine Karriere als Student mit einem Kredit seines Onkels und drei Lastwagen. Heute ist er der reichste Mann Afrikas. (Foto: picture alliance \/ ASSOCIATED PRESS)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Er hat ein Zementimperium aufgebaut, eine 20 Milliarden Dollar teure Raffinerie errichtet und ein Verm\u00f6gen von mehr als 30 Milliarden Dollar angeh\u00e4uft. Nun m\u00f6chte Aliko Dangote die internationalen Kapitalm\u00e4rkte anzapfen, um seine gr\u00f6\u00dfte Vision zu verwirklichen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bill Gates <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/pulse\/how-i-cemented-my-friendship-aliko-dangote-bill-gates\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">bezeichnet Aliko Dangote als seinen Freund und langj\u00e4hrigen Partner im Kampf gegen Mangelern\u00e4hrung in Afrika<\/a>. Mit U2-S\u00e4nger Bono verbindet den Nigerianer sein Engagement im Rahmen der Hilfsorganisation ONE. Cherie Blair, die Ehefrau des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, sitzt im Verwaltungsrat seiner Zementsparte. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sein Netzwerk birgt f\u00fcr den Gr\u00fcnder und Leiter der Dangote Group nicht nur gesellschaftliches Potenzial. In erster Linie ist er ein erfolgreicher Unternehmer. In den vergangenen Jahrzehnten hat er ein Industrieimperium aufgebaut. Mit einem gesch\u00e4tzten Verm\u00f6gen von \u00fcber 30 Milliarden Dollar ist er damit zum reichsten Mann Afrikas aufgestiegen. Und in wenigen Wochen will er seine bisher gr\u00f6\u00dfte Wette an den Start bringen: Zwei milliardenschwere B\u00f6rseng\u00e4nge sollen Kapital f\u00fcr seine Unternehmen mobilisieren und gleichzeitig internationale Investoren f\u00fcr ein Erfolgsmodell gewinnen, das nach seiner Vorstellung \u00fcber den gesamten Kontinent ausgerollt werden muss.\u00a0<\/p>\n<p>Zwei B\u00f6rseng\u00e4nge, zwei Ziele<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im September will er zun\u00e4chst seine Zementsparte an die Londoner B\u00f6rse bringen. Rund zehn Prozent der Aktien werden externen Investoren angeboten. Dangote Cement ist bereits in Lagos gelistet, wird mit knapp 13 Milliarden Dollar bewertet und ist in elf afrikanischen L\u00e4ndern aktiv.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;In London geht es f\u00fcr uns vor allem um Geschwindigkeit und den direkten, unkomplizierten Zugang zu globalen Investoren&#8220;, sagt Mariya Dangote, Executive Director der Zementsparte und Tochter des Unternehmers. Der Konzern hatte zuvor auch Dubai gepr\u00fcft, sich wegen langwieriger regulatorischer Verfahren jedoch gegen das Emirat entschieden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es geht auch um mehr als frisches Geld. &#8222;Ein erfolgreiches Listing in London hebt auch die Corporate Governance und das weltweite Vertrauen auf ein v\u00f6llig neues Niveau&#8220;, sagt Qudus Adebara, Research-Analyst beim Investmenthaus DLM Securities. Der Finanzplatz ist f\u00fcr Afrika gewisserma\u00dfen der Ritterschlag auf dem globalen Kapitalmarkt.  <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Oktober folgt dann der zweite weitaus gr\u00f6\u00dfere B\u00f6rsengang von Dangotes \u00d6lraffinerie in Lagos. Der nigerianische Tycoon will mit ihr rund f\u00fcnf Milliarden Dollar einsammeln. Es w\u00e4re der gr\u00f6\u00dfte B\u00f6rsengang Afrikas. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau der Raffinerie und in eine weitere Anlage in Kenia flie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es ist ausdr\u00fccklich ein panafrikanisches Projekt. B\u00f6rsen in S\u00fcdafrika, Kenia, \u00c4gypten, Ghana und Ruanda haben Interesse an einer Beteiligung bekundet, hei\u00dft es. Allein aus Kenia k\u00f6nnten bis zu 500 Millionen Dollar kommen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters gibt es auch bei institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds &#8222;enormes&#8220; Interesse.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Ist diese Investition unser wirtschaftlicher Weckruf?&#8220;, fragt der ostafrikanische \u00d6konom Dennis Kabaara in einer Analyse f\u00fcr Kenias Leitmedium &#8222;The Standard&#8220;. Die Frage, die sich dahinter verbirgt, lautet: Kann ein Modell wie das von Dangote wirklich so viel internationales Kapital mobilisieren und die industrielle Entwicklung Afrikas vorantreiben?<\/p>\n<p>Aus Roh\u00f6l wird Wertsch\u00f6pfung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das wichtigste Argument daf\u00fcr steht vor Lagos. F\u00fcr rund 20 Milliarden Dollar lie\u00df Dangote dort die gr\u00f6\u00dfte Raffinerie Afrikas errichten. Die Kapazit\u00e4t liegt bei 650.000 Barrel Roh\u00f6l pro Tag.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ihre Bedeutung geht \u00fcber ihre schiere Gr\u00f6\u00dfe hinaus. Nigeria geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Erd\u00f6lproduzenten der Welt. Die Verarbeitung des Roh\u00f6ls fand jedoch bisher anderswo statt &#8211; und damit entfiel ein wichtiger Teil der Wertsch\u00f6pfung. Jahrzehntelang war das Land deshalb gezwungen, seine Kraftstoffe gr\u00f6\u00dftenteils f\u00fcr viel Geld zu importieren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dangote hat diese Logik umgedreht. Seine Raffinerie verarbeitet das Roh\u00f6l vor Ort. Dadurch kann Nigeria mehr Kraftstoffe selbst produzieren und sogar exportieren. Inzwischen beliefert die Anlage auch Europa und exportiert unter anderem Kerosin und andere \u00d6lprodukte. Genau das ist der Kern von Dangotes Vision: Afrika soll sich nicht l\u00e4nger mit der F\u00f6rderung von Rohstoffen begn\u00fcgen, sondern selbst produzieren, verarbeiten, exportieren und verkaufen. <\/p>\n<p>Vom H\u00e4ndler zum Industriellen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dangotes Aufstieg begann im Jahr 1977 in Kano im Norden Nigerias. Der damals 20-j\u00e4hrige Wirtschaftsstudent startete mit einem Kredit seines Onkels und drei Lastwagen. Er handelte zun\u00e4chst mit Reis, Zucker und Zement. Aus dem kleinen Handelsgesch\u00e4ft wurde im Laufe der Jahrzehnte ein ganzes Industrieimperium.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Heute ist die Dangote Group unter anderem in den Bereichen Zement, Zucker, D\u00fcngemittel und \u00d6l t\u00e4tig. Allein Dangote Cement verf\u00fcgt \u00fcber eine Produktionskapazit\u00e4t von 55 Millionen Tonnen pro Jahr und ist in elf afrikanischen L\u00e4ndern aktiv. In Nigeria betreibt das Unternehmen vier Zementwerke und kontrolliert dabei die gesamte Produktionskette &#8211; von der Grube bis zum Sack.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Gesch\u00e4ftsmodell folgt einem einfachen Prinzip: Wo Infrastruktur fehlt, baut Dangote sie selbst. Produktion, Energie, Logistik und Vertrieb sind \u00fcberall eng miteinander verbunden. So kontrolliert der Konzern gro\u00dfe Teile seiner Wertsch\u00f6pfungskette und kann seine Produkte auch in Regionen mit schwacher staatlicher Infrastruktur verteilen.<\/p>\n<p>Dangote z\u00fcndet die n\u00e4chste Stufe <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dangotes Konzern bezeichnet die Strategie ausdr\u00fccklich als Beitrag zur wirtschaftlichen Selbstst\u00e4ndigkeit Afrikas. Damit steht er f\u00fcr die Idee des &#8222;Africapitalism&#8220;, nach der private Unternehmen Industrie und Infrastruktur aufbauen sollen, die der Staat allein nicht finanzieren kann, wie kein anderer.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Allerdings hat er auch nicht nur Bewunderer. Kritiker werfen ihm vor, eine dominante Stellung in wichtigen M\u00e4rkten aufgebaut zu haben. Das betrifft insbesondere sein Zementgesch\u00e4ft. Hinzu kommen Vorw\u00fcrfe, seine N\u00e4he zur Politik sowie protektionistische Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten seinen Aufstieg beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das macht das Modell ambivalent: Einerseits investiert Dangote Milliarden in die Industrie und will Afrikas Abh\u00e4ngigkeit von Importen verringern. Andererseits konzentriert sich wirtschaftliche Macht in hohem Ausma\u00df bei einem einzelnen Unternehmer. Die B\u00f6rseng\u00e4nge markieren deshalb einen entscheidenden n\u00e4chsten Schritt: Dangote muss zeigen, dass sich nicht nur in Nigeria, sondern in ganz Afrika mit seinem Modell erfolgreich Gesch\u00e4fte machen lassen. Genau darin besteht die eigentliche Wette f\u00fcr die Anleger. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Africapitalism&#8220;Nigerias \u00d6l-Tycoon bietet der Welt Milliardenwette auf Afrika an16.08.2026, 12:36 Uhr Von Diana Dittmer Artikel anh\u00f6ren(08:00 min) Aliko&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":46814,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[29,12794,17963,1636,5281,17965,77,14838,17964,3215,138],"class_list":["post-46813","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-afrika","tag-afrika","tag-bill-gates","tag-boersengaenge","tag-hilfsprogramme","tag-industrie","tag-london-stock-exchange","tag-nigeria","tag-reichtum","tag-rohstoff-oel","tag-rohstoffhandel","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117104974484260187","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46813","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46813"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46813\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/46814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46813"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}