{"id":47188,"date":"2026-08-18T13:09:12","date_gmt":"2026-08-18T13:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47188\/"},"modified":"2026-08-18T13:09:12","modified_gmt":"2026-08-18T13:09:12","slug":"andrang-von-migranten-spaniens-afrika-exklave-schlaegt-alarm-nachrichten-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47188\/","title":{"rendered":"Andrang von Migranten: Spaniens Afrika-Exklave schl\u00e4gt Alarm | Nachrichten Aktuell"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Die Ankunft von mindestens 1.500 Migranten innerhalb weniger Tage in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta hat die dortigen Beh\u00f6rden in Alarmbereitschaft versetzt. Unter den Ank\u00f6mmlingen seien viele Minderj\u00e4hrige und Kinder, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Die Regionalregierung forderte von der Zentralregierung die Ausrufung des nationalen Notstands und den Einsatz des spanischen Milit\u00e4rs an der Grenze zu Marokko. Nach Angaben der Nachrichtenagentur \u201eEuropa Press\u201d und anderer Medien hielt der Migrantenandrang am Abend an.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Madrid will keinen Notstand ausrufen, ordnete aber unterdessen den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterst\u00fctzung der Grenzbeamten an, wie die Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201d und andere Medien am Abend unter Berufung auf die Regierung berichteten. Diese Ma\u00dfnahme war bereits w\u00e4hrend der Migrationskrise im Mai 2021 in Ceuta ergriffen worden. Es seien insgesamt 120 Einsatzkr\u00e4fte des Milit\u00e4rs, schreibt \u201eEl Pa\u00eds\u201d.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSazRtV1NKQzh2ZXRoRTdxeVgvNVdjenEwcFVmQTN2dXkwc2ZRMmdiMGxrNlh4MkhxQnVMMUtiU2k1MU1UUDA3b293WUxlR3FMVDJDdnB1eGh3Wks0dHBSS05VYlJHbktTSnB1bHpYKzRTaHE\/260730-2041-urn-newsml-dpa-com-20090101-260730-935-1513648.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Die Bilder wecken Erinnerungen an Mai 2021. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/260730-2041-urn-newsml-dpa-com-20090101-260730-935-1513648.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Die Bilder wecken Erinnerungen an Mai 2021. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Die Bilder wecken Erinnerungen an Mai 2021. &#8211; \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez hatte davor am Nachmittag auf der Plattform X mitgeteilt, man setze \u201ealle Hebel in Bewegung, um umgehend auf die Lage in Ceuta zu reagieren\u201d, war aber nicht konkreter geworden. Am Abend teilte die Regierung in Madrid mit, S\u00e1nchez werde am Freitag nach Ceuta reisen.<\/p>\n<p>Opposition macht Zentralregierung verantwortlich<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSazRtV1NKQzh2ZXRoRTdxeVgvNVdjenEwcFVmQTN2dXkwc2ZRMmdiMGxrNlh4MkhxQnVMMUtiU2k1MU1UUDA3b25DWWdkYm9ianNZQUZFMGlmZzJMcUl3dE11Vm1QbGRLdHVTRW1ZMGtHYVQ\/260730-2041-urn-newsml-dpa-com-20090101-260730-935-1513639.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Spaniens Regierungschef S\u00e1nchez verspricht eine schnelle L\u00f6sung der Krise. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/260730-2041-urn-newsml-dpa-com-20090101-260730-935-1513639.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Spaniens Regierungschef S\u00e1nchez verspricht eine schnelle L\u00f6sung der Krise. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Spaniens Regierungschef S\u00e1nchez verspricht eine schnelle L\u00f6sung der Krise. &#8211; \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Oppositionsf\u00fchrer Alberto Nu\u00f1ez Feij\u00f3o von der konservativen Volkspartei PP sprach von einer \u201everzweifelten Situation\u201d. Auf X kritisierte er den sozialistischen Politiker S\u00e1nchez mit scharfen Worten: Die Regierung d\u00fcrfe \u201enicht wegsehen, denn wir befinden uns in einer Krise der nationalen Sicherheit\u201d.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSazRtV1NKQzh2ZXRoRTdxeVgvNVdjenEwcFVmQTN2dXkwc2ZRMmdiMGxrNlh4MkhxQnVMMUtiU2k1MU1UUDA3b295UDR4SUxNalJmWUc0OGQ2UXc2VlZRWjNpTGxmbTVKVENxRFNnM21uZGU\/260730-2041-urn-newsml-dpa-com-20090101-260730-935-1513645.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Viele schaffen es nicht und ertrinken beim Versuch, Ceuta zu erreichen. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/260730-2041-urn-newsml-dpa-com-20090101-260730-935-1513645.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Viele schaffen es nicht und ertrinken beim Versuch, Ceuta zu erreichen. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Viele schaffen es nicht und ertrinken beim Versuch, Ceuta zu erreichen. &#8211; \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Laut RTVE schlie\u00dft das Innenministerium die Ausrufung des Notstands aus. Nach den geltenden Zivilschutzvorschriften z\u00e4hlen Migrationsbewegungen demnach nicht zu den Risiken, f\u00fcr die das nationale Zivilschutzsystem vorgesehen sei. Spanien und Marokko h\u00e4tten vereinbart, ihre Zusammenarbeit zur Bew\u00e4ltigung der Migrationsbewegungen zu verst\u00e4rken. Zudem sollten m\u00f6glichst rasch alle Menschen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, die illegal nach Ceuta eingereist seien, hie\u00df es unter Berufung auf das Ministerium.<\/p>\n<p>Migranten laufen jubelnd \u00fcber die Stra\u00dfen<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Die Migranten sind nach Beh\u00f6rden-Angaben in den vergangenen Tagen und auch am Donnerstag \u00fcberwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt, wie RTVE und andere unter Berufung auf die Regionalbeh\u00f6rden berichteten. Das Gebiet hat nur knapp 85.000 Einwohner. Bereits am Mittwoch hatte Ceutas Regionalpr\u00e4sident Juan Jes\u00fas Vivas erkl\u00e4rt, die Aufnahmeeinrichtungen seien v\u00f6llig \u00fcberlastet. Hunderte Migranten m\u00fcssten auf den Stra\u00dfen \u00fcbernachten.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Videos und Fotos zeigten \u00fcberwiegend junge M\u00e4nner, aber auch Familien mit Frauen und Kindern, die \u00fcber die Felsbl\u00f6cke gelangen, die zu dem k\u00fcnstlichen Damm geh\u00f6ren, der die Grenze zwischen Ceuta und Marokko markiert und sichern soll. Man sieht auch, wie die Menschen jubelnd \u00fcber die Stra\u00dfen laufen und unter anderem \u201eViva Espa\u00f1a!\u201d, rufen. \u201eAn den Str\u00e4nden liegen viele Gegenst\u00e4nde, die die Migranten bei der \u00dcberquerung genutzt haben, darunter Schwimmringe und -flossen sowie Neoprenanz\u00fcge\u201d, berichtete RTVE.<\/p>\n<p>Dutzende sterben beim Versuch, spanisches Gebiet zu erreichen<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Nicht alle, die in die EU wollen, schaffen es: Die spanische Polizeieinheit Guardia Civil entdeckte am Mittwoch und am Donnerstag die Leichen von insgesamt zehn Menschen, die vermutlich in den vergangenen Tagen versucht hatten, schwimmend nach Ceuta zu gelangen. Vivas sagte zuvor, in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten seien bereits rund 60 Leichen von Migranten geborgen worden.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Die EU bot Spanien Unterst\u00fctzung an. Migrationskommissar Magnus Brunner habe \u201edie Bereitschaft der EU zum Ausdruck gebracht, Spanien &#8211; unter anderem \u00fcber Frontex &#8211; verst\u00e4rkt zu unterst\u00fctzen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen\u201d, teilte er am Abend auf der Plattform X mit. Der Schutz der EU-Au\u00dfengrenzen sei \u201eein wesentlicher Bestandteil unserer Bem\u00fchungen zur Bek\u00e4mpfung der illegalen Migration\u201d.<\/p>\n<p>2021 st\u00fcrmten mehr als 8.000 Menschen in die Exklave<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Die Bilder wecken Erinnerungen an die Ereignisse vor f\u00fcnf Jahren. Im Mai 2021 waren innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen von Marokko aus in die Exklave gest\u00fcrmt. Madrid warf Rabat damals \u201eErpressung\u201d vor. Man war davon \u00fcberzeugt, dass die Grenzkontrollen gelockert oder gar ausgesetzt wurden, um Madrid im Streit um die Westsahara unter Druck zu setzen.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Hintergrund des damaligen Konflikts war der Streit um die fr\u00fchere spanische Kolonie, die gr\u00f6\u00dftenteils von Marokko kontrolliert wird und von der Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung Polisario f\u00fcr einen eigenen Staat beansprucht wird. Spanien hatte den Anf\u00fchrer der Polisario 2021 aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden zur Behandlung aufgenommen, was in Rabat heftige Verstimmung ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Wurden die Kontrollen gelockert, um Madrid ein Signal zu senden?<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Die Beziehungen entspannten sich erst 2022, nachdem S\u00e1nchez den marokkanischen Autonomieplan f\u00fcr die Westsahara als \u201edie ernsthafteste\u201d Grundlage f\u00fcr eine L\u00f6sung bezeichnet hatte. Seither arbeiten Madrid und Rabat in Migrations- und Sicherheitsfragen wieder enger zusammen.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Einige Medien spekulieren nun \u00fcber einen Zusammenhang mit einer Algerien-Reise von S\u00e1nchez vergangene Woche. Marokko und Algerien stehen sich im Westsahara-Streit seit Jahren unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Einige halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass Rabat die Kontrollen der eigenen Polizei an der Grenze zu Ceuta gelockert haben k\u00f6nnte, um ein politisches Signal an Madrid zu senden. Belege daf\u00fcr gibt es bislang allerdings nicht.<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Obwohl Marokko 1956 die Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich und Spanien<br \/>erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven: Ceuta an der<br \/>Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter \u00f6stlich gelegene Melilla. Beide werden von Marokko beansprucht. In der N\u00e4he beider Gebiete warten oft Tausende Afrikaner, vorwiegend aus L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara, auf eine Gelegenheit, in das zur EU geh\u00f6rende Gebiet zu kommen. Oft versuchen mehrere Hundert Menschen auf einmal, die Grenzbeamten zu \u00fcberraschen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ankunft von mindestens 1.500 Migranten innerhalb weniger Tage in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta hat die dortigen Beh\u00f6rden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":47189,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[29,8192,1615,17060,436,91,5850,488,10883,95,532,17074,17058,1573,1544,17075],"class_list":["post-47188","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-afrika","tag-afrika","tag-alarm","tag-ceuta","tag-el-pais","tag-eu","tag-europa","tag-innenministerium","tag-krise","tag-madrid","tag-marokko","tag-militaer","tag-oppositionsfuehrer","tag-pedro-sanchez","tag-rabat","tag-spanien","tag-viva-espana"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117116676552080635","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47188\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}