{"id":47357,"date":"2026-08-19T11:01:47","date_gmt":"2026-08-19T11:01:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47357\/"},"modified":"2026-08-19T11:01:47","modified_gmt":"2026-08-19T11:01:47","slug":"regierungsfluege-panne-bei-afrika-training-der-luftwaffe-macht-wirbel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47357\/","title":{"rendered":"Regierungsfl\u00fcge: Panne bei \u00abAfrika-Training\u00bb der Luftwaffe macht Wirbel"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die auf den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/seychellen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Seychellen<\/a> gestrandete Regierungsmaschine der Flugbereitschaft wird ihren Heimflug wohl erst in einigen Tagen antreten. Der Start sei nun f\u00fcr Freitag geplant, auch wenn Ersatzteile f\u00fcr die Behebung der Panne bereits auf der Insel im Indischen Ozean seien, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissenschaft\/umwelt\/2026-08\/aetna-vulkan-sizilien-flughafen-catania\" data-ct-label=\"Vulkan \u00c4tna: Flugbetrieb l\u00e4uft nach Ausbruch des \u00c4tna wieder an\" data-uuid=\"ab0ffe21-565d-4981-a4fd-51ed8602f7a0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Vulkan \u00c4tna:<br \/>\n                        Flugbetrieb l\u00e4uft nach Ausbruch des \u00c4tna wieder an<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2026-08\/flughafen-catania-aetna-sizilien-gesperrt\" data-ct-label=\"Vulkanausbruch auf Sizilien: \u00c4tna-Ausbruch beeintr\u00e4chtigt weiterhin Flugverkehr auf Sizilien\" data-uuid=\"6941bf4e-c827-4611-aa06-903dc3cab7b1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Vulkanausbruch auf Sizilien:<br \/>\n                        \u00c4tna-Ausbruch beeintr\u00e4chtigt weiterhin Flugverkehr auf Sizilien<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-08\/dobrindt-spricht-nach-drohnen-vorfall-von-neuer-gefahrenqualitaet-gxe\" data-ct-label=\"Flughafen Leipzig\/Halle: Dobrindt spricht nach Drohnenvorfall von \u00bbneuer Gefahrenqualit\u00e4t\u00ab\" data-uuid=\"4d3b25f9-8a26-4684-b091-af396569a94f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Flughafen Leipzig\/Halle:<br \/>\n                        Dobrindt spricht nach Drohnenvorfall von \u00bbneuer Gefahrenqualit\u00e4t\u00ab<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Grund f\u00fcr den Startzeitpunkt seien noch ausstehende \u00dcberfluggenehmigungen (\u00abDiplomatic Clearances\u00bb). Diese m\u00fcssen von anderen Nationen erst erteilt werden. Deswegen ben\u00f6tigen Milit\u00e4rfl\u00fcge in der Regel zeitlichen Vorlauf.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Bombardier Global 5000 war auf einem Trainingsflug von \u00c4gypten zur franz\u00f6sischen Insel R\u00e9union wegen eines technischen Problems au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig auf dem Inselstaat zwischengelandet. F\u00fcr die Reparatur brachte ein franz\u00f6sisches A400M-Transportflugzeug das Material mit, darunter eine Hydraulikpumpe.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Landung im Urlaubsparadies hatte Fragen aufgeworfen, nachdem der AfD-Bundestagsabgeordnete Malte Kaufmann ein Foto der Maschine auf der Plattform X ver\u00f6ffentlicht hatte. Der Politiker, der sich nach eigenen Angaben im Urlaub auf den Seychellen aufh\u00e4lt, vermutete eine unangek\u00fcndigte Urlaubsreise des Kanzlers oder eines Ministers.\n<\/p>\n<p>                        Verteidigungsministerium \u00e4u\u00dfert sich zum \u00dcbungsflug            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Verteidigungsministerium wies dies zur\u00fcck. Vielmehr habe die Crew ein sogenanntes Afrika-Training absolviert, bei dem Verfahren f\u00fcr das Fliegen \u00fcber unkontrolliertem Luftraum ge\u00fcbt w\u00fcrden, insbesondere Anflugverfahren sowie der Flugbetrieb unter besonderen klimatischen Bedingungen. \u00abDer Flugbetrieb in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrika<\/a> unterscheidet sich grundlegend von dem in Europa oder Nordamerika\u00bb, sagte ein Sprecher dazu.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">W\u00e4hrend der Flugverkehr in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> gr\u00f6\u00dftenteils auf das auf Satelliten basierende GPS-Anflugverfahren setzt, werde in Afrika sehr h\u00e4ufig noch das Funkfeuerverfahren verwendet.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zudem gebe es dort sogenannte Hot-and-High-Bedingungen, also hei\u00dfe Temperaturen und H\u00f6henlagen. Beispiel sei das \u00c4thiopische Hochland. Beides k\u00f6nne die Luftfahrzeugleistung beeinflussen. Er verwies auch auf Wetter- und klimatische Bedingungen, die in Europa nicht vorherrschen (\u00abInnertropische Konvergenzzone\u00bb).\u00a0\n<\/p>\n<p>                                    Flugstrecke quer durch Afrika bis nach Europa geplant            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Crew hatte einen Langstreckenflug vor. Der geplante Flugweg sollte laut Verteidigungsministerium von der Ostk\u00fcste auf \u00c4quatorh\u00f6he quer durch Afrika bis zur Westk\u00fcste und dann zur\u00fcck nach Europa f\u00fchren. Dabei h\u00e4tten die besonderen Bedingungen \u00abvielf\u00e4ltig erfahren werden k\u00f6nnen\u00bb. Der Sprecher sagt: \u00abAufgrund des technischen Defektes musste dann der Flug an der Ostk\u00fcste auf den Seychellen beendet werden.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Training sei f\u00fcr junge und noch unerfahrene Crewmitglieder ein wichtiger Baustein in ihrer fliegenden Laufbahn. \u00abDiese Eindr\u00fccke, die nicht im Simulator vermittelt werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen selbst erlebt und vor Ort trainiert werden. Wenn Fl\u00fcge f\u00fcr verschiedene Ressorts, den Bundeskanzler oder den Bundespr\u00e4sidenten in diese Regionen durchgef\u00fchrt werden, ist es unser Anspruch, dass unsere Crews bestens ausgebildet sind und sich mit den Begebenheiten der jeweiligen Region auskennen\u00bb, so das Ministerium.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Allerdings ist diese milit\u00e4rische Ausbildungspraxis selbst in Fachkreisen der Zivilluftfahrt nicht allgemein bekannt. So sagt ein Sprecher der Lufthansa Aviation Training GmbH in M\u00fcnchen auf dpa-Anfrage: \u00abIn den vom Luftfahrtbundesamt vorgeschriebenen Trainings gibt es kein spezielles Afrika-Modul.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Besonderheiten dort k\u00f6nnten fehlende Flugsicherung vom Boden (ATC) oder spezielle Anflugverfahren f\u00fcr einzelne Flugh\u00e4fen sein, erkl\u00e4rt er. Das lasse sich beides im Simulator trainieren und werde nach Bedarf eingestreut. Bei fehlender Flugsicherung greife ein System, \u00fcber das Flugzeuge in der Luft untereinander Kontakt halten und sich mit Informationen versorgen.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Linke kritisiert Leerfl\u00fcge der Flugbereitschaft            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Regierungsflieger der Bundeswehr haben unterdessen nach Angaben des Verteidigungsministeriums im ersten Halbjahr rund die H\u00e4lfte ihrer Fl\u00fcge ohne Passagiere absolviert. 308 Teilstrecken seien f\u00fcr Dienstreisen mit Mitgliedern der Bundesregierung absolviert worden, 305 Teilstrecken hingegen zur Bereitstellung der Luftfahrzeuge, teilte das Ministerium auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch mit.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Leerfl\u00fcge kommen oft dadurch zustande, dass die Regierungsflieger in K\u00f6ln stationiert sind, die Passagiere ihre Dienstreisen aber in der Hauptstadt <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> antreten.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bartsch nannte die Zahlen eine \u00abBruchlandung\u00bb f\u00fcr die Bundesregierung. \u00abWenn die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/flugbereitschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Flugbereitschaft<\/a> der Bundeswehr in sechs Monaten rund 600 Mal abhebt, aber in der H\u00e4lfte der F\u00e4lle ohne Passagiere, dann bleibt das ein inakzeptables Missverh\u00e4ltnis und ein teures \u00c4rgernis\u00bb, meinte der Linken-Politiker.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Urspr\u00fcnglich sollten die Regierungsmaschinen bereits 2012 ganz nach Berlin umziehen. Es gab mehrere Verz\u00f6gerungen. Der Berlin-Brandenburger Flughafen BER wurde sp\u00e4ter er\u00f6ffnet als erwartet. Immer noch fehlt Infrastruktur f\u00fcr die Flugbereitschaft. Neue Planungen sehen einen Gesamtumzug erst in der zweiten H\u00e4lfte der 30er Jahre vor.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260819-930-549983\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die auf den Seychellen gestrandete Regierungsmaschine der Flugbereitschaft wird ihren Heimflug wohl erst in einigen Tagen antreten. 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