{"id":47517,"date":"2026-08-20T08:33:10","date_gmt":"2026-08-20T08:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47517\/"},"modified":"2026-08-20T08:33:10","modified_gmt":"2026-08-20T08:33:10","slug":"mali-foerdert-deutlich-mehr-gold-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47517\/","title":{"rendered":"Mali f\u00f6rdert deutlich mehr Gold als erwartet"},"content":{"rendered":"<p class=\"post-teaser\">Zum anvisierten Jahresziel fehlen noch 19,7 Tonnen. Entscheidend f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte ist, ob die gro\u00dfen Minen ihre derzeit starke operative Leistung halten. Zugleich sollen zwei neue Goldprojekte Malis F\u00f6rderbasis in den kommenden Jahren verbreitern.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tvom 20. August 2026, 09:38 Uhr\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t4 Min<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/z_3I8A5606-6-1-1024x635.jpg\" alt=\"Mali f\u00f6rdert deutlich mehr Gold als erwartet\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"sync\" width=\"1024\" height=\"635\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tB2Gold <\/p>\n<p>Malis industrielle Goldproduktion ist im ersten Halbjahr 2026 um rund 30\u00a0% gestiegen. Mit 23,5 Tonnen \u00fcbertraf die F\u00f6rderung zugleich die Regierungsprognose von 21,2 Tonnen. Damit \u00a0r\u00fcckt selbst ein Erreichen oder \u00dcberschreiten des Jahresziels von 43,2 Tonnen in Reichweite.<\/p>\n<p>Loulo-Gounkoto f\u00e4hrt die Produktion wieder hoch<\/p>\n<p>Nach dem Rekord von 66,5 Tonnen im Jahr 2023 war 2025 die industrielle F\u00f6rderung auf 42,2 Tonnen gefallen. Das malische Bergbauministerium nennt f\u00fcr den \u00fcberraschend starken Halbjahreswert keine Ursachen. Ein wichtiger Teil der operativen Normalisierung l\u00e4sst sich jedoch beim Minenkomplex Loulo-Gounkoto konkret nachvollziehen.<\/p>\n<p>Der kanadische Gold- und Kupferproduzent Barrick Mining CA06849F1080 A417GQ stellte den Betrieb von Loulo-Gounkoto im Januar 2025 vor\u00fcbergehend ein. Nach Unternehmensangaben verhinderten Exportbeschr\u00e4nkungen den regul\u00e4ren Goldverkauf. Sp\u00e4ter lie\u00df der Staat vorhandene Best\u00e4nde in eine Verwahrbank \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im November 2025 verst\u00e4ndigten sich Barrick und Mali im Konflikt um Steuern und die Bedingungen f\u00fcr Loulo-Gounkoto. Mitte Dezember erhielt Barrick die operative Kontrolle \u00fcber die Minen zur\u00fcck. Schon im ersten Quartal 2026 trug der Hochlauf zur \u00fcberplanm\u00e4\u00dfigen Konzernproduktion bei. Im zweiten Quartal verlief der Neustart laut Barrick sogar schneller als vorgesehen. <\/p>\n<p>Loulo-Gounkoto ist damit ein plausibler Antrieb f\u00fcr die malische Erholung. Nach Ministeriumsdaten produzierte die Loulo-Operation im ersten Halbjahr 6,9 Tonnen Gold. Das \u00fcbertraf bereits die 5,5 Tonnen, die f\u00fcr das gesamte Jahr 2025 ausgewiesen wurden.<\/p>\n<p>Fekola bleibt Malis gr\u00f6\u00dfter Goldproduzent<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfter Produzent blieb laut Ministerium die Goldmine Fekola in Mali mit 8,85 Tonnen. Der kanadische Betreiber B2Gold CA11777Q2099 A0M889 meldete f\u00fcr das zweite Quartal eine \u00fcber den Erwartungen liegende F\u00f6rderung. Ausschlaggebend waren ein erh\u00f6hter Durchsatz in der Aufbereitung und ein h\u00f6herer Goldgehalt des verarbeiteten Erzes. Nach den Ministeriumszahlen entfielen auf Fekola und Loulo zusammen rund zwei Drittel der landesweiten Industrief\u00f6rderung. <\/p>\n<p>Der australische Goldproduzent Resolute Mining AU000000RSG6 794836 steuerte 3,0 Tonnen bei, der kanadische Wettbewerber Allied Gold CA01921D2041 A417BV kam auf 3,5 Tonnen.<\/p>\n<p>Neue Projekte st\u00fctzen den Ausblick \u2013 aber nicht sofort<\/p>\n<p>F\u00fcr die mittelfristige Produktion r\u00fcckt Fekola Regional st\u00e4rker in den Vordergrund. Das Projekt b\u00fcndelt die benachbarten Gebiete Menankoto und Dandoko. B2Gold erhielt am 7. August 2026 die Abbaulizenz f\u00fcr Menankoto, rund 20 Kilometer von der bestehenden Fekola-Mine entfernt. F\u00fcr die urspr\u00fcngliche Jahresprognose hatte B2Gold mit dem Bescheid bis Ende Juni gerechnet. Mit der Lizenz k\u00f6nnen vorbereitende Abraumarbeiten beginnen. Fekola Regional soll bis Ende 2027 hochlaufen und ab 2028 j\u00e4hrlich mehr als 150.000 Unzen Gold liefern.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2026 senkte B2Gold die Produktionsprognose des Fekola-Komplexes dennoch auf 390.000 bis 420.000 Unzen. Zuvor hatte die Spanne bei 410.000 bis 460.000 Unzen gelegen. Die Verz\u00f6gerung verringert den erwarteten Beitrag von Fekola Regional im zweiten Halbjahr.<\/p>\n<p>Fekola Regional f\u00e4llt unter Malis Bergbaugesetz von 2023 und soll zu 65\u00a0% B2Gold sowie zu 35\u00a0% Mali geh\u00f6ren. Die bestehende Fekola-Mine bleibt dagegen zu 80\u00a0% B2Gold und zu 20\u00a0% Mali zugeordnet.<\/p>\n<p>Auch jenseits von Fekola nimmt Malis k\u00fcnftige Goldproduktion Konturen an. Rund 126 Kilometer s\u00fcdlich von Bamako entwickelt Toubani Resources AU0000241416 A401DH das Kobada-Goldprojekt. Der australische Goldentwickler plant dort im Durchschnitt rund 162.000 Unzen Jahresproduktion und peilt f\u00fcr 2027 das erste Gold an. Damit k\u00f6nnte Kobada schon vor Fekola Regional zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten in Malis Goldsektor bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum anvisierten Jahresziel fehlen noch 19,7 Tonnen. 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