{"id":47531,"date":"2026-08-20T09:11:09","date_gmt":"2026-08-20T09:11:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47531\/"},"modified":"2026-08-20T09:11:09","modified_gmt":"2026-08-20T09:11:09","slug":"ortszeit-zwischen-jihadisten-junta-und-geopolitik-republik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47531\/","title":{"rendered":"\u00abOrtszeit\u00bb: Zwischen Jihadisten, Junta und Geopolitik \u2013 Republik"},"content":{"rendered":"<p data-pos=\"0-0\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">\u00abWer ein bisschen Kritik \u00fcbt, landet an der Front oder im Gef\u00e4ngnis\u00bb: Diese Zeile aus einem neuen <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t8_-IFwu-6A\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Lied<\/a> des ivorischen Reggae\u00admusikers Tiken Jah Fakoly hat f\u00fcr viele Menschen in Westafrika einen Nerv getroffen. Er beschreibt das Klima innerhalb der Allianz der Sahelstaaten\u00a0\u2013 der Koalition aus Mali, Burkina Faso und Niger\u00a0\u2013 ungew\u00f6hnlich direkt. Gerade in Bamako hallt diese Songzeile nach. Der Alltag hier ist gepr\u00e4gt von einer prek\u00e4ren Sicherheitslage, wirtschaftlicher Misere und erzwungenem Schweigen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-1\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Seit dem Jihadisten\u00adangriff auf die malische Haupt\u00adstadt im April, bei dem der Verteidigungs\u00administer get\u00f6tet wurde und der in der ganzen Welt f\u00fcr <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/schlag-gegen-junta-terrorangriffe-in-mali-gegen-einrichtungen-der-militaerregierung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Schlagzeilen<\/a> sorgte, ist die Lage extrem angespannt.<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-9p3wtq=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-w23qsr=\"\"><a data-css-v9omon=\"\" id=\"ortszeit\"\/>Ortszeit<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-ikju08=\"\" data-css-af3jjo=\"\" data-css-181td0w=\"\">Im Format \u00ab<a data-css-181td0w=\"\" title=\"Ortszeit\" href=\"https:\/\/www.republik.ch\/format\/ortszeit\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ortszeit<\/a>\u00bb laden wir Journalistinnen und Autoren aus anderen L\u00e4ndern ein, aus ihrer Perspektive eine lokale Entwicklung einzuordnen, die in einem globalen Zusammen\u00adhang steht. <\/p>\n<p data-pos=\"0-3\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Einerseits ist da die Repression durch das Milit\u00e4rregime. Parteien sind aufgel\u00f6st, politische Aktivit\u00e4ten und Versammlungen untersagt, f\u00fchrende Oppositions\u00adpolitiker sitzen im Gef\u00e4ngnis oder leben im Exil. Kritik an der Regierung gilt als Verrat. Medien und Journalistinnen \u00fcben Selbst\u00adzensur, aus Angst vor Haft oder der Schliessung ihrer Redaktion. Auch f\u00fcr mich ist die Arbeit gef\u00e4hrlich geworden\u00a0\u2013 deshalb schreibe ich hier unter einem Pseudonym. Drei meiner Kollegen <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/rsf.org\/en\/broadcast-suspension-and-arrests-journalists-mali-nearly-six-years-transition-marked-repression\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">sitzen derzeit in Haft<\/a> und warten auf ihr Urteil. Internationale Sender, insbesondere aus Frankreich, d\u00fcrfen nicht mehr ausstrahlen\u00a0\u2013 offiziell wegen \u00abVerherrlichung des Terrorismus\u00bb. Das malische Milit\u00e4r\u00adregime spricht gerne von \u00abInformations\u00adsouver\u00e4nit\u00e4t\u00bb.<\/p>\n<p data-pos=\"0-4\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Andererseits verh\u00e4ngen Jihadisten des lokalen Qaida-Ablegers JNIM Blockaden gegen strategisch wichtige St\u00e4dte und schw\u00e4chen damit die Wirtschaft. Treibstoff zu beschaffen, ist ein t\u00e4glicher Kampf. Strom und Wasser sind f\u00fcr viele Haushalte zu Luxus\u00adg\u00fctern geworden, der Warenkorb schrumpft. Die Lebens\u00adhaltungs\u00adkosten steigen, die Preise f\u00fcr Grund\u00adnahrungs\u00admittel klettern nahezu t\u00e4glich. Die Verarmung ist sichtbar.<\/p>\n<p><a data-css-v9omon=\"\" id=\"mit-russland-gegen-die-alte-kolonialmacht\"\/>Mit Russland gegen die alte Kolonial\u00admacht<\/p>\n<p data-pos=\"0-6\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Ab und zu trifft man in der Hauptstadt ein paar russische S\u00f6ldner\u00a0\u2013 sie sind fast immer vermummt und oft nachts bei Patrouillen mit den malischen Sicherheits\u00adkr\u00e4ften zu sehen, wenn h\u00f6chste Alarmstufe herrscht. Sie halten sich eher im Hintergrund, um die Aufmerksamkeit der Bev\u00f6lkerung nicht auf sich zu ziehen. Russische S\u00f6ldner haben die Nachfolge der franz\u00f6sischen Truppen angetreten, die seit 2013 im Land gegen die Jihadisten k\u00e4mpften. Die Kehrtwende kam mit dem Staats\u00adstreich 2020; der seither regierende Chef der malischen Junta, General Assimi Go\u00efta, \u00fcberwarf sich mit Paris\u00a0\u2013 und die letzten franz\u00f6sischen Truppen zogen 2022 ab.<\/p>\n<p data-pos=\"0-7\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Einst begr\u00fcssten viele Malierinnen die franz\u00f6sische Intervention. Das Land hatte 2012 zwei Drittel seines riesigen Staats\u00adgebiets verloren aufgrund einer Tuareg-Rebellion, die mit Jihadisten gemeinsame Sache gemacht hatte. Der damalige franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/youtu.be\/Rx-2LDf-lC8?si=jR9nCA4D7MU5XUqi\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">wurde in Timbuktu wie ein Befreier empfangen<\/a>, eine Menge skandierte seinen Namen, franz\u00f6sische Flaggen verkauften sich wie warme Semmeln.<\/p>\n<p data-pos=\"0-8\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Doch Jahre sp\u00e4ter waren die Jihadisten und Rebellinnen nicht besiegt. W\u00fctende Malier begannen, Frankreich zu beschuldigen. Dass franz\u00f6sische Truppen etwa ohne die malische Armee in die Stadt Kidal <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-africa-21256781\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">einmarschiert<\/a> waren, empfanden viele als arrogant und erinnerte sie an die Kolonialzeit. Frankreich galt \u00fcberhaupt als paternalistisch und wenig transparent in seinen Beziehungen zu Mali und Afrika. Deshalb haben viele den Abzug der franz\u00f6sischen Truppen begr\u00fcsst. Und in diesem Klima begann die milit\u00e4rische Zusammen\u00adarbeit mit Russland, zun\u00e4chst mit den Wagner-S\u00f6ldnern, die sp\u00e4ter durch das Africa Corps ersetzt wurden.<\/p>\n<p data-pos=\"0-9\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">General Go\u00efta\u00a0\u2013 inzwischen Pr\u00e4sident Malis\u00a0\u2013 fand somit breite Zustimmung f\u00fcr seine Linie. Parolen wie \u00abFrankreich raus!\u00bb mobilisierten die Menschen, sie wollten die Souver\u00e4nit\u00e4t gegen\u00fcber der ehemaligen franz\u00f6sischen Kolonial\u00admacht bewahren.<\/p>\n<p data-pos=\"0-10\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Mit wachsender diplomatischer Isolation n\u00e4herte sich Mali Niger und Burkina Faso an. Gemeinsam gr\u00fcndeten sie die Allianz der Sahelstaaten: drei L\u00e4nder, ein politischer Kurs. Alle werden von Milit\u00e4r\u00adregimes gef\u00fchrt, die durch Staats\u00adstreiche an die Macht kamen, alle orientieren sich an Russland, regieren ohne Wahlen und sprechen von Revolution. Ihre Devise lautet, in den Worten von Burkina Fasos Pr\u00e4sident, Hauptmann Ibrahim Traor\u00e9: \u00abDemokratie ist nichts f\u00fcr Afrika.\u00bb<\/p>\n<p data-pos=\"0-11\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">In diesem angespannten Kontext hat ein Ereignis die Gesellschaft tief ersch\u00fcttert\u00a0\u2013 und wirkt bis heute nach.<\/p>\n<p><a data-css-v9omon=\"\" id=\"ein-fuerchterlicher-tag-fuer-bamako\"\/>Ein f\u00fcrchterlicher Tag f\u00fcr Bamako<\/p>\n<p data-pos=\"0-13\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Den Morgen des 25.\u00a0April wird kein Malier vergessen. Die Menschen in Bamako erwachten wegen des L\u00e4rms von Sch\u00fcssen schwerer Waffen, von Explosionen von bislang unbekannter Intensit\u00e4t. Es herrschte Angst und Verunsicherung, Bamako wirkte wie gel\u00e4hmt.<\/p>\n<p data-pos=\"0-14\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Ger\u00fcchte und erste Bilder. Dann verdichteten sich die Informationen: Die Garnisons\u00adstadt Kati, rund f\u00fcnfzehn Kilometer von Bamako entfernt und Sitz des milit\u00e4rischen Macht\u00adzentrums, war Ziel eines Anschlags geworden. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug, gesteuert von einem Attent\u00e4ter, hatte die Residenz des Verteidigungs\u00administers zerst\u00f6rt. Kurz darauf best\u00e4tigte das Staats\u00adfernsehen: Verteidigungs\u00administer Sadio Camara, seine Frau und zwei seiner Kinder waren tot. Die JNIM reklamierte den Anschlag f\u00fcr sich.<\/p>\n<p data-pos=\"0-15\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Im ganzen Land sprach man \u00fcber nichts anderes. Im Privaten wurde spekuliert, wie das passieren konnte\u00a0\u2013 wo die Geheim\u00addienste waren, ob es L\u00fccken im Sicherheits\u00adsystem gab oder etwa gar Komplizen. \u00d6ffentlich blieb jede Kritik aus. Das Regime duldet sie nicht, hier herrscht Einheits\u00addenken. Und mit dem Tod von Sadio Camara ist der Sicherheits\u00admythos des Landes wie ein Kartenhaus zusammen\u00adgebrochen. Viele hatten geglaubt, Bamako sei nicht angreifbar. Im Fernsehen wurden moderne Waffen\u00adsysteme pr\u00e4sentiert, beschafft mit der Unter\u00adst\u00fctzung Russlands. Und viele hatten den angeblichen Vormarsch einer erstarkten Armee beklatscht.<\/p>\n<p data-pos=\"0-16\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Verteidigungs\u00administer Camara war der Mann Moskaus. Er war es, der sich f\u00fcr die Achse Russland entschieden hatte. Er forcierte die Abkehr von der ehemaligen franz\u00f6sischen Kolonial\u00admacht, er setzte den Abzug europ\u00e4ischer Truppen durch. Bei der Milit\u00e4r\u00adf\u00fchrung und in Teilen der Bev\u00f6lkerung genoss er grosses Ansehen. Er galt als Architekt milit\u00e4rischer Erfolge, insbesondere bei der R\u00fcck\u00aderoberung der nord\u00admalischen Stadt Kidal, die \u00fcber Jahre in den H\u00e4nden separatistischer Gruppen gewesen war. <\/p>\n<p data-pos=\"0-17\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Am Tag seines Todes jedoch fiel Kidal erneut\u00a0\u2013 an ein B\u00fcndnis aus Tuareg-Rebellen und K\u00e4mpfern der JNIM. Eine bittere Ironie.<\/p>\n<p><a data-css-v9omon=\"\" id=\"allein-militaerisch-wird-die-krise-nicht-geloest\"\/>Allein milit\u00e4risch wird die Krise nicht gel\u00f6st<\/p>\n<p data-pos=\"0-19\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Mali und die Sahelzone sind damit endg\u00fcltig zu einem geopolitischen Schauplatz geworden. Laut einem <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2026\/07\/22\/trump-administration-weighs-military-options-mali-officials-say\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Bericht<\/a> der \u00abWashington Post\u00bb erw\u00e4gt die US-Regierung unter Donald Trump gezielte Milit\u00e4r\u00adschl\u00e4ge gegen die JNIM in Mali. Malis Aussen\u00administer Abdoulaye Diop reagierte darauf zur\u00fcck\u00adhaltend: Man habe keine offizielle Best\u00e4tigung aus Washington. Zugleich <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/2026\/07\/24\/malis-government-does-not-rule-out-us-military-intervention\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-53v5u4=\"\" data-css-14crbd2=\"\">betonte<\/a> er: \u00abMali wartet nicht darauf, dass andere seine Probleme l\u00f6sen. Das Land verl\u00e4sst sich auf seine eigenen Ressourcen, seine eigenen Kr\u00e4fte.\u00bb<\/p>\n<p data-pos=\"0-20\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Es hat sich gezeigt, dass von einem milit\u00e4rischen Sieg mit russischer Hilfe keine Rede sein kann\u00a0\u2013 das Land versinkt gef\u00e4hrlich im Sumpf der Gewalt. An der Sicht auf Frankreich haben die Ereignisse im April jedoch nichts ge\u00e4ndert. Die Regierung bleibt\u00a0\u2013 zu Recht oder zu Unrecht\u00a0\u2013 bei der Haltung, dass Frankreich die Ursache aller Probleme Malis sei und keinesfalls Teil einer L\u00f6sung f\u00fcr das Land sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p data-pos=\"0-21\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Woher immer Mali am Ende milit\u00e4rische Hilfe bekommt, viele Malier\u00a0\u2013 und Expertinnen\u00a0\u2013 sind der Ansicht, dass sich die Sicherheits\u00adkrise des Landes nicht ohne einen politischen Dialog l\u00f6sen l\u00e4sst. Ein solcher scheint unumg\u00e4nglich, um die Spannungen zu entsch\u00e4rfen und den Krieg zu beenden, der so viele Familien\u00a0\u2013 Angeh\u00f6rige von Soldaten wie Zivilistinnen\u00a0\u2013 in Trauer gest\u00fcrzt hat. Auch eine R\u00fcckkehr zur verfassungs\u00adm\u00e4ssigen Ordnung k\u00f6nnte dazu beitragen, den Frieden im Land wieder\u00adherzustellen und Mali der Welt zu \u00f6ffnen, um echte Entwicklungs\u00adprojekte in Angriff zu nehmen. Ob die Macht\u00adhaber diese Einsicht teilen, ist eine andere Frage.<\/p>\n<p data-pos=\"0-22\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Inzwischen versuchen die Menschen in Mali, ihren Alltag unter zunehmend schwierigen Bedingungen zu bew\u00e4ltigen. Viele hoffen, dass sich die Lage irgendwann stabilisiert und Frieden zur\u00fcckkehrt. Bis dahin bleibt ein Gef\u00fchl von Unsicherheit\u00a0\u2013 und von begrenztem Einfluss auf die eigene Zukunft.<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-9p3wtq=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-w23qsr=\"\"><a data-css-v9omon=\"\" id=\"zum-autor\"\/>Zum Autor<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-ikju08=\"\" data-css-af3jjo=\"\" data-css-181td0w=\"\">Karim Demb\u00e9l\u00e9 ist ein malischer Journalist und lebt in Bamako. Er hat diesen Text unter einem Pseudonym verfasst, um sich zu sch\u00fctzen. Wie viele seiner Kollegen \u00fcbt er Selbstzensur aus und lebt in st\u00e4ndiger Angst aufgrund der Einschr\u00e4nkungen der Freiheiten in seinem Land. Er sagt, das Schicksal eines Journalisten in Mali sei entweder das Gef\u00e4ngnis oder das Exil. Nur jene, die der Linie des Regimes treu seien, k\u00f6nnten ihre Meinung sagen und w\u00fcrden von der Junta gesch\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00abWer ein bisschen Kritik \u00fcbt, landet an der Front oder im Gef\u00e4ngnis\u00bb: Diese Zeile aus einem neuen Lied&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":47532,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[237],"tags":[309],"class_list":["post-47531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-mali","tag-mali"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117127065519486557","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47531"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47531\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}