{"id":47593,"date":"2026-08-20T13:50:08","date_gmt":"2026-08-20T13:50:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47593\/"},"modified":"2026-08-20T13:50:08","modified_gmt":"2026-08-20T13:50:08","slug":"minenunglueck-in-zentralafrika-unter-massen-von-schlamm-begraben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47593\/","title":{"rendered":"Minenungl\u00fcck in Zentralafrika: Unter Massen von Schlamm begraben"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Entlang der Grenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und Kamerun ist am Dienstag eine Goldmine eingest\u00fcrzt, dabei wurden mehr als hundert Menschen versch\u00fcttet. Die endg\u00fcltigen Todeszahlen seien noch immer nicht bekannt, berichten Hilfsarbeiter und Beh\u00f6rden vor Ort, da die Bergungsma\u00dfnahmen noch immer andauerten, so die Angaben von Mitarbeitern des Roten Kreuzes vor Ort.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Handyvideos, die in den sozialen Medien viral gingen, zeigen das ganze Ausma\u00df der Katastrophe: Darauf sieht man Tausende junge M\u00e4nner, einige wom\u00f6glich noch Kinder, in einer gewaltigen Grube knietief im Matsch stehen, um per Hand das Gold auszuwaschen. Pl\u00f6tzlich rutscht eine Schlammlawine den Hang hinab und begr\u00e4bt diejenigen, die in der Senke der Grube stehen. <a href=\"https:\/\/x.com\/Existenzse\/status\/2090140740924108810\/video\/2\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow\">Im Hintergrund h\u00f6rt man panische Schreie.<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Die Goldmine liegt in der Gegend rund um den Ort Zamboye, knapp 50 Kilometer entfernt von der Kleinstadt Baboua in der Zentralafrikanischen Republik. Von Baboua sind es rund 50 Kilometer auf der \u00dcberlandstra\u00dfe bis an die Grenze zu Kamerun \u2013 einer wichtigen Lebensader und Handelsroute f\u00fcr das zentralafrikanische Land.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Der Goldabbau findet in der Zentralafrikanischen Republik noch immer weitestgehend manuell statt. Mit Spitzhacken und Schaufeln graben junge M\u00e4nner ohne gen\u00fcgend Schutzausr\u00fcstung und Sicherheitsvorkehrungen L\u00f6cher in die Erde und heben Tunnel aus. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft von Baboua, die nun Ermittlungen eingeleitet hat, seien zun\u00e4chst die unterirdischen Tunnel eingest\u00fcrzt und h\u00e4tten dadurch den Erdrutsch verursacht. Die Regenzeit setzt langsam in der Region ein und weicht die Erde auf. Im Juni war bereits in der nahe gelegenen Ortschaft Be-Mbari eine Goldmine eingest\u00fcrzt, dabei wurden Dutzende Menschen versch\u00fcttet.<\/p>\n<p>      Hoch im Kurs<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Unter den Toten und Versch\u00fctteten in Zamboye seien auch M\u00e4nner aus dem benachbarten Kamerun, so Gr\u00e9goire Mvongo, Gouverneur der angrenzenden ostkamerunischen Region. Gegen\u00fcber dem kamerunischen Radiosender CRTV stellte er klar, dass man \u201ein enger Zusammenarbeit mit unseren zentralafrikanischen Kollegen daran arbeitet, die Folgen dieser Trag\u00f6die zu bew\u00e4ltigen\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Zentralafrikas Goldreserven stehen derzeit hoch im Kurs. Auf der Suche nach einem Einkommen lockt der hohe Goldpreis arbeitslose Bev\u00f6lkerung in Massen in die Gruben. Aufgrund des hohen Goldpreises auf dem Weltmarkt bem\u00fchen sich die russischen S\u00f6ldner der Gruppe Wagner, die in der Zentralafrikanischen Republik stationiert sind, um die v\u00f6llige Kontrolle des offiziellen aber auch des informellen Goldexports.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Laut des j\u00fcngsten Berichts der Global Initiative against Transnational Organized Crimes (GI-TOC), ein Thinktank, der grenz\u00fcbergreifende, organisierte Kriminalit\u00e4t unter die Lupe nimmt, wurden 2025 rund sieben Tonnen Gold offiziell ausgef\u00fchrt, fast die dreifache Menge als im Jahr zuvor.<\/p>\n<p>      Industrielle F\u00f6rderung<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"10\">Die Russen haben j\u00fcngst in zahlreichen Goldgruben des Landes angefangen, das Edelmetall auch industriell zu f\u00f6rdern. In anderen Regionen kauft Wagner Gold von Sch\u00fcrfern. Diese waschen das Gold per Hand aus und verkaufen es dann an die Goldexportfirma Sigma Gold.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"11\">Die Firma fliegt gro\u00dfe Mengen Gold offiziell mit russischen Flugzeugen weiter nach Dubai aus, wo das Gold eingeschmolzen wird. \u201eIn unserer Analyse sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Russen zwar in alle Sektoren investiert haben\u201c, so Ruben de Koning, Autor des oben genannten Berichts, gegen\u00fcber der taz. \u201eAber letztendlich scheint der lukrativste Sektor der Goldsektor zu sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Entlang der Grenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und Kamerun ist am Dienstag eine Goldmine eingest\u00fcrzt, dabei wurden mehr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":47594,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[27],"tags":[222,163],"class_list":["post-47593","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kamerun","tag-cameroon","tag-kamerun"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117128162545084628","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47593"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47593\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}