{"id":47735,"date":"2026-08-21T07:57:09","date_gmt":"2026-08-21T07:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47735\/"},"modified":"2026-08-21T07:57:09","modified_gmt":"2026-08-21T07:57:09","slug":"bieterverfahren-fuer-den-grossflughafen-bishoftu-in-aethiopien-chinesische-baukonzerne-dominieren-die-auswahlliste-aviation-direct","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47735\/","title":{"rendered":"Bieterverfahren f\u00fcr den Gro\u00dfflughafen Bishoftu in \u00c4thiopien: Chinesische Baukonzerne dominieren die Auswahlliste \u2013 Aviation.Direct"},"content":{"rendered":"<p>Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat die Auswahlliste der vorqualifizierten Unternehmen f\u00fcr den Bau des neuen internationalen Flughafens in Bishoftu ver\u00f6ffentlicht. Bei dem Infrastrukturprojekt mit einem veranschlagten Gesamtvolumen von rund 12,5 Milliarden US-Dollar stellen Unternehmen aus der Volksrepublik China oder Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischer Beteiligung die deutliche Mehrheit der Bieter.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den chinesischen Baukonzernen haben es auch Konsortien und Einzelunternehmen aus der T\u00fcrkei, Italien, Frankreich, Katar, S\u00fcdkorea, den USA, Portugal, Russland, Indien sowie eine \u00e4thiopisch-dschibutische Eisenbahngesellschaft auf die Liste geschafft. Die finale Vergabe der Bauauftr\u00e4ge wurde auf Antrag mehrerer Bieter auf Anfang Januar 2027 verschoben, um den Konsortien mehr Zeit f\u00fcr die Ausarbeitung ihrer technischen Angebote und die Sicherung der komplexen Finanzierungsstrukturen einzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Dominanz chinesischer Staatskonzerne auf der Qualifikationsliste<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bieterfeld f\u00fcr das Gro\u00dfprojekt zeigt eine deutliche Konzentration chinesischer Bau- und Ingenieurunternehmen. Zu den qualifizierten Bewerbern geh\u00f6ren unter anderem die China Communications Construction Company, die China Road and Bridge Corporation, die China Civil Engineering Construction Corporation sowie die Beijing Construction Engineering Group und die Beijing Urban Construction Group. Ebenfalls vertreten sind die China Construction Eighth Engineering Division, die China First Highway Engineering Company, die China National Aero-Technology International Engineering Corporation, die China Railway Beijing Engineering Group und die Shandong Luqiao Group.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chinesische Bauunternehmen verf\u00fcgen \u00fcber eine langj\u00e4hrige Pr\u00e4senz auf dem afrikanischen Kontinent und haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Gro\u00dfprojekte in \u00c4thiopien realisiert, darunter Eisenbahnlinien, Stra\u00dfennetze und \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude. Die starke Pr\u00e4senz auf der Auswahlliste unterstreicht die gewachsene Rolle Pekings beim Ausbau der afrikanischen Transport- und Logistikinfrastruktur.<\/p>\n<p>Internationale Konkurrenz und Strukturierung der Baulose<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der starken Vertretung chinesischer Bieter bewerben sich auch etablierte Baukonzerne aus anderen Regionen um die Auftr\u00e4ge. Aus der T\u00fcrkei haben sich die Unternehmen IC Ictas, Kalyon Insaat und MAPA Construction qualifiziert. Aus Europa nehmen die italienischen Konzerne Webuild und ICM sowie der franz\u00f6sische Baukonzern Vinci Construction Grands Projets am Verfahren teil. Weiterhin vertreten sind Samsung C&amp;T aus S\u00fcdkorea, The Lane Construction Corporation aus den USA, die Mota-Engil Group \u00fcber ihre afrikanische Tochtergesellschaft MEECA aus Portugal, Afcons Infrastructure aus Indien sowie die katarischen Unternehmen Urbacon Trading &amp; Contracting und GB-ACT Group. Zudem stehen die russische Holding JSC Natprojectstroy sowie die Betreibergesellschaft der Eisenbahnverbindung Ethio-Djibouti Railway auf der Liste.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausschreibung gliedert sich in vier Hauptarbeitspakete. Diese umfassen den Bau des zentralen Terminalkomplexes, die Errichtung von Unterst\u00fctzungs- und Wartungseinrichtungen, die Erstellung der Start- und Landebahnen sowie des Rollfeldes und schlie\u00dflich die Anbindung des Flughafengel\u00e4ndes an das regionale Verkehrs- und Schienennetz.<\/p>\n<p>Geopolitische Interessen und Aufschub der Auftragsvergabe<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung \u00fcber die Vergabe der vier Hauptlose sollte urspr\u00fcnglich fr\u00fcher fallen, wurde jedoch von Ethiopian Airlines auf Anfang Januar 2027 verschoben. Die Bieter hatten um eine Verl\u00e4ngerung der Fristen gebeten, da die Erstellung der technischen Machbarkeitsstudien und die Bereitstellung internationaler Finanzierungssicherheiten bei einem Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zum formalen Bietungsverfahren zeichnen sich diplomatische und wirtschaftliche Einflussversuche ab. Aus den USA gibt es Bestrebungen, eine Beteiligung US-amerikanischer Unternehmen an dem Infrastrukturprojekt zu f\u00f6rdern. Die US-Regierung versucht dabei, Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Bauvorhaben mit k\u00fcnftigen Flugzeugbestellungen von Ethiopian Airlines beim US-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing zu verkn\u00fcpfen. Das Vorhaben verdeutlicht die wirtschafts- und geostrategische Bedeutung des neuen Drehkreuzes, das als k\u00fcnftiger Hauptknotenpunkt f\u00fcr den afrikanischen Luftverkehr konzipiert ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat die Auswahlliste der vorqualifizierten Unternehmen f\u00fcr den Bau des neuen internationalen Flughafens&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":47736,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[105,106],"class_list":["post-47735","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aethiopien","tag-aethiopien","tag-ethiopia"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117132436627734370","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47735\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}