{"id":47756,"date":"2026-08-21T10:01:08","date_gmt":"2026-08-21T10:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47756\/"},"modified":"2026-08-21T10:01:08","modified_gmt":"2026-08-21T10:01:08","slug":"kamerun-die-entscheidung-trotz-konflikten-und-armut-zu-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47756\/","title":{"rendered":"Kamerun: Die Entscheidung, trotz Konflikten und Armut zu bleiben"},"content":{"rendered":"<p>In Baba 1, in der Nordwestregion Kameruns, setzen Schwestern ihren Dienst in einer von Armut, Unsicherheit und Konflikten gepr\u00e4gten Umgebung fort und bieten den Bed\u00fcrftigsten medizinische Versorgung, Unterst\u00fctzung und Hoffnung.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2026-06\/sisters-project-vietnam-liebe-heiliges-kreuz-hilfe-armen.html\" title=\"Schwestern in Hanoi: Ein Zeugnis des Evangeliums f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/maggio\/20\/PS_183_Copertina.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Schwestern in Hanoi: Ein Zeugnis des Evangeliums f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Au\u00dferhalb von Hanoi, im Norden Vietnams, verk\u00fcnden die Schwestern der \u201eKongregation von der Liebe zum Heiligen Kreuz\u201c die Liebe Gottes, um die Menschenw\u00fcrde der am st\u00e4rksten &#8230;\n     <\/p>\n<p>von Sr. Kum Shallotte Bi SUSC<\/p>\n<p>In dem abgelegenen Dorf Baba 1, einer l\u00e4ndlichen Gemeinde in der Nordwestregion Kameruns, leben und arbeiten die \u201eSisters of the Holy Union of the Sacred Hearts\u201c (SUSC) seit den 1960er Jahren unter den Menschen. Baba 1 ist seit langem gepr\u00e4gt von extremer Armut, schlechter Stra\u00dfenanbindung, begrenzter Stromversorgung, unsicheren Wasserquellen, hoher Analphabetenrate und Unterern\u00e4hrung, insbesondere bei Kindern.<\/p>\n<p>Bei den Menschen bleiben <\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat der anhaltende bewaffnete Konflikt diese Probleme noch versch\u00e4rft. Unsicherheit, zahlreiche Entf\u00fchrungen und vorzeitige Todesf\u00e4lle sind Teil des Alltags geworden. Die Schwestern haben sich entschieden zu bleiben, auch wenn die Herausforderungen zunehmen und die Bedingungen immer h\u00e4rter werden. Trotz der asphaltierten Nationalstra\u00dfe und einer bescheidenen Verbesserung der Ern\u00e4hrung der Kinder bestehen die grundlegenden Probleme fort.<\/p>\n<p>Die SUSC ist nach wie vor die einzige Ordensgemeinschaft in dieser Region. Sie k\u00f6nnten durchaus die Worte des Psalmisten wiederholen: \u201eWie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz?\u201c (Psalm 13,1). Und doch stehen die Schwestern jeden Morgen neu auf, um dem Hilferuf derer zu folgen, die auf sie angewiesen sind. Was h\u00e4lt sie dort, wenn so viele andere fliehen? Die Antwort liegt in den Gesichtern, die sie jeden Tag begr\u00fc\u00dfen: eine \u00e4ltere Frau, die medizinische Versorgung ben\u00f6tigt, eine schwangere Frau in den Wehen, die auf eine sichere Entbindung wartet, ein Kind mit Krampfanf\u00e4llen, das dringend Hilfe braucht, ein Mann, der nach einem Unfall blutet, Familien, die von Verlust und Unsicherheit \u00fcberw\u00e4ltigt sind und Trost suchen, Arbeiter, die f\u00fcr ihren t\u00e4glichen Lebensunterhalt auf sie angewiesen sind, und junge Menschen, die nach Orientierung durch ihr Vorbild suchen.<\/p>\n<p>Diese t\u00e4gliche Realit\u00e4t spiegelt die Mahnung des Evangeliums wider: \u201eWas ihr f\u00fcr einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan\u201c (Mt 25,45). Diese engagierten Schwestern von Baba 1 k\u00f6nnen sich von diesen Gesichtern Christi nicht abwenden. Das Vertrauen, das die Dorfbewohner in sie setzen, wird sowohl zum Kreuz als auch zum Segen \u2013 eine konkrete Verf\u00fcgbarkeit, die sie bei ihrer Ordensprofess versprochen haben.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/03\/giusta.jpeg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Mitarbeiter des katholischen Zentrums \u201eSaint Monica\u201c zusammen mit einigen Schwestern der \u201eHoly Union\u201c \u2013 Kamerun. Foto: Sr. Morin Achale\" title=\"Mitarbeiter des katholischen Zentrums \u201eSaint Monica\u201c zusammen mit einigen Schwestern der \u201eHoly Union\u201c \u2013 Kamerun. Foto: Sr. Morin Achale\"\/><\/p>\n<p>\n   Mitarbeiter des katholischen Zentrums \u201eSaint Monica\u201c zusammen mit einigen Schwestern der \u201eHoly Union\u201c \u2013 Kamerun. Foto: Sr. Morin Achale\n  <\/p>\n<p>Dienst durch Gesundheitsversorgung und karitative Arbeit <\/p>\n<p>Die Gesundheitsversorgung steht in Baba 1 nach wie vor im Mittelpunkt ihres Auftrags. Die Arbeit im \u201eSaint Monica Catholic Medical Center\u201c ist herausfordernd. Viele Menschen in der Gemeinde k\u00f6nnen sich die dringend ben\u00f6tigten medizinischen Dienste nicht leisten, werden aber dennoch behandelt. Dar\u00fcber hinaus ist die Gewinnung von qualifiziertem medizinischem Personal ein st\u00e4ndiger Kampf. Nur sehr wenige sind bereit, in einem derart unsicheren und unterversorgten Umfeld zu arbeiten, und diejenigen, die kommen, verlangen Geh\u00e4lter, die weit \u00fcber das hinausgehen, was sich die Gemeinde leisten kann. Das Paradoxon ist offensichtlich: Wie l\u00e4sst sich die unentgeltliche Versorgung der Armen mit der Sicherung der finanziellen Mittel zur Bezahlung von Fachpersonal vereinbaren?<\/p>\n<p>Die Antwort liegt in einer der Wesensz\u00fcge der Kongregation: der N\u00e4chstenliebe. Ihr Auftrag ist t\u00e4tige, mitf\u00fchlende N\u00e4chstenliebe. Es handelt sich nicht um N\u00e4chstenliebe als blo\u00dfes Gef\u00fchl, sondern um N\u00e4chstenliebe als radikales Bekenntnis zum Dienst, ohne M\u00fchen zu scheuen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/03\/sp-192-foto2-madri-con-i-loro-bambini-in-attesa-di-essere-visitati-al-saint-monica-catholi.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"M\u00fctter und Babys warten darauf, behandelt zu werden. Foto: Sr. Lontum Matilda SUSC\" title=\"M\u00fctter und Babys warten darauf, behandelt zu werden. Foto: Sr. Lontum Matilda SUSC\"\/><\/p>\n<p>\n   M\u00fctter und Babys warten darauf, behandelt zu werden. Foto: Sr. Lontum Matilda SUSC\n  <\/p>\n<p>Ein Zeugnis der Hoffnung <\/p>\n<p>Die Dorfbewohner haben sich weder daf\u00fcr entschieden, unter diesen Bedingungen geboren zu werden, noch haben sie sich den Konflikt ausgesucht, der nun ihr Leben pr\u00e4gt. Die Anwesenheit der Schwestern ist ein einfacher Versuch, das Licht Christi dort leuchten zu lassen, wo die Dunkelheit \u00fcberhandzunehmen droht. Manchmal schleicht sich Furcht ein, und Durchhalteverm\u00f6gen scheint unm\u00f6glich. Doch die Worte des heiligen Paulus bleiben eine Quelle der Inspiration: \u201eMeine Gnade gen\u00fcgt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet\u201c (2 Kor 12,9). Manchmal sch\u00f6pfen die Schwestern Kraft aus der Widerstandsf\u00e4higkeit der Menschen, denen sie helfen. Deren Mut und ihre F\u00e4higkeit, inmitten von Widrigkeiten weiter zu hoffen, wirken auch auf sie selbst glaubensbest\u00e4rkend. Dies erinnert daran, dass Mission niemals ein einseitiges Geschenk ist, sondern ein gemeinsamer Weg.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/03\/sp-192-foto3-un-operatore-del-saint-monica-catholic-health-center-di-baba-1-presta-cure-a.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Ein Mitarbeiter versorgt einen \u00e4lteren Mann mit einer Wunde. Foto: Sr. Shallotte Kum\" title=\"Ein Mitarbeiter versorgt einen \u00e4lteren Mann mit einer Wunde. Foto: Sr. Shallotte Kum\"\/><\/p>\n<p>\n   Ein Mitarbeiter versorgt einen \u00e4lteren Mann mit einer Wunde. Foto: Sr. Shallotte Kum\n  <\/p>\n<p>Das geweihte Leben, wie es in Baba 1 gelebt wird, ist keine Flucht vor der Realit\u00e4t, sondern ein tiefes Eintauchen in sie. Die Ordensgel\u00fcbde rufen die Schwestern dazu auf, sich historischen Herausforderungen zu stellen und das Leben dort zu verteidigen, wo es am st\u00e4rksten bedroht ist. In Baba 1 bedeutet dies, Pr\u00e4senz dem Komfort und Treue der Sicherheit vorzuziehen. Die Probleme, die die Schwestern t\u00e4glich bew\u00e4ltigen m\u00fcssen, spornen sie dazu an, den Weg der Bekehrung zum Herzen Christi einzuschlagen. Durch unauff\u00e4llige Taten der N\u00e4chstenliebe versuchen sie, die Lasten zu erleichtern: ein sicher zur Welt gebrachtes Baby, das Fieber eines Kindes gesenkt, eine Wunde fachgerecht versorgt, eine Familie beruhigt, Arbeiter fair entlohnt, \u00e4ltere Menschen betreut und junge Frauen begleitet. Die Schwestern lassen sich zudem von Mutter Teresa von Kalkutta inspirieren, die so gut verstanden hat, dass wahre Kraft aus dem Dienst an den Armen entsteht. W\u00e4hrend viele Menschen in der Welt behaupten, dass Gl\u00fcck Komfort erfordert und ein gutes Leben Leid vermeidet, bezeugen die Schwestern in Baba 1, dass Freude mit Not zusammen existieren kann und ein erf\u00fclltes Leben die Annahme des Kreuzes beinhalten kann.<\/p>\n<p>Ihre Berufung als Ordensfrauen findet ihren tiefsten Ausdruck in diesem zerbrechlichen, herausfordernden und gnadenreichen Auftrag. Wenn Ordensfrauen die Gel\u00fcbde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams ablegen, verpflichten sie sich zu einer radikalen Verf\u00fcgbarkeit f\u00fcr Gottes Pl\u00e4ne. Diese Verf\u00fcgbarkeit f\u00fchrt sie immer wieder an unerwartete Orte. Die Schwestern halten an der Hoffnung fest, dass die Menschen in Baba 1 und alle vom Konflikt betroffenen Gemeinschaften eines Tages wieder in Frieden und Sicherheit leben werden. Der heilige Paulus bekr\u00e4ftigt in seinem Brief an die R\u00f6mer, dass diese Hoffnung nicht entt\u00e4uscht (R\u00f6m 5,5). M\u00f6ge Gott, der sein Volk in Christus st\u00e4rkt, weiterhin in und durch sie zu seiner gr\u00f6\u00dferen Ehre wirken.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Baba 1, in der Nordwestregion Kameruns, setzen Schwestern ihren Dienst in einer von Armut, Unsicherheit und Konflikten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":47757,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[27],"tags":[884,529,222,163,231,224,1744,229],"class_list":["post-47756","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kamerun","tag-sistersproject","tag-armut","tag-cameroon","tag-kamerun","tag-katholische-kirche","tag-ordensvertreter","tag-schwestern","tag-solidaritaet"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117132924142575575","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47756","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47756"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47756\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}