{"id":47905,"date":"2026-08-21T23:55:20","date_gmt":"2026-08-21T23:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47905\/"},"modified":"2026-08-21T23:55:20","modified_gmt":"2026-08-21T23:55:20","slug":"ebola-breitet-sich-rasant-aus-wie-gross-ist-die-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/47905\/","title":{"rendered":"Ebola breitet sich rasant aus: Wie gro\u00df ist die Gefahr?"},"content":{"rendered":"<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/newsletter\/pflege-und-geld?utm_source=apotheken-umschau&amp;utm_medium=fallback_banner_rectangle&amp;utm_campaign=nl-sr-pflege-geld\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WuB_Banner_NL-Pflege-und-Geld__300x250.jpg\" width=\"300\" height=\"250\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"text\">Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sowie im Grenzgebiet zu Uganda breitet sich <a data-portal-ident=\"au\" href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/krankheiten-symptome\/infektionskrankheiten\/ebola-virus-ansteckung-infektion-symptome-behandlung-744475.html\" target=\"_self\" title=\"Ebola\" rel=\"nofollow noopener\">Ebola<\/a> immer weiter aus. Deshalb werden jetzt auch Impfdosen in die Region geschickt, die eigentlich gegen eine andere Variante des Virus entwickelt worden waren.<\/p>\n<p class=\"text\">Internationale Gesundheitsbeh\u00f6rden beobachten die Entwicklung mit gro\u00dfer Sorge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)<a href=\"#cite_note_16761933\">[1]<\/a> warnt, dass sich der Ausbruch im Kongo derzeit so schnell ausbreitet wie kein Ebola-Ausbruch zuvor. Er gilt als bislang t\u00f6dlichster in der Geschichte des Landes und ist besonders schwer einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Wie ist die aktuelle Ebola-Lage im Kongo?<\/p>\n<p class=\"text\">Ebola ist eine schwere Viruserkrankung, die in Zentral- und Ostafrika sowie auch in Westafrika regelm\u00e4\u00dfig in Ausbr\u00fcchen auftritt. Ebola wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen und l\u00f6st ein hoch ansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.<\/p>\n<p class=\"text\">Aktuell breitet sich das Virus in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sowie im benachbarten Land Uganda aus. Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, geht davon aus, dass sich der aktuelle Ebola-Ausbruch <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/speeches\/item\/who-director-general-s-remarks-at-the-virtual-ministerial-briefing-on-the-bundibugyo-ebola-outbreak-25-may-2026\" target=\"_blank\" rel=\" noopener nofollow\" title=\"weiter zuspitzt\">weiter zuspitzt<\/a>, bevor er unter Kontrolle gebracht wird.<\/p>\n<p>            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/11695490_F1online_Imagesource-e0c477e6013b7ec6.jpg\" class=\"cover a-image\" title=\"Das Ebola-Virus erscheint als d\u00fcnne, lange, blaue F\u00e4den, die sich auf einem roten Hintergrund winden und kreuzen.\" alt=\"Das Ebola-Virus erscheint als d\u00fcnne, lange, blaue F\u00e4den, die sich auf einem roten Hintergrund winden und kreuzen.\" width=\"55\" height=\"55\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p class=\"text\">Bislang starben 2325 Menschen an dem t\u00f6dlichen Virus, wie das Institut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit der Demokratischen Republik Kongo mitteilte. Bei dem zuvor gr\u00f6\u00dften Ebola-Ausbruch im Kongo waren zwischen 2018 und 2020 insgesamt 2299 Patientinnen und Patienten gestorben.<\/p>\n<p class=\"text\">Die jetzige Infektionswelle ist bereits der 17. dokumentierte Ebola-Ausbruch in dem zentralafrikanischen Land mit rund 112 Millionen Einwohnern. Seit Mai 2026 sind 5021 Menschen nachweislich an der hochansteckenden Infektionskrankheit erkrankt, so das Regionalb\u00fcro Afrika der WHO. Eine weltweit gr\u00f6\u00dfere Krankheitswelle der Viruserkrankung gab es lediglich in Westafrika, als zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 28.500 F\u00e4lle registriert wurden und 11.310 Menschen starben.<\/p>\n<p>            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/125704673_DPA_REUTERS_Zohra_Bensemra-b95429ae2f45925d.jpg\" class=\"cover a-image\" title=\"Ein Mensch in einem Schutzanzug behandelt einen Patienten.\" alt=\"Ein Mensch in einem Schutzanzug behandelt einen Patienten.\" width=\"55\" height=\"55\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>Was macht den aktuellen Ebola-Ausbruch so herausfordernd?<\/p>\n<p class=\"text\">Nach WHO-Angaben liegt die Todesrate derzeit bei etwa 47 Prozent<a href=\"#cite_note_16768579\">[2]<\/a> \u2013 das bedeutet, fast die H\u00e4lfte aller nachgewiesenen Infizierten ist gestorben. F\u00fcr die f\u00fcr den Ausbruch verantwortliche Bundibugyo-Variante des Ebolavirus gibt es noch keine gezielten Impfstoffe oder Medikamente.<\/p>\n<p class=\"text\">Allerdings gibt es einen Impfstoff gegen die verwandte Zaire-Ebola-Variante. Von diesem Impfstoff Ervebo werden laut WHO<a href=\"#cite_note_16780791\">[3]<\/a> nun 70.000 Dosen in die Demokratische Republik Kongo geschickt. 50.000 Dosen sind f\u00fcr medizinisches Personal gedacht. Mit den restlichen 20.000 Dosen soll in einer Studie abgekl\u00e4rt werden, ob der Impfstoff wirksamen Schutz vor der Bundibugyo-Variante bieten kann. Labor- und Tierversuche weisen auf eine m\u00f6gliche Schutzwirkung hin, die Studie soll jetzt Klarheit dar\u00fcber bringen.<\/p>\n<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/podcast\/serie\/gepflegt-gefragt-der-pflege-podcast-1514597.html?utm_source=apotheken-umschau&amp;utm_medium=fallback_banner_topmobile2&amp;utm_campaign=podcast-gepflegt-gefragt\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"Podcast gepflegt gefragt\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/260515_WuB_Podcast_gepflegtgefragt_300x250.jpg\" width=\"300\" height=\"250\"\/><\/a><\/p>\n<p>Virus breitet sich unkontrolliert aus<\/p>\n<p class=\"text\">Bei den meisten neuen Patientinnen und Patienten ist trotz einer Nachverfolgung von Kontaktpersonen nicht klar, wo sie sich angesteckt haben. \u201eDas bedeutet, dass sich das Virus weiterhin unkontrolliert ausbreitet\u201c, sagt Tropenmediziner und Epidemiologe Dr. Maximilian Gertler von \u00c4rzte ohne Grenzen. In den gr\u00f6\u00dferen Zentren g\u00e4be es inzwischen immerhin respektable Isolationskapazit\u00e4ten und diagnostische M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p class=\"text\">\u201eGleichzeitig beobachten wir aber immer mehr F\u00e4lle in entlegenen Regionen.\u201c F\u00fcr die Menschen dort sei es deutlich schwieriger, eine Einrichtung zu erreichen, in der sie angemessen getestet und vor\u00fcbergehend isoliert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"text\">Hinzu komme laut Epidemiologe Gertler, dass viele Menschen kein Vertrauen in die Gesundheitsversorgung h\u00e4tten. \u201eDie Hauptursache daf\u00fcr, dass wir die Epidemie derzeit nicht unter Kontrolle bekommen, ist die desolate soziale, wirtschaftliche und politische Situation in den betroffenen Regionen. Sie erschwert auch die Verf\u00fcgbarkeit von Tests und anderen diagnostischen Verfahren.\u201c Es fehle dazu an medizinischem Personal und an politischen Rahmenbedingungen, die eine gute Arbeit \u00fcberhaupt erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p class=\"text\">Bei fr\u00fcheren Ausbr\u00fcchen konnte man die ersten menschlichen Infektionen teilweise sehr genau rekonstruieren. Im aktuellen Fall sei laut Gertler die Situation durch die Gr\u00f6\u00dfe der Region, die politische Unsicherheit und die schwierigen Verkehrswege deutlich komplizierter. \u201eDie Epidemie wird wohl erst dann unter Kontrolle zu bringen sein, wenn es deutlich weniger neue F\u00e4lle au\u00dferhalb der Kontaktverfolgung gibt\u201c, sagt Gertler.<\/p>\n<p>Was br\u00e4uchte es, um die Ebola-Epidemie einzud\u00e4mmen?<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug\">Die Ebola-Epidemie lasse sich nicht allein durch die Behandlung einzelner, ohnehin schon schwer erkrankter Menschen in den Griff bekommen, so der Experte. \u201eEntscheidend sind Pr\u00e4vention, Kontaktverfolgung und Aufkl\u00e4rung \u2013 also Ma\u00dfnahmen, die weniger spektakul\u00e4r wirken, aber die Weiterverbreitung tats\u00e4chlich eind\u00e4mmen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Besteht in Deutschland Anlass zur Sorge?<\/p>\n<p class=\"text\">F\u00fcr die Menschen in den betroffenen Regionen Afrikas ist der aktuelle Ebola-Ausbruch eine gro\u00dfe gesundheitliche Bedrohung. Die WHO hat aufgrund des aktuellen Ausbruchs einen <a data-portal-ident=\"au\" href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/gesundheitspolitik\/internationaler-gesundheitsnotstand-was-bedeutet-das-1524787.html\" target=\"_self\" title=\"internationalen Gesundheitsnotstand\" rel=\"nofollow noopener\">internationalen Gesundheitsnotstand<\/a> ausgerufen. Das Risiko f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in Deutschland ist jedoch sehr gering, wie Fachleute des Robert Koch-Instituts (RKI) und der WHO einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"text\">Ein Grund ist die Art der Ansteckung: Ebola verbreitet sich \u2013 anders als beispielsweise Corona oder <a data-portal-ident=\"au\" href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/krankheiten-symptome\/infektionskrankheiten\/was-kann-man-gegen-eine-grippe-tun-734131.html\" target=\"_self\" title=\"Influenza\" rel=\"nofollow noopener\">Influenza<\/a> \u2013 nicht durch eine Tr\u00f6pfcheninfektion \u00fcber die Luft beim normalen Atmen oder Sprechen. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel \u00fcber den Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten infizierter Menschen, etwa Blut, Erbrochenem oder anderen Sekreten. \u201eF\u00fcr eine Infektion braucht es in der Regel Kontakt dieser K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten mit Schleimh\u00e4uten oder verletzter Haut\u201c, sagt Dr. Timo Wolf, Oberarzt f\u00fcr Infektiologie am Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt.<\/p>\n<p class=\"text\">Ein weiterer entscheidender Punkt daf\u00fcr, wie schnell sich das Virus verbreitet, ist, wann Erkrankte infekti\u00f6s werden: \u201ePatientinnen und Patienten sind in der Regel nicht ansteckend, solange sie keine Beschwerden haben. Genau das hilft enorm dabei, Ausbr\u00fcche zu kontrollieren\u201c, sagt Wolf. Denn so lassen sich Infizierte und Kontaktpersonen vergleichsweise gut identifizieren und isolieren. Zumindest grunds\u00e4tzlich.<\/p>\n<p class=\"text\">Denn ob es dennoch zu gr\u00f6\u00dferen Ausbr\u00fcchen kommt, h\u00e4ngt stark von den jeweiligen Rahmenbedingungen in den betroffenen L\u00e4ndern ab. In einigen Regionen wird die schnelle Eind\u00e4mmung des Virus durch begrenzte medizinische Infrastruktur, fehlendes Schutzmaterial, schwierige Sicherheitslagen oder lange Wege zur Versorgung erschwert.<\/p>\n<p class=\"text\">In Deutschland ist die Situation dahingehend eine andere. Sollten hier oder in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern einzelne importierte F\u00e4lle von Ebola auftreten, stehen klar geregelte Abl\u00e4ufe im Gesundheitssystem zur Verf\u00fcgung. Verdachtsf\u00e4lle k\u00f6nnen rasch erkannt und isoliert werden. Daf\u00fcr gibt es in Deutschland spezialisierte Behandlungszentren und gut etablierte Strukturen f\u00fcr den Umgang mit hochansteckenden Infektionskrankheiten, die bundesweit verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/490225025_dpa_BSIP_NIH-NIAID_IMAGE_POINT_FR-cfc665efa2ff6b53.jpg\" class=\"cover a-image\" title=\"Leuchtend blaue, fadenf\u00f6rmige Strukturen des Marburg-Virus schl\u00e4ngeln sich vor einem unscharfen, braunen Hintergrund.\" alt=\"Leuchtend blaue, fadenf\u00f6rmige Strukturen des Marburg-Virus schl\u00e4ngeln sich vor einem unscharfen, braunen Hintergrund.\" width=\"55\" height=\"55\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p class=\"text\">Kliniken verf\u00fcgen \u00fcber Schutzkleidung, feste Hygienestandards und speziell geschultes Personal. Auch die Kontaktverfolgung l\u00e4sst sich hierzulande engmaschig organisieren: Gesundheits\u00e4mter k\u00f6nnen m\u00f6gliche Kontaktpersonen rasch identifizieren, informieren und \u00fcberwachen. Ein gro\u00dffl\u00e4chiger Ausbruch w\u00e4re dadurch in Deutschland sehr unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Kann man sich auf Reisen anstecken?<\/p>\n<p class=\"text\">Wer nicht in die von Ebola betroffenen Regionen reist, hat laut Fachleuten keinen Grund zur Sorge. \u201eDas Risiko, sich auf Flugreisen mit Ebola anzustecken, wird weiterhin als gering eingesch\u00e4tzt\u201c, beruhigt Wolf. Das deckt sich mit Einsch\u00e4tzungen der WHO und des RKI. Das liege zum einen daran, dass Ebola nicht \u00fcber die Luft, sondern nur durch direkten Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen wird. Ein weiterer Grund, so Wolf: \u201eDer aktuelle Ausbruch bezieht sich auf eine klar definierte Region.\u201c Der Osten im Kongo ist nicht ohne Weiteres an internationale Reiserouten angebunden, gleichzeitig liegen beliebte Reiseziele wie S\u00fcdafrika, Namibia, Kenia oder Tansania weit entfernt vom aktuellen Ausbruchsgeschehen und gelten nicht als betroffen.<\/p>\n<p class=\"text\">Umso wichtiger ist: Wer Reisen in die betroffene Region plant, sollte sich vorab reisemedizinisch beraten lassen und aktuelle Hinweise des <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\" noopener nofollow\" title=\"Ausw\u00e4rtigen Amtes\">Ausw\u00e4rtigen Amtes<\/a> beachten.<\/p>\n<p class=\"text\">Zudem gilt: Wer nach einem Aufenthalt in einem betroffenen Gebiet <a data-portal-ident=\"au\" href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/krankheiten-symptome\/symptome\/fieber-wann-ist-es-gefaehrlich-737543.html\" target=\"_self\" title=\"Fieber\" rel=\"nofollow noopener\">Fieber<\/a> oder grippe\u00e4hnliche Beschwerden wie starke Abgeschlagenheit oder Durchfall entwickelt, sollte vor einem Arztbesuch zun\u00e4chst telefonisch medizinischen Rat einholen und auf die Reise hinweisen. Zudem sollten diese Personen bis zur Abkl\u00e4rung unbedingt engen Kontakt zu anderen Personen meiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sowie im Grenzgebiet zu Uganda breitet sich Ebola immer weiter aus. 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