{"id":48048,"date":"2026-08-22T19:27:09","date_gmt":"2026-08-22T19:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48048\/"},"modified":"2026-08-22T19:27:09","modified_gmt":"2026-08-22T19:27:09","slug":"ebola-ausbruch-im-kongo-steirer-berichtet-von-der-lage-vor-ort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48048\/","title":{"rendered":"Ebola-Ausbruch im Kongo: Steirer berichtet von der Lage vor Ort"},"content":{"rendered":"<p>Die Zahl der Toten ist auf 2500 gestiegen. Christoph Friedl aus Bruck an der Mur ist als Projektkoordinator f\u00fcr \u201e\u00c4rzte ohne Grenzen\u201c in der Stadt Beni im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Mehr als 2500 Menschen sind seit dem j\u00fcngsten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo laut den Vereinten Nationen an der Infektionskrankheit gestorben. Damit handelt es sich um eine der gr\u00f6\u00dften jemals verzeichneten Ebola-Epidemien. Es ist der <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/41177830\/toedlichster-ebola-ausbruch-in-der-geschichte-des-kongos\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">t\u00f6dlichste Ausbruch in der Geschichte des Landes<\/a>. Nach vorherigen Regierungsangaben stieg die Zahl der offiziell registrierten Infektionen Anfang August auf rund 4.000, bereits Mitte des Monats waren es um die 5.000 F\u00e4lle. Betroffen sind sechs Provinzen im Nordosten des Landes.<\/p>\n<p class=\"klz-text-article-quote !leading-none break-words\">Es ist jetzt nicht so, dass man durch die Stra\u00dfen geht und \u00fcber Leichen steigt<\/p>\n<p>\u2014 Christoph Friedl, Projektkoordinator f\u00fcr \u201e\u00c4rzte ohne Grenzen\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Auch die Bewohner der Stadt Beni sind vom aktuellen Ebola-Ausbruch stark betroffen. In einem Behandlungszentrum sind zahlreiche internationale Hilfskr\u00e4fte im Einsatz, darunter auch  Christoph Friedl aus Bruck an der Mur. Der Steirer ist dort Projektkoordinator f\u00fcr \u201e\u00c4rzte ohne Grenzen\u201c. \u201eEs ist jetzt nicht so, dass man durch die Stra\u00dfen geht und \u00fcber Leichen steigt\u201c, erkl\u00e4rt Friedl in der \u201eZiB 1\u201c vom Samstag. Das t\u00e4gliche Leben gehe vor allem in der Stadt Beni in der Provinz Nord-Kivu \u201eganz normal seine Wege\u201c. Friedl ist Psychologe und <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/16250731\/Brucker-als-Arzt-im-Suedsudan_Im-Einsatz-zwischen-Trauer-und\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">war f\u00fcr \u201e\u00c4rzte ohne Grenzen\u201c bereits unter anderem im Irak, im S\u00fcdsudan<\/a>, in Indien und zuletzt in Haiti im Einsatz.<\/p>\n<p>Die Infografik erkl\u00e4rt das Ebola-Virus. Sie zeigt, dass Flughunde als Reservoir gelten und Affen als m\u00f6gliche Zwischenwirte vermutet werden. Eine \u00dcbertragung erfolgt durch Kontakt mit Blut oder K\u00f6rperfl\u00fcssigkeit von infizierten Tieren oder Menschen. Typische Symptome sind Kopf- und Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Fieber sowie innere und \u00e4u\u00dfere Blutungen. Die Sterblichkeit kann je nach Virustyp bis zu 90 % betragen. F\u00fcr den Ebola-Erreger (EBOV) ist ein Impfstoff verf\u00fcgbar, f\u00fcr andere Typen wie Sudan-Ebolavirus, Bundibugyo und Tai Forest sind Impfstoffe erst in Entwicklung. Bei der Behandlung ist Schutzkleidung erforderlich. Quelle: APA.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit mit Experten vor Ort<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Im Behandlungszentrum werden Verdachtsf\u00e4lle getestet und Erkrankte versorgt, so gut es m\u00f6glich ist. Zwar sei Unterst\u00fctzung aus dem Ausland wichtig, die Arbeit der Menschen vor Ort sei jedoch unerl\u00e4sslich. Friedl sagt dazu im ORF: \u201eAls \u00d6sterreicher, der da ist, m\u00f6chte ich kein falsches Bild vermitteln, weil wir eine Gruppe von 30 externen Kollegen sind, die mit \u00fcber 100 Kongolesen und Kongolesinnen zusammenarbeiten, die ganz viel Expertise \u00fcber die Jahre gesammelt haben, weil ja Ebola im Kongo epidemisch ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Dennoch ist das Gesundheitssystem \u00fcberlastet, oft fehlt das Geld etwa f\u00fcr Krankentransporte. Die Epidemie grassiere in einem Gebiet, das gr\u00f6\u00dfer als Frankreich sei, schildert UNO-Ebola-Koordinator Julien Harneis. Experten zufolge begann der Ausbruch im J\u00e4nner in der Provinz Ituri, wurde jedoch erst am 15. Mai offiziell festgestellt. Milit\u00e4rische Konflikte und das Fehlen eines zugelassenen Impfstoffs f\u00fcr den seltenen Bundibugyo-Stamm des Virus <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/41185074\/das-wird-die-mutter-aller-ebola-ausbrueche-in-afrika\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">erschweren die Eind\u00e4mmung<\/a>. Den weltweit bisher gr\u00f6\u00dften\u00a0Ebola-Ausbruch gab es zwischen 2014 und 2016 in Westafrika mit mehr als 28.000 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Die Infografik zeigt schwere Ebola-Ausbr\u00fcche in Afrika seit 1976 nach L\u00e4ndern und Todesopfern. Die meisten Todesopfer gab es 2014 in Guinea, Liberia und Sierra Leone mit 11.308 F\u00e4llen. In der DR Kongo gab es 2026 bisher 2.325 und 2018 2.320 Todesopfer. Weitere Ausbr\u00fcche mit \u00fcber 100 Todesopfern traten unter anderem in Uganda, Kongo und Sudan auf. Quelle: WHO\/CDC.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zahl der Toten ist auf 2500 gestiegen. 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