{"id":48093,"date":"2026-08-23T03:58:08","date_gmt":"2026-08-23T03:58:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48093\/"},"modified":"2026-08-23T03:58:08","modified_gmt":"2026-08-23T03:58:08","slug":"ebola-im-kongo-trauer-trauma-stigma-ebola-waisen-im-kongo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48093\/","title":{"rendered":"Ebola im Kongo: Trauer, Trauma, Stigma &#8211; Ebola-Waisen im Kongo"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Kinder leben gef\u00e4hrlich im Osten der Demokratischen Republik <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kongo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kongo<\/a>. Unsicherheit und Gewalt, Flucht und Vertreibung, Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen pr\u00e4gen ihren Alltag schon lange &#8211; nun leiden sie auch in besonderem Ma\u00df unter dem Ebola-Ausbruch im zweitgr\u00f6\u00dften afrikanischen Land.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-08\/mangelernaehrung-afghanistan-kinder-hunger-taliban-save-the-children\" data-ct-label=\"Save the Children: Fast jedes zehnte Kind in Afghanistan hungert\" data-uuid=\"dabfdf69-2485-4ff5-a881-0e084a0798bc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Save the Children:<br \/>\n                        Fast jedes zehnte Kind in Afghanistan hungert<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2026-08\/ebola-ausbruch-dr-kongo-epidemie-who-gesundheitsversorgung\" data-ct-label=\"Ebola: WHO bef\u00fcrchtet in der DR Kongo schwersten Ebola-Ausbruch jemals\" data-uuid=\"9a75ec14-bf13-4ba0-b999-fa165a4fa725\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Ebola:<br \/>\n                        WHO bef\u00fcrchtet in der DR Kongo schwersten Ebola-Ausbruch jemals<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-08\/ebola-epidemie-demokratische-republik-kongo-reem-alabali-radovan-deutschland-hilfe-gxe\" data-ct-label=\"Demokratische Republik Kongo: Deutschland will Ebolahilfen um elf Millionen Euro aufstocken\" data-uuid=\"5405152d-e7d5-444e-a867-616c7b9c81dc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Demokratische Republik Kongo:<br \/>\n                        Deutschland will Ebolahilfen um elf Millionen Euro aufstocken<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die afrikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC hat darauf verwiesen, dass der Anteil der Kinder beim t\u00f6dlichen Verlauf der Krankheit besonders hoch ist &#8211; bei zwei Dritteln der infizierten Kinder unter einem Jahr f\u00fchrt <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ebola\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola<\/a> zum Tod, bei den Ein- bis Vierj\u00e4hrigen betr\u00e4gt die Letalit\u00e4t 58,5 Prozent. Insgesamt liegt sie in der Bev\u00f6lkerung bei 47,5 Prozent.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Anteil der Kinder von 0 bis 17 Jahren unter den best\u00e4tigten Infektionen betr\u00e4gt laut <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/unicef\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unicef<\/a> etwa ein F\u00fcnftel.\n<\/p>\n<p>            Mindestens 180 Vollwaisen durch Ebola            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach Angaben der Kinderschutzorganisation Save the Children sind seit der Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs vor gut 100 Tagen mindestens 180 Kinder zu Vollwaisen geworden. Zu <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/trauer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trauer<\/a> und Trauma kommt in vielen F\u00e4llen auch Stigmatisierung.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abViele betroffene Kinder erfahren Ausgrenzung und Stigmatisierung, insbesondere dort, wo Ebola als reale Bedrohung wahrgenommen wird\u00bb, sagt Katharina von Schroeder, die im Kongo f\u00fcr Save the Children arbeitet. \u00abWenn Kinder nach dem Tod ihrer Eltern von Verwandten wie Tanten, Onkeln oder Gro\u00dfeltern aufgenommen werden, kommt es teilweise vor, dass sie von anderen Kindern getrennt werden oder nicht gemeinsam mit anderen zusammen essen d\u00fcrfen.\u00bb Das passiert selbst nach einer Isolationszeit.\n<\/p>\n<p>                        Enorme emotionale und psychologische Belastung            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dabei erleben Kinder, die ihre Eltern durch Ebola verloren haben, ohnehin eine enorme emotionale und psychologische Belastung. \u00abSie verlieren die Menschen, die f\u00fcr ihre Versorgung, ihre Sicherheit und ihren Schutz verantwortlich waren\u00bb, verdeutlicht von Schroeder. \u00abAuch wenn viele Angeh\u00f6rige Mitgef\u00fchl zeigen und versuchen zu helfen, berichten <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/familie\/index\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Familien<\/a> gleichzeitig, dass ihnen h\u00e4ufig die Mittel fehlen, um die Kinder angemessen zu versorgen\u00bb, sagt sie. \u00abGleichzeitig erleben wir aber auch viel Solidarit\u00e4t innerhalb der Familien und Gemeinden.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Hinzu kommt, dass Kinder, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, w\u00e4hrend der 21-t\u00e4gigen Inkubationszeit medizinisch beobachtet werden m\u00fcssen, um eine m\u00f6gliche Infektion auszuschlie\u00dfen. Diese Zeit ist f\u00fcr viele Kinder besonders belastend, da sie gleichzeitig mit dem Verlust ihrer Angeh\u00f6rigen und der Unsicherheit \u00fcber ihre eigene Gesundheit umgehen m\u00fcssen, sagt von Schroeder.\n<\/p>\n<p>            Spezielle Betreuungszentren sollen Stabilit\u00e4t und Geborgenheit vermitteln            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Save the Children richtet deshalb spezielle Beobachtungs- und Betreuungszentren ein, in denen auch Kinder, die aufgrund einer Isolation von ihren an Ebola erkrankten Eltern getrennt werden oder deren Eltern w\u00e4hrend dieser Zeit versterben, medizinische Betreuung, psychosoziale Unterst\u00fctzung und Schutz in einer sicheren Umgebung erhalten. \u00abZiel ist es, die Kinder in dieser schwierigen Situation nicht nur gesundheitlich zu begleiten, sondern ihnen auch Stabilit\u00e4t, Geborgenheit und ein Gef\u00fchl von Sicherheit zu vermitteln\u00bb, so von Schroeder.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei der Bek\u00e4mpfung von Ebola ist die Verfolgung der Kontakte infizierter Patientinnen und Patienten besonders wichtig &#8211; doch in Gebieten, in denen Ebola geleugnet oder stark angezweifelt wird, ist dies besonders schwierig. \u00abAuch wenn das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Krankheit durch Aufkl\u00e4rungsarbeit meist w\u00e4chst, z\u00f6gern viele Familien weiterhin, Verdachtsf\u00e4lle zu melden. Sie haben Angst, dass Angeh\u00f6rige, insbesondere Kinder, von ihren Familien getrennt oder in Isolationszentren gebracht werden\u00bb, sagt von Schroeder. Dabei gilt, gerade auch mit Blick auf die h\u00f6here Sterblichkeit bei Kindern: Eine fr\u00fche Erkennung mit anschlie\u00dfender Behandlung kann entscheidend dazu beitragen, Kinder besser zu sch\u00fctzen und ihre \u00dcberlebenschancen zu verbessern.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260823-930-569004\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinder leben gef\u00e4hrlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo. 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