{"id":48132,"date":"2026-08-23T10:37:10","date_gmt":"2026-08-23T10:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48132\/"},"modified":"2026-08-23T10:37:10","modified_gmt":"2026-08-23T10:37:10","slug":"viele-erleben-stigmatisierung-ebola-ausbruch-trifft-kinder-im-kongo-besonders-hart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48132\/","title":{"rendered":"Viele erleben Stigmatisierung: Ebola-Ausbruch trifft Kinder im Kongo besonders hart"},"content":{"rendered":"<p>Viele erleben Stigmatisierung Ebola-Ausbruch trifft Kinder im Kongo besonders hart<\/p>\n<p>23.08.2026, 11:37 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:34 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Menschen-in-Schutzanzuegen-laden-den-Sarg-mit-den-sterblichen-Ueberresten-eines-dreijaehrigen-Maedch.webp\" alt=\"Menschen-in-Schutzanzuegen-laden-den-Sarg-mit-den-sterblichen-Ueberresten-eines-dreijaehrigen-Maedchens-das-an-Ebola-gestorben-ist-fuer-eine-Beerdigungszeremonie-in-Bunia-in-der-Provinz-Ituri-im-Osten-des-Landes-aus\"\/>Bei zwei Dritteln der infizierten Kinder unter einem Jahr f\u00fchrt Ebola zum Tod. (Foto: picture alliance\/dpa\/AP)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Seit rund 100 Tagen breitet sich Ebola in der Demokratischen Republik Kongo aus und fordert Tausende Todesopfer. Besonders Kinder leiden unter dem Ausbruch: Ihnen droht nicht nur die Krankheit selbst, viele verlieren auch ihre Eltern und k\u00e4mpfen mit Stigmatisierung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kinder leben gef\u00e4hrlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Unsicherheit und Gewalt, Flucht und Vertreibung, Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen pr\u00e4gen ihren Alltag schon lange &#8211; nun leiden sie auch in besonderem Ma\u00df unter dem Ebola-Ausbruch in dem zweitgr\u00f6\u00dften afrikanischen Land.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die afrikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC verwies darauf, dass der Anteil der Kinder beim t\u00f6dlichen Verlauf der Krankheit besonders hoch ist &#8211; bei zwei Dritteln der infizierten Kinder unter einem Jahr f\u00fchrt Ebola zum Tod, bei den Ein- bis Vierj\u00e4hrigen betr\u00e4gt die Letalit\u00e4t 58,5 Prozent. Insgesamt liegt sie in der Bev\u00f6lkerung bei 47,5 Prozent. Der Anteil der Kinder von 0 bis 17 Jahren unter den best\u00e4tigten Infektionen betr\u00e4gt laut Unicef etwa ein F\u00fcnftel.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach Angaben der Kinderschutzorganisation Save the Children sind seit der Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs vor gut 100 Tagen mindestens 180 Kinder zu Vollwaisen geworden. Zu Trauer und Trauma kommt in vielen F\u00e4llen auch Stigmatisierung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Viele betroffene Kinder erfahren Ausgrenzung und Stigmatisierung, insbesondere dort, wo Ebola als reale Bedrohung wahrgenommen wird&#8220;, sagt Katharina von Schroeder, die im Kongo f\u00fcr Save the Children arbeitet. &#8222;Wenn Kinder nach dem Tod ihrer Eltern von Verwandten wie Tanten, Onkeln oder Gro\u00dfeltern aufgenommen werden, kommt es teilweise vor, dass sie von anderen Kindern getrennt werden oder nicht gemeinsam mit anderen zusammen essen d\u00fcrfen.&#8220; Das passiert selbst nach einer Isolationszeit.<\/p>\n<p>Enorme emotionale und psychologische Belastung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dabei erleben Kinder, die ihre Eltern durch Ebola verloren haben, ohnehin eine enorme emotionale und psychologische Belastung. &#8222;Sie verlieren die Menschen, die f\u00fcr ihre Versorgung, ihre Sicherheit und ihren Schutz verantwortlich waren&#8220;, verdeutlicht von Schroeder. &#8222;Auch wenn viele Angeh\u00f6rige Mitgef\u00fchl zeigen und versuchen zu helfen, berichten Familien gleichzeitig, dass ihnen h\u00e4ufig die Mittel fehlen, um die Kinder angemessen zu versorgen&#8220;, sagt sie. &#8222;Gleichzeitig erleben wir aber auch viel Solidarit\u00e4t innerhalb der Familien und Gemeinden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hinzu kommt, dass Kinder, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, w\u00e4hrend der 21-t\u00e4gigen Inkubationszeit medizinisch beobachtet werden m\u00fcssen, um eine m\u00f6gliche Infektion auszuschlie\u00dfen. Diese Zeit ist f\u00fcr viele Kinder besonders belastend, da sie gleichzeitig mit dem Verlust ihrer Angeh\u00f6rigen und der Unsicherheit \u00fcber ihre eigene Gesundheit umgehen m\u00fcssen, sagt von Schroeder.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Save the Children richtet deshalb spezielle Beobachtungs- und Betreuungszentren ein, in denen auch Kinder, die aufgrund einer Isolation von ihren an Ebola erkrankten Eltern getrennt werden oder deren Eltern w\u00e4hrend dieser Zeit versterben, medizinische Betreuung, psychosoziale Unterst\u00fctzung und Schutz in einer sicheren Umgebung erhalten. &#8222;Ziel ist es, die Kinder in dieser schwierigen Situation nicht nur gesundheitlich zu begleiten, sondern ihnen auch Stabilit\u00e4t, Geborgenheit und ein Gef\u00fchl von Sicherheit zu vermitteln&#8220;, so von Schroeder.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei der Bek\u00e4mpfung von Ebola ist die Verfolgung der Kontakte infizierter Patientinnen und Patienten besonders wichtig &#8211; doch in Gebieten, in denen Ebola geleugnet oder stark angezweifelt wird, ist dies besonders schwierig. &#8222;Auch wenn das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Krankheit durch Aufkl\u00e4rungsarbeit meist w\u00e4chst, z\u00f6gern viele Familien weiterhin, Verdachtsf\u00e4lle zu melden. Sie haben Angst, dass Angeh\u00f6rige, insbesondere Kinder, von ihren Familien getrennt oder in Isolationszentren gebracht werden&#8220;, sagt von Schroeder. Dabei gilt, gerade auch mit Blick auf die h\u00f6here Sterblichkeit bei Kindern: Eine fr\u00fche Erkennung mit anschlie\u00dfender Behandlung kann entscheidend dazu beitragen, Kinder besser zu sch\u00fctzen und ihre \u00dcberlebenschancen zu verbessern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mwa\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele erleben Stigmatisierung Ebola-Ausbruch trifft Kinder im Kongo besonders hart 23.08.2026, 11:37 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:34 min) Bei zwei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48133,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[192,194,190,188,193,191,462,461,2599,8166,1499,60,189,4970,1000],"class_list":["post-48132","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-demokratische-republik-kongo","tag-dem-rep-kongo","tag-democratic-republic-of-the-congo","tag-demokratische-republik","tag-demokratische-republik-kongo","tag-dr-congo","tag-dr-kongo","tag-drc","tag-drk","tag-ebola","tag-epidemien","tag-international","tag-kinder","tag-kongo","tag-krankheit","tag-unicef"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117144390440832013","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48132"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48132\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}