{"id":48517,"date":"2026-08-24T20:30:14","date_gmt":"2026-08-24T20:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48517\/"},"modified":"2026-08-24T20:30:14","modified_gmt":"2026-08-24T20:30:14","slug":"aegypten-forscher-entdecken-spuren-eines-uralten-haiparadieses-in-der-wueste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48517\/","title":{"rendered":"\u00c4gypten: Forscher entdecken Spuren eines uralten Haiparadieses \u2013 in der W\u00fcste\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Heute ist die Landschaft trocken und lebensfeindlich. Doch vor rund 80 Millionen Jahren sah es im Norden <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/aegypten\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1656933131\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00c4gyptens<\/a> v\u00f6llig anders aus: Dort erstreckte sich ein tropisches Meer. Pal\u00e4ontologen haben nun auf dem Abu-Tartur-Plateau Hinweise darauf gefunden, wie vielf\u00e4ltig die Unterwasserwelt damals war.<\/p>\n<p>Ein FUNKE Liebe<\/p>\n<p>Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen \u2013 ehrlich, nah und alltagstauglich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787603411_388_newsletter-envelope.png\" alt=\"Newsletter Illustration\" class=\"h-full w-full max-w-full object-cover md:max-w-[226px] lg:max-w-[234px]\" loading=\"lazy\"\/>Ein FUNKE Liebe<\/p>\n<p>Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen \u2013 ehrlich, nah und alltagstauglich.<\/p>\n<p>Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-copy-accent underline decoration-solid underline-offset-1 hover:text-primary-700\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a> zu.<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Im Gestein der Duwi-Formation stie\u00dfen die Forscher auf 14 weitere fossile <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/haie\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1656933287\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Haifischz\u00e4hne<\/a>. Zusammen mit fr\u00fcheren Funden lassen sich dort mindestens sieben verschiedene Haiarten nachweisen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0195667126001655?via%3Dihub\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Cretaceous Research<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/412686146_1785150099_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Der Hundehai watschelt \u00fcber den Meeresboden.\" title=\"Forscherinnen entdeckten vor Papua-Neuguinea eine bislang unbekannte Hai-Sorte.\" loading=\"lazy\"\/>Haie in der heutigen W\u00fcste<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Die Funde stammen aus einer Zeit, in der die <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/erde\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1681811465\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erde<\/a> deutlich w\u00e4rmer war als heute. W\u00e4hrend der Kreidezeit vor etwa 145 bis 66 Millionen Jahren waren die Meeresspiegel h\u00f6her. Gro\u00dfe Teile des heutigen <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/afrika\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1637920540\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nordafrikas<\/a> lagen unter Wasser.<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Besonders aufschlussreich sind die Phosphatvorkommen der Duwi-Formation. Solche Ablagerungen entstehen h\u00e4ufig in Meeresgebieten mit hoher biologischer Aktivit\u00e4t. Sie k\u00f6nnen deshalb Hinweise darauf geben, wie produktiv ein einstiges Meer war.<\/p>\n<p>Orcas, Haie und Tiere im Meer<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Schon bei fr\u00fcheren Untersuchungen hatten die <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/wissenschaft\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1681811356\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wissenschaftler<\/a> zwei Haiarten anhand weniger Z\u00e4hne identifiziert. Die neuen Funde erweitern dieses Bild deutlich.<\/p>\n<p>Z\u00e4hne verraten die Haiarten<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Die Forscher untersuchten insgesamt 14 weitere Z\u00e4hne. Einige sind lang und schmal, andere breit und gezackt. Manche besitzen kleine zus\u00e4tzliche Spitzen an den Seiten, sogenannte H\u00f6cker. Ein Zahn ist stark gebogen.<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Anhand dieser Merkmale konnten die Wissenschaftler f\u00fcnf weitere ausgestorbene Haiarten bestimmen:\u00a0Cretalamna cf. maroccana,\u00a0Scapanorhynchus cf. raphiodon,\u00a0Serratolamna cf. serrata,\u00a0Squalicorax bassanii\u00a0und\u00a0Squalicorax pristodontus.<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Alle f\u00fcnf Arten waren bislang nicht aus dem Abu-Tartur-Gebiet bekannt. Zwei davon wurden erstmals \u00fcberhaupt in \u00c4gypten nachgewiesen. Bei einer weiteren Art k\u00f6nnte es sich sogar um den ersten Fund ihrer Art in Afrika handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/412641731_1784652084_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Greenland shark Somniosus microcephalus with parasitic copepod Ommatokoita elongata under ice\" title=\"Ein erstmals an der irischen K\u00fcste gestrandeter Gr\u00f6nlandhai wird nach seiner Bergung wissenschaftlich untersucht. Forschende hoffen auf neue Erkenntnisse \u00fcber die seltene Tiefseeart.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Dabei handelt es sich um\u00a0Scapanorhynchus cf. raphiodon, einen Hai mit auffallend langen, schmalen Z\u00e4hnen. Die Forscher halten es zudem f\u00fcr m\u00f6glich, dass es sich um den j\u00fcngsten bekannten fossilen Nachweis dieser Art handelt. F\u00fcr eine sichere Einordnung seien allerdings weitere Funde und k\u00fcnftige Untersuchungen n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Ein Meer mit verschiedenen Lebensr\u00e4umen<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Die gro\u00dfe Zahl unterschiedlicher Haiarten k\u00f6nnte darauf hindeuten, dass die Tiere im damaligen Meer verschiedene Lebensr\u00e4ume und Nahrungsquellen nutzten.<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Die Forscher vermuten, dass n\u00e4hrstoffreiches Wasser aus tieferen Regionen nach oben str\u00f6mte. Solche Aufw\u00e4rtsstr\u00f6mungen k\u00f6nnen viele N\u00e4hrstoffe in die sonnenbeschienenen Bereiche des Meeres bringen. Dort w\u00e4chst Plankton, das wiederum die Grundlage f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Nahrungskette bildet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/412436927_1784555447_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Wei\u00dfer Hai\" title=\"Ein gro\u00dfer Wei\u00dfer Hai, aufgenommen im Indischen Ozean vor Gansbaai.  (zu dpa: \u00abZwischen Angst und Artenschutz: Australiens Hai-Dilemma\u00bb)\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Kleine Fische und wirbellose Tiere konnten davon profitieren \u2013 und mit ihnen gr\u00f6\u00dfere Raubtiere. Die verschiedenen Haiarten k\u00f6nnten so unterschiedliche Bereiche des Meeres genutzt haben. Einige lebten vermutlich n\u00e4her an der K\u00fcste, andere eher in tieferem Wasser. Auch andere Raubtiere wie gr\u00f6\u00dfere Haie und Meeresreptilien geh\u00f6rten damals zur Nahrungskette.<\/p>\n<p>Kein Massengrab von Haien<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Die fossilen Z\u00e4hne bedeuten allerdings nicht, dass sieben Haiarten gleichzeitig an derselben Stelle lebten und dort gemeinsam starben.<\/p>\n<p>Spannende Ach\u00e4ologie-Artikel \u2013 f\u00fcr Sie recherchiert<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">In der damaligen Region wurde nur wenig Sediment abgelagert. Die Phosphatschicht umfasst deshalb einen vergleichsweise langen Zeitraum. Die gefundenen Z\u00e4hne stammen wahrscheinlich aus unterschiedlichen Zeiten und Lebensr\u00e4umen und haben sich \u00fcber lange Zeit angesammelt.<\/p>\n<p class=\"rich-text expressive-copy-lg-body my-6\">Trotzdem liefern die Funde ein bemerkenswertes Bild der vergangenen Meereswelt. Auch in anderen Phosphatvorkommen Nordafrikas, etwa in Marokko, wurden zahlreiche fossile Haiarten entdeckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Heute ist die Landschaft trocken und lebensfeindlich. 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