{"id":48664,"date":"2026-08-25T14:24:51","date_gmt":"2026-08-25T14:24:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48664\/"},"modified":"2026-08-25T14:24:51","modified_gmt":"2026-08-25T14:24:51","slug":"drei-paepste-eine-kritik-leo-erreicht-letzte-afrika-etappe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48664\/","title":{"rendered":"Drei P\u00e4pste, eine Kritik: Leo erreicht letzte Afrika-Etappe"},"content":{"rendered":"<p>Eine riesige Kuppel, viele runde S\u00e4ulen und \u00fcberall goldfarbene Verzierungen \u2013 wenigstens einige architektonische Elemente d\u00fcrften Papst Leo XIV. bei seinem Besuch im Pr\u00e4sidentenpalast von \u00c4quatorialguinea an den Vatikan erinnern. Am Dienstagmittag erreichte der Papst mit Malabo die letzte Etappe <a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/68095-es-geht-nach-afrika-papst-leo-xiv-beginnt-bislang-laengste-reise\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seiner elft\u00e4gigen Afrikareise<\/a>.<\/p>\n<p>Der Inselort wurde Anfang des Jahres als Hauptstadt von Ciudad de la Paz, Stadt des Friedens, auf dem Festland abgel\u00f6st. Empfangen wurde der Papst von dem Mann, der weltweit der am l\u00e4ngsten amtierende nicht-monarchische Staatschef ist: Seit 1979 regiert Teodoro Obiang Nguema Mbasogo (83) sein kleines, f\u00fcr afrikanische Verh\u00e4ltnisse eigentlich recht wohlhabendes Land.<\/p>\n<p>Um ihn schart sich eine kleine Gruppe, die vom \u00d6lreichtum des Landes profitiert. Die H\u00e4lfte der rund 1,9 Millionen Einwohner lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze, weitere 15 Prozent der \u00c4quatorialguineer k\u00f6nnten in naher Zukunft in Armut abrutschen. &#8222;Die Kluft zwischen einer kleinen Minderheit \u2013 ein Prozent der Bev\u00f6lkerung \u2013 und der \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit hat sich dramatisch vergr\u00f6\u00dfert&#8220;, kritisierte Leo XIV. in seiner Rede vor den Politikern des Landes.<\/p>\n<p>Schon 1982 bei Papst-Besuch im Amt<\/p>\n<p>Dass sich die Situation in den letzten Jahrzehnten nicht fundamental ver\u00e4ndert hat, machte Leo XIV. gleich zu Beginn seiner Ansprache deutlich, als er an den Besuch von <a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/28962-politische-schwierigkeiten-und-peripherie-brisante-paepstliche-reisen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Papst Johannes Paul II.<\/a> im Jahr 1982 erinnerte. Derselbe Pr\u00e4sident regierte das Land damals schon.<\/p>\n<p>Der Papst habe seinerzeit den damaligen und heutigen Pr\u00e4sidenten bezeichnet als &#8222;das symbolische Zentrum, in dem die lebendigen Bestrebungen eines Volkes zusammenlaufen, um ein soziales Klima echter Freiheit, Gerechtigkeit, Achtung und F\u00f6rderung der Rechte jedes Einzelnen und jeder Gruppe sowie bessere Lebensbedingungen zu schaffen, die es jedem erm\u00f6glichen, sich als Mensch und als Kind Gottes zu verwirklichen&#8220;.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787659827.jpeg\" alt=\"Papst Leo XIV steigt aus dem Flugzeug\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>    Bild: \u00a9 KNA\/Vatican Media\/Romano Siciliani (Archivbild)<\/p>\n<p class=\"bildbeschreibung\">Am Donnerstag fliegt Papst Leo XIV. zur\u00fcck nach Rom.<\/p>\n<p>Leo XIV. nannte diese Worte seines historischen Vorg\u00e4ngers auch nach \u00fcber 40 Jahren weiterhin aktuell. Zudem bezeichnete er es als ein Paradox, wenn es auf der einen Seite einen Mangel an Land, Nahrung, Wohnraum und w\u00fcrdiger Arbeit gebe und andererseits Millionen von Menschen Zugang zu neuen Technologien h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung habe sich auch die Spekulation mit Rohstoffen beschleunigt. &#8222;Diese Entwicklung scheint grundlegende Gebote wie den Schutz der Sch\u00f6pfung, die Rechte lokaler Gemeinschaften, die W\u00fcrde der Arbeit und den Schutz der \u00f6ffentlichen Gesundheit in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen&#8220;, kritisierte er.<\/p>\n<p>Leo w\u00fcrdigte Vorg\u00e4nger Franziskus<\/p>\n<p>Und er fuhr fort mit einem der h\u00e4rtesten S\u00e4tze aus dem Pontifikat seines Vorg\u00e4ngers Franziskus: &#8222;Heute m\u00fcssen wir auch &#8218;Du sollst nicht&#8216; sagen zu einer Wirtschaft der Ausgrenzung und Ungleichheit. <a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/5703-franziskus-beklagt-neue-formen-des-kolonialismus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eine solche Wirtschaft t\u00f6tet<\/a>.&#8220;<\/p>\n<p>Leo XIV. erw\u00e4hnte seinen Vorg\u00e4nger nicht nur in seiner Rede in Malabo, sondern nutzte auch sein Pressestatement auf dem Flug von Angola nach \u00c4quatorialguinea, <a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/68229-leo-xiv-ueber-papst-franziskus-grosses-geschenk-fuer-kirche-und-welt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">um Franziskus zu w\u00fcrdigen<\/a>. &#8222;Danken wir Gott f\u00fcr das gro\u00dfe Geschenk, das er der Kirche und der Welt durch Franziskus&#8216; Leben gemacht hat&#8220;, sagte Leo XIV. Der an Ostermontag vor einem Jahr gestorbene Pontifex habe die N\u00e4he zu den \u00c4rmsten, den Geringsten, Kranken, Kindern wie \u00c4lteren wirklich vorgelebt.<\/p>\n<p>Diesem Vorbild will auch Leo XIV. in \u00c4quatorialguinea folgen: In Malabo besucht er die Patienten eines psychiatrischen Krankenhauses. In Mongomo ein Ausbildungszentrum, in Bata Gef\u00e4ngnisinsassen und danach Betroffene einer schweren Explosionsserie. Insgesamt dreimal wird er am Mittwoch f\u00fcr dieses Programm in ein Flugzeug steigen. Wenn er am Donnerstagabend die ITA-Maschine in Rom verl\u00e4sst, wird Leo XIV. \u00fcber 16.000 Flugkilometer zur\u00fcckgelegt haben.<\/p>\n<p class=\"author-line\">Severina Bartonitschek (KNA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine riesige Kuppel, viele runde S\u00e4ulen und \u00fcberall goldfarbene Verzierungen \u2013 wenigstens einige architektonische Elemente d\u00fcrften Papst Leo&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48665,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[247],"tags":[165,427],"class_list":["post-48664","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aequatorialguinea","tag-aequatorialguinea","tag-equatorial-guinea"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117156611557570643","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48664"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48664\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}