{"id":48862,"date":"2026-08-26T14:52:10","date_gmt":"2026-08-26T14:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48862\/"},"modified":"2026-08-26T14:52:10","modified_gmt":"2026-08-26T14:52:10","slug":"taiwans-letzter-verbuendeter-in-afrika-china-ruft-staatsbuerger-aus-eswatini-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/48862\/","title":{"rendered":"Taiwans letzter Verb\u00fcndeter in Afrika: China ruft Staatsb\u00fcrger aus Eswatini zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              China hat seine Staatsb\u00fcrger aufgefordert, Eswatini m\u00f6glichst bald zu verlassen. Menschen, die sich bereits in dem s\u00fcdafrikanischen K\u00f6nigreich aufhalten, sollen nach M\u00f6glichkeit nach S\u00fcdafrika ausweichen. Zugleich r\u00e4t Peking von Reisen nach Eswatini ab. <\/p>\n<p>Als Grund nennt das <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/china\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">chinesische<\/a> Au\u00dfenministerium eine angespannte Sicherheitslage mit weit verbreitetem Telekommunikationsbetrug und illegalem Online-Gl\u00fccksspiel sowie ein \u201eextrem hohes\u201c Sicherheitsrisiko.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Warnung wurde am Dienstag ver\u00f6ffentlicht. Am Mittwoch best\u00e4tigte Au\u00dfenamtssprecher Lin Jian\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.china-embassy.gov.cn\/det\/lcbt\/wjbfyr\/202608\/t20260826_12010897.htm?utm\">bei einer Pressekonferenz<\/a>  die Ma\u00dfnahme. Auf die Frage eines <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2026-08-26\/china-urges-citizens-to-evacuate-taiwan-s-last-friend-in-africa?srnd=homepage-europe\">Bloomberg-Journalisten<\/a>, ob auch die fehlenden diplomatischen Beziehungen zwischen China und Eswatini eine Rolle spielten, verwies Lin auf die Sicherheitslage. <\/p>\n<p>Reisehinweise seien weltweit eine \u00fcbliche Praxis. China werde alles Notwendige tun, um die Sicherheit und die legitimen Rechte seiner Staatsb\u00fcrger im Ausland zu sch\u00fctzen.\n            <\/p>\n<p>            Eswatini: Taiwans letzter diplomatischer Verb\u00fcndeter in Afrika<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Eswatini ist der einzige Staat auf dem afrikanischen Kontinent, der diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterh\u00e4lt.\u00a0F\u00fcr Eswatini ist Taiwan ein wichtiger au\u00dfenpolitischer Partner. Beide Seiten unterhalten Botschaften und pflegen wirtschaftliche und politische Beziehungen. Weltweit geh\u00f6rt das K\u00f6nigreich zu den letzten zw\u00f6lf Staaten, die Taiwan offiziell anerkennen.\u00a0<\/p>\n<p>Peking betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik China und lehnt offizielle Beziehungen anderer Staaten zu Taipeh ab. Zugleich wirbt China seit Jahren um Staaten, die noch diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhalten. China hat seinerseits Eswatini bislang nicht als diplomatischen Partner anerkannt.\n            <\/p>\n<p>            Reisewarnung folgt auf Besuch von Taiwans Pr\u00e4sident Lai<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die neue Warnung kommt nur wenige Monate nach einem diplomatisch heiklen Besuch des taiwanischen Pr\u00e4sidenten Lai Ching-te in Eswatini. Lai reiste Anfang Mai in das K\u00f6nigreich, nachdem seine urspr\u00fcnglich geplante Anreise durch die kurzfristige Verweigerung von \u00dcberflugrechten durch drei afrikanische Staaten erschwert worden war.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Taiwan warf China damals vor, Druck auf die Seychellen, Mauritius und Madagaskar ausge\u00fcbt zu haben. Die drei Staaten h\u00e4tten daraufhin die Genehmigungen f\u00fcr den \u00dcberflug von Lais Flugzeug zur\u00fcckgezogen. China wies den Vorwurf zur\u00fcck und lobte die betreffenden L\u00e4nder f\u00fcr ihre Haltung zum sogenannten Ein-China-Prinzip, wie etwa die <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/china\/china-praises-countries-that-blocked-taiwan-overflight-africa-2026-04-22\/\">Nachrichtenagentur Reuter<\/a>s berichtete<\/p>\n<p>Taiwans Au\u00dfenministerium <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.mofa.gov.tw\/News_Content.aspx?n=1328&amp;s=122235&amp;\">erkl\u00e4rte damals<\/a>, China habe versucht, die Reise zu verhindern. Peking habe daf\u00fcr Druck auf andere afrikanische Staaten ausge\u00fcbt.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/71d200e5-ecc1-42eb-a2b3-b19694b3fefc.jpg\"   alt=\"Taiwans Pr\u00e4sident Lai Ching-te (r.) und Eswatinis stellvertretende Premierministerin Thulisile Dladla\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Taiwans Pr\u00e4sident Lai Ching-te (r.) und Eswatinis stellvertretende Premierministerin Thulisile Dladla\" data-source=\"I-Hwa Cheng\/AFP\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Taiwans Pr\u00e4sident Lai Ching-te (r.) und Eswatinis stellvertretende Premierministerin Thulisile Dladla\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 I-Hwa Cheng\/AFP<\/p>\n<p>            China nennt Sicherheitsrisiken<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Einen Zusammenhang zwischen der aktuellen Reisewarnung und Taiwans Beziehungen zu Eswatini stellt Peking offiziell nicht her. Das chinesische Au\u00dfenministerium begr\u00fcndet den Schritt mit der Sicherheitslage im Land.<\/p>\n<p>Dabei verweist die Regierung insbesondere auf Cyberbetrug und illegale Online-Gl\u00fccksspiele. Tats\u00e4chlich gehen die Beh\u00f6rden Eswatinis seit Monaten verst\u00e4rkt gegen solche Aktivit\u00e4ten vor. Im M\u00e4rz wurden bei Razzien zahlreiche ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rige festgenommen, die mit illegalen Online-Gesch\u00e4ften in Verbindung gebracht wurden.<\/p>\n<p>Unter den Festgenommenen waren auch Chinesen. Die Zeitung <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/times.co.sz\/42252\/news\/re-arrested-chinese-nationals-demand-e208-million-from-government\/\">Times of Eswatini<\/a>\u00a0berichtete, dass eine Gruppe von 40 chinesischen Staatsb\u00fcrgern im M\u00e4rz wegen illegaler Einreise verurteilt worden war. Einige von ihnen wurden sp\u00e4ter erneut festgenommen, als sie das Land verlassen wollten.\n            <\/p>\n<p>            Spannungen um Taiwan nehmen zu<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Aufforderung an chinesische Staatsb\u00fcrger, einen Staat zu verlassen, der gleichzeitig Taiwans letzter diplomatischer Partner in Afrika ist, erfolgt in einer Phase, in der China seinen Druck auf Taiwan weiter erh\u00f6ht, w\u00e4hrend Taiwan unter Pr\u00e4sident Lai Ching-te seinerseits seine Verteidigungsf\u00e4higkeit ausbaut. Bei den bislang gr\u00f6\u00dften <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/taiwan-kuendigt-fuenftaegige-uebung-zur-unmittelbaren-gefechtsbereitschaft-an-10117736\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Han-Kuang-Man\u00f6vern<\/a> des Jahres \u00fcbte Taiwan Anfang August unter anderem die Abwehr einer m\u00f6glichen chinesischen Landung und einer Blockade.\u00a0<\/p>\n<p>Derweil f\u00fchrt die chinesische Armee zunehmend Eins\u00e4tze von Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen sowie \u00dcbungen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/wegen-chinesischer-schiffsflut-taiwan-fuerchtet-anaconda-strategie-zur-abschnuerung-der-insel-10215088\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nahe der Insel<\/a> durch.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"China hat seine Staatsb\u00fcrger aufgefordert, Eswatini m\u00f6glichst bald zu verlassen. 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