{"id":49022,"date":"2026-08-27T10:57:50","date_gmt":"2026-08-27T10:57:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49022\/"},"modified":"2026-08-27T10:57:50","modified_gmt":"2026-08-27T10:57:50","slug":"afrika-rwanda-nodvjpg-byumba-appelliert-an-jugendliche-verzichtet-auf-ibyuma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49022\/","title":{"rendered":"AFRIKA\/RWANDA &#8211; Nodvjpg Byumba appelliert an Jugendliche: \u201cVerzichtet auf Ibyuma\u201d"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\tAFRIKA\/RWANDA &#8211; Nodvjpg Byumba appelliert an Jugendliche: \u201cVerzichtet auf Ibyuma\u201d<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\tDonnerstag, 27 August 2026 \t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t&#13;\n\t\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/primopiano_22462.jpg\" class=\"img-responsive\" alt=\"\"\/>\t\t\t\t\t<\/p>\n<p style=\"font-size:1.2em;\">Kigali (Fides) \u2013 \u201eJunge Menschen, im Namen Jesu, verzichtet auf \u201aIbyuma\u2018. Lasst uns dagegen ank\u00e4mpfen. Lasst uns gemeinsam dagegen ank\u00e4mpfen\u201c, so lautet der eindringliche Appell des Jugendbeauftragten der Ruandischen Bischofskonferenz, Bischof Papias Musengamana von Byumba, an junge Menschen in Ruanda.<br \/>&#13;<br \/>\n\u201eIbyuma\u201c bedeutet auf Kinyarwanda \u201eStahl\u201c, wird aber im Jugendjargon mittlerweile f\u00fcr illegal hergestellte alkoholische Getr\u00e4nke und damit auch f\u00fcr Drogen verwendet. <br \/>&#13;<br \/>\nIn seiner Predigt beim Abschlussgottesdienst des Nationalen Jugendforums, das vom 19. bis 23. August in Byumba stattfand, warnte Bischof Musengamana die Jugendlichen vor irref\u00fchrenden Botschaften in den sozialen Medien und auf Plakaten.<br \/>&#13;<br \/>\n\u201eEs gibt Plakate mit der Aufschrift: \u201aEs ist mein Recht\u2018 und jeder junge Mensch f\u00fcgt hinzu, was er will, und sagt: \u201aEs ist mein Recht. Drogen zu nehmen ist mein Recht, sexuelle Unmoral zu begehen ist mein Recht, mich zu benehmen, wie ich will, ist mein Recht\u2018\u201c. <br \/>&#13;<br \/>\nDer Bischof appellierte auch an die Beh\u00f6rden, den Botschaften, die \u00fcber Medien und Werbung an junge Menschen gerichtet sind, mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie sexuelle Unmoral seien, so Bischof Musengamana, auch Folgen der Instabilit\u00e4t und des Versagens von Familien.<br \/>&#13;<br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen das Problem nicht nur aus der Perspektive der Drogenkonsumenten betrachten, sondern auch aus der Sicht derer, die sie herstellen, aus der Sicht der Eltern, die ihre Pflichten vernachl\u00e4ssigt haben, und als Kirche m\u00fcssen wir sehen, wie wir helfen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte der Bischof.<br \/>&#13;<br \/>\nWie \u201eACI Africa\u201c berichtet, hatte Bischof Musengamana zuvor das Jugendentzugsklinik Nyagatare besucht. Bei seinem Besuch sprach er die Schwierigkeiten an, mit denen die Jugendlichen in der Einrichtung konfrontiert sind.<br \/>&#13;<br \/>\n\u201eWenn wir die Herausforderungen sehen, vor denen junge Menschen stehen, angefangen bei denen, die wir getroffen haben, geht es darum Zeugen der Hoffnung zu sein; wie kann man mit 14 Jahren, mitten im Leben, Hoffnung haben und dann 15 Jahre in einer Entzugsklinik verbringen?\u201c<br \/>&#13;<br \/>\nEine weitere Trag\u00f6die betrifft die Kinder drogenabh\u00e4ngiger M\u00e4dchen, die in die Zentren eingewiesen werden. \u201eDer Wert eines Neugeborenen wiegt weitaus schwerer als die Fehler seiner Mutter; es ist besser, zu vermeiden, dass es 15 Jahre in einer Rehabilitationsklinik mit einer Mutter verbringt, die Fehler gemacht hat. Deshalb appelliere ich eindringlich an uns, diese Kinder zu sch\u00fctzen und zu verstehen, was zu tun ist\u201c, erkl\u00e4rte der Bischof von Byumba.<br \/>&#13;<br \/>\nDie Zahlen verdeutlichen das Ausma\u00df des Problems. Laut Fred Mufurukye, Direktor des Nationalen Rehabilitationsdienstes (National Rehabilitation Service, NRS), waren in den vier Entzugskliniken Ruandas im Juni 2025 insgesamt 6.215 Menschen mit verschiedenen Drogenabh\u00e4ngigkeiten untergebracht, sowie 2.721 Menschen mit Alkoholabh\u00e4ngigkeit, die sie an der Aus\u00fcbung allt\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten hinderte.<br \/>&#13;<br \/>\nMufurukye berichtete au\u00dferdem, dass 521 Sch\u00fcler wegen Trunkenheit von der Schule verwiesen wurden, w\u00e4hrend 776 die Schule aufgrund von Drogenkonsum abbrachen. Weitere 861 Menschen haben aufgrund von Alkoholmissbrauch ihre Arbeit verloren und 846 sind aufgrund von Drogenabh\u00e4ngigkeit nicht mehr arbeitsf\u00e4hig.<br \/>&#13;<br \/>\nDie Folgen betreffen auch Familien: 243 Paare haben sich aufgrund von Drogen getrennt, 159 Familien sind wegen Alkoholmissbrauchs zerbrochen. <br \/>&#13;<br \/>\nRuanda spielt zwar eine untergeordnete Rolle auf dem globalen Drogenmarkt, entwickelt sich aber zu einem Transitland f\u00fcr Heroin aus Kenia und Tansania und vor allem f\u00fcr Cannabis. Letzteres wird aus der Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder Tansania eingeschmuggelt und ist die von jungen Ruandern am h\u00e4ufigsten konsumierte Substanz.<br \/>&#13;<br \/>\n Angesichts dieser Zahlen ist Bischof Musengamanas Appell umso wichtiger: \u201eLasst uns dagegen ank\u00e4mpfen. Lasst uns gemeinsam dagegen ank\u00e4mpfen.\u201c Eine Herausforderung, die, so der Bischof, nicht nur Drogenkonsumenten selbst betrifft, sondern auch Familien, Institutionen und die Kirche, die gemeinsam aufgerufen sind, jungen Menschen wieder Hoffnung zu geben.<br \/>&#13;<br \/>\n(L.M.) (Fides 27\/8\/2026)<\/p>\n<p><\/p>\n<p>\t\t\tTeilen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AFRIKA\/RWANDA &#8211; Nodvjpg Byumba appelliert an Jugendliche: \u201cVerzichtet auf Ibyuma\u201d &#13; Donnerstag, 27 August 2026 &#13; &#13; &#13;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49023,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[29],"class_list":["post-49022","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-afrika","tag-afrika"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117167118599713289","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49022","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49022"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49022\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49023"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49022"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49022"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49022"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}