{"id":49190,"date":"2026-08-28T13:07:08","date_gmt":"2026-08-28T13:07:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49190\/"},"modified":"2026-08-28T13:07:08","modified_gmt":"2026-08-28T13:07:08","slug":"ebola-krise-im-kongo-die-lage-ist-absolut-dramatisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49190\/","title":{"rendered":"Ebola-Krise im Kongo: \u201eDie Lage ist absolut dramatisch\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Seit gut drei Monaten w\u00fctet in der Demokratischen Republik Kongo der schlimmste Ebola-Ausbruch, den das Land bisher erlebt hat. Auch Teile von Uganda sind betroffen. \u00dcber 2600 Menschen sind bereits an dem Virus gestorben, gut 5500 F\u00e4lle sind bekannt, das gibt die Gesundheitsagentur der Afrikanischen Union (Africa CDC) an. Das Virus verbreitet sich nach WHO-Angaben schneller als jemals zuvor.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das liegt daran, dass es sich um den seltenen Typ Bundibugyo handelt. Gegen ihn gibt es bislang weder einen speziellen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/impfstoff\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Impfstoff<\/a> noch eine Therapie, weshalb sich das Virus schnell ausbreitet und eine hohe T\u00f6dlichkeitsrate hat. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deutschland hat deswegen seine Hilfen aufgestockt. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) k\u00fcndigte an, dass zus\u00e4tzliche elf Millionen Euro bereitgestellt werden. Das Geld solle in den kommenden Monaten flie\u00dfen, wie eine Sprecherin des Entwicklungsministeriums best\u00e4tigte. \u201eDie Lage ist absolut dramatisch\u201c, sagte Radovan unserer Redaktion. \u201eWir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass es der schwerste Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weitere Unterst\u00fctzung kommt aus der Europ\u00e4ischen Union, die dem Land Schnelltests und Testger\u00e4te im Wert von 2,5 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung stellt. Erste Lieferungen sollen noch diesen Monat ankommen. Durch eine schnellere Diagnose soll die weitere Ausbreitung des Virus verhindert werden. Zudem laufen erste klinische Tests f\u00fcr Medikamente und es wird auch an neuen Impfstoffen geforscht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch suchen viele Infizierte trotz Symptomen jedoch keine Gesundheitsstation auf und stecken zu Hause unbemerkt Familienmitglieder und Nachbarn an. Zugleich sto\u00dfen den Angaben zufolge Behandlungszentren an ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen. Aus Katwa und der Gro\u00dfstadt Butembo gebe es Berichte, wonach Verdachtsf\u00e4lle, Erkrankte und sogar Schwangere abgewiesen werden mussten, weil es keine Betten mehr gab. \u201eDie Folgen des Ausbruchs reichen \u00fcber den Gesundheitsbereich hinaus\u201c, so die Welthungerhilfe. \u201eEinschr\u00e4nkungen im Handel und Verkehr treffen Kleinunternehmer und H\u00e4ndler, Schulschlie\u00dfungen, psychische Belastungen und Misstrauen gegen\u00fcber Helfenden nehmen zu.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eUnd wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass dort gleichzeitig auch bewaffnete Konflikte stattfinden\u201c, sagte Entwicklungsministerin Alabali Radovan. Ende Januar 2025 nahm die sogenannte M23-Miliz Teile im Osten des Landes ein. Dadurch werden auch immer wieder internationale Hilfskr\u00e4fte, die gegen die Epidemie ank\u00e4mpfen, angegriffen. In den vergangenen Wochen wurden nach Angaben des Roten Kreuzes sechs Mitarbeiter verletzt. \u201eAngriffe auf ehrenamtliche Helfer und humanit\u00e4res Personal sind inakzeptabel\u201c, erkl\u00e4rten die Internationale F\u00f6deration der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie die nationalen Rotkreuz-Organisationen im Kongo und in Uganda am Montag. Insgesamt seien seit Ausrufung der Epidemie Mitte Mai zw\u00f6lf Helfer bei elf gewaltsamen Zwischenf\u00e4llen verletzt worden, erkl\u00e4rten die Organisationen. \u201eJeder verletzte Helfer und jedes besch\u00e4digte Fahrzeug oder Ausr\u00fcstungsteil verringert die M\u00f6glichkeiten zur Bereitstellung medizinischer Notfallversorgung und humanit\u00e4rer Hilfe, was weitere Menschenleben in Gefahr bringt und die Eind\u00e4mmung der Epidemie erschwert.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ebola\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola<\/a> wird durch direkten Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten Infizierter \u00fcbertragen. Die Infektion kann Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen verursachen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Krankheit auch in Deutschland ausbreitet, wird als gering eingesch\u00e4tzt \u2013 kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Eine Weiterverbreitung des Ebolavirus in der Bev\u00f6lkerung w\u00e4re nach Einsch\u00e4tzung des Robert-Koch-Instituts jedoch auch dann sehr unwahrscheinlich, da in Deutschland alle Voraussetzungen zur raschen Unterbrechung von Infektionsketten und zur sicheren Versorgung Betroffener gegeben seien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit gut drei Monaten w\u00fctet in der Demokratischen Republik Kongo der schlimmste Ebola-Ausbruch, den das Land bisher erlebt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49191,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[246],"tags":[6123,18859,158,2599,7939,8546,2859,386,385,207,16829,2600],"class_list":["post-49190","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-republik-kongo","tag-ausbruch","tag-betroffen","tag-deutschland","tag-ebola","tag-ebolavirus","tag-gestorben","tag-land","tag-republic-of-the-congo","tag-republik-kongo","tag-uganda","tag-union","tag-virus"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117173291730310440","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49190"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49190\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}