{"id":4932,"date":"2026-04-20T13:17:38","date_gmt":"2026-04-20T13:17:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4932\/"},"modified":"2026-04-20T13:17:38","modified_gmt":"2026-04-20T13:17:38","slug":"tschad-vor-ungewisser-zukunft-demokratie-oder-familienherrschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4932\/","title":{"rendered":"Tschad vor ungewisser Zukunft \u2013 Demokratie oder Familienherrschaft?"},"content":{"rendered":"<p>Der Sahelstaat Tschad ist f\u00fcr Frankreich und den Westen im Anti-Terror-Kampf ein wichtiger Verb\u00fcndeter, weil er sich relativer Stabilit\u00e4t in einer Region erfreut, in der sich Dschihadisten und kriminelle Akteure seit Jahren immer gr\u00f6\u00dfere Aktionsr\u00e4ume erschlie\u00dfen und dadurch ganze Staaten wie z.B. Mali destabilisieren. Die franz\u00f6sische Armee unterh\u00e4lt mehrere St\u00fctzpunkte im Tschad, das zudem rund 1.400 Soldaten f\u00fcr eine Blauhelm-Mission der Vereinten Nation in Nord-Mali entsandt hat. Tschad leidet zwar wie Niger, Kamerun und Nigeria unter Terrorakten der dschihadistischen Gruppe Boko Haram, allerdings deutlich weniger als jene drei Nachbarstaaten in der Region des Tschadsees. Idris D\u00e9by hat das Land mit eiserner Faust zusammengehalten, bis er im Kampf gegen Rebellen im April 2021 unter ungekl\u00e4rten Umst\u00e4nden get\u00f6tet wurde. Doch wie geht es nun weiter?<\/p>\n<p>Einer von D\u00e9bys S\u00f6hnen, der 38\u2011j\u00e4hrige Mahamat, ist neuer Pr\u00e4sident der aktuellen Milit\u00e4rregierung und hat nach seiner Macht\u00fcbernahme zugesagt, innerhalb von 18\u00a0Monaten durch Wahlen zu einer zivilen Regierung zur\u00fcckzukehren. Dieser mit der Afrikanischen Union vereinbarte Zeitplan wird bereits jetzt kaum einzuhalten sein, aber westliche Diplomaten loben Mahamat D\u00e9bys Bereitschaft, mit den zahlreichen Rebellen- und Oppositionsgruppen ins Gespr\u00e4ch zu kommen \u2013 sein Vater zog es meist vor, Konflikte gewaltsam auszutragen. Mahamat D\u00e9by hat allerdings bislang nicht signalisiert, die alten Netzwerke seines Vaters in Armee, Regierungspartei und Pr\u00e4sidentenpalast zu entmachten. Einige Oppositionelle sehen in seinem geplanten nationalen Dialog nur ein Scheinman\u00f6ver, um Mahamat D\u00e9by mit Hilfe Frankreichs langfristig als neuen Pr\u00e4sidenten zu installieren \u2013 Pr\u00e4sident Emmanuel Macron sa\u00df bei der Beerdigung des Vaters demonstrativ neben dem Sohn, um seine Unterst\u00fctzung zu zeigen. Andere Oppositionsgruppen haben den Dialog dagegen ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Tschad \u2013 ein Stabilit\u00e4tsanker im Fokus verschiedener Akteure<\/p>\n<p>Viel steht f\u00fcr die Region auf dem Spiel, da Tschad gleich an mehrere Krisenl\u00e4nder grenzt: im S\u00fcdwesten an Kamerun, Niger und Nigeria, wo Boko Haram und Banditen aktiv sind, und im Norden an Libyen, wo seit dem Sturz von Muammar Gaddafi im Jahr 2011 Chaos herrscht. Im Osten grenzt Tschad an den instabilen Sudan mit der Krisenregion Darfur und im S\u00fcdosten an die Zentralafrikanische Republik, wo sich Pr\u00e4sident Faustin-Archange Touad\u00e9ra nur dank der russischen Wagner-S\u00f6ldnertruppe an der Macht h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Unheil droht dementsprechend gleich aus mehreren Richtungen: In Libyen sind viele tschadische Rebellen quasi \u201earbeitslos\u201c geworden, nachdem der ostlibysche Kommandeur Chalifa Haftar sie urspr\u00fcnglich f\u00fcr seine 2019 gestartete Invasion der Hauptstadt Tripolis als S\u00f6ldner besch\u00e4ftigt hatte. Seit dem Scheitern der Operation ein Jahr sp\u00e4ter haben sie sich im gesetzlosen S\u00fcden Libyens festgesetzt, um illegal nach Gold auf der nigrischen Seite der Grenze zu sch\u00fcrfen und nach der Macht im Tschad zu greifen. Es waren K\u00e4mpfer der Rebellengruppe Front pour l\u2019alternance et la concorde au Tchad (FACT), die im April 2021 \u00fcber die Grenze eindrangen und in Richtung der tschadischen Hauptstadt N\u2019Djamena vorstie\u00dfen. Idriss D\u00e9by wurde bei K\u00e4mpfen mit der FACT get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Dann ist da noch Russland, das seinen Einfluss in den Nachbarstaaten ausweitet. Wagner-S\u00f6ldner, die Ende 2021 in Mali angekommen sind, sind neben der Zentralafrikanischen Republik auch in Libyen und Sudan t\u00e4tig. In S\u00fcd- und Zentrallibyen unterst\u00fctzen die S\u00f6ldner Haftars Truppen, in der sudanesischen Hauptstadt Khartum unterhalten sie zudem einen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt. Aktuell scheint die Wagner-Gruppe zumindest teilweise zur Unterst\u00fctzung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine aus afrikanischen Staaten abgezogen worden zu sein, die russische Einflussnahme in der Region ist damit aber keineswegs vom Tisch.<\/p>\n<p>Tschad ist seit seiner Unabh\u00e4ngigkeit 1960 ein enger Partner Frankreichs, aber auch hier gibt es \u2013 wie auch in anderen Sahelstaaten \u2013 eine starke antifranz\u00f6sische Stimmung in der Bev\u00f6lkerung, welche Russland nach Einsch\u00e4tzung von Analysten mit Troll-Kampagnen in den sozialen Medien auszunutzen versucht. F\u00fcr Unruhe sorgte ein im Februar 2022 im Internet aufgetauchter angeblicher Tonmitschnitt eines Telefonats, in dem ein tschadischer Rebellenf\u00fchrer einen Regierungsvertreter in der Zentralafrikanischen Republik darum bittet, die in dem Land stationierten Wagner-S\u00f6ldner nach Tschad zu schicken, um die Regierung von Mahamat D\u00e9by zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Tschad hatte auf Dr\u00e4ngen seiner westlichen Partner bei der UNO-Vollversammlung f\u00fcr eine Verurteilung der russischen Ukraine-Invasion gestimmt \u2013 das Land f\u00fcrchtet nach Ansicht von Diplomaten nun Repressalien der von Wagner unterst\u00fctzen Regierungstruppen in der Zentralafrikanischen Republik. An der fast 1.600 Kilometer langen gemeinsamen Grenze kam es schon mehrfach zu bewaffneten Zwischenf\u00e4llen. \u201eDie Tschader sagen uns, dass sie f\u00fcr ihr UNO-Votum bezahlen m\u00fcssen,\u201c sagt ein westlicher Diplomat.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wieso ist Tschad so fragil?<\/p>\n<p>Seit der Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich wurde das Land fast ununterbrochen von Rebellionen ersch\u00fcttert und hat sein wirtschaftliches Potenzial \u2013 es existieren gro\u00dfe \u00d6l- und Goldvorkommen \u2013 nie aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Im Gegenteil: Es geh\u00f6rt seit Jahrzehnten zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt und rangiert unter den letzten zehn Staaten im Human Development Index der Vereinten Nationen, der den Lebensstandard und staatliche Leistungen misst.<\/p>\n<p>Hauptproblem ist, dass sich die dutzenden ethnischen Gruppen im Tschad nie auf eine einvernehmliche Machtverteilung einigen konnten \u2013 immer wieder versuchten Rebellengruppen aus den abgeschiedenen W\u00fcsten- und Gebirgsregionen im Norden die Hauptstadt N\u2019Djamena einzunehmen. Sie wurden h\u00e4ufig von Gaddafi in Libyen oder dem 2019 gest\u00fcrzten sudanesischen Pr\u00e4sidenten Omar al-Bashir unterst\u00fctzt. Nur die letzten 31 Jahre unter Idriss D\u00e9by waren relativ stabil. Analysten warnen allerdings davor, den Tschad als stabil zu sehen, da Idriss D\u00e9by bei Staatressourcen seinen Zaghawa-Clan bevorzugt habe, w\u00e4hrend es kaum staatliche Entwicklungsprojekte f\u00fcr weite Teile der Bev\u00f6lkerung gegeben habe \u2013 dadurch habe sich viel Opposition aufgestaut, die sich jetzt entladen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Der Dauerkonflikt hat dazu gef\u00fchrt, dass der Staat au\u00dferhalb der Hauptstadt und den St\u00e4dten im S\u00fcden kaum pr\u00e4sent ist. In den n\u00f6rdlichen Regionen, die fast die H\u00e4lfte des Territoriums ausmachen, gibt es nach Angaben von Analysten fast gar keine Pr\u00e4senz staatlicher Einrichtungen. Die Folge: Die meisten Menschen haben nicht einmal einen Personalausweis, geschweige denn Zugang zu Schulen oder Krankenh\u00e4usern, sofern sie nicht nach N\u2019Djamena fahren. Die Goldvorkommen finden sich vor allem im Norden und werden von Rebellen und Banditen ausgebeutet. Der Staat hat von \u00d6lexporten profitiert, allerdings floss das Geld nicht wie mit ausl\u00e4ndischen Entwicklungspartnern vereinbart in einen Entwicklungsfonds, sondern wurde von Idriss D\u00e9bys Regime zum Waffenkauf genutzt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wie steht der Westen zur Milit\u00e4rregierung?<\/p>\n<p>Mahamat D\u00e9by hat nach dem Tod seines Vaters die Macht als Vorsitzender eines Milit\u00e4rrates \u00fcbernommen, obwohl nach der Verfassung der Parlamentspr\u00e4sident die Staatsf\u00fchrung h\u00e4tte \u00fcbernehmen sollen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich und andere westliche Staaten signalisierten fr\u00fch Unterst\u00fctzung f\u00fcr Mahamat D\u00e9by, weil sie um die Stabilit\u00e4t des Landes im Falle eines Machtvakuums besorgt waren und sind. Diese Bef\u00fcrchtung erkl\u00e4rt auch, warum es sehr wenig Kritik von westlichen Staaten und der Afrikanischen Union an der anhaltenden Verfolgung von Oppositionellen und der Milit\u00e4rregierung im Allgemeinen gibt. Nach einer Studie zweier Menschenrechtsgruppen wurden zwischen Februar 2021 \u2013 als Proteste gegen Idriss D\u00e9bys Pl\u00e4ne f\u00fcr eine sechste Wiederwahl ausbrachen \u2013 und Oktober 2021 mindestens 20 Menschen von Sicherheitskr\u00e4ften get\u00f6tet, 152 verletzt und 849 verhaftet[1].<\/p>\n<p>Idriss D\u00e9by war einer der engsten Verb\u00fcndeten Frankreichs, das sogar 2019 Jets schickte, um mit Luftangriffen den Vormarsch einer aus Libyen kommenden Rebellengruppe auf die Hauptstadt zu stoppen. Tschad ist wichtiger denn je f\u00fcr Frankreichs Armee im Sahel, nachdem es einen \u00fcberst\u00fcrzten Abzug aus Mali im Streit mit der dortigen Junta angek\u00fcndigt hat. Am Flughafen N\u2019Djamena stehen mehrere Jets, die im Anti-Terror-Einsatz genutzt werden. Tschad wird h\u00e4ufig als \u201eFlugzeugtr\u00e4ger\u201c in der franz\u00f6sischen Sahel-Milit\u00e4rstrategie bezeichnet.<\/p>\n<p>Dies erkl\u00e4rt, warum Paris von Anfang an auf Mahamat D\u00e9by gesetzt hat. Aus franz\u00f6sischer Sicht hat es \u00fcberhaupt keinen Staatsstreich im Tschad gegeben, sondern nur eine von Mahamat D\u00e9by geleitete Transition. Dies sorgt f\u00fcr gro\u00dfe Verstimmung in Mali, wo die Milit\u00e4rregierung h\u00e4ufig und \u00f6ffentlich von Frankreich wegen der Verschleppung von Wahlen und Stationierung russischer S\u00f6ldner kritisiert wird. Ein Diplomat versucht, die Doppelstandards so zu erkl\u00e4ren: \u201eWenn Tschad zusammenbricht, gibt es Chaos in ganz Zentralafrika und im Sahelraum. Wir m\u00fcssen mit dem Tschad Geduld haben und der Transition eine Chance geben.\u201c<\/p>\n<p>Wie angespannt die Lage ist, l\u00e4sst sich derzeit in der Hauptstadt beobachten. Es ist ruhig, das Leben geht scheinbar seinen normalen Gang, aber an Hauptstra\u00dfen stehen bewaffnete Milit\u00e4rs \u2013 nachts kontrollieren Sicherheitskr\u00e4fte zudem an Checkpoints Autofahrer nach Waffen. Mahnung ist ein leerstehendes Haus gegen\u00fcber dem Pr\u00e4sidentenpalast \u2013 dort sind Einschussl\u00f6cher fr\u00fcherer K\u00e4mpfe zu sehen.<\/p>\n<p>Oppositionelle werfen Frankreich vor, zusammen mit den alten Netzwerken des Vaters den Transitionsprozess so zu \u201emanagen\u201c, dass am Ende Mahamat oder ein anderer Sohn D\u00e9bys bei den geplanten Wahlen antreten kann. In der Transitionscharta, die von Frankreich, der Europ\u00e4ischen Union und der Afrikanischen Union unterst\u00fctzt wird, wird eine Kandidatur Mahamat D\u00e9bys nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Westliche Diplomaten werten den f\u00fcr Mai 2022 geplanten nationalen Dialog mit Opposition, Rebellengruppen und Zivilgesellschaft trotzdem positiv \u2013 dort soll \u00fcber eine neue Verfassung entschieden werden, gefolgt von Wahlen. Dies ist ein deutlich k\u00fcrzerer Zeitrahmen im Vergleich zu Mali und Burkina Faso, wo Milit\u00e4rregierungen eine \u00dcbergangszeit von f\u00fcnf beziehungsweise drei Jahren gefordert haben. Aber tschadische Kritiker bem\u00e4ngeln, dass ohne politische Reformen ein solcher Dialog nur Maskerade sei.<\/p>\n<p>So sind Armee und Pr\u00e4sidentenpalast etwa mit Gefolgsleuten aus Idriss D\u00e9bys Zaghawa-Clan besetzt. Die Zaghawa sind nur eine Minderheit unter vielen Ethnien im Tschad, aber seit D\u00e9bys Macht\u00fcbernahme 1990 die politisch dominante Gruppe. \u201eMan m\u00fcsste die Armee und staatliche Institutionen reformieren. Die Armee wird von den Zaghawa kontrolliert \u2013 solange dies der Fall ist, wird es immer Konflikte von benachteiligten Gruppen geben,\u201c sagt ein tschadischer Analyst.<\/p>\n<p>Die Regierung hat Gefangene von einigen Rebellen- und Oppositionsgruppen freigelassen, aber bisher keine umfassende Restrukturierung der Streitkr\u00e4fte in Aussicht gestellt. Rebellengruppen, die zum gro\u00dfen Teil in Libyen und Sudan ihre Hauptst\u00fctzpunkte haben, wurden nach Angaben von Analysten und Diplomaten Amnestie, ein R\u00fcckkehrrecht, die R\u00fcckgabe von Land und Immobilien sowie Geld angeboten, wenn sie die Waffen niederlegen. Dies ist aus Sicht von lokalen Experten aber keine dauerhafte L\u00f6sung \u2013 alle Regime haben seit der Unabh\u00e4ngigkeit immer wieder versucht, Oppositionelle und Rebellen \u201eeinzukaufen\u201c, ohne eine wirkliche Machtteilung anzubieten.<\/p>\n<p>Die Folge: Immer neue Aufst\u00e4nde gegen die Zentralregierung. Mahamat D\u00e9by hat bislang keine politischen Reformen vorgenommen, aber mit dem Schritt eines Dialogs der Opposition auch deutlich mehr angeboten als sein Vater. Mehrere Oppositions- und Rebellengruppen haben daher das Angebot angenommen, \u00fcber die Zukunft des Landes zu verhandeln.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wie geht es weiter?<\/p>\n<p>Das Golfemirat Katar hat im M\u00e4rz eine erste Runde von Verhandlungen mit Rebellengruppen ausgerichtet, als Vorgespr\u00e4ch f\u00fcr den offiziellen Dialog mit zivilen Oppositionsgruppen und der Zivilgesellschaft, der im Mai beginnen soll. Mehr als 40 Gruppen sind nach Doha gereist, darunter auch die Hauptrebellengruppe FACT. Es kam bei der Er\u00f6ffnung allerdings schnell zum Streit. Die gro\u00dfen Rebellengruppen warfen der Regierung vor, neue Gruppen auf dem Papier geschaffen zu haben, die gar nicht k\u00e4mpften und nur aus Strohleuten best\u00fcnden, um ihre Dominanz zu brechen und das Rebellencamp zu teilen \u2013 eine alte Taktik fr\u00fcherer Staatspr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>FACT bestand zudem darauf, dass Katar eine aktive Rolle als Vermittler \u00fcbernimmt, um Druck auf die Regierung auszu\u00fcben, ergebnisoffene Verhandlungen zu f\u00fchren und keinen Scheindialog, bei dem automatisch am Ende Mahamat D\u00e9by als neuer Staatspr\u00e4sident feststeht. Die Doha-Gespr\u00e4che wurden daraufhin unterbrochen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Dies k\u00f6nnte den Mai-Termin als Auftakt f\u00fcr den nationalen Dialog gef\u00e4hrden. Diplomaten rechnen nicht mehr damit, dass die Wahlen wie geplant bis Jahresende stattfinden werden. Es droht eine l\u00e4ngere Transition mit ungewissem Ausgang.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>[1] Vgl. Agir Ensemble und Tournons La Page: Tchad, Une r\u00e9pression h\u00e9r\u00e9ditaire. N\u2019Djamena, M\u00e4rz 2022<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Sahelstaat Tschad ist f\u00fcr Frankreich und den Westen im Anti-Terror-Kampf ein wichtiger Verb\u00fcndeter, weil er sich relativer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4933,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[242],"tags":[3103,29,365,3106,3101,1777,3107,3099,3108,309,1467,3105,3104,1321,3100,3102,1773,364,1774,2669],"class_list":{"0":"post-4932","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-tschad","8":"tag-3103","9":"tag-afrika","10":"tag-chad","11":"tag-deby","12":"tag-europa-und-internationales","13":"tag-hauptabteilung-europaeische-und-internationale-zusammenarbeit","14":"tag-idriss-deby","15":"tag-laenderberichte","16":"tag-mahamat-deby","17":"tag-mali","18":"tag-militaerregierung","19":"tag-online-redaktion-startseite","20":"tag-online-redaktion-uebersicht","21":"tag-rebellen","22":"tag-regionalprogramm-sahel","23":"tag-schwerpunktthemen","24":"tag-startseite","25":"tag-tschad","26":"tag-uebersichtsseite","27":"tag-zentralafrika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116437230684893974","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4932\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}