{"id":49742,"date":"2026-08-31T17:34:10","date_gmt":"2026-08-31T17:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49742\/"},"modified":"2026-08-31T17:34:10","modified_gmt":"2026-08-31T17:34:10","slug":"wadephul-in-tunesien-und-algerien-mehr-stabilitaet-fuer-weniger-migration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49742\/","title":{"rendered":"Wadephul in Tunesien und Algerien: Mehr Stabilit\u00e4t &#8211; f\u00fcr weniger Migration"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/wadephul-nafti-tunesien-100.jpg\" alt=\"Johann Wadephul spricht mit Mohamed Nafti.\" title=\"Johann Wadephul spricht mit Mohamed Nafti. | Michael Brandt\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 31.08.2026 \u2022 18:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Au\u00dfenminister Wadephul will bei Besuchen in Tunesien und Algerien f\u00fcr mehr Zusammenarbeit in Wirtschaft und Sicherheit werben. Er sieht dort entscheidende Hebel, um die Migration aus Nordafrika zu verringern.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zehntausende Migranten, die in die spanische Exklave Ceuta str\u00f6mten: Diese Bilder gingen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ceuta-migration-104.html\" title=\"Inzwischen etwa 60.000 Migranten in Ceuta angekommen - 34 Tote \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ende Juli um die Welt<\/a> &#8211; und brachten das Thema Migration aus Nordafrika wieder auf die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ceuta-migration-spanien-eu-100.html\" title=\"Ansturm auf Exklave: Was Ceuta f\u00fcr die EU bedeutet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tagesordnung vieler europ\u00e4ischer L\u00e4nder<\/a>. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul ist nach Tunesien gereist, anschlie\u00dfend geht es f\u00fcr ihn und eine Wirtschaftsdelegation weiter nach Algerien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Gespr\u00e4che nehmen vor allem Kooperationen bei Wirtschaft und Sicherheit in den Fokus &#8211; denn der Au\u00dfenminister betont, wie eng diese Faktoren mit der Migration verwoben sind: &#8222;Wenn die Menschen nicht fliehen m\u00fcssen, dann werden sie nicht fliehen&#8220;, sagte Wadephul <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/video\/video-1640298.html\" title=\"Au\u00dfenminister Wadephul im ARD-Interview beim Besuch in Tunesien und Algerien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im ARD-Interview<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutschland ist f\u00fcr Tunesien laut Wadephul drittwichtigster Exportmarkt. Vor allem f\u00fcr die deutsche Autoindustrie seien widerstandsf\u00e4hige Lieferbeziehungen zentral. Rund 7.500 junge Tunesierinnen und Tunesier studierten in Deutschland, tunesische Fachkr\u00e4fte leisteten einen wertvollen Beitrag im deutschen Gesundheitssystem.<\/p>\n<p>    Wadephul will mehr Stabilit\u00e4t erreichen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor Ort in Tunesien ist die Lage angespannt: Die Wirtschaft stottert. Wegen Hitzewellen und Produktionsausf\u00e4llen fehlt es sogar an Mineralwasser. Nach Strom- und Wasserabschaltungen gibt es ernst zu nehmende und partei\u00fcbergreifende <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/tunesien-jahrestag-arabischer-fruehling-100.html\" title=\"Tunesiens R\u00fcckfall in die Autokratie  -15 Jahre nach arabischem Fr\u00fchling\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Proteste gegen die autorit\u00e4re Regierung von Pr\u00e4sident Kais Saied<\/a>. Der Bundesau\u00dfenminister wurde in Tunis nicht nur von seinem Amtskollegen Mohamed Nafti, sondern auch von Pr\u00e4sident Saied empfangen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wadephul nennt au\u00dferdem Terrorismus und Islamismus, die sich insbesondere in der Sahel-Region ausbreiteten, als wichtige Fluchtgr\u00fcnde. &#8222;Mich interessiert hier: Wie k\u00f6nnen wir zusammenarbeiten, um f\u00fcr Stabilit\u00e4t zu sorgen im Sahel?&#8220;. Er will weitere Sicherheitspartnerschaften erreichen. &#8222;Ich erwarte, dass sie mit uns kooperieren; dass sie nicht einfach Menschen durchschleusen, wie das fr\u00fcher geschehen ist.&#8220; Ein Hauptaugenmerk werde auch auf Ursprungsl\u00e4ndern liegen: &#8222;Dass wir dort daf\u00fcr sorgen, dass die Menschen gar nicht erst loswandern.&#8220;<\/p>\n<p>    Kritik an Umsetzung des Migrationsabkommens<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei der Migration verweist Wadephul auf Erfolge, die die EU bereits erreicht habe. Seit 2023 gilt das <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/tunesien-migration-eu-100.html\" title=\"EU schlie\u00dft Migrationsabkommen mit Tunesien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Migrationsabkommen mit Tunesien<\/a>. Die Zahl irregul\u00e4rer Migranten hat das Land mit Hilfe der EU in diesen drei Jahren auf einen Bruchteil der fr\u00fcheren Dimension verringert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig wird immer wieder <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/migration-eu-tunesien-100.html\" title=\"T\u00fcrsteher Europas - die Rolle Tunesiens f\u00fcr die EU-Migrationspolitik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">scharfe Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen<\/a> laut. Es geht um Vorw\u00fcrfe gegen tunesische Sicherheitskr\u00e4fte, die Migranten von der \u00dcberfahrt nach Italien abhalten sollen. &#8222;Wir wissen mittlerweile aufgrund von investigativen Recherchen und NGOs vor Ort, dass dies auch durch Einsatz von Gewalt passiert und dass jene Migranten, die von der \u00dcberfahrt abgehalten werden, mitunter auch in der W\u00fcste ohne Wasser und ohne Nahrung ausgesetzt werden&#8220;, sagte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/migration-tunesien-interview-kohlenberger-100.html\" title=\"&quot;Europa macht sich abh\u00e4ngig von nicht lupenreinen Demokratien&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Migrationsforscherin Judith Kohlenberger im Interview mit tagesschau24<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir erwarten, dass Menschenrechte gewahrt werden&#8220;, erkl\u00e4rte Wadephul im ARD-Interview. Das Hauptproblem seien Schleuserbanden, die die Menschen durch die W\u00fcste auf die Reise schickten.<\/p>\n<p>    Algerien als wichtiger Partner bei der Energieversorgung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in Algerien &#8211; Wadephuls zweitem Stopp auf seiner Reise &#8211; gilt die Regierung als autorit\u00e4r. Wirtschaftlich l\u00e4uft es bei Afrikas gr\u00f6\u00dftem Gasexporteur, der auch viel in die EU liefert, aber besser als im Nachbarland Tunesien. Es gebe zudem &#8222;gro\u00dfe Chancen&#8220; bei Erneuerbaren Energien, erkl\u00e4rt Wadephul. &#8222;Hier gibt es eine gro\u00dfe Wasserstoffproduktion in der Zukunft, daran sollten wir auch teilhaben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in anderen Feldern winken attraktive Kooperationen, sagt Oliver Blank, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der deutsch-algerischen Handelskammer in Algier: &#8222;Wer sich nie so richtig nach Algerien getraut hat, waren mittelst\u00e4ndische Firmen. Das scheint sich jetzt zu \u00e4ndern. Wir haben dieses Jahr und letztes Jahr fast jede Woche Besucher aus Deutschland gehabt, Firmenvertreter, die sich das anschauen.&#8220;<\/p>\n<p>    Schwierige, aber wichtige Gespr\u00e4che<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Algerien will unabh\u00e4ngiger werden vom Export fossiler Energie, Deutschland wiederum sucht neue Partner in der Welt. Die aber k\u00f6nne man sich nicht aussuchen, sagt Maghreb-Expertin Isabelle Werenfels von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin mit Blick auf die politische Lage vor Ort. &#8222;Also wenn wir nach Nordafrika gucken, gibt es keinen demokratischen Staat.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe gegenseitige Abh\u00e4ngigkeiten zwischen Deutschland und den dortigen L\u00e4ndern &#8211; wichtig sei es, im Gespr\u00e4ch zu bleiben, so Werenfels. Denn Deutschland und Europa verf\u00fcgten durchaus \u00fcber Hebel, auf die L\u00e4nder am s\u00fcdlichen Mittelmeerrand Einfluss auszu\u00fcben, etwa mit Hilfe von Institutionen wie der deutschen Entwicklungsbank KfW.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Stefan Ehlert, ARD-Studio Rabat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 31.08.2026 \u2022 18:45 Uhr Au\u00dfenminister Wadephul will bei Besuchen in Tunesien und Algerien f\u00fcr mehr Zusammenarbeit in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49743,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[92,211,212,1571],"class_list":["post-49742","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-tunesien","tag-algerien","tag-tunesien","tag-tunisia","tag-wadephul"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117191328618340495","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49742","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49742"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49742\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49743"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49742"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49742"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49742"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}