{"id":49919,"date":"2026-09-01T14:02:21","date_gmt":"2026-09-01T14:02:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49919\/"},"modified":"2026-09-01T14:02:21","modified_gmt":"2026-09-01T14:02:21","slug":"fremdenfeindlichkeit-bremst-entwicklung-afrika-info","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/49919\/","title":{"rendered":"Fremdenfeindlichkeit bremst Entwicklung | afrika.info"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Fremdenfeindlichkeit in S\u00fcdafrika hat Zehntausende Migrantin*innen aus anderen afrikanischen L\u00e4ndern zur R\u00fcckkehr in ihre Heimat gezwungen. Die Gewalt l\u00f6st nicht nur eine humanit\u00e4re Krise aus, sondern gef\u00e4hrdet auch Entwicklungsziele und Afrikas Vision einer st\u00e4rkeren regionalen Integration.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Charles Mpaka | 1. September 2026<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blantyre, Malawi (IPS\/afr) \u2013 Als Rahim Ali Ende Juli in sein Heimatdorf im zentralmalawischen Distrikt Dowa zur\u00fcckkehrte, lagen sieben Jahre in S\u00fcdafrika hinter ihm. \u201eEs ist eine Erleichterung, und ich bin der Regierung dankbar, dass sie mich sicher nach Hause gebracht hat\u201c, erz\u00e4hlt der 33-J\u00e4hrige gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur IPS. \u201eDie Lage in S\u00fcdafrika war schrecklich, und viele von uns hatten keine M\u00f6glichkeit, dieser Gewalt zu entkommen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ali geh\u00f6rte zu Zehntausenden Malawier*innen, die in den vergangenen Monaten aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckkehrten. Nach Angaben der malawischen Katastrophenschutzbeh\u00f6rde hatte die Regierung bis zum Abschluss ihrer R\u00fcckholaktion am 12. August 56.723 Staatsb\u00fcrger*innen nach Malawi gebracht. Fast 900 Busse waren daf\u00fcr \u00fcber mehrere Monate im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Malawi dr\u00e4ngen jedes Jahr bis zu 270.000 junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Ihnen stehen nach<a href=\"https:\/\/www.worldbank.org\/en\/news\/press-release\/2026\/02\/24\/malawi-economic-monitor-stabilizing-the-economy-to-unlock-private-investment-and-create-jobs\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\"> j\u00fcngsten Daten der Weltbank<\/a> lediglich rund 40.000 neue formelle Arbeitspl\u00e4tze gegen\u00fcber, die die malawische Wirtschaft j\u00e4hrlich schafft.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Rahim Ali keine regul\u00e4re Besch\u00e4ftigung fand, verdingte er sich auf Mais- und Tabakfeldern in seiner Umgebung, rodete Land und half bei der Ernte. 2013 brachte er genug Geld zusammen, um einen Friseursalon zu er\u00f6ffnen. In seinem l\u00e4ndlichen Heimatort lud er au\u00dferdem Mobiltelefone auf und verkaufte Ladeger\u00e4te und Batterien. Das Einkommen sei nicht hoch gewesen, erz\u00e4hlt er, habe aber gereicht, um ein kleines Haus zu mieten und f\u00fcr sich selbst zu sorgen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Tod seines Vaters im Jahr 2017 brach diese bescheidene Unabh\u00e4ngigkeit zusammen. Als \u00c4ltester der Familie musste Rahim Ali nun f\u00fcr seine zwei Schwestern und seinen Bruder sorgen \u2013 f\u00fcr Essen, Kleidung und Schulgeb\u00fchren. \u201eMit dem Einkommen aus einem Friseursalon wurde es f\u00fcr uns wirklich schwierig\u201c, erinnert er sich.<\/p>\n<p>Zwischen Ausbeutung und Hoffnung<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2019 lud ihn ein ehemaliger Schulkollege ein, ihm nach S\u00fcdafrika zu folgen. Rahim Ali z\u00f6gerte keine Sekunde. Gemeinsam mit seinem Freund arbeitete er auf einer Erdbeerfarm in Johannesburg, wo er damals 412 Rand pro Woche (rund 27 Euro) verdiente.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den folgenden f\u00fcnf Jahren fand Rahim Ali auf verschiedenen Farmen Besch\u00e4ftigung. Die Arbeit sei hart gewesen. Vorgesetzte h\u00e4tten \u201euns einfach ausgepeitscht und uns in einer Sprache beschimpft, die wir nicht verstanden\u201c. Pausen habe es kaum gegeben. Wer krankheitsbedingt nicht arbeiten konnte, bekam keinen Lohn. Arbeitsplatzsicherheit habe es ebenfalls nicht gegeben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eTrotzdem war der Lohn besser als das, was ich f\u00fcr eine \u00e4hnliche Arbeit hier in Malawi bekommen h\u00e4tte\u201c, sagt Rahim Ali. \u201eAu\u00dferdem sind die Lebenshaltungskosten dort deutlich niedriger. Deshalb konnte ich Geld sparen und meine Geschwister unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/suedafrika-migranten-malawi-c-alaister-russell-ips-1200-800-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6717\"  \/>Malawische Migrant*innen warten am 29. Juni 2026 vor dem malawischen Konsulat in Woodmead, Johannesburg, auf die Abfahrt eines Busses im Rahmen der R\u00fcckf\u00fchrungsma\u00dfnahmen. (Foto: Alaister Russell\/IPS)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2024 fand er eine neue Stelle als Hilfskraft in einem Gesch\u00e4ft eines indischen Eigent\u00fcmers, das Solarmodule verkaufte. Im Mai 2026 drang eine Gruppe s\u00fcdafrikanischer B\u00fcrger*innen in den Laden ein und forderte den Besitzer auf, seine aus anderen afrikanischen L\u00e4ndern stammenden Besch\u00e4ftigten zu entlassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rahim Ali verlor seinen Arbeitsplatz und konnte bald weder Lebensmittel noch seine Miete bezahlen. Sein Vermieter setzte ihn vor die T\u00fcr. Schlie\u00dflich schloss er sich seinen Landsleuten an, die beim malawischen Konsulat kampierten, wo die Regierung ihre R\u00fcckkehr in ihr Heimatland organisierte.<\/p>\n<p>Wiederkehrende fremdenfeindliche Gewalt<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mobilisiert von der Bewegung \u201eMarch and March\u201c vertrieben s\u00fcdafrikanische B\u00fcrger zwischen April und Juni 2026 Ausl\u00e4nder*innen aus ihren Wohnungen und von ihren Arbeitspl\u00e4tzen. Nach eigener Darstellung richtete sich die Aktion gegen Menschen ohne g\u00fcltigen Aufenthaltsstatus.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war nicht das erste Mal, dass S\u00fcdafrika von fremdenfeindlicher Gewalt ersch\u00fcttert wurde. 2008 kamen innerhalb von zwei Wochen mehr als 60 ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rige ums Leben, mindestens 100.000 Menschen wurden vertrieben. 2019 setzte eine abgespaltene Gewerkschaft s\u00fcdafrikanischer Lkw-Fahrer Hunderte Lastwagen in Brand, um die Entlassung ausl\u00e4ndischer Fahrer zu erzwingen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen 2022 und 2025 registrierte <a href=\"https:\/\/www.xenowatch.ac.za\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Xenowatch<\/a>, eine Plattform zur Beobachtung fremdenfeindlicher Diskriminierung in S\u00fcdafrika, 406 fremdenfeindliche Vorf\u00e4lle. 75 davon endeten t\u00f6dlich. Allein 2025 wurden 151 Vorf\u00e4lle registriert. Zwischen Januar und Mai 2026 best\u00e4tigte Xenowatch 22 F\u00e4lle, 14 davon waren gewaltt\u00e4tig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/suedafrika-anti-migration-marsch-jabulani-soweto-c-alaister-russell-ips-1200-800-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6716\"  \/>Teilnehmer*innen einer Demonstration gegen Migrant*innen ziehen am 29. Juni 2026 durch Jabulani in Soweto. (Foto: Alaister Russell\/IPS)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die j\u00fcngste Gewaltwelle eskalierte, erkl\u00e4rte S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa, Opportunisten h\u00e4tten die wirtschaftliche Frustration vieler S\u00fcdafrikaner*innen ausgenutzt und die Proteste angeheizt. Die Gewalt entspreche nicht der Politik der s\u00fcdafrikanischen Regierung gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ramaphosa erkl\u00e4rte allerdings auch, illegale Migration belaste den Wohnungs- und Gesundheitssektor des Landes. Seine Regierung werde dagegen \u201eim Rahmen des Gesetzes\u201c vorgehen.<\/p>\n<p>Kritik am Umgang der Regierung<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Loren Landau, Mitbegr\u00fcnder von Xenowatch, wirft der Regierung vor, nicht konsequent genug gegen die Organisator*innen fremdenfeindlicher Mobilisierungen einzuschreiten. \u201eZun\u00e4chst sagt die Regierung, es gebe keine Fremdenfeindlichkeit, sondern Frustration, Fehlinformationen und Kriminelle \u2013 und man werde dagegen vorgehen. Gleichzeitig k\u00fcndigt sie an, einige der von March and March angesprochenen Probleme aufzugreifen: st\u00e4rkere Grenzkontrollen, mehr Abschiebungen und verst\u00e4rkte Kontrollen am Arbeitsplatz\u201c, meint Landau gegen\u00fcber IPS.\u00a0<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solange die Verantwortlichen f\u00fcr fremdenfeindliche Kampagnen nicht zur Verantwortung gezogen w\u00fcrden, so Landau, w\u00fcrden sie Migrant*innen weiterhin f\u00fcr ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen oder zur Erlangung politischer Macht instrumentalisieren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landau erg\u00e4nzt, dass die Schwere der j\u00fcngsten fremdenfeindlichen Angriffe und die daraus resultierenden R\u00fcckf\u00fchrungen h\u00e4tten S\u00fcdafrikas Ruf auf dem Kontinent \u201estark gesch\u00e4digt\u201c und die Prozesse der regionalen Integration in den Bereichen Arbeit, Handel und Investitionen zur\u00fcckgeworfen haben.<\/p>\n<p>Fremdenfeindlichkeit gef\u00e4hrdet die Entwicklungsziele<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kester Chuwuma Onor argumentiert in seiner Forschungsarbeit \u201e<a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/398890742_Xenophobia_In_South_Africa_and_the_Realities_of_Actualizing_SDG_8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Xenophobia In South Africa and the Realities of Actualising SDG 8<\/a>\u201c , dass S\u00fcdafrika ohne Frieden und Partnerschaft mit anderen L\u00e4ndern gro\u00dfe Schwierigkeiten haben werde, die UN-Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dies gelte insbesondere f\u00fcr SDG 8, das menschenw\u00fcrdige Arbeit und Wirtschaftswachstum zum Ziel hat.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere Studien kommen zu \u00e4hnlichen Ergebnissen und sehen auch SDG 1 \u2013 die Beendigung von Armut \u2013 gef\u00e4hrdet. Justice K. Musya und Eric Blanco Niyitunga argumentieren in ihrer Studie \u201e<a href=\"https:\/\/ujcontent.uj.ac.za\/esploro\/outputs\/journalArticle\/Xenophobia-as-a-barrier-to-South\/9958708707691\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Xenophobia as a Barrier to South Africa\u2019s National Development Plan and SDGs<\/a>\u201c, dass fremdenfeindliche Angriffe die Gesch\u00e4fte ausl\u00e4ndischer Unternehmen beeintr\u00e4chtigen und diese dazu veranlassen, das Land zu verlassen. Dies f\u00fchre zu Arbeitsplatzverlusten, steigender Arbeitslosigkeit und negativen Folgen f\u00fcr das Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer <a href=\"https:\/\/www.afrobarometer.org\/feature\/african-insights-2026-beyond-borders-citizen-perspectives-on-a-shifting-global-order\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">aktuellen Umfrage<\/a> stellte das panafrikanische Forschungsnetzwerk Afrobarometer fest, dass 56 Prozent der Afrikanerinnen und Afrikaner die Freiz\u00fcgigkeit \u00fcber Staatsgrenzen hinweg unterst\u00fctzen, damit Menschen in anderen L\u00e4ndern leben und arbeiten k\u00f6nnen. Mindestens 40 Prozent sprachen sich hingegen daf\u00fcr aus, die grenz\u00fcberschreitende Mobilit\u00e4t einzuschr\u00e4nken, um Arbeitspl\u00e4tze und andere Chancen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Boniface Dulani, Afrobarometer-Forscher und Politikwissenschaftler an der University of Malawi, bef\u00fcrchtet, dass die j\u00fcngsten massenhaften Vertreibungen in S\u00fcdafrika bei vielen Menschen auf dem Kontinent den Eindruck verst\u00e4rken werden, die regionalen und kontinentalen Bestrebungen nach st\u00e4rkerer Integration und grenz\u00fcberschreitender Freiz\u00fcgigkeit existierten nur auf dem Papier.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die s\u00fcdafrikanische Regierung die Verantwortlichen f\u00fcr die j\u00fcngste Gewalt nicht festgenommen und strafrechtlich verfolgt habe, f\u00fchrt Dulani auch auf wahltaktische \u00dcberlegungen zur\u00fcck. In S\u00fcdafrika finden im November 2026 Kommunalwahlen statt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAngesichts der angespannten politischen Lage in einem wichtigen Wahljahr muss die Unt\u00e4tigkeit der Regierung auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass ein hartes Vorgehen von Teilen der Opposition politisch ausgeschlachtet werden k\u00f6nnte\u201c, sagt Dulani.<\/p>\n<p>Streit um die Kosten der R\u00fcckf\u00fchrungen<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das s\u00fcdafrikanische Innenministerium hat inzwischen von Malawi sowie von \u00c4thiopien und Nigeria die Erstattung von fast 300 Millionen Rand \u2013 rund 19 Millionen US-Dollar \u2013 verlangt. Diese Summe habe S\u00fcdafrika nach eigenen Angaben f\u00fcr die R\u00fcckf\u00fchrung von mindestens 82.000 ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen aufgewendet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landau zufolge steht diese Forderung in direktem Widerspruch zu Ramaphosas Ank\u00fcndigung, nach den Protesten die Beziehungen zu den L\u00e4ndern der Region wieder verbessern zu wollen: \u201eDann diese Rechnung zu schicken, ist eine Beleidigung. Man tritt jemanden noch, wenn er bereits am Boden liegt. Aber das geschieht aus innenpolitischen Gr\u00fcnden, um zu zeigen, dass die Regierung die Interessen S\u00fcdafrikas an die erste Stelle setzt.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Malawi wiederum schlugen Parlamentsabgeordnete auf dem H\u00f6hepunkt der R\u00fcckholaktion, die die Regierung nach eigenen Angaben fast f\u00fcnf Millionen US-Dollar kostete, ein Verbot vor: Malawier*innen sollten nicht mehr ohne g\u00fcltige Dokumente nach S\u00fcdafrika reisen d\u00fcrfen, um dort im informellen Sektor Arbeit zu suchen.<\/p>\n<p>Neustart in Malawi<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Rahim Ali haben die politischen Debatten unmittelbare Folgen. Als er 2019 nach S\u00fcdafrika kam, besa\u00df er einen Pass und erhielt an der Grenze ein 30-Tage-Visum. Nach dessen Ablauf geriet er in einen irregul\u00e4ren Aufenthaltsstatus.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade das habe ihn gegen\u00fcber Arbeitgebern besonders verletzlich gemacht, erkl\u00e4rt er. Wer ohne g\u00fcltige Aufenthaltserlaubnis arbeite, k\u00f6nne sich gegen Verst\u00f6\u00dfe gegen Arbeitsrechte kaum wehren, ohne zugleich eine Festnahme oder Abschiebung zu riskieren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach S\u00fcdafrika will er nicht zur\u00fcckkehren. W\u00e4hrend seiner Jahre dort hatte Rahmin Ali in Malawi ein Grundst\u00fcck gekauft, auf dem er sp\u00e4ter ein Haus bauen wollte. Nun m\u00f6chte er es verkaufen und mit dem Erl\u00f6s ein kleines Unternehmen gr\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch hoffe, dass es funktioniert\u201c, sagt er. \u201eIch habe genug von dieser Gewalt gesehen.\u201c (Ende)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Titelbild: Einige der mehr als 56.000 Menschen, die von der malawischen Regierung aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgeholt wurden, erhalten nach ihrer Ankunft Unterst\u00fctzung. (Foto: Thomas Kachere\/IPS)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fremdenfeindlichkeit in S\u00fcdafrika hat Zehntausende Migrantin*innen aus anderen afrikanischen L\u00e4ndern zur R\u00fcckkehr in ihre Heimat gezwungen. 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