{"id":50051,"date":"2026-09-02T07:30:08","date_gmt":"2026-09-02T07:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50051\/"},"modified":"2026-09-02T07:30:08","modified_gmt":"2026-09-02T07:30:08","slug":"zahl-der-ebola-toten-im-kongo-auf-ueber-3-000-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50051\/","title":{"rendered":"Zahl der Ebola-Toten im Kongo auf \u00fcber 3.000 gestiegen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Kinshasa\/Bunia (dpa) &#8211; In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits mehr als 3.000 Menschen an Ebola gestorben. Seit der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs Mitte Mai seien 3.007 Todesf\u00e4lle durch die hochansteckende Infektionskrankheit best\u00e4tigt worden, berichteten die Gesundheitsbeh\u00f6rden des zentralafrikanischen Landes.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">In diesem Zeitraum sind den Angaben zufolge insgesamt 6.186 Ebola-F\u00e4lle best\u00e4tigt worden. Derzeit werden 830 Menschen mit Ebola behandelt oder sind in Isolation, 1.409 Ebola-Patientinnen und -Patienten gelten als genesen. Die Sterbefallquote betr\u00e4gt 48,6 Prozent &#8211; das hei\u00dft, fast jeder zweite Patient stirbt. Besonders hoch ist dabei der Anteil kleiner Kinder.<\/p>\n<p>Lebensbedrohliches Fieber<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen und l\u00f6st ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzud\u00e4mmen, auch weil es f\u00fcr den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli l\u00e4uft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Vermutungen, der Bundibugyo-Erreger k\u00f6nne mutiert sein, haben sich nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Hoffnung auf Impfstoff<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Hoffnung macht den Betroffenen und dem Personal in den Kliniken die Bereitstellung von 70.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo &#8211; bisher sind mehr als 16.000 Impfdosen eingetroffen. Der Stoff ist f\u00fcr den Einsatz bei Ausbr\u00fcchen der Ebola-Viruskrankheit (fr\u00fcher Zaire-Ebolavirus genannt) zugelassen und empfohlen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Nach Angaben der Institution Africa CDC sollen 20.000 Dosen f\u00fcr eine klinische Phase-III-Studie zur Untersuchung der Wirkung des Impfstoffs auf das Bundibugyo-Virus sowie 50.000 Dosen f\u00fcr medizinisches Fachpersonal und andere Einsatzkr\u00e4fte eingesetzt werden. F\u00fcr die Studie gab es inzwischen erste Impfungen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Noch ist nicht bekannt, ob Ervebo Menschen vor dem Bundibugyo-Virus sch\u00fctzt. Erste Labor- und Tierversuchsdaten deuten jedoch auf einen m\u00f6glichen Schutz hin. Die klinische Studie soll wichtige neue Erkenntnisse liefern.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der 17. im Kongo verzeichnete Ebola-Ausbruch war in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes aufgetreten. Inzwischen ist das Fieber in sechs Provinzen des zentralafrikanischen Landes aufgetreten, das von der Fl\u00e4che das zweitgr\u00f6\u00dfte Land Afrikas ist. Von Ituri aus waren Krankheitsf\u00e4lle ins Nachbarland Uganda eingeschleppt worden, wo es aber seit Wochen keine neuen F\u00e4lle gibt. Inzwischen wurde der Ausbruch in Uganda f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Dennoch herrscht Sorge vor einer Ausbreitung in die Nachbarl\u00e4nder. Dies gilt vor allem f\u00fcr den S\u00fcdsudan &#8211; der ebenfalls an Ituri grenzt &#8211; und die Zentralafrikanische Republik, die zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt geh\u00f6ren und nur \u00fcber ein schwaches Gesundheitssystem verf\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinshasa\/Bunia (dpa) &#8211; In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits mehr als 3.000 Menschen an Ebola gestorben. 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