{"id":50189,"date":"2026-09-02T15:46:17","date_gmt":"2026-09-02T15:46:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50189\/"},"modified":"2026-09-02T15:46:17","modified_gmt":"2026-09-02T15:46:17","slug":"koennen-gorillas-uns-heilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50189\/","title":{"rendered":"K\u00f6nnen Gorillas uns heilen?"},"content":{"rendered":"<p>pts20260902007 in Leben<\/p>\n<p>                                    Anl\u00e4sslich der Katastrophe in Nepal eine lohnenswerte philosophische Frage<br \/>\n                                <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/lowres.png\" alt=\"Eindrucksvoller Silberr\u00fccken (Foto: Matto Barfuss)\" title=\"Eindrucksvoller Silberr\u00fccken (Foto: Matto Barfuss)\"\/><\/p>\n<p>\n                    Eindrucksvoller Silberr\u00fccken (Foto: Matto Barfuss)\n                <\/p>\n<p><\/p>\n<p>Berlin\/Rheinau\/Maun (pts007\/02.09.2026\/10:10)<\/p>\n<p>Was ist der Wert der Natur? Angesichts der zunehmenden Katastrophen aufgrund des Klimawandels und massiver Abholzungen und Versiegelung von Fl\u00e4chen, hat man sich in der Vergangenheit immer wieder Gedanken gemacht, wie man Natur einen Wert geben kann oder weiteren Raubbau verhindert, indem man diesen mit Abgaben belegt. Die CO2-Abgabe ist eine solche Ma\u00dfnahme, die aber faktisch keinen wirklichen Nutzen f\u00fcr die Natur und das Klima hat. Es werden als Kompensation B\u00e4ume gepflanzt. Da aber der Gedanke einer vordefinierten Kapitalrendite das praktische Modell bestimmt, wird zugleich die Nutzbarmachung des &#8222;Investments&#8220; verfolgt. Man plant also bereits die Nutzung des erst wachsenden Holzes in der Zukunft ein, um eine Kapitalrendite zu generieren. <\/p>\n<p>Gleichzeitig entstehen vor allem Monokulturen und der Verlust von Prim\u00e4rw\u00e4ldern geht zu gleicher Zeit nahezu ungehindert weiter. Mit &#8222;Biodiversity Credits&#8220; wurde ein neuer Gedanke eingef\u00fchrt. Dabei wollte man der Natur einen skalierbaren und handelbaren Wert geben. Au\u00dfer kleineren Projekten mit gemeinn\u00fctzigen Hintergrund ist nichts Nennenswertes entstanden. Gleichwohl war von Anfang an klar, dass wenn das weltweite monet\u00e4re System nicht zu einem Paradigmenwechsel bereit ist, die Idee von &#8222;Biodiversity Credits&#8220; ohnehin keine Chance auf Kapitalrendite hat.<\/p>\n<p>Gerade ist der Gr\u00fcnder der gleichnamigen Matto Barfuss Stiftung von einer Expedition aus Uganda zur\u00fcckgekehrt. Diese Reise macht er in verschiedenen L\u00e4ngen schon seit 24 Jahren mindestens ein Mal im Jahr. Zuweilen, wie auch dieses Mal, nimmt er G\u00e4ste mit. Dazu feiert nun exklusiv ein Musikfilm Premiere. Hier die Filmpremiere: <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/1222663332\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/vimeo.com\/1222663332<\/a><\/p>\n<p>Um die Emotionen offen zu lassen, hat Matto Barfuss nur die Bilder, einige kurze Texteinblendungen und seine eigene Musik benutzt. Es geht schlicht um die Emotion. Der Film braucht keinen Kommentar. Er hei\u00dft ja auch &#8222;Eine Reise in die Geschichte der Menschheit&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist spannend ein Land \u00fcber die ganzen Jahre in seiner Entwicklung zu begleiten&#8220;, erz\u00e4hlt Matto Barfuss. &#8222;Uganda k\u00f6nnte als Symbol f\u00fcr die Welt und ihren Umgang mit der Natur stehen. Die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst und die Anspr\u00fcche ebenso. Gleichzeitig gibt es kein Potential mehr, Natur zus\u00e4tzlich f\u00fcr menschliche Bed\u00fcrfnisse nutzbar zu machen. Das Einzige w\u00e4re, Landwirtschaft zu intensivieren und gleichzeitig Handelsbeziehungen auszubauen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Entscheidende, weswegen Matto Barfuss nach Uganda reist, sind die Menschenaffen. Es sind die Schimpansen, die uns zu 98,7 Prozent genetisch identisch mit Menschen sind, und die Berggorillas, die uns zu 98,4 Prozent genetisch identisch mit uns sind.<\/p>\n<p>&#8222;Irgendetwas muss bei der Entwicklung von Berggorillas zu Schimpansen und dann zum Mensch passiert sein&#8220;, gibt Matto zu Bedenken. &#8222;0,3 Prozent n\u00e4her an den Menschen und die Schimpansen f\u00fchren schon strategisch Krieg, w\u00e4hrend die Berggorillas komplett friedlich sind. Meine G\u00e4ste sind da ein spannender Gratmesser. Sie m\u00f6gen Schimpansen, aber bei den Gorillas geht ihnen das Herz auf und die Emotionen \u00fcberw\u00e4ltigen sie.&#8220;<\/p>\n<p>Aus Sicht von Matto wird Artenschutz zu sehr aus der Brille konventioneller Gesellschaftssysteme gesehen. Wir fragen uns, welchen Wert Artenvielfalt f\u00fcr uns Menschen hat. Dabei haben wir uns komplett verkalkuliert. Die Artenkrise ist voll im Gange. Pro Tag verlieren wir weltweit rund 150 Arten. Die Katastrophe l\u00e4sst sich &#8211; realistisch gesehen &#8211; kaum noch aufhalten. Wenigstens eind\u00e4mmen lie\u00dfe sich die Katastrophe aber durch eine rein philosophische Betrachtung des Ganzen. Die Berggorillas \u00f6ffnen uns da das Bewusstsein. Sie wollen ruhen, essen, intensives Sozialverhalten und Spielen, und zwar sogar die Erwachsenen, was f\u00fcr ihre ausgepr\u00e4gte Lebenslust spricht. Auch jungen Bambus, der sie betrunken macht, m\u00f6gen sie gerne konsumieren.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn dich ein Berggorilla anschaut, dann ist in seinem Blick Mitleid. Man hat das Gef\u00fchl, er k\u00f6nne unsere \u00c4ngste und die Hektik, die uns antreibt, in uns sehen. Das l\u00f6st etwas bei den Menschen aus, zumindest, wenn sie sich die Zeit nehmen \u00fcber die Augen und das ruhige Dasitzen und Genie\u00dfen mit ihnen zu kommunizieren&#8220;, berichtet Matto Barfuss. &#8222;Ich benutze mittlerweile Kamerasysteme, wo ich nicht mehr durch den Sucher schaue, sondern stabilisiert die Gorillas filme und mich stattdessen komplett mit ihnen emotional verbinde. F\u00fcr eine Stunde bin ich dann weg von der Welt und eigentlich kaum ansprechbar.&#8220;<\/p>\n<p>Berggorillas k\u00f6nnten uns also in der Tat, was die Sichtweise unserer Welt angeht, heilen. Am Ende stressen wir uns, um etwas zu bekommen, was Berggorilla schon seither haben. Nur haben sie auch kaum noch Lebensraum. Aktuell leben noch etwas \u00fcber 1000 Berggorillas auf insgesamt gerade mal rund 750 qkm. Der Lebensraum wurde ihnen von den Menschen genommen. Dabei sind sie wahrlich der Hoffnungsfunken f\u00fcr die Menschen.<\/p>\n<p>Wer sich auch f\u00fcr eine solch intensive Erfahrung mit Gorillas und Schimpansen interessiert, kann sich gerne \u00fcber folgende Homepage an Matto Barfuss (<a href=\"http:\/\/www.matto-barfuss.com\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.matto-barfuss.com<\/a>) wenden. Im September 2027 bietet er eine weitere Erfahrung an. Diese hat auch eine gewisse Dramaturgie, damit man auch komplett im Thema ist, wenn man zum Ende den Berggorillas gegen\u00fcber tritt.<\/p>\n<p>Am 5. September er\u00f6ffnet die Matto Barfuss Stiftung ihr B\u00fcro und Dokumentations- und Forschungscenter am Rande des Okavango Deltas in Botswana. Die Matto Barfuss Stiftung arbeitet gegen Mensch-Tierkonflikte in den Wildlife-Gebieten und versucht Investoren zu \u00fcberzeugen, Land in Botswana zu erwerben, um bestehende Naturschutzgebiete zu erweitern und Migrationskorridore zu schaffen, innerhalb der sich Tiere frei bewegen k\u00f6nnen. Damit gelingt es, die Genvielfalt der Arten zu unterst\u00fctzen, um eine Degeneration der Art vorzubeugen. Die Matto Barfuss Stiftung hat mit dem Matto Barfuss Conservation Trust eine eigenst\u00e4ndige Stiftung in Botswana gegr\u00fcndet. Diese ist berechtigt als botswanische Institution Land zu erwerben.<\/p>\n<p>                                                                                            (Ende)<\/p>\n<p>                    <a href=\"http:\/\/www.matto-barfuss-stiftung.de\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/logo.png\" alt=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/logo.png\" title=\"Matto Barfuss Stiftung\"\/><br \/>\n            <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"pts20260902007 in Leben Anl\u00e4sslich der Katastrophe in Nepal eine lohnenswerte philosophische Frage Eindrucksvoller Silberr\u00fccken (Foto: Matto Barfuss) Berlin\/Rheinau\/Maun&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":50190,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[24],"tags":[5497,302,5500,2775,5490,886,5491,5492,2389,5494,3243,730,5487,5496,5495,5488,5486,5489,5498,5499,207,5501,5493],"class_list":["post-50189","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-uganda","tag-agentur","tag-aktuell","tag-aussendung","tag-austria","tag-bildagentur","tag-business","tag-businessdienst","tag-hightech","tag-innovation","tag-journalist","tag-leben","tag-medien","tag-nachrichtenagentur","tag-nachrichtensuche","tag-newsletter","tag-presseinformation","tag-pressetext","tag-recherche","tag-termin","tag-termine","tag-uganda","tag-web-broadcast","tag-webtv"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117202228589998877","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50189\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}