{"id":50347,"date":"2026-09-03T01:10:59","date_gmt":"2026-09-03T01:10:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50347\/"},"modified":"2026-09-03T01:10:59","modified_gmt":"2026-09-03T01:10:59","slug":"besuch-aus-tansania-lmu-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50347\/","title":{"rendered":"Besuch aus Tansania &#8211; LMU M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2019 pflegt der LMU-Fachbereich f\u00fcr P\u00e4dagogik bei Verhaltensst\u00f6rungen und Autismus eine Kooperation mit der Open University of Tanzania (OUT). Diese Partnerschaft erm\u00f6glichte bislang 30 LMU-Studierenden aus unterschiedlichen Lehramtsstudieng\u00e4ngen die Teilnahme an Praktika, Forschungsprojekten und Studienaufenthalten in Tansania.<\/p>\n<p>Um die Kooperation zu vertiefen, wurde in 2023 ein Erasmus+-Projekt f\u00fcr den Empfang von 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der OUT an der LMU bewilligt. Dabei unterst\u00fctzte das International Office vor allem in administrativer Hinsicht \u2013 von der Projektvorstellung f\u00fcr den Antrag und der aufw\u00e4ndigen Vorbereitung aller notwendigen Dokumente bis hin zur Beschaffung bezahlbarer Fl\u00fcge f\u00fcr die Delegation.<\/p>\n<p>Die tansanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen am 10. Oktober 2024 in M\u00fcnchen ein und blieben bis zum 8. Dezember 2024 \u2013 ein zweimonatiger Aufenthalt mit vollgepacktem Programm in einem f\u00fcr sie v\u00f6llig neuen Kontext. Der Studienbesuch zielte darauf ab, ihnen praktische Einblicke in das Bildungssystem Deutschlands zu geben und sie mit innovativen p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tzen f\u00fcr marginalisierte Gruppen, einschlie\u00dflich Kindern mit Behinderungen, vertraut zu machen.<\/p>\n<p>Die Studierenden absolvierten Praktika an drei verschiedenen Schulen: dem Sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderzentrum (SfZ) Freiham, der Grund- und Mittelschule Lochham und der Grundschule Am Hardernfeld. Sie beobachteten das Klassenzimmergeschehen und angewandte inklusive Unterrichtspraktiken, und tauschten sich mit deutschen Lehrkr\u00e4ften zu unterschiedlichen Inklusionsans\u00e4tze aus. Au\u00dferdem besuchten sie den Kindergarten Sternfee und die F\u00f6rderschule Wichern-Zentrum M\u00fcnchen, die individualisierte und ma\u00dfgeschneiderte Methoden zur Unterst\u00fctzung von Kindern mit Verhaltensst\u00f6rungen in ihrer akademischen und sozialen Entwicklung anwendet.<\/p>\n<p>Die G\u00e4ste hatten ferner Gelegenheit, an der LMU verwendete Reflexionsb\u00f6gen mit Dr. Clemens Schlegel vom Praktikumsamt des MZL (M\u00fcnchener Zentrum f\u00fcr Lehrerbildung) zu diskutieren. Diese Instrumente zur F\u00f6rderung der kritischen Selbstreflexion und der eigenen Karriere-Entwicklung wurden allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer ins Kiswahili \u00fcbersetzten Version zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Mit auf dem Besuchsprogramm standen auch eine Reihe von Veranstaltungen, die sich mit zentralen Aspekten der inklusiven Bildung und des interkulturellen Verst\u00e4ndnisses befassten. Diese boten wertvolle Einblicke und f\u00f6rderten einen bedeutungsvollen Dialog zu Themen wie Krankenhausp\u00e4dagogik und Interkulturalit\u00e4t. So wurden beispielsweise die Rolle von Gemeinschaft in der Bildung und ihr Einfluss auf inklusive Lernumgebungen untersucht oder die Bildungsunterst\u00fctzung f\u00fcr Kinder w\u00e4hrend eines Krankenhausaufenthalts sowie p\u00e4dagogische Strategien zur Bew\u00e4ltigung vielf\u00e4ltiger Bed\u00fcrfnisse von Lernenden in multikulturellen und inklusiven Settings. Angeregt wurde zudem die Reflexion \u00fcber praktische Anwendungen der Konzepte in den eigenen Bildungs- und Kulturkontexten und eine kritische Analyse von deutschen und tansanischen Ans\u00e4tzen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.<\/p>\n<p>Um das interkulturelle Verst\u00e4ndnis und die Kommunikation der Teilnehmenden zu f\u00f6rdern, durften kulturelle Programmpunkte nat\u00fcrlich nicht fehlen. Hierzu z\u00e4hlten ein Willkommensdinner mit Einf\u00fchrung in die deutsche Gastfreundschaft, der Besuch des M\u00fcnchner Olympia Parks, der Allianz Arena, des Starnberger und des Schliersees, sowie eine Exkursion zur Universit\u00e4t W\u00fcrzburg. Auch besuchten die Studierenden das Museum F\u00fcnf Kontinente und die Kinovorf\u00fchrung \u201eDas leere Grab\u201c. Diese Aktivit\u00e4ten boten ihnen Gelegenheit, \u00fcber die historischen Beziehungen zwischen Deutschland und Tansania nachzudenken und sich mit Themen wie Kolonialismus, Erinnerung und kultureller Identit\u00e4t auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Der Studienbesuch war sowohl f\u00fcr die Besucher als auch f\u00fcr die Gastgeber sehr inspirierend. Die tansanischen Studierenden sammelten praktische Erfahrungen im Bereich inklusiver Bildung, indem sie zum Beispiel individualisierte Lehrmethoden und die Vorteile kleinerer Klassen kennenlernten. Sie hatten die M\u00f6glichkeit, \u00fcber die Anwendbarkeit deutscher Praktiken auf ihre eigenen Bildungskontexte zu reflektieren. Zudem f\u00f6rderte der Austausch das gegenseitige Verst\u00e4ndnis f\u00fcr gesellschaftliche Normen und Bildungspraxen in Deutschland und Tansania. Alle Beteiligten freuen sich schon auf die Fortf\u00fchrung dieser lebendigen und bereichernden Kooperation zwischen der LMU und der Open University of Tanzania.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.edu.lmu.de\/esE\/studium\/praktika\/index.html\" class=\"is-external\" title=\"Link \u00f6ffnet in neuem Fenster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">N\u00e4here Informationen zum Lehrstuhl P\u00e4dagogik bei Verhaltensst\u00f6rungen und Autismus einschlie\u00dflich inklusiver P\u00e4dagogik der LMU<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit 2019 pflegt der LMU-Fachbereich f\u00fcr P\u00e4dagogik bei Verhaltensst\u00f6rungen und Autismus eine Kooperation mit der Open University of&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":50348,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[19],"tags":[2405,19301,19298,19300,564,19297,19299,178,179,3897],"class_list":["post-50347","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-tansania","tag-forschung","tag-lehrangebot","tag-lmu","tag-ludwig-maximilians-universitaet","tag-muenchen","tag-out","tag-paedagogik","tag-tansania","tag-tanzania","tag-universitaet"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117204450215139987","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50347\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}