{"id":5046,"date":"2026-04-20T14:58:48","date_gmt":"2026-04-20T14:58:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5046\/"},"modified":"2026-04-20T14:58:48","modified_gmt":"2026-04-20T14:58:48","slug":"aus-fuer-gruenes-ammoniak-aus-namibia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5046\/","title":{"rendered":"Aus f\u00fcr gr\u00fcnes Ammoniak aus Namibia"},"content":{"rendered":"<p>Es sollte f\u00fcr beide Seiten eine Win-Win-Situation werden. Doch jetzt scheint es erstmal nur Verlierer zu geben: Das <a href=\"https:\/\/www.topagrar.com\/themen\/wasserstoff-12491958.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Wasserstoff<\/a>-Projekt des Konsortiums Hyphen Hydrogen Energy soll Medienberichten zu den Akten gelegt sein. Namibia ist mit 24 % an dem Joint Venture zwischen der deutschen Enertrag SE und der s\u00fcdafrikanischen Nicholas Holdings Africa Limited beteiligt.<\/p>\n<p>Der Essener Energiekonzern RWE hatte 2022 seine Absicht bekundet, ab 2027 j\u00e4hrlich bis zu 350.000 t des Wasserstoffderivats Ammoniak abzukaufen. Das Magazin Focus berichtet nun aber, dass sich die Nachfrage nach Wasserstoff und dessen Derivaten wie Ammoniak in Europa langsamer entwickelt als erwartet. Daher werde RWE nach eigener Aussage derzeit keine weiteren Projekte in Namibia verfolgen. <\/p>\n<p>Enertrag widerspricht den Zeitungsberichten. &#8222;Das Projekt ist weiter am Laufen, derzeit befinden wir uns im ESIA-Prozess (Environmental and Social Impact Assessment)&#8220;, so ein Unternehmenssprecher gegen\u00fcber top agrar online. Ebenso sei die Aussage im Focus falsch, dass RWE 10 Mrd. US-Dollar in das Projekt investiert habe. &#8222;RWE war nie Teil des Projekts, sondern nur als potentieller Abnehmer im Gespr\u00e4ch&#8220;, stellt der Sprecher klar. &#8222;Das Projekt wurde bis heute rein privatwirtschaftlich finanziert, es gab auch keinerlei F\u00f6rderung.&#8220;<\/p>\n<p>Kalt erwischt zeigt sich Namibia. Das Land mit reichlich Wind an der s\u00fcdatlantischen K\u00fcste und 300 Tagen Sonnenschein wollte zu einem weltweiten Zentrum f\u00fcr die Wasserstoffproduktion aufsteigen.\u00a0Der urspr\u00fcnglich geplante Wasserstoffpark sollte 350.000 t gr\u00fcnes Ammoniak pro Jahr erzeugen. Es war sogar von einer langfristigen Jahresproduktion von 2 Mio. t die Rede.<\/p>\n<p>Doch die Wasserstoffpl\u00e4ne hinken in Deutschland und den anderen EU-L\u00e4ndern hinter her. Gem\u00e4\u00df der Nationalen Wasserstoffstrategie will Deutschland in f\u00fcnf Jahren in Elektrolyseanlagen j\u00e4hrlich zehn Gigawatt Wasserstoff produzieren k\u00f6nnen. Die derzeitige Produktion betr\u00e4gt jedoch nur einen Bruchteil des Bedarfs. China, S\u00fcdkorea und Japan sind dagegen bei der Umsetzung Spitzenreiter.<\/p>\n<p>Laut Focus ist der Trend bei uns sogar gegenl\u00e4ufig. So seien zuletzt gro\u00dfe Wasserstoff-Projekte weggebrochen, die gesamte Branche befindet sich in der Krise. Das Problem: Ohne verf\u00fcgbaren Wasserstoff investiert die Wirtschaft nicht in die Wasserstoffnutzung. Und ohne Kunden investiert die Energiebranche nicht. Keiner will den Anfang machen \u2013 eben weil es sich nicht rechnet.<\/p>\n<p>In Namibia soll die Entt\u00e4uschung nun gro\u00df sein. Die Absage wirke sich auf das Vertrauen potenzieller Investoren und die weitere Entwicklung des Wasserstoffsektors aus, hei\u00dft es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sollte f\u00fcr beide Seiten eine Win-Win-Situation werden. 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