{"id":50461,"date":"2026-09-03T07:10:12","date_gmt":"2026-09-03T07:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50461\/"},"modified":"2026-09-03T07:10:12","modified_gmt":"2026-09-03T07:10:12","slug":"einrichtungen-in-drittlaendern-eu-staaten-verhandeln-mit-ruanda-ueber-abschiebezentren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50461\/","title":{"rendered":"Einrichtungen in Drittl\u00e4ndern?: EU-Staaten verhandeln mit Ruanda \u00fcber Abschiebezentren"},"content":{"rendered":"<p>Einrichtungen in Drittl\u00e4ndern?EU-Staaten verhandeln mit Ruanda \u00fcber Abschiebezentren<\/p>\n<p>29.08.2026, 17:56 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(03:13 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/222813630.webp\" alt=\"222813630\"\/>Eine Gruppe europ\u00e4ischer Staaten will bis Ende des Jahres ein Partnerland f\u00fcr die Einrichtung von Abschiebezentren finden. (Foto: picture alliance \/ Daniel Kubirski)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Wohin k\u00f6nnten Migranten gebracht werden, deren Asylantr\u00e4ge in der EU abgelehnt wurden? Eine Vereinbarung erm\u00f6glicht deren Unterbringung in Drittstaaten. Mehrere europ\u00e4ische Regierungen ziehen diese Option offenbar in Betracht und f\u00fchren entsprechende Verhandlungen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vertreter Deutschlands und weiterer europ\u00e4ischer Staaten haben in dieser Woche in Ruanda nach Angaben der dortigen Regierung Gespr\u00e4che \u00fcber die Einrichtung von Abschiebezentren gef\u00fchrt. &#8222;Die Besuche haben tats\u00e4chlich stattgefunden und die Verhandlungen dauern an&#8220;, sagte Ruandas Au\u00dfenminister Olivier Nduhungirehe, ohne Einzelheiten oder den Zeitpunkt der Treffen zu benennen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Reise ging den Berichten zufolge auf eine Gruppe von Staaten zur\u00fcck, die sich selbst &#8222;die Umsetzer&#8220; nennen. Neben Deutschland geh\u00f6ren ihr \u00d6sterreich, D\u00e4nemark, Griechenland und die Niederlande an. Die Gruppe pr\u00fcft demnach, in welche L\u00e4nder au\u00dferhalb Europas Menschen gebracht werden k\u00f6nnten, deren Asylantr\u00e4ge in Europa abgelehnt wurden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bis Ende des Jahres solle ein Partner gefunden werden. Auch Italien habe in den vergangenen Wochen Interesse an einem entsprechenden Abkommen mit Ruanda bekundet, hie\u00df es weiter. Die Gespr\u00e4che sollten demnach auf technischer Ebene gef\u00fchrt werden. Bislang geht es offenbar ausschlie\u00dflich um sogenannte Return Hubs. In diese Zentren k\u00f6nnten Menschen gebracht werden, deren Asylantr\u00e4ge in Europa abgelehnt wurden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Unterh\u00e4ndler von EU-Parlament und Mitgliedstaaten hatten sich Anfang Juni auf eine R\u00fcckf\u00fchrungsverordnung geeinigt, mit der mehr Abschiebungen aus der EU erm\u00f6glicht werden sollen. Die Vereinbarung erlaubt es Mitgliedstaaten, Abschiebezentren in Drittl\u00e4ndern einzurichten, die au\u00dferhalb der EU liegen. Eine Sprecherin der Regierung in Ruanda hatte den Berichten zufolge vor ein paar Tagen &#8222;erste Gespr\u00e4che&#8220; mit europ\u00e4ischen Regierungen \u00fcber ein nicht n\u00e4her definiertes Migrationsabkommen best\u00e4tigt. Es sei aber noch nichts entschieden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Gespr\u00e4ch ist unter anderem das Transitzentrum in Gashora etwa 60 Kilometer von der ruandischen Hauptstadt Kigali entfernt. Dort wurden seit 2019 in Libyen gestrandete Migranten aufgenommen, w\u00e4hrend ihre Asylantr\u00e4ge bearbeitet wurden. Nach Regierungsangaben haben viele die Einrichtung seither verlassen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte schon mehrfach angek\u00fcndigt, sogenannte Return Hubs au\u00dferhalb der EU aufbauen zu wollen. Im Juni sagte er, dazu w\u00fcrden Gespr\u00e4che mit m\u00f6glichen L\u00e4ndern gef\u00fchrt. Ziel sei es, im Laufe des Jahres entsprechende Vereinbarungen zu treffen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ruanda hatte 2022 mit der damaligen britischen Regierung des konservativen Premiers Boris Johnson ein Abkommen dar\u00fcber geschlossen, Migranten ohne Papiere aufzunehmen, die \u00fcber den \u00c4rmelkanal nach Gro\u00dfbritannien gekommen waren. Die Labour-Regierung von Keir Starmer strich 2024 die Vereinbarung indes, die vom britischen Obersten Gerichtshof als &#8222;illegal&#8220; eingeordnet worden war.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, lar\/AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einrichtungen in Drittl\u00e4ndern?EU-Staaten verhandeln mit Ruanda \u00fcber Abschiebezentren 29.08.2026, 17:56 Uhr Artikel anh\u00f6ren(03:13 min) Eine Gruppe europ\u00e4ischer Staaten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":50462,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[21],"tags":[1872,436,746,283,403,404,4469],"class_list":["post-50461","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ruanda","tag-abschiebung","tag-eu","tag-migration","tag-politik","tag-ruanda","tag-rwanda","tag-zuwanderung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117205861828373229","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50461"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50461\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50462"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}