{"id":50500,"date":"2026-09-03T08:48:37","date_gmt":"2026-09-03T08:48:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50500\/"},"modified":"2026-09-03T08:48:37","modified_gmt":"2026-09-03T08:48:37","slug":"abschiebungen-gefordert-tausende-protestieren-gegen-migranten-in-suedafrika-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50500\/","title":{"rendered":"Abschiebungen gefordert: Tausende protestieren gegen Migranten in S\u00fcdafrika"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBAkv tspBAkw\">Tausende Menschen haben in mehreren Gro\u00dfst\u00e4dten S\u00fcdafrikas f\u00fcr die Ausreise illegaler Migranten demonstriert. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen kam es am Rande der M\u00e4rsche selbst zu gewaltt\u00e4tigen \u00dcbergriffen gegen Ausl\u00e4nder aus anderen afrikanischen Staaten.<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Polizeiangaben zufolge st\u00fcrmten und pl\u00fcnderten Demonstranten mehrere von Migranten gef\u00fchrte H\u00e4user und Gesch\u00e4fte in Vororten der Metropole Johannesburg. In der Provinz Kwazulu-Natal nahm die Polizei zehn Menschen wegen Pl\u00fcnderungen und Einbr\u00fcchen fest.<\/p>\n<p> 25.000 Einwanderer abgeschoben oder ausgereist <\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Die M\u00e4rsche markierten den Stichtag 30. Juni, bis zu dem die B\u00fcrgerbewegung March and March mit zunehmend radikaler Rhetorik die Ausreise aller undokumentierten Migranten gefordert hatte. Mehr als 25.000 ausl\u00e4ndische Staatsb\u00fcrger sind nach Angaben s\u00fcdafrikanischer Beh\u00f6rden in den vergangenen Wochen ausgereist oder abgeschoben worden. Aus Angst vor Gewalt haben sich neben illegalen auch legale Migranten f\u00fcr die freiwillige R\u00fcckkehr entschieden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Die Anf\u00fchrerin der Bewegung March and March, Jacinta Ngobese-Zuma, k\u00fcndigte in Durban vor ihren Anh\u00e4ngern w\u00f6chentliche Demonstrationen f\u00fcr die kommenden Monate an, wie Medien berichteten. Die Bewegung fordert eine sch\u00e4rfere Durchsetzung des Einwanderungsgesetzes, Massenabschiebungen sowie strengere Grenzkontrollen und behauptet unbelegt, illegale Migranten tr\u00fcgen zu Kriminalit\u00e4t und Arbeitslosigkeit in S\u00fcdafrika bei.<\/p>\n<p> Angespannte Situation vor Wahlen &#8211; Migranten \u201eS\u00fcndenb\u00f6cke\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Als Afrikas am st\u00e4rksten industrialisierte Volkswirtschaft ist S\u00fcdafrika seit langem ein wichtiges Ziel f\u00fcr Migranten vom gesamten Kontinent. Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa hat die Gewalt gegen Migranten verurteilt. Es sei keine L\u00f6sung, \u201eschutzbed\u00fcrftige Gruppen zu S\u00fcndenb\u00f6cken\u201c f\u00fcr komplexe wirtschaftliche Probleme verantwortlich zu machen, sagte Ramaphosa. Gleichzeitig k\u00fcndigte der Staatschef sch\u00e4rfere Einwanderungskontrollen an.<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Die innenpolitische Lage ist besonders angespannt, da S\u00fcdafrika wenige Wochen vor f\u00fcr den 6. November geplanten Kommunalwahlen steht, bei denen Ramaphosas Regierungspartei ANC gro\u00dfe Einbu\u00dfen drohen.\u00a0<\/p>\n<p> Freiwillige R\u00fcckreisen aus Angst vor Gewalt <\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Das 64-Millionen-Einwohner-Land am S\u00fcdzipfel des Kontinents k\u00e4mpft mit hoher Kriminalit\u00e4t und Arbeitslosigkeit, einer strauchelnden Wirtschaft und schwachen \u00f6ffentlichen Dienstleistungen. March and March macht illegale Migranten pauschal und unbelegt f\u00fcr viele dieser Missst\u00e4nde mitverantwortlich. Proteste in den in vergangenen Wochen in Gro\u00dfst\u00e4dten wie Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt endeten teils in gewaltt\u00e4tigen \u00dcbergriffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Mehrere afrikanische Staaten wie Nigeria, Ghana und Uganda haben in den vergangenen Wochen R\u00fcckholungen f\u00fcr ihre B\u00fcrger organisiert. Tausende aus Nachbarl\u00e4ndern wie Malawi und Mosambik warten in von s\u00fcdafrikanischen Beh\u00f6rden eingerichteten Zentren auf ihre Ausreise.<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">S\u00fcdafrika erlebt immer wieder Wellen der Gewalt gegen Migranten, besonders vor Wahlen. Die schlimmsten solcher Ausschreitungen gab es 2008 und 2015, als Dutzende Menschen get\u00f6tet wurden. Ende April \u00e4u\u00dferte UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres seine Besorgnis \u00fcber die aktuellen \u00dcbergriffe in S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260630-930-311482\/1<\/p>\n<p class=\"tspBAkv\">Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tausende Menschen haben in mehreren Gro\u00dfst\u00e4dten S\u00fcdafrikas f\u00fcr die Ausreise illegaler Migranten demonstriert. 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