{"id":50743,"date":"2026-09-03T19:37:10","date_gmt":"2026-09-03T19:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50743\/"},"modified":"2026-09-03T19:37:10","modified_gmt":"2026-09-03T19:37:10","slug":"sudan-un-wirft-armee-und-rsf-drohnenangriffe-auf-zivilisten-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50743\/","title":{"rendered":"Sudan: UN wirft Armee und RSF Drohnenangriffe auf Zivilisten vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ausl\u00e4ndische Waffen, Milit\u00e4rtechnik, K\u00e4mpfer und Logistiknetzwerke halten den Krieg im <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/sudan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sudan<\/a> am Laufen und erweitern die F\u00e4higkeit der Konfliktparteien, mit Drohnen weit entfernte zivile Ziele anzugreifen. Das geht aus einem am Donnerstag in Genf ver\u00f6ffentlichten Bericht der unabh\u00e4ngigen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/un\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">UN<\/a>-Untersuchungsmission zum Sudan hervor.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Allein in den ersten f\u00fcnf Monaten des Jahres 2026 seien mehr als 1000 Menschen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/sudan-krieg-miliz-attackiert-hauptstadtregion-mit-drohnen-10289977\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">durch Drohnenangriffe get\u00f6tet worden<\/a>. Einige der dokumentierten Eins\u00e4tze auf beiden Seiten erf\u00fcllten den Tatbestand von Kriegsverbrechen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Im Sudan liefern sich die Armee unter Abdel Fattah al-Burhan und die paramilit\u00e4rische Rapid Support Forces (RSF) unter dessen fr\u00fcherem Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo seit April 2023 Gefechte. Nach UN-Angaben wurden bislang mehr als 14 Millionen Menschen vertrieben; Hilfsorganisationen sprechen laut AFP von mehr als 200.000 Toten.\n            <\/p>\n<p>            Vorw\u00fcrfe gegen mehrere Staaten<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Nach Erkenntnissen der Ermittler versorgte ein Netzwerk aus Personen und Firmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Tschad, in Libyen und in Somalia die RSF mit Waffen, Ausr\u00fcstung, Ausbildung und ausl\u00e4ndischem Personal. <\/p>\n<p>Bis zu 2000 kolumbianische S\u00f6ldner sollen dabei geholfen haben, Drohnensysteme und andere Waffen zu bedienen. Einige seien bei den K\u00e4mpfen um die Stadt al-Faschir in Darfur anwesend gewesen, die die RSF im Oktober 2025 einnahm. Dort sprachen die UN-Ermittler zuvor <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/un-ermittler-sehen-merkmale-eines-voelkermords-im-sudan-10020054\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von massenhaften T\u00f6tungen mit Merkmalen eines V\u00f6lkermords<\/a>.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Emirate wiesen den Vorwurf milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung der RSF erneut zur\u00fcck. Somalia erkl\u00e4rte, sein Territorium und seine H\u00e4fen d\u00fcrften nicht f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke genutzt werden, r\u00e4umte aber Informationsl\u00fccken ein. Der tschadische Botschafter in Genf, Makaila Ahmad, nannte alle Vorw\u00fcrfe gegen sein Land falsch. Kolumbien erkl\u00e4rte, gegen die Teilnahme eigener Staatsb\u00fcrger an ausl\u00e4ndischen Konflikten vorzugehen.\n            <\/p>\n<p>            Angriffe auf Krankenh\u00e4user und M\u00e4rkte<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch die sudanesische Armee soll dem Bericht zufolge im Ausland beschaffte Kampfdrohnen und Loitering Munition, also \u00fcber einem Zielgebiet kreisende Angriffsdrohnen, gegen zivile Ziele eingesetzt haben, unter anderem auf den Yabus-Markt im Bundesstaat Blauer Nil. Bei einem Angriff auf das Krankenhaus Ad-Da&#8217;ein im Ostdarfur wurden nach Angaben der Ermittler mindestens 70 Menschen get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Wiederholte RSF-Drohnenangriffe zwischen Mai und Juli 2026 besch\u00e4digten zudem Strom- und Treibstoffanlagen in der Stadt El Obeid.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Kommission rief den UN-Sicherheitsrat auf, das bestehende Waffenembargo f\u00fcr Darfur auf das gesamte Land auszuweiten. Die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> hatten dazu am Montag im Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der auch Drohnen und dazugeh\u00f6rige Technologien ausdr\u00fccklich erfassen soll. <\/p>\n<p>Der US-Sonderberater f\u00fcr arabische und afrikanische Angelegenheiten, Massad Boulos, sprach von mehr als zw\u00f6lf Staaten, die die Kriegsparteien milit\u00e4risch unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ausl\u00e4ndische Waffen, Milit\u00e4rtechnik, K\u00e4mpfer und Logistiknetzwerke halten den Krieg im Sudan am Laufen und erweitern die F\u00e4higkeit der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":50744,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[235],"tags":[19416,486,993,5002,4598,428,267],"class_list":["post-50743","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sudan","tag-basheer","tag-darfur","tag-drohne","tag-genf","tag-kolumbien","tag-somalia","tag-sudan"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117208799248404885","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50743"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50743\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}