{"id":50831,"date":"2026-09-03T23:00:51","date_gmt":"2026-09-03T23:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50831\/"},"modified":"2026-09-03T23:00:51","modified_gmt":"2026-09-03T23:00:51","slug":"rki-zig-news-von-roadmaps-zur-konkreten-umsetzung-staerkung-der-public-health-intelligence-in-tunesien-und-marokko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50831\/","title":{"rendered":"RKI &#8211; ZIG-News &#8211; Von Roadmaps zur konkreten Umsetzung: St\u00e4rkung der Public Health Intelligence in Tunesien und Marokko"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Health Security Partnership to Strengthen Disease Surveillance in Africa (HSPA) arbeitet das Robert Koch-Institut (RKI) mit Partnerl\u00e4ndern und -institutionen zusammen, um Epidemic-Intelligence-Systeme zu st\u00e4rken und die fr\u00fchzeitige Erkennung von sowie Reaktion auf Gefahren f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit zu verbessern. Im Rahmen des Projekts leitet ZIG1 den Arbeitsbereich Epidemic Intelligence und arbeitet dabei mit Marokko, Tunesien, S\u00fcdafrika und Namibia zusammen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der ersten Phase von HSPA bildeten l\u00e4nderspezifische Kapazit\u00e4ts- und Bedarfsanalysen die Grundlage f\u00fcr gemeinsam entwickelte Roadmaps. In Phase II liegt der Schwerpunkt nun darauf, diese Priorit\u00e4ten in die Praxis umzusetzen. Zwei k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte Public Health Intelligence (PHI) Foundations Trainings in Tunesien und Marokko stellten einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung der in den jeweiligen Roadmaps identifizierten Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Kapazit\u00e4ten im Bereich Epidemic Intelligence dar.<\/p>\n<p>Weiterentwicklung der Public Health Intelligence in Tunesien<\/p>\n<p>Vom 18. bis 22. Mai f\u00fchrten RKI ZIG1 und das tunesische Observatoire National des Maladies Nouvelles et \u00c9mergentes (ONMNE) mit Unterst\u00fctzung des WHO-Regionalb\u00fcros f\u00fcr den \u00f6stlichen Mittelmeerraum (WHO EMRO) sowie des WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence ein PHI Foundations Training in Tunis durch.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ZIG_NEWS_Tunisia_Morocco_v1.jpg\" title=\"Foto 1: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis in Kleingruppen zusammen (\u00a9 RKI)\" data-source=\"Foto 1: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis in Kleingruppen zusammen (\u00a9 RKI)\" alt=\"Foto 1: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis in Kleingruppen zusammen\"\/><\/p>\n<p>Foto 1: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis in Kleingruppen zusammen<\/p>\n<p>                    \u00a9<br \/>\n                         RKI<\/p>\n<p>Eine wichtige Grundlage f\u00fcr das <a class=\"RichTextIntLink Basepage\" href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Institut\/Internationales\/ZIG-News\/News\/2026-01-16_PHI-Foundations-Course.html?nn=16922072\" title=\"Grundlagen der Public Health Intelligence: F\u00fchren, Umsetzen und Anwenden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PHI Foundations Training<\/a> war das innerhalb des PHI Capacity Building and Innovation (PHI-CBI) Projekts ver\u00f6ffentlichte <a class=\"RichTextExtLink ExternalLink\" href=\"https:\/\/www.who.int\/initiatives\/phicompetencies?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" title=\"Externer Link\u00a0Public Health Intelligence Competency Framework and Curriculum (\u00d6ffnet\u00a0neues\u00a0Fenster)\">Public Health Intelligence Competency Framework and Curriculum<\/a>. Diese Publikation wurde gemeinsam vom WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence, dem RKI und weiteren globalen Partnern entwickelt. Als kompetenzbasierte Fortbildung orientiert sich das Training direkt an diesem Rahmenwerk. Zur Vorbereitung wurden die Inhalte gemeinsam mit den Partnern an das Public-Health-System Tunesiens, priorit\u00e4re Gefahren f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit, institutionelle Zust\u00e4ndigkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen und Governance-Strukturen angepasst. Das Training brachte Fachkr\u00e4fte aus verschiedenen Institutionen und Disziplinen zusammen, um Ans\u00e4tze f\u00fcr eine integrierte Surveillance und Reaktion aus einer gefahren\u00fcbergreifenden und One-Health-Perspektive zu er\u00f6rtern.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ZIG_NEWS_Tunisia_Morocco_v1-02.jpg\" title=\"Foto2: Teilnehmende diskutieren die Ergebnisse einer Gruppen\u00fcbung w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis. (\u00a9 RKI)\" data-source=\"Foto2: Teilnehmende diskutieren die Ergebnisse einer Gruppen\u00fcbung w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis. (\u00a9 RKI)\" alt=\"Foto2: Teilnehmende diskutieren die Ergebnisse einer Gruppen\u00fcbung w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis.\"\/><\/p>\n<p>Foto2: Teilnehmende diskutieren die Ergebnisse einer Gruppen\u00fcbung w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Tunis.\u00a0<\/p>\n<p>                    \u00a9<br \/>\n                         RKI<\/p>\n<p>\u00dcber das PHI-Grund\u00adcurriculum hinaus bot das Programm Gelegenheit, weitere Schwerpunkte zu diskutieren, die f\u00fcr die Epidemic Intelligence in Tunesien von besonderer Bedeutung sind. Am letzten Tag nahmen die Teilnehmenden an einem Workshop zu <a class=\"RichTextExtLink ExternalLink\" href=\"https:\/\/www.who.int\/initiatives\/eios\/eios-leadership-and-governance\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" title=\"Externer Link\u00a0Epidemic Intelligence from Open Sources (EIOS) (\u00d6ffnet\u00a0neues\u00a0Fenster)\">Epidemic Intelligence from Open Sources (EIOS)<\/a> teil. Dieser umfasste einen Austausch praktischer Erfahrungen des libanesischen Gesundheitsministeriums (MoPH) und des RKI und wurde vom EIOS Core Team des WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence unterst\u00fctzt. Eine weitere Sitzung unter Beteiligung von WHO EMRO befasste sich mit der Integration ereignisbasierter und indikatorbasierter Surveillance und bot Gelegenheit zu diskutieren, wie diese sich erg\u00e4nzenden Ans\u00e4tze im nationalen System zusammengef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Beteiligung von Partnern aus Tunesien, dem Libanon, der WHO und dem RKI erm\u00f6glichte es den Teilnehmenden, unterschiedliche Ans\u00e4tze zu vergleichen, praktische Herausforderungen zu diskutieren und von Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens zu lernen.<\/p>\n<p>St\u00e4rkung der Public Health Intelligence f\u00fcr eine schnelle Reaktion in Marokko<\/p>\n<p>Ein zweites PHI Foundations Training fand vom 20. bis 24. Juli in Rabat statt. Gastgeber war die marokkanische Direction de l&#8217;Epid\u00e9miologie et de Lutte contre les Maladies (DELM), unterst\u00fctzt von WHO EMRO.<\/p>\n<p>Wie in Tunesien wurde das Training an den nationalen Kontext angepasst und orientierte sich am gemeinsam entwickelten PHI Competency Framework. Teilnehmende aus verschiedenen Fachdisziplinen des nationalen Rapid-Response-Teams befassten sich mit zentralen Elementen der Public Health Intelligence und er\u00f6rterten, wie unterschiedliche Informationsquellen und Surveillance-Ans\u00e4tze zu einer fr\u00fchzeitigen Erkennung, Bewertung und Reaktion beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ZIG_NEWS_Tunisia_Morocco_v1-03.jpg\" title=\"Foto3: Teilnehmende bearbeiten gemeinsam eine praktische Public-Health-Intelligence-\u00dcbung w\u00e4hrend des PHI Foundations Trainings in Rabat. (\u00a9 RKI)\" data-source=\"Foto3: Teilnehmende bearbeiten gemeinsam eine praktische Public-Health-Intelligence-\u00dcbung w\u00e4hrend des PHI Foundations Trainings in Rabat. (\u00a9 RKI)\" alt=\"Foto3: Teilnehmende bearbeiten gemeinsam eine praktische Public-Health-Intelligence-\u00dcbung w\u00e4hrend des PHI Foundations Trainings in Rabat.\"\/><\/p>\n<p>Foto3: Teilnehmende bearbeiten gemeinsam eine praktische Public-Health-Intelligence-\u00dcbung w\u00e4hrend des PHI Foundations Trainings in Rabat.<\/p>\n<p>                    \u00a9<br \/>\n                         RKI<\/p>\n<p>Auch der regionale und internationale Austausch war erneut ein wichtiger Bestandteil des Programms. Kolleginnen und Kollegen des ONMNE in Tunesien und des libanesischen Gesundheitsministeriums berichteten \u00fcber Erfahrungen aus ihren jeweiligen Systemen und stellten damit einen direkten Bezug zu laufenden Epidemic-Intelligence-Aktivit\u00e4ten in anderen Teilen der Region her. Auch das Europ\u00e4ische Zentrum f\u00fcr die Pr\u00e4vention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und WHO EMRO brachten praxisbezogene Einblicke in den Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz in der Public Health Intelligence ein und schufen damit eine Grundlage f\u00fcr die Diskussion \u00fcber die Chancen und Herausforderungen neuer analytischer Instrumente.<\/p>\n<p>Diese Beitr\u00e4ge spiegelten ein weiteres Ziel wider, das in den Roadmaps aller Partnerl\u00e4nder verankert ist: die St\u00e4rkung von Netzwerken zwischen Institutionen sowie die Schaffung von M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den fachlichen Austausch zwischen Partnerl\u00e4ndern und regionalen und internationalen Organisationen.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit im Mittelpunkt der Umsetzung<\/p>\n<p>Die beiden Trainings zeigen, wie die w\u00e4hrend der HSPA-Phase I entwickelten l\u00e4nderspezifischen Roadmaps in Phase II in konkrete Aktivit\u00e4ten \u00fcberf\u00fchrt werden. Obwohl beide Programme auf einem gemeinsamen PHI-Grundlagentraining basierten, spiegelten ihre Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung die jeweiligen Priorit\u00e4ten, Strukturen und Erfahrungen der einzelnen L\u00e4nder wider.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ZIG_NEWS_Tunisia_Morocco_v1-04.jpg\" title=\"Foto4: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Rabat gemeinsam an einer Gruppen\u00fcbung. (\u00a9 RKI)\" data-source=\"Foto4: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Rabat gemeinsam an einer Gruppen\u00fcbung. (\u00a9 RKI)\" alt=\"Foto4: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Rabat gemeinsam an einer Gruppen\u00fcbung.\"\/><\/p>\n<p>Foto4: Teilnehmende arbeiten w\u00e4hrend des Public Health Intelligence Foundations Trainings in Rabat gemeinsam an einer Gruppen\u00fcbung.<\/p>\n<p>                    \u00a9<br \/>\n                         RKI<\/p>\n<p>Zugleich verdeutlichten sie den Mehrwert der Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und internationalen Institutionen. Die Beteiligung des tunesischen ONMNE, der marokkanischen DELM, des libanesischen MoPH, von WHO EMRO, des WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence, des ECDC und des RKI brachte unterschiedliche operative Erfahrungen und Perspektiven in die Programme ein und schuf zugleich bessere Voraussetzungen f\u00fcr einen kontinuierlichen Austausch \u00fcber die Trainings hinaus.<\/p>\n<p>Durch diesen kooperativen Ansatz unterst\u00fctzen die HSPA-Aktivit\u00e4ten im Bereich Epidemic Intelligence nicht nur den Aufbau fachlicher Kapazit\u00e4ten, sondern auch eine engere Vernetzung der Personen und Institutionen, die in diesem Bereich t\u00e4tig sind. Diese Partnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag dazu, nachhaltige Systeme aufzubauen, die Gesundheitsgefahren fr\u00fchzeitig erkennen und bewerten und eine wirksame Reaktion erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die Aktivit\u00e4ten wurden durch das Weapons Threat Reduction Program von Global Affairs Canada und die Regierung des Vereinigten K\u00f6nigreichs unterst\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Rahmen der Health Security Partnership to Strengthen Disease Surveillance in Africa (HSPA) arbeitet das Robert Koch-Institut (RKI)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11675,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[211,212],"class_list":["post-50831","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-tunesien","tag-tunesien","tag-tunisia"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117209597743047208","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50831\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11675"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}