{"id":50852,"date":"2026-09-04T00:38:56","date_gmt":"2026-09-04T00:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50852\/"},"modified":"2026-09-04T00:38:56","modified_gmt":"2026-09-04T00:38:56","slug":"elfenbeinkueste-hilfsorganisation-will-kinder-aus-gangs-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50852\/","title":{"rendered":"Elfenbeink\u00fcste: Hilfsorganisation will Kinder aus Gangs holen"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Krise w\u00e4hrend der Wahlen von 2011 verbreiten kriminelle Jugendbanden in der Elfenbeink\u00fcste Angst und Schrecken. Die Mitglieder der so genannten \u201eMikroben\u201c sind meist minderj\u00e4hrige, arme und vernachl\u00e4ssigte Kinder. Die franz\u00f6sische Hilfsorganisation \u201eDignit\u00e9 Droit pour les enfants in C\u00f4te d&#8217;Ivoire&#8220; will sie von der Stra\u00dfe holen. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2022-11\/westafrika-senegal-kap-verde-mauretanien-guinea-wachsende-not.html\" title=\"Westafrika: Wirtschaftskrise und steigenden Kosten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/media.vaticannews.va\/media\/content\/dam-archive\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2022\/09\/07\/19\/1662572074142.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Westafrika: Wirtschaftskrise und steigenden Kosten\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Angesichts steigender Lebenshaltungskosten in Senegal, Mauretanien, Kap-Verde und Guinea-Bissau hat sich die regionale Bischofskonferenz besorgt \u00fcber die wachsende Armut und Not &#8230;\n     <\/p>\n<p>Myriam Sandouno und Stefanie Stahlhofen &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Eric Memel ist Programmkoordinator der Nichtregierungsorganisation \u201eDignit\u00e9 Droit pour les enfants in C\u00f4te d&#8217;Ivoire&#8220;. Er berichtet im Interview mit Radio Vatikan:<\/p>\n<p>\u201eMan muss sagen, dass das Problem weiter existiert. Ausgestattet mit Macheten \u00fcberfallen, berauben und t\u00f6ten die Kinder auch manchmal ihre Opfer. Das Land sieht sich mit einer anderen Form von Gewalt konfrontiert, die sich immer weiter ausbreitet. Es handelt sich um minderj\u00e4hrige Schulabbrecher oder Analphabeten, die aus den \u00e4rmsten Verh\u00e4ltnissen der Hauptstadt stammen, arbeitslos, benachteiligt oder von ihren Eltern allein gelassen sind.\u00a0Da einige von ihnen die Gr\u00e4uel des Krieges erlebt haben und unter dem Einfluss von Drogen stehen, ver\u00fcben sie gnadenlos Gewalttaten und werden von Erwachsenen instrumentalisiert.&#8220;<\/p>\n<p>\n   Radio Vatikan Podcast: Elfenbeink\u00fcste: Hilfsorganisation will Kinder aus Gangs holen\n  <\/p>\n<p>\u201eDas Land sieht sich mit einer anderen Form von Gewalt konfrontiert, die sich immer weiter ausbreitet\u201c<\/p>\n<p>Viele Einwohner im wirtschaftlichen Zentrum der Elfenbeink\u00fcste, Abidjan, beklagen die Aggressionen, Gewalt und Angriffe dieser Kinder-Banden. Die Ursachen sind laut Eric Memel vielf\u00e4ltig und h\u00e4ngen unter anderem mit Kriegserlebnissen und der Krise nach den Wahlen sowie der Resignation der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zusammen. Er fordert daher mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr das Problem und bessere Unterst\u00fctzung der Familien:<\/p>\n<p>Bei den Familien ansetzen <\/p>\n<p>\u201eAn der Basis dieser Kinder sind die Familien.\u00a0Um diese Form der Gewalt zu bek\u00e4mpfen, ist es wichtig, die Familien st\u00e4rker einzubeziehen und sie mit echtem Engagement f\u00fcr den Schutz der Kinder zu sensibilisieren. Es gibt viele Stra\u00dfenkinder, die instrumentalisiert werden. Hinzu kommt die Situation des Terrorismus vor den Toren der Elfenbeink\u00fcste.&#8220;<\/p>\n<p>Die Kinderrrechtsorganisation fordert daher, dass nicht nur ein besonderer Blick auf die Kinder, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, geworfen wird, sondern dass man sich auch allgemein mit den F\u00e4llen aller instrumentalisierten Minderj\u00e4hrigen befassen sollte, f\u00fcr die Gewalt und Banden-Krimiminalit\u00e4t Alltag sind. Auch der Staat sollte nach Meinung von Eric Memel mehr f\u00fcr den Schutz von Kindern tun. Die Elfenbeink\u00fcste hat mit Blick auf Kinderrechte noch viel vor sich, auch wenn es einige Bem\u00fchungen gibt.\u00a0<\/p>\n<p>Staat kann und muss mehr tun <\/p>\n<p>Die NGO Dignit\u00e9 Droit pour les enfants en C\u00f4te d&#8217;Ivoire schl\u00e4gt vor, dass&#8230;<\/p>\n<p>\u201e&#8230;ein Plan zur Unterst\u00fctzung und zum Schutz dieser Kinder erstellt wird und M\u00f6glichkeiten zur Wiedereingliederung f\u00fcr gewaltt\u00e4tige und kriminelle Minderj\u00e4hrige geschaffen werden. Wir nehmen die Bem\u00fchungen des Staates zur Kenntnis, aber die Priorit\u00e4ten im Bereich der Kinderhilfe m\u00fcssen dann auch gezielt in der Realit\u00e4t umgesetzt werden. &#8220; Kinderschutzvereine und\u00a0Nichtregierungsorganisationen seien hier bereits aktiv:<\/p>\n<p>\u201eWir nehmen die Bem\u00fchungen des Staates zur Kenntnis, aber die Priorit\u00e4ten im Bereich der Kinderhilfe m\u00fcssen dann auch gezielt in der Realit\u00e4t umgesetzt werden\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs gibt Zentren zur Unterst\u00fctzung der Kinder durch Rehabilitationsprogramme, Resilienzworkshops, Unterst\u00fctzung der Familien, schulische Unterst\u00fctzung und Berufsausbildung &#8222;, berichtet der Programmkoordinator der Nichtregierungsorganisation \u201eDignit\u00e9 Droit pour les enfants in C\u00f4te d&#8217;Ivoire&#8220;,\u00a0Eric Memel, im Interview.\u00a0<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; sst)\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit der Krise w\u00e4hrend der Wahlen von 2011 verbreiten kriminelle Jugendbanden in der Elfenbeink\u00fcste Angst und Schrecken. 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