{"id":50897,"date":"2026-09-04T04:47:01","date_gmt":"2026-09-04T04:47:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50897\/"},"modified":"2026-09-04T04:47:01","modified_gmt":"2026-09-04T04:47:01","slug":"eskalation-in-tschad-kirche-ruft-zu-ruhe-und-versoehnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50897\/","title":{"rendered":"Eskalation in Tschad: Kirche ruft zu Ruhe und Vers\u00f6hnung"},"content":{"rendered":"<p>Bei Protesten gegen eine Entscheidung der \u00dcbergangsregierung sind im zentralafrikanischen Tschad mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Nach den Demos und den gewaltsamen Auseinandersetzungen vom Donnerstag mahnte die katholische Bischofskonferenz des Tschad (CET) in einer Erkl\u00e4rung Ruhe und Vers\u00f6hnung an.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2022-10\/somalia-interview-bischof-unicef-hungersnot-duerre-terror-hilfe.html\" title=\"Bischof zu Hungersnot in Somalia: Noch schlimmer, als bef\u00fcrchtet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/media.vaticannews.va\/media\/content\/dam-archive\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2022\/10\/13\/13\/1665661065679.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Bischof zu Hungersnot in Somalia: Noch schlimmer, als bef\u00fcrchtet\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Hunger sei \u201eein immer wiederkehrendes Drama in Somalia&#8220;, beklagt der Bischof von Dschibuti und Apostolische Administrator von Mogadischu, Giorgio Bertin, im Interview mit uns. &#8230;\n     <\/p>\n<p>Die Bisch\u00f6fe riefen dazu auf, die Heiligkeit des menschlichen Lebens zu achten und bezeugten den Angeh\u00f6rigen\u00a0der Opfer ihre N\u00e4he und ihr Mitgef\u00fchl.\u00a0Die CET \u00e4u\u00dferte sich zudem besorgt \u00fcber die Situation und die zunehmenden Spannungen. Sie appellierte an \u201ealle politischen Akteure und die Verteidigungs- und Sicherheitskr\u00e4fte, unter allen Umst\u00e4nden aufrichtigen Dialog und die Achtung der Menschenw\u00fcrde&#8220; zu bevorzugen. Alle\u00a0Katholiken und Christen, sowie Gl\u00e4ubige und alle M\u00e4nner und Frauen guten Willen riefen die Bisch\u00f6fe des Tschad zudem auf, \u201eunabl\u00e4ssig f\u00fcr die Vers\u00f6hnung der Herzen zu beten, um den Frieden im Land zu f\u00f6rdern&#8220;.<\/p>\n<p>\u201eSich die H\u00e4nde reichen, einander vergeben, den Hass vergessen und sich als S\u00f6hne und T\u00f6chter einer Nation akzeptieren\u201c<\/p>\n<p>Die Kirche forderte auch alle auf, \u201ekeinen Hass gegeneinander zu hegen, sich gegenseitig zu akzeptieren, sich die H\u00e4nde zu reichen, einander zu vergeben, den Hass zu vergessen und sich als S\u00f6hne und T\u00f6chter einer Nation zu akzeptieren&#8220;.<\/p>\n<p>Demonstrationen und Gewalt <\/p>\n<p>In der Hauptstadt N\u2019Djamena und weiteren St\u00e4dten waren Ende vergangener Woche Demonstrationen brutal niedergeschlagen worden. Mindestens 50 Menschen wurden nach offiziellen Angaben von staatlichen Sicherheitskr\u00e4ften get\u00f6tet, etwa 300 verletzt; zahlreiche Menschen wurden festgenommen.\u00a0Die Afrikanische Union, die Vereinten Nationen und die Europ\u00e4ische Union verurteilten die Gewalt. Menschenrechtsorganisationen sprachen von Massakern und forderten Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Die Proteste in N\u2019Djamena richteten sich gegen eine Resolution vor wenigen Wochen, die es dem\u00a0Pr\u00e4sidentensohn Mahamat Idriss D\u00e9by\u00a0erm\u00f6glicht, weitere zwei Jahre an der Macht zu bleiben. Demokratische Wahlen sollen erst 2024 stattfinden, wobei er selbst in den Wahlen kandidieren darf.\u00a0 Nach der Amts\u00fcbernahme im April 2021, nach dem Tod seines Vaters, hatte D\u00e9by eine \u00dcbergangsfrist von 18 Monaten bis zu Wahlen versprochen. Diese Frist ist jetzt abgelaufen.<\/p>\n<p>\u201eDie Machthaber hatten einen Wandel versprochen, doch bis heute ist nichts geschehen\u201c<\/p>\n<p>Im Interview mit Radio Vatikan \u00e4u\u00dferte sich in der Vorwoche auch der Generalvikar der Erzdi\u00f6zese N\u2019Djamena, Bischof Samuel\u00a0Mba\u00efrab\u00e9, zur Lage im Land. Er bedauerte,\u00a0 dass keine positive Entwicklung zu verzeichnen sei. Das Volk sehne sich nach einem Ende der Gewalt und all der \u00dcbel. \u201eDie Machthaber hatten einen Wandel versprochen, doch bis heute ist nichts geschehen&#8220;, stellte er fest. Man beobachte den Willen und den Wunsch einiger Personen, das gleiche System f\u00fcr ihre eigenen Interessen aufrechtzuerhalten. \u201eAll das hat ein Gef\u00fchl der Revolte hervorgerufen&#8220;. F\u00fcr Generalvikar Mba\u00efrab\u00e9 sind die j\u00fcngsten Demonstrationen \u201eder Verzweiflungsschrei einer bewussten Generation, die einen Wandel fordert&#8220;.<\/p>\n<p>(vatican news\/diverse &#8211; sst)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Protesten gegen eine Entscheidung der \u00dcbergangsregierung sind im zentralafrikanischen Tschad mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. 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