{"id":50994,"date":"2026-09-04T08:55:54","date_gmt":"2026-09-04T08:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50994\/"},"modified":"2026-09-04T08:55:54","modified_gmt":"2026-09-04T08:55:54","slug":"trotz-renommee-kaempft-das-krankenhaus-mit-finanzierungsproblemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/50994\/","title":{"rendered":"Trotz Renommee k\u00e4mpft das Krankenhaus mit Finanzierungsproblemen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.oberhessische-zeitung.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><a href=\"https:\/\/www.oberhessische-zeitung.de\/vogelsbergkreis\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_vogelsbergkreis\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vogelsbergkreis<\/a><a href=\"https:\/\/www.oberhessische-zeitung.de\/vogelsbergkreis\/alsfeld\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_alsfeld\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alsfeld<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 26.11.2025, 07:52 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/profile.google.com\/cp\/Cg0vZy8xMWc4djQ2Mms4GgA\" class=\"id-Story-googleFollowButton id-Story-googleFollowButton--default\" target=\"_blank\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" google-follow=\"\" auf=\"\" google=\"\" folgen=\"\" rel=\"nofollow noopener\">Uns auf Google folgen<\/a><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/40581571-mit-einem-grossen-scheck-erfreut-die-schulgemeinde-den-hilfsverein-fuer-das-albert-schweitz.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Mit einem gro&#xDF;en Scheck erfreut die Schulgemeinde den Hilfsverein f&#xFC;r das Albert-Schweitzer-Krankenhaus Lambarene und die &#x201E;Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum&#x201C;: Dr. Roland Wolf (l.) und Schulleiter Christian Bolduan  (r.). \"\/>Mit einem Scheck erfreut die Schulgemeinde den Hilfsverein f\u00fcr das Albert-Schweitzer-Krankenhaus Lambarene und die \u201eStiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum\u201c: Dr. Roland Wolf (l.) und Schulleiter Christian Bolduan (r.). \u00a9\u00a0Traudi Schlitt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Das Albert-Schweitzer-Spital in Gabun ist noch immer wichtig f\u00fcr arme Menschen. Doch Frankreich und die Schweiz haben sich zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Mit einer Veranstaltungsreihe zu Ehren ihres Namensgebers begeht in diesem Jahr die Albert-Schweitzer-Schule die Jahrestage anl\u00e4sslich des 150. Geburtstages und 60. Todestages des Arztes, Theologen und Musikers. Vor Kurzem war Dr. Roland Wolf, Vorsitzender des Deutschen Hilfsvereins f\u00fcr das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene, zu Gast. Schulleiter Christian Bolduan freute sich sichtlich, mit dem Studiendirektor i.\u2006R. einen versierten Afrika-Kenner in der Aula der Schule in der Schillerstra\u00dfe zu begr\u00fc\u00dfen, einen, der mehrfach im Jahr nach Gabun reist, um sich vor Ort ein Bild zu machen und mit den Menschen in und um das Spital ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n<p>Weiterer Vortrag<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Als letzte Veranstaltung im Jubil\u00e4umsjahr bietet die Albert-Schweitzer-Schule am Montag, 15. Dezember, um 19.30 Uhr einen Vortrag des stellvertretenden Schulleiters Thomas Weidemann zur Geschichte der Namensgebung der Schule an.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung des Spitals<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr die Schule sei es wichtig, die vielen Facetten Albert Schweitzers in die Wahrnehmung ihrer Sch\u00fcler zu r\u00fccken, so Bolduan, der neben einigen G\u00e4sten aus der Sch\u00fclerschaft auch viele Lehrer, \u00c4rzte sowie andere Interessierte im Publikum willkommen hie\u00df. Einen gro\u00dfen Scheck gab es vorab: Die Schule hatte mit den vorhergehenden Veranstaltungen (ein Vortrag und ein Konzert) mehr als 1300 Euro eingenommen, die nun dem Spital in Gabun und der Bildungsarbeit der \u201eStiftung Deutsches-Albert-Schweitzer-Zentrum\u201c zugutekommen. In seinem Vortrag ging der Experte zun\u00e4chst auf die Gr\u00fcndung des Spitals ein: 1913 reiste der Arzt Albert Schweitzer mit seiner Frau Helene im Auftrag der evangelischen Missionsgesellschaft nach Gabun \u2013 nicht als Missionar, wie Wolf betonte, denn daf\u00fcr hatte ihn die Missionsgesellschaft nicht zugelassen. Er gr\u00fcndete dort ein kleines Krankenhaus, wobei er sich von Anfang an auch als Baumeister bet\u00e4tigen musste, da zun\u00e4chst keine Geb\u00e4ude au\u00dfer einem Wohnhaus vorhanden waren und sp\u00e4ter immer neue dazukamen \u2013 sp\u00e4ter auch auf eigenem Grund und Boden. Bis zum Ende seines Wirkens hatte Albert Schweitzer 85 Geb\u00e4ude errichtet, so Wolf, und zwar auf die traditionelle Bauweise und nicht selten gemeinsam mit geheilten Patienten. Mit vielen Bildern aus allen Epochen des Wirkens Schweitzers unterst\u00fctzte Wolf seinen Vortrag: Weggef\u00e4hrten wurden gew\u00fcrdigt, Aufgaben im Krankenhaus und auf den Baustellen skizziert, auch einen Exkurs in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als das Ehepaar Schweitzer als Kriegsgefangene nach Europa zur\u00fcckkehren musste, hatte Wolf dabei. Somit spannte er inhaltlich einen weiten Bogen. 1924 reiste Schweitzer \u2013 dieses Mal ohne seine Frau und die 1919 geborene Tochter Rhena \u2013 zur\u00fcck nach Gabun. Nicht nur war es ihm gelungen, mithilfe seines ersten Buches und verschiedener Konzerte und Vortr\u00e4ge Schulden bei der Mission zu tilgen, sondern er konnte auch die vorhandenen Geb\u00e4ude sanieren und neue errichten \u2013 die er im \u00dcbrigen dem Klima und dem Sonnenstand anpasste. Auch hier setzte der vielseitig begabte Gelehrte Akzente. Bald erschuf er auf eigenem Grund und Boden sein \u201eSchweitzer-Universum\u201c, wie Wolf es nannte: Der Platz auf dem Gel\u00e4nde der Mission reichte nicht mehr aus, und die Kolonialverwaltung \u00fcberlie\u00df ihm 80 Hektar Land. Der Umzug in das neue Krankenhaus mit Einrichtungen und Geb\u00e4uden, unter anderem einem Operationssaal, erfolgte im Januar 1927. Schweitzer wirkte dort bis zu seinem Tod im Jahr 1965. Da jeder Patient einen Begleiter mitbringen musste, entstand ein richtiges Spitaldorf. Inzwischen kamen Pflegerinnen und \u00c4rzte aus Europa in das damals schon sehr renommierte Krankenhaus, und so konnte Schweitzer sich nun verst\u00e4rkt anderen Aufgaben widmen: Er schrieb, beschaffte mit Vortr\u00e4gen und Reisen Geld und entwickelte sein Spital immer weiter. Schweitzer hielt auch Andachten, die f\u00fcr die Einheimischen \u00fcbersetzt wurden. Neben verschiedenen Anekdoten aus dem Leben und Wirken Albert Schweitzers ging Roland Wolf auch auf dessen legend\u00e4re Tierliebe ein: Bilder von Katzen und \u00c4ffchen in der N\u00e4he des Arztes gibt es viele, Pelikane auf seinem Gel\u00e4nde am Fluss hatten Namen \u2013 auch diese Facette Albert Schweitzers reihte sich ein in ein gesamtes Bild, das der Redner von ihm zeichnete.<\/p>\n<p>Nach Tod geht Betrieb zun\u00e4chst weiter<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nach Schweitzers Tod ging der Betrieb in dem seit 1927 stetig erweiterten Spital zun\u00e4chst weiter. Doch die Einrichtungen waren immer weniger zeitgem\u00e4\u00df, sodass ab 1975 mit dem Bau eines neuen Krankenhauses auf einem von Schweitzers Tochter Rhena erworbenen Nachbargrundst\u00fcck begonnen wurde. Am 14. Januar 1979 wurden die ersten Geb\u00e4ude eingeweiht und zwei Jahre sp\u00e4ter das neue Spital in Betrieb genommen. Das ehemalige Spital von 1927 wurde in den Jahren 2001 bis 2006 renoviert und beinhaltet auf seinem Gel\u00e4nde heute auch eine Gedenkst\u00e4tte und das Grab Albert-Schweitzers. Dr. Roland Wolf richtete seinen Blick auch auf die Gegenwart des Spitals, das nun zwar immer noch ein privates Krankenhaus ist, sich aber in das inzwischen entstandene Gesundheitssystem in Gabun einf\u00fcgt. Noch immer k\u00f6nnen viele Menschen in dem afrikanischen Land sich eine Behandlung nicht leisten, noch immer ist das Albert-Schweitzer-Spital gerade f\u00fcr diese Menschen eine wichtige Anlaufstelle. Tr\u00e4gerin des Albert-Schweitzer-Spitals ist heute eine Stiftung, die neben den Eigeneinnahmen aus dem Spitalbetrieb vom Staat Gabun und nationalen Hilfsvereinen finanziert wird. Als besonderes Projekt stellte Wolf den mobilen Mutter-Kind-Dienst vor, zu dem auch Impfungen von Kindern und Informationen \u00fcber Gesundheit und Ern\u00e4hrung geh\u00f6ren und f\u00fcr den Mitarbeiter des Krankenhauses in umliegende Siedlungen fahren. Das Spital in Lambarene sei ein \u201eSpital f\u00fcr alle\u201c, erkl\u00e4rte Wolf. Obwohl es nach wie vor ein renommiertes Krankenhaus sei, das viele Mediziner aus aller Welt anlocke, sei die Finanzierung zunehmend schwierig, da Frankreich und die Schweiz sich als Kooperationspartner zur\u00fcckgezogen h\u00e4tten. Auch der Staat Gabun sei mit seinen Zahlungen nicht zuverl\u00e4ssig. Der Hilfsverein selbst spendet j\u00e4hrlich bis zu 200\u2006000 Euro nach Lambarene, unter anderem werden hiervon medizinische Fachkr\u00e4fte bezahlt. Umso wichtiger sei es f\u00fcr den Vereinsvorsitzenden und seine Mitstreiter im Hilfsverein, dieses bedeutende Werk immer wieder in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit zu r\u00fccken und mit der Ethik seines Gr\u00fcnders Albert Schweitzer zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"StartseiteVogelsbergkreisAlsfeld Stand: 26.11.2025, 07:52 Uhr DruckenTeilen Uns auf Google folgenMit einem Scheck erfreut die Schulgemeinde den Hilfsverein f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":50995,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[241],"tags":[362,361],"class_list":["post-50994","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gabun","tag-gabon","tag-gabun"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117211941279088310","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50994","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50994"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50994\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}