{"id":51143,"date":"2026-09-04T18:49:09","date_gmt":"2026-09-04T18:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/51143\/"},"modified":"2026-09-04T18:49:09","modified_gmt":"2026-09-04T18:49:09","slug":"ebola-in-dr-kongo-hoffnung-auf-eindaemmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/51143\/","title":{"rendered":"Ebola in DR Kongo: Hoffnung auf Eind\u00e4mmung"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Es sei noch zu fr\u00fch, zu sagen, der <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ebola-in-der-DR-Kongo\/!6205004\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo<\/a> sei \u201eunter Kontrolle\u201c, stellt Wessam Mankoula zu Beginn der Pressekonferenz am Donnerstag klar. Aber es zeichne sich derzeit ein positiver Wendepunkt ab, so der Seuchenexperte, der in der afrikanischen Seuchenkontrollbeh\u00f6rde (Africa CDC) f\u00fcr akute Ausbr\u00fcche auf dem afrikanischen Kontinent zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Mittlerweile sind laut den j\u00fcngsten Angaben im Osten des riesigen Landes 6.250 Menschen mit dem t\u00f6dlichen Virus infiziert. Davon ist fast die H\u00e4lfte \u2013 rund 3.000 \u2013 an der Fieberkrankheit gestorben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Das Virus breitet sich auch fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig immer weiter aus: Mittlerweile sind 60 Gesundheitsbezirke in 6 Provinzen betroffen. Dies entspricht einer Fl\u00e4che so gro\u00df wie Frankreich, so Mankoula. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Zentralafrika\/!6202038\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Damit gilt der derzeitige Ausbruch als der \u201eschnellste\u201c in der Geschichte.<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/taz-fernverbindung-cover-1080x1080.webp\" loading=\"lazy\" height=\"242\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p>Podcast Fernverbindung: Ebola in Zentralafrika<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last\">Der taz-Auslandspodcast <a href=\"https:\/\/taz.de\/Zentralafrika\/!6202038\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Fernverbindung zu Ebola in Zentralafrika<\/a>: Das Ebolavirus w\u00fctet derzeit heftig in der DR Kongo. Die Beh\u00f6rden versagen, das Virus ist au\u00dfer Kontrolle. Wie konnte es dazu kommen?<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"4\">\u201eAber es gibt auch positive Nachrichten\u201c, f\u00e4hrt der Epidemiologe fort. Denn in 4 Gemeinden inmitten des Epizentrums in der Provinz Ituri nahe der ugandischen Grenze seien seit 42 Tagen keine neuen Ansteckungen verzeichnet worden. In f\u00fcnf weiteren Distrikten seien seit 21 Tagen keine \u00dcbertragungen festgestellt worden.<\/p>\n<p>      Ein kleiner Meilenstein<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Dies gilt als kleiner Meilenstein, denn das Virus hat eine Inkubationszeit von rund 21 Tagen. 42 Tage gelten unter Ebola-Experten als eine Zeitspanne, bei der man davon ausgehen kann, dass die Lage unter Kontrolle ist, da die Ansteckungen einged\u00e4mmt sind.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Dies schl\u00e4gt sich auch in der Statistik nieder: Im w\u00f6chentlichen Vergleich reduziert sich nun in diesen Bezirken die Ansteckungsrate um rund 12 Prozent \u2013 ein gutes Zeichen, dass wom\u00f6glich der \u201eH\u00f6hepunkt\u201c in einigen Gebieten erreicht sei. Doch das Problem: W\u00e4hrend die Zahlen in der Provinz Ituri, wo das Epizentrum liegt, heruntergehen, steigen sie in der Nachbarprovinz Nord Kivu extrem an.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">Neu betroffen sind dort D\u00f6rfer in der Region Lubero tief im Dschungel, wo die Frontlinie zwischen den Truppen der Regierungsarmee und den Rebellen der M23 (Bewegung des 23. M\u00e4rz) verl\u00e4uft. \u201eZugang dorthin zu erhalten ist extrem schwierig\u201c, so Mankoula.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">Verbessert habe sich auch die Bereitschaft in den Gemeinden, die Kranken zu melden und Infizierte abholen zu lassen, damit sie in den Behandlungszentren isoliert und versorgt werden. Dies galt bislang als das gr\u00f6\u00dfte Problem: Bisher starben rund 60 Prozent zu Hause in ihren Betten, wo das Risiko gro\u00df ist, dass sich ganze Familien anstecken oder auch Nachbarn, die helfen, die Toten zu beerdigen.<\/p>\n<p>      Kriegsgebiete bereiten Sorge<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"11\">In den meisten F\u00e4llen weigerten sich Familien, die Kranken in die Ebola-Behandlungszentren zu bringen. Doch dies \u00e4ndert sich, so Mankoula. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und zahlreiche Hilfswerke sowie die kongolesischen Gesundheitsbeh\u00f6rden haben in den vergangenen Wochen in vielen D\u00f6rfern die Dorfvorsteher sensibilisiert. Diese w\u00fcrden nun \u00f6fter neue Verdachtsf\u00e4lle melden, die dann abgeholt und isoliert werden k\u00f6nnen, bevor Angeh\u00f6rige sich anstecken.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"12\"><a href=\"https:\/\/taz.de\/Ebola-in-der-DR-Kongo\/!6201359\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eDas gibt nun Hoffnung, dass sich die Lage bald \u00e4ndert\u201c<\/a>, so Mankoula. Allerdings gibt es noch immer D\u00f6rfer in den Kriegsgebieten, in die noch kein Hilfsarbeiter einen Fu\u00df gesetzt hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"13\">Positive Entwicklungen sehen die Mitarbeiter des Africa-CDC auch in der Tatsache, dass die Mitarbeiter der kongolesischen Gesundheitsbeh\u00f6rden seit dieser Woche endlich voll bezahlt werden und die ersten Impfungen und Medikamente zur Prophylaxe erhalten, um Ansteckungen w\u00e4hrend ihrer Arbeit zu vermeiden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"14\">216 Mitarbeiter h\u00e4tten sich freiwillig gemeldet, um die neu entwickelten Wirkstoffe darauf zu testen, ob sie nach einem Kontakt mit Infizierten eine Ansteckung verhindern. Mehr als 1.000 Mitarbeiter der Gesundheitsbeh\u00f6rden seien bereits landesweit geimpft worden. Derzeit werden mehrere Impfstoffe getestet: In Gro\u00dfbritannien und Kanada laufen klinische Versuche. Ein in \u00c4gypten entwickelter Impfstoff soll ab n\u00e4chster Woche in Kongo selbst in die Testphase gehen.<\/p>\n<p>      Schulstart birgt neue Herausforderungen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"16\">Hoffnung, aber auch Sorgen bereitet den Seuchenexperten derzeit der Schulanfang im Kongo. Eigentlich war angedacht, dass die rund 100 Schulen in den am schwersten betroffenen Ebola-Gebieten wieder Homeschooling-Ma\u00dfnahmen ergreifen, \u00e4hnlich wie w\u00e4hrend der Coronapandemie.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"17\">Die Lehrer sollten in den Klassenzimmern Unterrichtsmaterialien vorbereiten, die von den Sch\u00fc\u00adle\u00adr*in\u00adnen abgeholt und dann zu Hause erledigt werden, gepaart mit Unterrichtsstunden online und \u00fcber Radio. Doch dann stellte sich heraus, dass dazu die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung fehlt: von Computern \u00fcber Internetzug\u00e4nge, Kopier- oder Radioger\u00e4te. Dies bedeutet nun kurzum, dass die meisten Schulen doch Pr\u00e4senzunterricht machen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-21\" pos=\"18\">In den ersten Tagen des neuen Schuljahres mangelte es zudem in vielen Schulen im Ebola-Gebiet an Desinfektionsspray, Seife oder gar flie\u00dfend Wasser. \u201eUnsere Teams vor Ort arbeiten eng mit dem Bildungsministerium zusammen, um sicherzustellen, dass die Richtlinien f\u00fcr eine sichere Wiederer\u00f6ffnung der Schulen umgesetzt werden\u201c, versichert Mankoula.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"19\">Sobald diese Hygienevorrichtungen angeliefert und installiert werden, erhoffen sich die Seuchenexperten auch einen positiven Effekt: \u201eWenn die Kinder in den Schulen \u00fcber Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen aufgekl\u00e4rt werden, gehen sie vielleicht nach Hause und kl\u00e4ren ihre Familien dar\u00fcber auf.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sei noch zu fr\u00fch, zu sagen, der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sei \u201eunter Kontrolle\u201c, stellt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":51144,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[192,194,190,188,193,191,462,461,189],"class_list":["post-51143","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-demokratische-republik-kongo","tag-dem-rep-kongo","tag-democratic-republic-of-the-congo","tag-demokratische-republik","tag-demokratische-republik-kongo","tag-dr-congo","tag-dr-kongo","tag-drc","tag-drk","tag-kongo"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117214272789320601","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51143"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51143\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/51144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}