{"id":51274,"date":"2026-09-05T10:01:54","date_gmt":"2026-09-05T10:01:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/51274\/"},"modified":"2026-09-05T10:01:54","modified_gmt":"2026-09-05T10:01:54","slug":"aequatorialguinea-fordert-russland-zur-rueckholung-von-daniel-angel-masie-aus-ukraine-krieg-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/51274\/","title":{"rendered":"\u00c4quatorialguinea fordert Russland zur R\u00fcckholung von Daniel \u00c1ngel Masie aus Ukraine-Krieg auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Russland hat \u00c4quatorialguinea Unterst\u00fctzung bei der R\u00fcckholung des 22-j\u00e4hrigen Daniel \u00c1ngel Masie zugesagt, der nach Darstellung seiner Familie und der Regierung des Landes an der russischen Front in der Ostukraine eingesetzt wurde. Das wurde nach einem Treffen zwischen Vizepr\u00e4sident Teodoro Nguema Obiang Mangue und dem russischen Botschafter in Malabo bekannt. Moskau lie\u00df demnach Entschuldigungen \u00fcbermitteln und k\u00fcndigte an, den Fall durch die zust\u00e4ndigen Stellen pr\u00fcfen zu lassen. F\u00fcr \u00c4quatorialguinea ber\u00fchrt der Fall die milit\u00e4rische Zusammenarbeit mit Russland und die Frage, unter welchen Bedingungen junge B\u00fcrger des Landes nach Russland gelangen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelpunkt steht ein junger Mann aus \u00c4quatorialguinea, der nach Angaben seines Umfelds mit dem Versprechen einer milit\u00e4rischen Ausbildung nach Russland gebracht wurde und sp\u00e4ter im Gebiet Donezk auf russischer Seite k\u00e4mpfte. Die Regierung in Malabo verlangt seine R\u00fcckf\u00fchrung und spricht von einem Vorgang, der nicht Teil der bilateralen Zusammenarbeit sein d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Malabo verlangt R\u00fcckf\u00fchrung<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vizepr\u00e4sident Teodoro Nguema Obiang Mangue empfing den russischen Botschafter Kar\u00e9n Chaly\u00e1n zu Gespr\u00e4chen \u00fcber den Fall. Dabei machte die \u00e4quatorialguineische Seite deutlich, dass ein solcher Vorfall aus ihrer Sicht nicht in die Kooperationsagenda beider Staaten geh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Botschafter erkl\u00e4rte, die zust\u00e4ndigen russischen Stellen seien bereits mit dem Fall befasst. Zugleich \u00fcbermittelte er im Namen seines Landes eine Entschuldigung und sagte zu, \u00e4hnliche F\u00e4lle in Zukunft genauer zu \u00fcberwachen. Aus \u00e4quatorialguineischer Sicht geht es nun um eine konkrete R\u00fcckholung des jungen Mannes.<\/p>\n<p>Rekrutiert mit dem Versprechen einer Ausbildung<br \/>\n<img data-od-replaced- data-od-xpath=\"\/HTML\/BODY\/DIV[@id='page']\/*[1][self::DIV]\/*[3][self::MAIN]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[3][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[2][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[8][self::DIV]\/*[1][self::FIGURE]\/*[1][self::IMG]\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1-png.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-26200 size-full\"  \/><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben aus dem famili\u00e4ren Umfeld erhielt Daniel \u00c1ngel Masie im Dezember 2025 eine E-Mail aus Douala in Kamerun. Darin wurde ihm eine milit\u00e4rische Ausbildungsb\u00f6rse in Russland angeboten. Als Kontaktperson wurde demnach ein Mann namens Fabrice genannt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reise lief \u00fcber Kamerun, weil Russland keine eigene Botschaft in \u00c4quatorialguinea hat und Visa dort organisiert wurden. Nach der Ankunft in Russland mussten die jungen M\u00e4nner nach Angaben der Familie Unterlagen unterschreiben, die sie nicht verstanden. Danach folgte eine verk\u00fcrzte milit\u00e4rische Ausbildung. Anschlie\u00dfend wurde Masie in das Gebiet Donezk verlegt.<\/p>\n<p>Kontakt zur Familie \u00fcber Sprachnachrichten<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben seiner Familie h\u00e4lt Masie \u00fcber WhatsApp-Audionachrichten Kontakt zu seinen Angeh\u00f6rigen. Er nutze dabei Fang, eine Landessprache in \u00c4quatorialguinea, damit russische Vorgesetzte seine Nachrichten nicht verst\u00fcnden.<\/p>\n<p lang=\"fr\" dir=\"ltr\">\ud83d\udea8Guin\u00e9e \u00e9quatoriale \ud83c\uddec\ud83c\uddf6 : le vice-pr\u00e9sident Teodorin Obiang s\u2019est entretenu mardi avec l\u2019ambassadeur de Russie \u00e0 Malabo, Karen Chalyan, au sujet du ressortissant \u00e9quatoguin\u00e9en \u00e2g\u00e9 de 25 ans envoy\u00e9 combattre aux c\u00f4t\u00e9s des forces russes dans le conflit en Ukraine. Selon les\u2026 <a href=\"https:\/\/t.co\/ydTV9fOWl0\" rel=\"nofollow\">pic.twitter.com\/ydTV9fOWl0<\/a><\/p>\n<p>\u2014 LSI AFRICA (@lsiafrica) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/lsiafrica\/status\/2039343261706260660?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">April 1, 2026<\/a> <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Vater Mariano Nkogo Mba Nchama hatte ihn demnach zun\u00e4chst aufgefordert, vor einer Zusage zu pr\u00fcfen, ob es ein offizielles Abkommen zwischen Malabo und Moskau gebe. Am 25. M\u00e4rz machte er den Fall \u00f6ffentlich.<\/p>\n<p>Fall trifft heikle Milit\u00e4rkooperation mit Russland<br \/>\n<img data-od-replaced- data-od-xpath=\"\/HTML\/BODY\/DIV[@id='page']\/*[1][self::DIV]\/*[3][self::MAIN]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[3][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[2][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[16][self::DIV]\/*[1][self::FIGURE]\/*[1][self::IMG]\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"757\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/HEwL8erbgAAmJ37-757x1024-jpeg.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-26199 size-full\"  \/><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Fall f\u00e4llt in eine Phase enger <a href=\"https:\/\/fokus-afrika.de\/russische-militaerberater-unterstuetzen-streitkraefte-in-aequatorialguinea\/\" type=\"post\" id=\"12515\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">milit\u00e4rischer Beziehungen<\/a> zwischen Russland und \u00c4quatorialguinea. Seit August 2024 sind mehrere Hundert Angeh\u00f6rige des Africa Corps in dem zentralafrikanischen Land pr\u00e4sent. Die Struktur gilt als Nachfolgeorganisation der Wagner-Gruppe auf dem Kontinent.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offiziell dient die Zusammenarbeit der milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung und Ausbildung. Im M\u00e4rz 2025 ver\u00f6ffentlichte das Verteidigungsministerium in Malabo einen Aufruf f\u00fcr milit\u00e4rische Ausbildungsstipendien in Russland. Kritiker sahen darin schon damals die Gefahr, dass junge \u00c4quatorialguineer nicht nur f\u00fcr Ausbildung, sondern auch f\u00fcr andere Zwecke angeworben werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regierung in Malabo hatte im April 2025 noch zur\u00fcckgewiesen, eigene Staatsb\u00fcrger an die Front in der Ukraine zu schicken. Der Fall Masie ist nun der erste \u00f6ffentlich bekannte Einzelfall, in dem ein B\u00fcrger des Landes nach Darstellung seiner Familie unter falschen Versprechen nach Russland gelangte und anschlie\u00dfend in einem Kriegsgebiet eingesetzt wurde.<\/p>\n<p>Russland verweist auf Pr\u00fcfung des Falls<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der russische Botschafter sagte nach dem <a href=\"https:\/\/www.pdge-guineaecuatorial.com\/el-vicepresidente-se-reune-con-el-embajador-de-rusia-para-gestionar-el-rescate-del-joven-daniel-angel-masie\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Treffen<\/a> mit dem Vizepr\u00e4sidenten, die russischen Beh\u00f6rden arbeiteten an dem Fall und die Botschaft warte auf Ergebnisse. Damit liegt die n\u00e4chste Entscheidung bei den zust\u00e4ndigen Stellen in Russland.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Malabo ist der Fall inzwischen zu einer Angelegenheit auf Regierungsebene geworden. Die \u00e4quatorialguineische F\u00fchrung hat nach eigenen Angaben internationale Schritte eingeleitet, um die R\u00fcckkehr von Daniel \u00c1ngel Masie zu erreichen.<\/p>\n<p><img data-od-xpath=\"\/HTML\/BODY\/DIV[@id='page']\/*[1][self::DIV]\/*[3][self::MAIN]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[3][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[2][self::DIV]\/*[1][self::DIV]\/*[21][self::IMG]\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"metis-img-pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ee7ee2202f734619be40f61082bbb5ad.gif\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland hat \u00c4quatorialguinea Unterst\u00fctzung bei der R\u00fcckholung des 22-j\u00e4hrigen Daniel \u00c1ngel Masie zugesagt, der nach Darstellung seiner Familie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":51275,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[247],"tags":[2074,15108,165,5862,427,5595,168,730,746,532,1425,381],"class_list":["post-51274","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aequatorialguinea","tag-2074","tag-15108","tag-aequatorialguinea","tag-botschaft","tag-equatorial-guinea","tag-kooperation","tag-krieg","tag-medien","tag-migration","tag-militaer","tag-regierung","tag-russland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117217862830901271","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51274"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51274\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/51275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}