{"id":51507,"date":"2026-09-06T10:21:12","date_gmt":"2026-09-06T10:21:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/51507\/"},"modified":"2026-09-06T10:21:12","modified_gmt":"2026-09-06T10:21:12","slug":"vatikan-inkulturation-fast-durch-osmose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/51507\/","title":{"rendered":"Vatikan: \u201eInkulturation fast durch Osmose\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Inkulturation \u201ebedeutet nicht einfach, Elemente der lokalen Kultur in die Liturgie einzuf\u00fchren, sie erfolgt fast durch Osmose\u201c. Das hat beim laufenden Kurs f\u00fcr Neubisch\u00f6fe im Vatikan Bischof Garc\u00eda Macias betont. Er ist Untersekret\u00e4r des Dikasteriums f\u00fcr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-09\/erzbischof-nwachukwu-dikasterium-evangelisierung-kurs-bischoefe.html\" title=\"Vatikan-Kurs f\u00fcr Neu-Bisch\u00f6fe zum Thema Rassismus: Bischof f\u00fcr alle sein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/07\/screenshot-2026-08-07-alle-13-36-36aem.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Vatikan-Kurs f\u00fcr Neu-Bisch\u00f6fe zum Thema Rassismus: Bischof f\u00fcr alle sein\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Einen Vortrag zum Thema \u201eDiener der Gemeinschaft in der Kirche: Tribalismus, Kastenwesen, Rassismus und exklusiver Regionalismus in der heutigen Kirche\u201c hat Erzbischof Fortunatus &#8230;\n     <\/p>\n<p>Der Spanier sprach im Rahmen einer Fortbildung am 4. September \u00fcber die liturgische Inkulturation: die Frage, wie Elemente der lokalen Kulturen in die Liturgie einflie\u00dfen k\u00f6nnen, sei \u201ekein theoretisches Problem, sondern eine t\u00e4gliche pastorale Aufgabe\u201c, so der Untersekret\u00e4r des Dikasteriums f\u00fcr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.<\/p>\n<p>Evangelium ist \u201ekeine Kultur&#8220; <\/p>\n<p>\u201ewenn das gefeierte Geheimnis wirklich auf eine Kultur trifft\u201c<\/p>\n<p>Inkulturation \u201ebedeutet nicht einfach, Elemente der lokalen Kultur in die Liturgie einzuf\u00fchren\u201c, stellte Garc\u00eda Macias klar. Es reiche nicht aus, \u201eein traditionelles Lied hinzuzuf\u00fcgen, einen Tanz einzuf\u00fchren, ein lokales Musikinstrument zu verwenden oder einen Text zu \u00fcbersetzen\u201c. Inkulturation erfolge vielmehr \u201efast \u201adurch Osmose\u2018\u201c, so der Bischof \u2013 \u201ewenn das gefeierte Geheimnis wirklich auf eine Kultur trifft\u201c. Dabei nehme das Evangelium das auf, was in einer Kultur \u201eauthentisch menschlich, wahr, gut und sch\u00f6n\u201c sei, reinige und verwandele sie aber zugleich auch: denn \u201ekeine Kultur ist das Evangelium\u201c.<\/p>\n<p>Das gelte f\u00fcr afrikanische, asiatische, lateinamerikanische oder ozeanische Kulturen, \u201eaber auch f\u00fcr die europ\u00e4ische Kultur\u201c, betonte der Vatikanvertreter und erinnerte daran, dass \u201ejede Kultur evangelisiert werden muss. Jede Kultur enth\u00e4lt Samen des Wortes, aber jede Kultur tr\u00e4gt auch die Wunden der S\u00fcnde in sich. Deshalb nimmt das Evangelium auf und reinigt, \u00fcbernimmt und verwandelt, best\u00e4tigt und korrigiert, erhebt und fordert, wenn n\u00f6tig, einen Bruch.\u201c<\/p>\n<p>Bischof ist kein \u201eLiturgiepolizist\u201c\u00a0 <\/p>\n<p>Der Pr\u00e4lat verwies auch auf Risiken im Zusammenhang mit Prozessen der Inkulturation. Inkulturation brauche \u201eReflexion, Gebet, Erfahrung, Bewertung und Reifung im Glauben\u201c, sie d\u00fcrfe \u201enicht improvisiert\u201c oder allein auf Grundlage der Begeisterung eines Priesters oder einer einzigen gelungenen Feier beschlossen werden. Auch seien unn\u00f6tige Neuerungen zu vermeiden, die keinen echten Nutzen f\u00fcr die Kirche h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der Bischof d\u00fcrfe nicht als \u201eLiturgiepolizist\u201c aufzutreten, sondern brauche den Mut, \u201esowohl das zu f\u00f6rdern, was wirklich n\u00fctzlich ist, als auch das zu bremsen, was noch nicht ausgereift ist\u201c, fuhr er fort. Denn: \u201eNicht jede Vorsicht ist Angst, und nicht jede Neuerung ist Mut\u201c. Inkulturation k\u00f6nne zu einer der sch\u00f6nsten Formen der Evangelisierung werden, \u201ewenn sie einem Volk erm\u00f6glicht zu erkennen, dass Christus ihm nicht fremd ist\u201c, formulierte Bischof Garc\u00eda Macias. \u201eDas Evangelium zerst\u00f6rt nicht das, was wahrhaft menschlich ist, sondern f\u00fchrt es zur Vollendung.\u201c<\/p>\n<p>Der diesj\u00e4hrige Fortbildungskurs <\/p>\n<p>In diesem Jahr nehmen 147 neu ernannte Bisch\u00f6fe aus allen f\u00fcnf Kontinenten an dem Kurs (2.-10. September) teil, der noch bis kommenden Donnerstag geht. Die Weiterbildung unter dem Titel \u201eDiener der Gemeinschaft in der Kirche\u201c wurde von den Dikasterien f\u00fcr Evangelisierung und f\u00fcr die Bisch\u00f6fe organisiert, vorgesehen sind Lehreinheiten in verschiedenen Vatikaneinrichtungen, damit die Neubisch\u00f6fe kuriale Einheiten und deren Arbeitsweise kennenlernen.<\/p>\n<p>(fides\/vatican news \u2013 pr)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inkulturation \u201ebedeutet nicht einfach, Elemente der lokalen Kultur in die Liturgie einzuf\u00fchren, sie erfolgt fast durch Osmose\u201c. 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