{"id":5504,"date":"2026-04-20T22:18:58","date_gmt":"2026-04-20T22:18:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5504\/"},"modified":"2026-04-20T22:18:58","modified_gmt":"2026-04-20T22:18:58","slug":"sisters-project-in-tansania-unterstuetzung-fuer-massai-maedchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5504\/","title":{"rendered":"Sisters Project in Tansania: Unterst\u00fctzung f\u00fcr Massai-M\u00e4dchen"},"content":{"rendered":"<p>In der Region Arusha in Tansania, der Heimat der Massai- und Meru-St\u00e4mme, sehen die Canossianerinnen ihre Sendung darin, junge M\u00e4dchen vor sch\u00e4dlichen tribalen Praktiken zu bewahren. Sie schenken ihnen Bildung, W\u00fcrde und die M\u00f6glichkeit, ihre Zukunft selbst zu bestimmen.&#13;\n<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2025-09\/sisters-project-schweiz-orden-ingenbohler-schwestern-200-jahre.html\" title=\"Schweiz: Ingenbohler Schwestern feiern 200 Jahre Mutter Scherer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/settembre\/26\/24.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Schweiz: Ingenbohler Schwestern feiern 200 Jahre Mutter Scherer\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Mit einer besonderen Ausstellung im Kloster Ingenbohl erinnert die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz \u2013 die sich selber \u201eIngenbohler Schwestern\u201c nennen \u2013 &#8230;\n     <\/p>\n<p>Von Sarah Pelaji \u2013 Tansania<\/p>\n<p>In der Massai-Gemeinschaft nehmen festgefahrene kulturelle Normen den M\u00e4dchen weiterhin ihre Kindheit. Die meisten M\u00e4dchen im Alter von 11 bis 13 Jahren werden einer Genitalverst\u00fcmmelung unterzogen und zu Ehen gezwungen, oft mit viel \u00e4lteren M\u00e4nnern, im Tausch gegen Vieh oder Bargeld.<\/p>\n<p>Nach der Heirat verlieren diese M\u00e4dchen ihr Recht auf Bildung, Freiheit oder Scheidung. Sie werden zum Eigentum der Familie ihres Mannes, \u00fcbernehmen schwere Hausarbeiten und geb\u00e4ren mehrere Kinder, unabh\u00e4ngig von ihrer Gesundheit oder ihrem Willen. Viele leben in extremer Armut und halten trotz der Modernisierung an dominanten kulturellen Traditionen fest.<\/p>\n<p>Die Geschichte \u00e4ndern: Die Sendung der Canossianerinnen <\/p>\n<p>Die Canossianerinnen (auch: \u201eT\u00f6chter der N\u00e4chstenliebe\u201c, FdCC), 1808 von der hl. Magdalena von Canossa in Italien gegr\u00fcndet, widmen ihr Leben Armen und Ausgegrenzten. In Arusha konzentrieren sie sich unter anderem darauf, M\u00e4dchen zu st\u00e4rken, die in einem Kreislauf kultureller Unterdr\u00fcckung gefangen sind.<\/p>\n<p>Angesichts der dringenden Notwendigkeit zum Handeln, gr\u00fcndeten die Schwestern 1966 das \u201eSt. Magdalene Training Centre\u201c. Unter der Leitung von Sr. Levina Mzebele bietet das Zentrum M\u00e4dchen im Alter von 12 bis 30 Jahren eine zweite Chance durch berufliche Qualifizierungsma\u00dfnahmen in den Bereichen Schneiderei, Kochen, Seifenherstellung und anderen einkommensschaffenden Berufen. Die Absolventinnen erhalten kostenlose N\u00e4hmaschinen, um kleine Unternehmen zu gr\u00fcnden, finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit zu erlangen und ihre Zukunft selbst zu gestalten.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/02\/PS-148-FOTO1.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Canossianerinnen betreuen M\u00e4dchen im St. Magdalene Training Centre\" title=\"Canossianerinnen betreuen M\u00e4dchen im St. Magdalene Training Centre\"\/><\/p>\n<p>\n   Canossianerinnen betreuen M\u00e4dchen im St. Magdalene Training Centre\n  <\/p>\n<p>Theresias Geschichte: von extremer Armut zu neuen Chancen <\/p>\n<p>Die heute 34-j\u00e4hrige Theresia Mnyampanda ist ein bemerkenswertes Beispiel f\u00fcr Ver\u00e4nderung und Resilienz. Einst lebte sie in Armut, heute besitzt sie ein erfolgreiches Schneidergesch\u00e4ft und besch\u00e4ftigt zehn junge Frauen, von denen sie f\u00fcnf pers\u00f6nlich ausgebildet hat.<\/p>\n<p>\u201eSie hat es von der Armut zur wirtschaftlichen Unabh\u00e4ngigkeit geschafft\u201c, sagt Sr. Levina. \u201eTheresia ist heute eine F\u00fchrungskraft, eine Mentorin und eine Inspiration.\u201c<\/p>\n<p>Theresia wuchs in einem bescheidenen Lehmhaus auf, einem Haus mit wenigen Zimmern und einer gro\u00dfen Familie. Aufgrund ihrer gro\u00dfen Armut konnte sie keine h\u00f6here Bildung anstreben, bis sie die Canossianerinnen traf, die sie in ihrem Zentrum aufnahmen und ihr eine kostenlose Ausbildung erm\u00f6glichten.<\/p>\n<p>Nachdem sie hervorragende Leistungen in der Schule erbracht hatte, arbeitete Theresia mehrere Jahre lang in demselben Zentrum. W\u00e4hrend dieser Zeit sparte sie Geld, um ihr eigenes Unternehmen zu gr\u00fcnden. Die Schwestern schenkten ihr eine N\u00e4hmaschine, was den Beginn ihrer unternehmerischen Laufbahn markierte.<\/p>\n<p>Heute besitzt sie \u00fcber zehn N\u00e4hmaschinen und leitet ihr eigenes Zentrum, in dem sie M\u00e4dchen aus benachteiligten Verh\u00e4ltnissen ausbildet und f\u00fcnf von ihnen einstellt, um Kleidung herzustellen und zu verkaufen. \u201eIch bin den Schwestern dankbar, dass sie mich aus dem Nichts zum Erfolg gef\u00fchrt haben\u201c, sagt Theresia. \u201eSie haben mir Disziplin und Bescheidenheit beigebracht, und die Wichtigkeit, Gier zu vermeiden. Ich habe gelernt, dass Erfolg aus Anstrengung, Gebet und Ausdauer entsteht.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/02\/PS148-FOTO-2.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Theresia verkauft Stoffe in ihrem eigenen Laden\" title=\"Theresia verkauft Stoffe in ihrem eigenen Laden\"\/><\/p>\n<p>\n   Theresia verkauft Stoffe in ihrem eigenen Laden\n  <\/p>\n<p>Die Arbeitsmoral, die sie entwickelt hat, ist von unsch\u00e4tzbarem Wert. Sie hat ihr geholfen, selbstst\u00e4ndig zu werden, ihr eigenes Unternehmen zu gr\u00fcnden und andere zu unterst\u00fctzen. Heute bietet sie drei armen Kindern kostenlosen N\u00e4hunterricht an und hat ihrer j\u00fcngeren Schwester geholfen, die Sekundarschule abzuschlie\u00dfen und die Universit\u00e4t zu besuchen. Gemeinsam haben sie ihre Familie aus der Not befreit, indem sie ein stabiles Haus aus Ziegeln und Eisenblech gebaut haben. \u201eIch bin den Schwestern dankbar\u201c, unterstreicht Theresia. \u201eIch bin keine Last mehr f\u00fcr die Gesellschaft, sondern f\u00fchre mein Leben verantwortungsbewusst und gebe anderen etwas zur\u00fcck. Diese Ver\u00e4nderung ist wirklich ein Segen.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/02\/PS-148-FOTO3.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Theresia bildet weitere M\u00e4dchen aus armen Familien im N\u00e4hen aus, damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen k\u00f6nnen\" title=\"Theresia bildet weitere M\u00e4dchen aus armen Familien im N\u00e4hen aus, damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen k\u00f6nnen\"\/><\/p>\n<p>\n   Theresia bildet weitere M\u00e4dchen aus armen Familien im N\u00e4hen aus, damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen k\u00f6nnen\n  <\/p>\n<p>Suche nach einem sicheren Ort <\/p>\n<p>Trotz dieser Erfolge bleiben Herausforderungen bestehen. Aufgrund fehlender Unterkunftsm\u00f6glichkeiten sind viele M\u00e4dchen gezwungen, jeden Tag lange Strecken zum St. Magdalene Training Centre zur\u00fcckzulegen, wodurch sie der Gefahr von Entf\u00fchrung und Zwangsheirat ausgesetzt sind. \u201eManchmal nehmen wir 50 M\u00e4dchen auf, aber nur 15 bis 25 schaffen es bis zum Abschluss\u201c, sagt Sr. Levina. \u201eOhne einen sicheren Ort, an dem sie unterkommen k\u00f6nnen, werden sie wieder in die Tradition zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n<p>Um diesem Problem zu begegnen, wollen die Canossa-Schwestern ein Wohnheim f\u00fcr gef\u00e4hrdete M\u00e4dchen bauen, das Ausbildungszentrum erweitern, die Zahl der Einschreibungen erh\u00f6hen und mehr Empowerment-Programme einf\u00fchren.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/02\/PS-148-FOTO4.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\" Die Leiterin des St. Magdalene Training Centre, Sr. Levina Mzebele, schult ein M\u00e4dchen im Umgang mit einer modernen Maschine zur Herstellung von Pullovern\" title=\" Die Leiterin des St. Magdalene Training Centre, Sr. Levina Mzebele, schult ein M\u00e4dchen im Umgang mit einer modernen Maschine zur Herstellung von Pullovern\"\/><\/p>\n<p>\n    Die Leiterin des St. Magdalene Training Centre, Sr. Levina Mzebele, schult ein M\u00e4dchen im Umgang mit einer modernen Maschine zur Herstellung von Pullovern\n  <\/p>\n<p>Die Macht der Bildung f\u00fcr M\u00e4dchen <\/p>\n<p>\u201eWenn man einer Frau eine Ausbildung erm\u00f6glicht, gibt man ihr die Kraft, ihr Leben und das ihrer Gemeinschaft zu ver\u00e4ndern\u201c, betont Sr. Levina. Eine gebildete Frau kennt ihre Rechte, w\u00e4hlt ihren Partner selbst, vermeidet sch\u00e4dliche Traditionen wie Genitalverst\u00fcmmelung, bildet ihre Kinder aus, unterst\u00fctzt ihre Familie und ver\u00e4ndert ihre Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Die Mission der Schwestern ist mehr als nur Wohlt\u00e4tigkeit, sie ist eine Bewegung f\u00fcr Ver\u00e4nderung. Diese M\u00e4dchen, die einst zu einem Leben in Not verdammt waren, sind heute Akteure des Wandels, die Normen in Frage stellen, die Zukunft neu gestalten und ein Verm\u00e4chtnis der Selbstbestimmung schaffen. Durch Liebe, Bildung und Chancen retten die Canossianerinnen nicht nur Leben \u2013 sie schreiben Schicksale neu.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/02\/PS-148-FOTO5.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Die Schwestern unterst\u00fctzen M\u00e4dchen aus den St\u00e4mmen der Massai und Meru im St. Magdalene Training Centre\" title=\"Die Schwestern unterst\u00fctzen M\u00e4dchen aus den St\u00e4mmen der Massai und Meru im St. Magdalene Training Centre\"\/><\/p>\n<p>\n   Die Schwestern unterst\u00fctzen M\u00e4dchen aus den St\u00e4mmen der Massai und Meru im St. Magdalene Training Centre\n  <\/p>\n<p>#sistersproject<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Region Arusha in Tansania, der Heimat der Massai- und Meru-St\u00e4mme, sehen die Canossianerinnen ihre Sendung darin,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5505,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[884,29,529,1008,232,699,1206,1378,1744,229,178,179],"class_list":{"0":"post-5504","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-tansania","8":"tag-sistersproject","9":"tag-afrika","10":"tag-armut","11":"tag-frauen","12":"tag-gerechtigkeit","13":"tag-glaube","14":"tag-hoffnung","15":"tag-missionare","16":"tag-schwestern","17":"tag-solidaritaet","18":"tag-tansania","19":"tag-tanzania"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116439361884126628","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5504","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5504"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5504\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}