{"id":5579,"date":"2026-04-20T23:39:09","date_gmt":"2026-04-20T23:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5579\/"},"modified":"2026-04-20T23:39:09","modified_gmt":"2026-04-20T23:39:09","slug":"aegypten-und-jordanien-spueren-die-indirekten-folgen-des-iran-kriegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5579\/","title":{"rendered":"\u00c4gypten und Jordanien sp\u00fcren die indirekten Folgen des Iran-Kriegs"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/aegypten-energiesparen-102.jpg\" alt=\"Geschlossenes Gesch\u00e4ft in einer dunklen Stra\u00dfe in Kairo\" title=\"Geschlossenes Gesch\u00e4ft in einer dunklen Stra\u00dfe in Kairo | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 31.03.2026 \u2022 01:58 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        In \u00c4gypten gehen zur Hauptgesch\u00e4ftszeit die Lichter aus &#8211; eine indirekte Folge des Iran-Kriegs. Die Vorschrift soll Energie sparen. Touristen sind ausgenommen, denn die will man nicht noch zus\u00e4tzlich verschrecken.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/nina-amin-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Nina Amin\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/nina-amin-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um 21 Uhr gehen in Zentrum von Kairo die Schotten runter, es wird dunkel. Um Strom zu sparen, m\u00fcssen Restaurants, Caf\u00e9s und Gesch\u00e4fte fr\u00fcher schlie\u00dfen. Anordnung vom Staat, die Polizei kontrolliert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Stra\u00dfenlaternen oder gro\u00dffl\u00e4chig beleuchtete Werbetafeln werden abends fr\u00fcher ausgeschaltet. Der Gro\u00dfteil des \u00e4gyptischen Stroms wird mit Erdgas produziert. Die Preise sind seit dem Iran-Krieg stark angestiegen, genauso wie der \u00d6lpreis.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gehe auch um den Verkehr, sagt Premierminister Mostafa Madbouly. &#8222;Wenn die L\u00e4den schlie\u00dfen, sind weniger Menschen mit Fahrzeugen unterwegs. Auch das spart massiv Treibstoff. Wenn die Stadt fr\u00fcher zur Ruhe kommt, hilft das dem Staat, die t\u00e4gliche Verbrauchsrechnung zu senken.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Der Abend ist in Kairo eigentlich die Zeit, zu der die meisten Menschen unterwegs sind. Doch aktuell m\u00fcssen Gesch\u00e4fte und Caf\u00e9s um 21 Uhr schlie\u00dfen.\n                    <\/p>\n<p>    Schlie\u00dfung f\u00e4llt in die &#8222;n\u00e4chtliche Rushhour&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Strom und Benzin sind in dem bev\u00f6lkerungsreichsten Land in der arabischen Region stark subventioniert. Die wirtschaftliche Lage in \u00c4gypten ist schlecht, der Staat ist auf internationale Geldgeber angewiesen. Jetzt versucht die Regierung mit kollektivem Energiesparen die Kriegsfolgen abzuschw\u00e4chen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die meisten \u00c4gypter und \u00c4gypterinnen sind laut Statistik der \u00e4gyptischen Zentralbank gegen 9 Uhr abends unterwegs, sagt Reda Farahat. Der Experte f\u00fcr kommunale Entwicklung fasst zusammen. &#8222;Das bedeutet, dass die Schlie\u00dfung um 21 Uhr genau in das Zeitfenster f\u00e4llt, das wir die &#8217;n\u00e4chtliche Rushhour&#8216; des \u00e4gyptischen Konsumenten nennen.&#8220;<\/p>\n<p>    Viele Menschen leben unter der Armutsgrenze<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Restaurantbesitzer sehen genau deshalb die neue Anordnung kritisch. Diyaa Masoud f\u00fchrt ein Falafel-Restaurant mit rund 40 Mitarbeitern. &#8222;Es wird die Verk\u00e4ufe um etwa 30 bis 40 Prozent beeinflussen&#8220;, sagt er. &#8222;Das wird sich auf meine Mitarbeiter auswirken. Aber wir m\u00fcssen mit dem Strom schwimmen, bis sich die Lage verbessert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">K\u00fcrzere \u00d6ffnungszeiten bedeuten weniger Einkommen. F\u00fcr viele \u00e4gyptische Familien kann das schlimme Folgen haben: Ein Drittel der Menschen leben unter der Armutsgrenze, haben demnach weniger als zwei Dollar am Tag zur Verf\u00fcgung. Auch wenn \u00c4gypten nicht Zielscheibe im Iran-Krieg ist, f\u00fchlen sich die Menschen bedroht.<\/p>\n<p>    Kaum Besucher in der Felsenstadt Petra<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Jordanien als direkter Nachbar von Israel ist der Krieg viel n\u00e4her. Regelm\u00e4\u00dfig gibt es Raketenalarm wegen Angriffen aus Iran. Wirtschaftlich halten sich die Auswirkungen noch im Rahmen, die jordanische Regierung federt die teureren Energiepreise bislang ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aber der Tourismus, ein wesentlicher Pfeiler der jordanischen Wirtschaft, ist eingebrochen, sagt Marija Tomic. Sie arbeitet f\u00fcr die Hilfsorganisation Aktion gegen Hunger in Amman: &#8222;Es hei\u00dft, w\u00e4hrend der Feiertage zum Ende des Ramadans waren nur 2.000 Besucher in Petra. Das ist nichts in Urlaubszeiten.&#8220; Wenige Touristen in der antiken Felsenstadt Petra sind in Jordanien immer ein Warnzeichen. Das Urlaubsland galt bisher als sehr sicheres Reiseziel.<\/p>\n<p>    &#8222;Sperrstunde&#8220; gilt nicht f\u00fcr Touristen-Orte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch f\u00fcr \u00c4gyptens Wirtschaft ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Vergangenes Jahr kamen nach Angaben der \u00e4gyptischen Regierung 19 Millionen Touristen ins Land &#8211; so viele wie nie zuvor. Jetzt gibt es erste Anzeichen, dass der Iran-Krieg auch ohne direkte Bedrohung f\u00fcr \u00c4gypten Urlauber abschreckt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Touristenorten wie am Roten Meer gilt die Strom Spar-Anordnung deshalb nicht, wie der Tourismusminister ausdr\u00fccklich betont. Touristen sollen nicht von einer &#8222;Sperrstunde&#8220; betroffen sein. Im Rest des Landes ist sie zun\u00e4chst f\u00fcr einen Monat in Kraft. Experten bezweifelt, ob das das reicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Je l\u00e4nger der Iran-Krieg und die Blockade an der Stra\u00dfe von Hormus dauern, desto gravierender werden die wirtschaftlichen Folgen sein. Masoud vom Falafel-Restaurant sorgt sich um sein Gesch\u00e4ft und um \u00c4gyptens Bev\u00f6lkerung: &#8222;Wer fr\u00fcher sechs Sandwiches gekauft hat, kauft jetzt vielleicht nur noch drei, um \u00fcber die Runden zu kommen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 31.03.2026 \u2022 01:58 Uhr In \u00c4gypten gehen zur Hauptgesch\u00e4ftszeit die Lichter aus &#8211; eine indirekte Folge des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5580,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[54,55,140,3353],"class_list":{"0":"post-5579","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aegypten","8":"tag-aegypten","9":"tag-egypt","10":"tag-iran","11":"tag-jordanien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116439676559792521","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5579"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5579\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5580"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}