{"id":5731,"date":"2026-04-21T02:25:31","date_gmt":"2026-04-21T02:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5731\/"},"modified":"2026-04-21T02:25:31","modified_gmt":"2026-04-21T02:25:31","slug":"kamerun-wir-alle-wollen-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/5731\/","title":{"rendered":"Kamerun: \u201eWir alle wollen Frieden\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Zum Ende des Besuchs von Papst Leo XIV. in Kamerun hofft das ganze Land auf Frieden und eine L\u00f6sung der inneren Spannungen. Ein \u00f6rtlicher Bischof sieht im Waffenstillstand, den die Separatisten im Norden w\u00e4hrend der Papstvisite beschlossen und respektiert haben, ein unerwartetes und deshalb \u00e4u\u00dferst positives Zeichen.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-04\/kamerun-separatisten-sichern-waffenruhe-zum-papstbesuch-zu.html\" title=\"Kamerun: Separatisten sichern Waffenruhe zum Papstbesuch zu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/04\/14\/16\/1776175876332.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Kamerun: Separatisten sichern Waffenruhe zum Papstbesuch zu\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Vor dem Besuch von Papst Leo XIV. in Kamerun haben separatistische Gruppen in den englischsprachigen Regionen des Landes eine dreit\u00e4gige Waffenruhe angek\u00fcndigt. Ziel sei es, &#8230;\n     <\/p>\n<p>Der Bischof von Bu\u00e9a im S\u00fcdwesten, Michael Miabesue, schildert eine breite Resonanz, beginnend mit der ersten Ansprache von Papst Leo vor der Welt der Politik, der Gesellschaft und der Diplomatie Kameruns, einschlie\u00dflich Pr\u00e4sident Paul Biya, der seit 40 Jahren in Kamerun herrscht. Die Inhalte h\u00e4tten weit \u00fcber das Kirchliche hinausgereicht, sie seien wahrhaft universal gewesen, sagte der Bischof.<\/p>\n<p>\u201eMan konnte erkennen, dass das, was der Papst sagte, sehr, sehr konkret war. Und wenn ich die Reaktionen darauf lese, besonders aus den englischsprachigen Regionen, in denen gek\u00e4mpft wird: Die Menschen sind gl\u00fccklich \u00fcber das, was der Heilige Vater gesagt hat.\u201c<\/p>\n<p>Auch das Friedenstreffen des Papstes in Bamenda im Norden und die Messe sp\u00e4ter in derselben Stadt seien hilfreich gewesen, um die Botschaft des Friedens zu verankern, findet der Bischof. \u201eDenn der Papst hat sehr konsequent gesagt, dass wir f\u00fcr den Frieden arbeiten m\u00fcssen, dass es Vers\u00f6hnung geben muss, dass es Einheit und Gemeinschaft unter den Menschen geben muss.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2026\/04\/17\/08\/1776408705830.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"In der Kathedrale von Bamenda\" title=\"In der Kathedrale von Bamenda\"\/><\/p>\n<p>\n   In der Kathedrale von Bamenda \u00a0 (ANSA)\n  <\/p>\n<p>Ein sehr konkretes Hoffnungszeichen sieht der Bischof in dem Waffenstillstand, den die separatistischen Gruppen im Nordwesten und S\u00fcdwesten f\u00fcr die Dauer des Papstbesuchs in Kamerun angek\u00fcndigt und auch respektiert h\u00e4tten.<\/p>\n<p>\u201eEs war das erste Mal, dass sie das tun. Das zeigt den Respekt, den sie f\u00fcr den Heiligen Vater und f\u00fcr die katholische Kirche haben. Wenn man konkret auf diese Krise schaut, hat die katholische Kirche sehr konsequent Dinge gesagt, die helfen k\u00f6nnen, Frieden, Gerechtigkeit und Vers\u00f6hnung zu bringen. Und wenn die Separatisten sich einbringen und schreiben, was sie geschrieben haben, ist das ein Zeichen, dass wir an den Verhandlungstisch gehen k\u00f6nnen. Es ist ein Zeichen, dass wir miteinander sprechen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-04\/papst-leo-xiv-messe-bamenda-boeses-stoppen-dinge-aendern.html\" title=\"Leo XIV. in Bamenda: Jetzt ist der Moment, um etwas zu ver\u00e4ndern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/16\/2026-04-16-viaggio-apostolico-in-camerun---santa-messa-allaeropo\/1776351973292.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Leo XIV. in Bamenda: Jetzt ist der Moment, um etwas zu ver\u00e4ndern\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Trotz der vielen \u201eherzzerrei\u00dfenden\u201c Situationen kann man \u201edas Mosaik der Einheit&#8220; neu zusammenf\u00fcgen, indem man die Verschiedenheiten vereint \u2013 und der richtige Zeitpunkt daf\u00fcr ist &#8230;\n      <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der Bischof sieht die Kirche im Friedensprozess in Kamerun in einer aktiv vermittelnden Position. \u201eIch w\u00fcnschte, die Kirche bek\u00e4me die M\u00f6glichkeit, diesen Dialog zu f\u00fchren und diese Vers\u00f6hnung zu gestalten, damit wir dauerhaften Frieden in Kamerun erreichen k\u00f6nnen\u201c, sagte er uns.<\/p>\n<p>Die Forderung nach Gespr\u00e4chen steht im Zentrum der kirchlichen Position. Bischof Miabesue beschreibt den Wunsch nach einem breiten Dialog, der alle Beteiligten einschlie\u00dft. Dabei richtet sich sein Blick \u00fcber konfessionelle Grenzen hinaus.<\/p>\n<p>\u201eIm Gro\u00dfen und Ganzen kann ich sagen: Alle, Katholiken und Nicht-Katholiken, wollen in Frieden leben\u201c<\/p>\n<p>\u201eIm Gro\u00dfen und Ganzen kann ich sagen: Alle, Katholiken und Nicht-Katholiken, wollen in Frieden leben. Und die Botschaft des Heiligen Vaters wurde von allen aufgenommen. Alle waren begeistert von dem, was er gesagt hat. Das war ein Zeichen, dass es uns viel Segen bringen wird, wenn unsere Autorit\u00e4ten und alle Kameruner das ernst nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Die Frage nach der Nachhaltigkeit der p\u00e4pstlichen Friedensappelle besch\u00e4ftigt die Bisch\u00f6fe Kameruns insgesamt. Miabesues Mitbruder Aloysius Fondong Abangalo, der Bischof von Mamfe, ebenfalls S\u00fcdwesten, lenkt den Blick auf das, was geschehen sollte, wenn der Papst abgereist ist.<\/p>\n<p>\u201eNach diesem Besuch ist es wichtig, dass wir Kameruner uns fragen: Was tun wir danach? Wir m\u00fcssen weitermachen. Die Kirche wird weiter \u00fcber Gerechtigkeit und Frieden sprechen. Es ist nichts falsch daran, den Menschen zuzuh\u00f6ren und konkrete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, die helfen, die Situation zu normalisieren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie k\u00f6nnen wir die Separatisten in den Dialog einbeziehen\u201c<\/p>\n<p>Bisherige Dialoge h\u00e4tten das Problem nicht gel\u00f6st. Aber Bischof Fondong setzt Hoffnungen auf die Impulse, die Papst Leo in Kamerun hinterl\u00e4sst.<\/p>\n<p>\u201eUnser Gebet und unser Wunsch ist, dass wir nach dem Waffenstillstand, den diese Separatisten gew\u00e4hrt haben, wieder zusammen an einen Tisch kommen und sagen: Wie gehen wir von hier aus weiter? Wie k\u00f6nnen wir die Separatisten in den Dialog einbeziehen und ihnen Sicherheit geben, damit wir dauerhaften Frieden in Kamerun erreichen.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2026\/04\/17\/08\/1776408705830.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"In der Kathedrale von Bamenda\" title=\"In der Kathedrale von Bamenda\"\/><\/p>\n<p>\n   In der Kathedrale von Bamenda \u00a0 (ANSA)\n  <\/p>\n<p>Am Ursprung vieler Probleme Kameruns stehen letztlich wirtschaftliche Fragen. Abangalo spricht \u00fcber den Umgang mit den reich vorhandenen Bodensch\u00e4tzen und \u00fcber die Rolle ausl\u00e4ndischer Unternehmen in Afrika. Dabei geht es auch um Perspektiven f\u00fcr junge Menschen.<\/p>\n<p>\u201eGott hat Afrika gesegnet. Unsere F\u00fchrer und unsere Menschen m\u00fcssen sich zusammensetzen und sagen: Wir haben diese Gaben. Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass andere kommen und sie nutzen. Sie k\u00f6nnen Fachwissen bringen. Aber es geh\u00f6rt uns. Wir m\u00fcssen lernen, unsere eigenen Leute auszubilden und ihnen Chancen zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Fondong wird an diesem Punkt sehr konkret: Wie w\u00e4re es damit, wenn L\u00e4nder wie Kamerun Landsleuten, die anderswo dank guter Ausbildung ihr Gl\u00fcck gemacht haben, die M\u00f6glichkeit bieten, zur\u00fcckzukommen und hier etwas aufzubauen? Die Ressourcen seien schlie\u00dflich alle im Land. \u201eWenn wir ihnen die Gelegenheit geben, und ihnen nicht durch Steuern den Weg versperren, dann k\u00f6nnen wir all diese Dinge entwickeln, die wir in der Technologie sehen, hier in Afrika\u201c, betont der Bischof. Das wiederum k\u00f6nnte die weitere Abwanderung der Jungen stoppen, weil sie in Afrika Arbeit und Chancen h\u00e4tten.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eSie m\u00fcssen nicht nach Europa und Amerika gehen. Wir haben all das hier. Kamerun ist Afrika im Kleinen. Wir haben alle Ressourcen &#8211; wir haben alles in Kamerun. Aber wir geben den jungen Menschen nicht die M\u00f6glichkeit, diese Ressourcen zu nutzen und Kamerun wirklich zu Afrika im Kleinen zu machen. Und sogar Menschen aus Europa und Amerika dazu zu bringen, hier zu leben.\u201c<\/p>\n<p>Der Besuch von Papst Leo XIV. in Kamerun hat viele Themen angesprochen: Frieden, Dialog, Verantwortung und Entwicklung. An diesem Samstag reist das Kirchenoberhaupt weiter nach Angola.<\/p>\n<p>(vatican news \u2013 gs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Ende des Besuchs von Papst Leo XIV. in Kamerun hofft das ganze Land auf Frieden und eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5732,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[169,358,222,232,163,164],"class_list":{"0":"post-5731","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kamerun","8":"tag-apostolische-reise","9":"tag-bischoefe","10":"tag-cameroon","11":"tag-gerechtigkeit","12":"tag-kamerun","13":"tag-papst-leo-xiv"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116440329292506414","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5731"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5731\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5731"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5731"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}