{"id":6015,"date":"2026-04-21T07:48:41","date_gmt":"2026-04-21T07:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6015\/"},"modified":"2026-04-21T07:48:41","modified_gmt":"2026-04-21T07:48:41","slug":"ein-land-will-hoch-hinaus-angola-setzt-auf-tourismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6015\/","title":{"rendered":"Ein Land will hoch hinaus: Angola setzt auf Tourismus"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspAOhp tspAOhq\">Nichts wie raus aus der Stadt! In Luanda geht wieder nichts voran, teure Autos und \u00fcberf\u00fcllte Sammeltaxis m\u00e4andern auf den mehrspurigen Stra\u00dfen der angolanischen Hauptstadt, dazwischen wuseln Motorr\u00e4der und Dreirad-Laster der chinesischen Marke Keweseki, bis zu zehn Menschen kauern darauf dicht gedr\u00e4ngt und eingestaubt. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die Kolonnen schieben sich vorbei an Glas-Hochh\u00e4usern und ramponierten Beton-Wohnblocks aus den 1960ern. Endlose Armenviertel wechseln sich ab mit Gated Communities, edle Wohnviertel mit B\u00e4umen und Palmen. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/plus\/jager-und-kolonialisten-was-angola-die-figur-des-chibinda-ilunga-und-das-humboldt-forum-verbindet-8817574.html?icid=in-text-link_14587946\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Luanda<\/a> ist das Tor zu Angola, ein Land, das gerade enorm auf den Tourismusmarkt dr\u00e4ngt. Nur was soll man sich angucken? Diese Stadt mit seinen gesch\u00e4tzten zehn Millionen Einwohnern jedenfalls nicht. \u00a0\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/luanda-3.jpeg\" alt=\"Reise:\u00a0Angola&#10;Thomas Thadewaldt\/Diamir\u00a0Erlebnisreisen\" aria-labelledby=\"caption-14587997\" width=\"620\" height=\"930\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Eine Marktfrau in Luanda verkauft Melonen. <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Thomas Thadewaldt\/Diamir\u00a0Erlebnisreisen <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Endlich wird es ruhiger, weitl\u00e4ufiger. Gegen\u00fcber der K\u00fcstenstra\u00dfe, s\u00fcdlich der Metropole, erhebt sich eine etwa 30 Kilometer lange, sandige Nehrung aus dem Ozean, das palmenbestandene Mussulo. Die Oberschicht Luandas erholt sich dort am Wochenende, demn\u00e4chst sollen Resorts und Luxushotels gebaut werden, um Angola auf der touristischen Weltkarte zu verorten.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Tats\u00e4chlich gibt es in dem s\u00fcdwestafrikanischen Land, das meist nur mit dem 27 Jahre <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/auf-ol-gebaut-2195296.html?icid=in-text-link_14587946\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">w\u00e4hrenden B\u00fcrgerkrieg <\/a>in Verbindung gebracht wird, einige Natursch\u00f6nheit zu entdecken. Man darf sich als Entdecker f\u00fchlen, wenige Reisende waren vor einem da. Welche L\u00e4nder k\u00f6nnen das sonst noch bieten? <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/kalandula-falls-2.jpeg\"   alt=\"Reise:\u00a0Angola&#10;Thomas Thadewaldt\/Diamir\u00a0Erlebnisreisen\" aria-labelledby=\"caption-14587988\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Der Wasserfall von Kalandula st\u00fcrzt 105 Meter in die Tiefe. <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Thomas Thadewaldt\/Diamir\u00a0Erlebnisreisen <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Am beeindruckenden Kalandula-Wasserfall standen auf dieser Reise Offroad-Vans mit Dachzelt aus S\u00fcdafrika, am Aussichtspunkt Miradouro da Lua, s\u00fcdlich von Luanda, vertraten sich Australier die Beine, und den Kissama-Nationalpark besuchten Menschen aus den Nachbarl\u00e4ndern. Dar\u00fcber hinaus waren in den Hotels kaum Wei\u00dfe zu sehen. Nicht einmal Traveller oder Backpacker. Das k\u00f6nnte sich bald \u00e4ndern: Deutsche k\u00f6nnen nun sogar visafrei einreisen.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Der Fahrer lenkt das Auto zu einem Kap, auf einem kleinen H\u00fcgel befindet sich das Nationale Museum der Sklaverei. Wer zu portugiesischen Kolonialzeiten von dieser Anh\u00f6he aufs Meer blickte, sah einer schrecklichen Zukunft entgegen. Abertausende Schiffe legten von der Atlantikk\u00fcste ab, vollgepfercht mit Schwarzafrikanern, fuhren nach Brasilien, Amerika, Kuba, wo sie verkauft wurden. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">In der Kapelle auf dem H\u00fcgel tauften christliche Priester die Gefangenen. So wollte man ihnen ihre vermutete Hexenmacht nehmen, erz\u00e4hlt Guide Maddalena. Sie studiert Ethnologie. \u201eDie \u00dcberfahrt nach Brasilien dauerte 35 Tage, 454 Sklaven sa\u00dfen in einem Schiff\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Schauk\u00e4sten zeigen, wie die Sklaven in Ketten gelegt wurden. Maddalena merkt, wie das Museum der Besucherin zusetzt. Sie schl\u00e4gt vor, in einen anderen Raum zu gehen, \u201edas ist besser f\u00fcr Sie\u201c. Eine absurde Situation: Als w\u00fcrde die freundliche Studentin sich daf\u00fcr entschuldigen, dass so drastisch zu sehen ist, wie grausam die Wei\u00dfen die Schwarzen behandelt haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/angola-kwanza-river-4.jpeg\"   alt=\"Reise:\u00a0Angola\" aria-labelledby=\"caption-14587955\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Ruhig flie\u00dft der Kwanza an D\u00f6rfern vorbei. <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Barbara Schaefer <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Nach einer Stunde mit dem Auto f\u00fchrt die Stra\u00dfe \u00fcber einen breiten Fluss, der Kwanza, nach ihm hei\u00dft die angolanische W\u00e4hrung. Die Br\u00fccke war eine der am st\u00e4rksten umk\u00e4mpften Passagen w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs, der 2002 endete. Heute verteidigen zahlreiche \u00c4ffchen die Stra\u00dfe. Bei ihrem Anblick f\u00e4llt auf, dass die Angola-Diademmeerkatzen die ersten Tiere \u00fcberhaupt sind, die sich zeigen. <\/p>\n<p> Mit dem Elfenbein wurde der Waffenhandel finanziert <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">W\u00e4hrend des Kriegs wurde die Tierwelt dezimiert, gejagt wurde alles, was essbar war. Aber nicht nur: Bis zu 200.000 Elefanten sollen gewildert worden sein, mit dem Elfenbein wurde gro\u00dfteils der Waffenhandel finanziert. Die Abholzung f\u00fcr Holzkohle reduzierte zudem den Lebensraum der Tiere, zudem bedrohten sie Millionen von Landminen.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">An der Kwanza River Lodge, kurz hinter der Br\u00fccke, startet Chiara den Motor des Bootes, los geht es den tr\u00e4gen Fluss hinauf, vorbei an dichtem Gr\u00fcn mit Mangroven und Palmen. Eine Schar Palmgeier fliegt auf, ein afrikanischer Fischadler zieht seine Kreise. Chiara drosselt den Motor, zeigt auf ein kleines Nilkrokodil, das auf einer Sandbank d\u00f6st.<\/p>\n<p>Reiseinfos<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Lufthansa fliegt f\u00fcnfmal pro Woche nonstop von Frankfurt nach Luanda, Tickets ab Berlin kosten mindestens 982 Euro. Aktuell bietet Diamir Erlebnisreisen Angola an, 15 Tage f\u00fcr 5600 Euro, oder bei Geoplan kostet eine 15-t\u00e4gige Privatrundreise f\u00fcr zwei Personen ab 8450 Euro pro Person. Reisende nach Angola brauchen f\u00fcr 30 Tage kein Visum. Diese Reise wurde unterst\u00fctzt von Visit Angola.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die 23-J\u00e4hrige stammt aus S\u00fcdafrika, ihr Vater leitet die Lodge, sie lebt seit zehn Jahren hier, spricht jedoch kaum ein Wort Portugiesisch. Sei schwer zu lernen, meint sie. Das Boot tuckert flussaufw\u00e4rts, eine entspannte Atmosph\u00e4re nach dem Trubel in Luanda. Das Wasser ist naturtr\u00fcb, ohne M\u00fcll, nirgends liegt Plastik herum.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Nun geht es landeinw\u00e4rts, die Stra\u00dfe wird einsamer. In der Trockenzeit legt sich roter Staub auf alles: die Pflanzen, die Blechd\u00e4cher der H\u00e4user und die langen R\u00f6cke der Frauen, die am Stra\u00dfenrand fein aufgeschichtetes Obst verkaufen. Der Guide holt sein Smartphone hervor, spielt ein Video ab. Ein fr\u00f6hlicher angolanischer Popsong preist den Stolz der Zungueiras, der wandernden Verk\u00e4uferinnen, auf ihre Arbeit. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die Realit\u00e4t sieht anders aus. Der Verkaufsplatz gleicht einer M\u00fcllhalde. Auf dem sandigen Boden mischen sich leere Wasserflaschen und Chipst\u00fcten mit organischen Abf\u00e4llen. Ein LKW-Fahrer winkt aus dem Seitenfenster eine Frau herbei, um Brot zu kaufen. Einige Frauen sitzen auf Plastikst\u00fchlen, manche stehen. Vor sich oder auf dem Kopf pr\u00e4sentieren sie ihre Waren. Obst, Backwaren, gekochte Bananen.<\/p>\n<p>37,8<\/p>\n<p>Millionen Einwohner hat Angola, die sich auf 1.246.700 Quadratkilometer verteilen.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Wapingana tr\u00e4gt einen roten Trainingsanzug, um den Kopf winzige, eng geflochtene Braids. Ihre Nachbarin hat um die H\u00fcften ein Tuch geschlungen, es zeigt das grafische, angolanische Samakaka-Muster in Rot, Schwarz, Gelb und Wei\u00df. Amelia zeigt mit den Fingern, dass ihr Sohn acht Jahre alt ist \u2013 in einer f\u00fcr Europ\u00e4er unverst\u00e4ndlichen Zeichensprache. Dazu legt sie drei Finger der einen Hand, ohne Daumen und Zeigefinger, auf die ge\u00f6ffnete Handfl\u00e4che der anderen Hand. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/angola-quicama-nationalpark-5.jpeg\" alt=\"Reise:\u00a0Angola\" aria-labelledby=\"caption-14587958\" width=\"620\" height=\"826\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Auf dem Weg in den Kissama-Nationalpark. <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Barbara Schaefer <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die Frauen beklagen sich, sie wollen eine ordentliche Markthalle. \u201eSchauen Sie sich doch um, der Staub, der Verkehr, das ist doch kein Zustand.\u201c Das Brot kostet umgerechnet 20 Euro-Cent, eine kleine T\u00fcte mit ger\u00f6steten Erdn\u00fcssen 10 Cent. Wir kaufen eine ganze Staude Bananen, einige Brote, T\u00fcten mit Erdn\u00fcssen. Die Frauen wundern sich erfreut. Mehr Touristen, sagen sie, das k\u00f6nnte helfen.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die Stra\u00dfe wird eine reine Staubpiste bis hin zur breiten Einfahrt zum Parque Nacional Qui\u00e7ama, dem Kissama-Nationalpark. Aus einem Kleinbus steigen Besucher aus S\u00fcdafrika, Namibia und der Elfenbeink\u00fcste, erklimmen einen offenen Mercedes-Truck: Safari! <\/p>\n<p> B\u00e4ume sehen aus, als st\u00fcnden sie kopf\u00fcber in der Savanne <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Der Wagen rumpelt los in die offenen Savannenlandschaft, vorbei an Baobabs, die aussehen, als h\u00e4tte sie jemand kopf\u00fcber in die Landschaft gesteckt, mit den Wurzeln nach oben. Vor allem nun in der Trockenzeit, wenn die St\u00e4mme der kahlen B\u00e4ume so grau, ruppig und rau wie die Haut der Elefanten aussehen. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Wer sich zum Fotografieren aus dem Truck lehnt, lebt gef\u00e4hrlich, \u00c4ste peitschen ins Gesicht, an die Oberarme, da sollte mal jemand mit der Machete losziehen. Der Wagen bremst, Impala-Antilopen h\u00fcpfen \u00fcber den Weg, einige Gnus verziehen sich in die B\u00fcsche. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Der drahtige Guide Mateus kennt jeden noch so unscheinbaren Vogel, aber man muss ihn danach fragen, von selbst erkl\u00e4rt er nichts. Die G\u00e4ste bekommen kein Briefing, die Tour gleicht der wilden Variante einer Tierexpediton \u2013 und das hat seinen eigenen Charme. Zudem sind keine weiteren Fahrzeuge zu sehen. Schlie\u00dflich zeigen sich sogar einige Elefanten, und das ist das eigentliche Wunder. Denn im Kissama-Nationalpark war nach dem B\u00fcrgerkrieg von rund 4000 Elefanten kein einziger \u00fcbrig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/angola-quicama-nationalpark-12.jpeg\" alt=\"Reise:\u00a0Angola\" aria-labelledby=\"caption-14587961\" width=\"620\" height=\"826\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Savannenlandschaft im Kissama-Nationalpark.  <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Barbara Schaefer <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">\u00dcber 200 Dickh\u00e4uter leben nun wieder hier, erkl\u00e4rt Denis Tchingrunde, Chef der internen Kommunikation der Ranger. Die Tiere kamen 2001 mit Frachtflugzeugen aus Botswana und S\u00fcdafrika, landeten in einem ehemaligen Milit\u00e4rflugplatz an der nahen K\u00fcste. Ja, sagt Tchingrunde, es gebe noch illegale Jagd. Fast entschuldigend f\u00fcgt er an, die jungen Leute aus dem nahen Dorf Quisama f\u00e4nden keine Jobs, sie jagen mit Gewehren, verkaufen dann das Fleisch. In seinen 24 Jahren hier habe er jedoch nur zwei tote Elefanten ohne Sto\u00dfz\u00e4hne gefunden. <\/p>\n<p>Weekender: Unsere Tipps f\u00fcr Ihr Wochenende<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/disko-3.png\" alt=\"\" class=\"tspBRhs\"\/><\/p>\n<p class=\"tspBRlk\"> Zu viel Kultur, zu wenig Zeit? Unser \u201eWeekender\u201c-Newsletter sortiert Berlins Highlights f\u00fcr Ihr Wochenende \u2013 pers\u00f6nlich kuratiert, kostenlos im Postfach. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Angolas National-Tier, die Riesen-Rappenantilope, lateinisch Palanca Negra Gigante, lebe nicht im Park, doch 300 von ihnen sollen wieder in Angolas Savannen herumstreifen. Nach ihr hei\u00dft das Fu\u00dfballteam, und sie ziert das Logo der der Fluggesellschaft TAAG. Und ja, sagt Tchingrunde, er habe einen Wunsch an die Regierung: Dem Park mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nun freuen sie sich auf das n\u00e4chste Projekt \u2013 13 Elefanten sollen demn\u00e4chst aus Gro\u00dfbritannien nach Angola kommen. Aus England? Ja genau, sagt der Ranger grinsend, aus dem Howletts Wild Animal Park.<\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Auf weitere Elefanten muss man in Angola wohl noch warten. Au\u00dfer jenen, die von allein zur\u00fcckkehren: Das riesige Schutzgebiet KAZA, das l\u00e4nder\u00fcbergreifend mit Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia einen Nationalpark bildet, meldet eine steigende Population. Denn diese Region f\u00fchrt sogar in der Trockenzeit viel Wasser, im angolanischen Teil von KAZA entspringen Fl\u00fcsse wie <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/reise\/dicke-freunde-am-okavango-3805885.html?icid=in-text-link_14587946\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Okavango<\/a>. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/angola-strand-von-cabo-ledo-3.jpeg\"   alt=\"Reise:\u00a0Angola\" aria-labelledby=\"caption-14587985\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Bald k\u00f6nnten sich Touristen am Cabo Ledo sonnen. <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Barbara Schaefer <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die Reise endet an der K\u00fcste, in Cabo Ledo, einer Bucht 120 Kilometer s\u00fcdlich von Luanda \u2013 mit einem der besten Surfspots Angolas. Langgezogene Wellen rollen heran. Hier soll es zum Abend Fisch geben. Auf einer Sandpiste geht es von der K\u00fcstenstra\u00dfe ab, rechts der Piste stehen einfache Strohh\u00fctten, kein dichtes Dach, wackelige Bauten. Dazwischen hocken viele Menschen jeden Alters. Neben ihnen trocknen auf gro\u00dfen Gestellen silbrig schimmernde Fische in der Sonne. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Die Ansiedlung wirkt noch \u00e4rmlicher als vieles an den Landstra\u00dfen im Hinterland. Pl\u00f6tzlich taucht ein Schild auf: Carpe Diem. Genie\u00df den Tag. Ist das purer Hohn? Nein, es ist der Name des Strandressorts in der N\u00e4he. <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">Ein Angestellter \u00f6ffnet die Schranke f\u00fcr die Besucher. Die Lodge ist kein Luxus-Resort, eher eine Ansammlung von charmanten Buden mit einem offenen Restaurant direkt am Strand. Es gibt gegrillten Fisch, dazu ein gek\u00fchltes Getr\u00e4nk aus der Dose. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/angola-strand-von-cabo-ledo-2.jpeg\"   alt=\"Reise:\u00a0Angola\" aria-labelledby=\"caption-14587970\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3jw\"\/> Frischer Fisch aus dem Atlantik. <\/p>\n<p class=\"tspAQhv\"> \u00a9 Barbara Schaefer <\/p>\n<p class=\"tspAOhp\">In den Sommermonaten ist wenig los, es ist zu kalt, tats\u00e4chlich, und das Meer auch recht frisch. Alles wirkt wie eine entspannte Surfer-Lodge. Der Fahrer, der das Auto den ganzen Tag \u00fcber die staubigen Pisten gesteuert hat, genie\u00dft seine Cola. \u201eIch verdiene im Monat 250 Euro, wir sind eine vierk\u00f6pfige Familie\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eEine H\u00fctte hier im Beachressort kostet 69 Euro am Tag. So etwas k\u00f6nnen wir uns nicht leisten.\u201c <\/p>\n<p>Mehr Reisereportagen bei tagesspiegel.de:<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/reise\/berliner-grunden-naturschutzgebiet-in-botswana-der-traum-vom-eigenen-reservat-14337272.html?icid=topic-list_14587946___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" 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In Angola, dem Land mit den riesigen Erd\u00f6l-Vorkommen, ist Geld im \u00dcberma\u00df vorhanden. Nur eben nicht f\u00fcr Menschen wie den Fahrer und die Zungueiras, die wandernden Verk\u00e4uferinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nichts wie raus aus der Stadt! 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