{"id":6041,"date":"2026-04-21T08:08:46","date_gmt":"2026-04-21T08:08:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6041\/"},"modified":"2026-04-21T08:08:46","modified_gmt":"2026-04-21T08:08:46","slug":"forschung-fuer-nachhaltigkeit-fona-fona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6041\/","title":{"rendered":"Forschung f\u00fcr Nachhaltigkeit (FONA) \u2013 FONA"},"content":{"rendered":"<p>Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich in Walvis Bay, um die Er\u00f6ffnung der Cleanergy-Anlage zu feiern. Die Stimmung war feierlich, zugleich voller Aufbruch. Denn was an diesem Tag eingeweiht wurde, markiert weit mehr als den Start einer technischen Infrastruktur: Es ist ein Meilenstein f\u00fcr Namibia, f\u00fcr Deutschland und f\u00fcr die internationale Energiewende.<\/p>\n<p>Die Anlage von Cleanergy Solutions Namibia nutzt Sonne und Wind, um mittels Elektrolyse gr\u00fcnen Wasserstoff zu erzeugen. Mit einem 5 MW Elektrolyseur wird der Energietr\u00e4ger vor Ort produziert, gespeichert und verteilt. Eine Tankstelle erm\u00f6glicht die direkte Versorgung von Lastwagen, Bussen und sp\u00e4ter auch maritimen Anwendungen. Walvis Bay, der wichtigste Hafen Namibias, wird damit Schritt f\u00fcr Schritt unabh\u00e4ngig von fossilen Energietr\u00e4gern.<\/p>\n<p>Die Einweihung war nicht nur ein technologisches Ereignis, sondern auch Ausdruck einer Partnerschaft. Bereits 2021 unterzeichneten Namibia und Deutschland eine Kooperationsvereinbarung f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff. Deutschland war damit das erste Land weltweit, das sich offiziell an Namibias ehrgeizigen Pl\u00e4nen beteiligte. Seitdem sind zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht worden \u2013 von der Entwicklung einer nationalen Wasserstoffstrategie bis hin zu Ausbildungsprogrammen f\u00fcr Fachkr\u00e4fte. Die Er\u00f6ffnung in Walvis Bay ist nun ein weiterer H\u00f6hepunkt dieser Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>In seiner Ansprache hob Florian Seitz, st\u00e4ndiger Vertreter an der deutschen Botschaft in Namibia, die Bedeutung des Projekts hervor:<\/p>\n<p>\u201eNamibia zeigt heute, wie Zukunft gestaltet wird \u2013 mit Engagement, Mut und Verantwortung. Deutschland ist stolz, ein partnerschaftlicher Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Seitz erinnerte daran, dass Deutschland allein f\u00fcr dieses Projekt fast 15 Millionen Euro bereitgestellt hat \u2013 f\u00fcr den Bau, f\u00fcr Forschung und f\u00fcr Ausbildungsma\u00dfnahmen. Erst kurz vor der Er\u00f6ffnung war eine Aufstockung der Mittel beschlossen worden, um den erzeugten Wasserstoff auch direkt in der lokalen Industrie und im Verkehr einzusetzen.<\/p>\n<p>Besonders symboltr\u00e4chtig ist dabei der erste wasserstoffbetriebene Bus Namibias, der nun in Betrieb genommen wurde. Er ist mehr als ein Verkehrsmittel: Er dient als Lernplattform, an der Fahrer, Techniker und Wissenschaftler praktische Erfahrungen sammeln. Auf diese Weise verbindet das Projekt Technologie mit Bildung \u2013 ein Aspekt, den beide Partnerl\u00e4nder gezielt f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen und sozialen Chancen liegen auf der Hand. Gr\u00fcner Wasserstoff kann eine ganze Wertsch\u00f6pfungskette ansto\u00dfen \u2013 von der Produktion \u00fcber Transport und Speicherung bis hin zur Anwendung in Industrie und Mobilit\u00e4t. Damit entstehen neue Arbeitspl\u00e4tze, neue Ausbildungsfelder und neue Exportm\u00f6glichkeiten. F\u00fcr Namibia er\u00f6ffnet sich die Chance, zu einem der f\u00fchrenden Anbieter gr\u00fcner Energien in Afrika zu werden. Gleichzeitig leistet das Land damit einen aktiven Beitrag zum globalen Klimaschutz.<\/p>\n<p>Doch auch f\u00fcr Deutschland ist die Zusammenarbeit von gro\u00dfer Bedeutung. Gr\u00fcner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein der Hightech-Agenda, die klimaneutrale Energieerzeugung und Mobilit\u00e4t als Schl\u00fcsselthemen definiert. W\u00e4hrend Namibia seine nat\u00fcrlichen Ressourcen einbringt, flie\u00dfen auf deutscher Seite Technologie, Know-how und finanzielle Unterst\u00fctzung ein. Beide L\u00e4nder lernen voneinander, entwickeln gemeinsam Standards und setzen Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr eine internationale Energiewirtschaft, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Die Anlage ist nicht nur ein Produktionsstandort, sondern zugleich ein \u201elebendes Labor\u201c, in dem Forschung zu Sicherheit, Materialien und innovativen Anwendungen betrieben wird.<\/p>\n<p>Mit Blick in die Zukunft ist klar: Die Cleanergy-Anlage ist ein Anfang. Die Produktionskapazit\u00e4ten sollen erweitert, die Hafeninfrastruktur noch st\u00e4rker integriert und neue Technologien erprobt werden. Walvis Bay k\u00f6nnte so zu einem zentralen Hub f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff im s\u00fcdlichen Afrika werden. Dort ist eine Vision greifbar geworden: eine Zukunft, in der Energie sauber, fair und partnerschaftlich erzeugt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich in Walvis Bay, um die Er\u00f6ffnung der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6042,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-6041","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116441681968662900","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6041"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6041\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6042"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}