{"id":610,"date":"2026-04-18T07:28:20","date_gmt":"2026-04-18T07:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/610\/"},"modified":"2026-04-18T07:28:20","modified_gmt":"2026-04-18T07:28:20","slug":"proteste-in-namibia-und-berlin-blutroter-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/610\/","title":{"rendered":"Proteste in Namibia und Berlin: Blutroter Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Eine Frau, ganz in Wei\u00df gekleidet, stimmt traditionelle Ges\u00e4nge an. Sie versch\u00fcttet den Inhalt einer Wasserflasche auf der grauen Erde und formt dabei mit weiten Schritten einen Kreis um die Banner, die am Samstagmittag vor dem Ausw\u00e4rtigen Amt ausgebreitet liegen. Marianne Ball\u00e9 Moudoumbou wird den heutigen Protest moderieren. Doch bevor die erste Rede beginnt, m\u00f6chte sie diesen Ort rituell reinigen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Der Wasserkreis ist geschlossen. Mittlerweile haben sich etwa 40 Menschen im Schatten der B\u00e4ume versammelt. Ball\u00e9 Moudoumbou nimmt ein wei\u00dfes S\u00e4ckchen in die Hand und verstreut Salz auf dem Boden. Es soll ein Symbol der Heilung sein.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">\u201eV\u00f6lkermord, das war deutsche Politik\u201c, sagt sie und bezieht sich dabei auf den <a href=\"https:\/\/taz.de\/Genozidgedenken-in-Namibia\/!6145229\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Genozid an den Herero und Nama zwischen 1904 und 1908 in Namibia<\/a>. Damals t\u00f6teten deutsche Truppen etwa 80 Prozent der Herero und die H\u00e4lfte der Nama. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Archaeologin-ueber-koloniale-KZs\/!5960709\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Allein im Konzentrationslager auf Shark Island, einer Halbinsel in der L\u00fcderitzbucht, mussten 4.000 Herero und Nama sterben.<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Dort in Namibia demonstrieren am Samstag zeitgleich Nachfahren der Opfer des deutschen V\u00f6lkermords ebenfalls unter dem Motto \u201eH\u00e4nde weg von Shark Island\u201c. Der Grund daf\u00fcr findet sich in der Lage des Gedenkorts f\u00fcr das Konzentrationslager. Er befindet sich an der Spitze der Halbinsel, an deren Wurzel der Hafen von L\u00fcderitz operiert.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">Was Berliner und namibische Ak\u00adti\u00advis\u00adt:in\u00adnen gleicherma\u00dfen aufbringt, ist das <a href=\"https:\/\/taz.de\/Staatssekretaer-zum-H2-Projekt-in-Namibia\/!6045587\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wasserstoffprojekt \u201eHyphen\u201c<\/a>. Im Tsau-\u01c1Khaeb-Nationalpark, wenige Autominuten vom Stadtzentrum entfernt, soll auf 4.000 gepachteten Quadratkilometern eine Anlage zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff errichtet werden. Unter den drei Tr\u00e4gern des Projekts findet sich auch das deutsche Energieunternehmen Enertrag.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Der geplante Hafenausbau gef\u00e4hrdet die Unversehrtheit von Shark Island als Ort der Erinnerung und kulturellen Praxis.<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Maboss Ortmann, Nama Traditional Leaders Association<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Felix Henn vom Berliner B\u00fcndnis \u201eV\u00f6lkermord verj\u00e4hrt nicht\u201c warnt, der Hafenausbau verdecke die Sicht zwischen Stadt und Halbinsel. \u201eGerade der Blick von Shark Island nach Osten \u2013 mit freier Sicht auf den Sonnenuntergang \u2013 spielt f\u00fcr die Nama beim rituellen Trauern um ihre Ahnen eine zentrale Rolle.\u201c Maboss Ortmann von der Nama Traditional Leaders Association aus Namibia best\u00e4tigte diese Schilderung auf taz-Anfrage: \u201eDer geplante Hafenausbau gef\u00e4hrdet die Unversehrtheit von Shark Island als Ort der Erinnerung und kulturellen Praxis.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8369367\/1200\/Namibia-Voelkermord-Wasserstoff-Shark-Island.webp\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"798\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Namibia-Voelkermord-Wasserstoff-Shark-Island.webp\" alt=\"Eine Frau spricht in ein Mikrofon\" title=\"Eine Frau spricht in ein Mikrofon\" height=\"442\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Elisabeth Kaneza von Amnesty h\u00e4lt vor dem Ausw\u00e4rtigen Amt eine Rede<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nFlorian Boillot<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"7\">Ein Sprecher des Unternehmens wies den Titel der Demonstration als \u201eirref\u00fchrend\u201c zur\u00fcck. Auf Anfrage der taz betonte er, Shark Island stehe in keinem Zusammenhang mit dem Hyphen-Projekt. Der f\u00fcr \u00d6l und Gas geplante Hafenausbau liege in staatlicher Hand, w\u00e4hrend das Hyphen-Projekt mehrere Kilometer westlich einen eigenen Tiefseehafen plane.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"8\">Henn wendet ein, dass Enertrag es sich zu einfach mache, zu behaupten, es h\u00e4tte mit dem Hafenausbau nichts zu tun. \u201eDer ist Teil einer Infrastrukturentwicklung in der Region, die auf Exporte setzt.\u201c Das Hyphen-Projekt sei ein Antreiber dieser Dynamik und profitiere von der Infrastruktur, die geschaffen werden solle. Zudem drohe die geplante Erweiterung des Hafens, die ungeborgenen \u00dcberreste von Opfern der Nama und Ovaherero zu zerst\u00f6ren, die sich wahrscheinlich noch in den umliegenden Gew\u00e4ssern bef\u00e4nden. \u201eJeder Denkmalsch\u00fctzer w\u00fcrde sagen: Man kann keinen riesigen Hafen und eine Mauer bauen und behaupten, der Ort bleibe dadurch unber\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>      Die Anerkennung von V\u00f6lkermord<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"10\">Zwischen den Demobannern vor dem Ausw\u00e4rtigen Amt steht Nandi Mazeingo, Vorsitzender der Ovaherero Genocide Foundation. Er ist eigens aus Namibia angereist und kritisiert die bisherigen Verhandlungen zwischen Berlin und seiner Regierung \u00fcber den Umgang mit dem Genozid scharf. <a href=\"https:\/\/www.namibian.com.na\/genocide-issue-nearly-finalised-nandi-ndaitwah\/?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQKNjYyODU2ODM3OQABHmbtkloDx-gn4t1DRc3vIDl4TvpYsmKqbHQ5ddlmA4HiO7wJrVHgN7mZ3PDT_aem_FZglebvBLiWimZuA2cJDqQ\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Namibias Pr\u00e4sidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah hatte am 8. April auf einer Nationalversammlung angek\u00fcndigt, dass sich die Verhandlungen zwischen der Hauptstadt Windhoek und Deutschland dem Ende n\u00e4herten.<\/a> Eine \u201eJoint Declaration\u201c beider Regierungen soll den Rahmen f\u00fcr eine abschlie\u00dfende Vers\u00f6hnung bilden, indem Deutschland seine historische Schuld und sich zu Zahlungen bereit erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"11\">Dazu sagt Mazeingo: \u201eIch m\u00f6chte \u00fcberhaupt keine Zeit damit verbringen, \u00fcber diese Joint Declaration zu sprechen.\u201c Ein Prozess, der ohne legitime Vertreter der betroffenen Gemeinschaften gef\u00fchrt worden sei, habe f\u00fcr ihn keine Relevanz. Ortmann erg\u00e4nzt: \u201eAlles, was \u00fcber uns ohne uns entschieden wird, richtet sich gegen uns.\u201c Sein Verein fordert eine Neuverhandlung und eine umfassende Wiedergutmachung f\u00fcr den V\u00f6lkermord.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8369367\/1200\/Namibia-Voelkermord-Wasserstoff-Shark-Island-1.webp\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"798\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Namibia-Voelkermord-Wasserstoff-Shark-Island-1.webp\" alt=\"Die Hand eines Menschen aus Nambia mit traditionellen Finderringen\" title=\"Die Hand eines Menschen aus Nambia mit traditionellen Finderringen\" height=\"442\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Schmuck an der Hand des K\u00fcnstlers Fogha Mc Cornilius Refem<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nFlorian Boillot<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"12\">Das Ausw\u00e4rtige Amt verweist auf den vertraulichen Austausch mit der namibischen Regierung, die auch Vertreter der Herero und Nama umfasst. Eine Sprecherin sagte der taz, die Regierung habe die damaligen Taten bereits als V\u00f6lkermord bezeichnet. \u201eDie Bundesregierung bekennt sich zur moralischen und politischen Verantwortung Deutschlands daf\u00fcr.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"13\">Die \u00dcbernahme dieser Verantwortung spricht Elisabeth Kaneza von Amnesty International der Bundesregierung in ihrer Rede ab. Trotz der Anerkennung als V\u00f6lkermord seien keine angemessenen Konsequenzen gezogen worden. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschland-kolonialzeit-aufarbeitung-100.html\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Tats\u00e4chlich flie\u00dfen bisher keine offiziellen Reparationen.<\/a> Stattdessen m\u00f6chte Deutschland Wiederaufbauhilfe auf freiwilliger Basis zahlen.<\/p>\n<p>      Deutschland kein Erinnerungsweltmeister<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-21\" pos=\"15\">Charlotte Neuh\u00e4user von den Linken ist die einzige Berufspolitikerin, die bei der Demo spricht. \u201eEuer Schmerz und eure Wut sind angebracht\u201c, sagt sie an die Nachfahren der Betroffenen gerichtet. Entwicklungshilfe sei keine Wiedergutmachung, kein Schuldeingest\u00e4ndnis. Man wisse durch die psychologische Forschung, dass Traumata durch Gewalt, Mord und Verfolgung \u00fcber Generationen hinweg vererbt werden. \u201eV\u00f6lkermord verj\u00e4hrt nicht, und deshalb ist euer Schmerz auch nach 100 Jahren nicht verj\u00e4hrt.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"16\">Dann geht sie auf etwas ein, das Mazeingo bereits in seiner Ansprache kritisiert hat: die deutsche Schulbildung \u00fcber den Kolonialismus im heutigen Namibia. \u201eHeute sehen wir einmal mehr, dass Deutschland den Titel \u201aErinnerungsweltmeister\u2018 nicht verdient hat\u201c, res\u00fcmiert Neuh\u00e4user. \u201eWo kommt unser Wohlstand eigentlich her? Welches Blut klebt an unseren H\u00e4nden? Welche geraubten Sch\u00e4tze pr\u00e4sentieren wir stolz in unseren Museen?\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-23\" pos=\"17\">Vor dem Humboldt Forum, dem wohl namhaftesten dieser Museen, liegt die zweite Etappe der Demonstration. Dort spricht der K\u00fcnstler Fogha Mc Cornilius Refem als einer von vier Rednerinnen und Rednern. Er zeigt auf die Museumsfassade hinter sich, w\u00e4hrend er die Demonstrierenden ansieht. Er sei \u201esick of colonisation\u201c Das Humboldt Forum bezeichnet er als einen teuren \u201eload of bullshit\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"18\">Ein Pressesprecher des Humboldt Forums betont, dass die Auseinandersetzung mit Kolonialismus in Zusammenarbeit mit Betroffenen seit der Er\u00f6ffnung ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit sei. \u201eAktuell thematisiert die Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/programm\/dauerangebot\/ausstellung\/ansichtssachen-49344\/\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">\u201aAnsichtssache(n)\u2018<\/a> deutsche Kolonialherrschaft umfassend, darunter auch die Gewaltgeschichte in Namibia.\u201c Man sei offen f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p>      Gr\u00fcner Export, lokaler Notstand<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-26\" pos=\"20\">Angekommen an der letzten Etappe vor dem Enertrag-B\u00fcrogeb\u00e4ude in der Rosenthaler Stra\u00dfe erinnert Tsafrir Cohen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stiftung Medico International, in seiner Rede an die historische Brutalit\u00e4t der Kolonialzeit. Er zitiert aus dem damaligen <a href=\"https:\/\/taz.de\/VERNICHTUNGSBEFEHL\/!808930\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vernichtungsbefehl des Generals Lothar von Trotha<\/a>: \u201eJeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh wird erschossen. Ich nehme keine Weiber und keine Kinder mehr auf, treibe sie zur\u00fcck zu ihrem Volk oder lasse auch auf sie schie\u00dfen.\u201c Gefangene in Shark Island seien damals gezwungen worden, die Sch\u00e4del ihrer eigenen Verwandten zu kochen und mit Glasscherben von Fleischresten zu befreien, um sie f\u00fcr sogenannte \u201eRassenforschung\u201c nach Deutschland zu schicken.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"21\">Heute leide Namibia unter extremer Wassernot, die Regierung habe sogar den nationalen Wassernotstand ausgerufen. Doch die deutsche Industrie plane mit an Projekten in Namibia, die vor allem dem Export dienen. \u201eDas ist verbrecherisch\u201c, so Cohen. \u201eDieser Wasserstoff wird niemals gr\u00fcn sein, sondern blutrot.\u201c<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Dieser Wasserstoff wird niemals gr\u00fcn sein, sondern blutrot.<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Tsafrir Cohen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stiftung Medico International<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-29\" pos=\"22\">Aaron Alexandre Cuyugan von der Initiative \u201eNeue \u00d6konomie\u201c mahnt, dass Profit nicht auf Land entstehen d\u00fcrfe, das den Nama geraubt worden sei. Das Wasserstoffprojekt sei lediglich eine Fortsetzung kolonialer Strukturen. W\u00e4hrend Enertrag von \u201elokaler Wertsch\u00f6pfung\u201c spricht, warnt auch Henn vom B\u00fcndnis \u201eV\u00f6lkermord verj\u00e4hrt nicht\u201c vor den wirtschaftlichen Folgen. Namibia sei mit 24 Prozent am Projekt beteiligt und bereits massiv \u00fcberschuldet. Wenn \u201eHyphen\u201c schieflaufe, drohe ein Fiasko f\u00fcr den Staatshaushalt. Bei den Jobs, die f\u00fcr Einheimische entstehen k\u00f6nnten, sei zudem zweifelhaft, wie langfristig und gut bezahlt diese tats\u00e4chlich sein w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-30\" pos=\"23\">Zum Abschluss formen die Demonstrierenden mit einer Menschenkette einen Kreis. Es wird still. Auf Aufforderung von Ball\u00e9 Moudoumbou legen die Teilnehmenden ihre H\u00e4nde auf den Boden. Eine Geste der Verbundenheit mit der Erde, die auch in L\u00fcderitz stattfinden soll. Die Demonstrierenden halten kurz inne, dann springen sie gleichzeitig auf und rei\u00dfen die Arme in die Luft. Immer wieder rufen sie: \u201eHands off Shark Island!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Frau, ganz in Wei\u00df gekleidet, stimmt traditionelle Ges\u00e4nge an. 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